Dana Guth

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Dana Guth (* 26. Juli 1970 in Mehrow, Kreis Bernau, DDR) ist eine deutsche Politikerin (AfD). Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2017 trat sie als Spitzenkandidatin ihrer Partei an.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur begann Guth ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen, das sie nach zwei Jahren abbrach.[1] Sie absolvierte dann eine kaufmännische Berufsausbildung und legte die Ausbildereignungsprüfung ab. Seit 1996 ist sie als selbstständige Immobilien- und Versicherungsmaklerin tätig.[2]

Guth ist verheiratet, wohnt in Herzberg am Harz und hat zwei Kinder.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guth trat 2016 in die Alternative für Deutschland ein und wurde im selben Jahr zur Kreisvorsitzenden im Landkreis Göttingen gewählt.[3] Im März 2017 kandidierte Guth erfolglos gegen Armin-Paul Hampel, als dessen innerparteiliche Kritikerin sie gilt, um den niedersächsischen Landesvorsitz der AfD. Im August 2017 wurde Guth in einer Kampfkandidatur gegen Maik Schmitz zur Spitzenkandidatin der AfD für die niedersächsische Landtagswahl gewählt. Die Wahl Guths zur Spitzenkandidatin gilt als Niederlage von Hampel im innerparteilichen Machtkampf.[4]

Am 29. September 2017 schloss die Göttinger Kreistagsfraktion der AfD Dana Guth aus der Fraktion aus.[5] Das Verwaltungsgericht Göttingen erklärte den Ausschluss am 9. Oktober 2017 für unwirksam. Die Fraktion habe die dafür in der Geschäftsordnung vorgesehenen Fristbestimmungen nicht eingehalten, lautete die Begründung.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Guth bekämen lernschwache Kinder die beste Förderung nur im System der Förderschule, da ein Lehrer in einer normalen Klasse, die mit 25 bis 30 Schülern belegt sei, dies nicht leisten könne. Dana Guth tritt dafür ein, dass der Englischunterricht in der Grundschule abgeschafft wird, da es Realität sei, dass nicht alle Grundschüler richtig Deutsch sprechen.[6]

Wirtschaftspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Auseinandersetzung um den Spitzenplatz auf Landesliste der AfD, anlässlich Landtagswahl in Niedersachsen im Jahr 2017, betonte Dana Guth, dass die Landwirtschaft vorrangig in ihren politischen Fokus geraten sei, denn „wir brauchen [dort] weniger EU und weniger Bürokratie.“[3]

Für Guth hingen die meisten Arbeitsplätze in Niedersachsen vom Volkswagen-Werk ab, daher müsse es dringend gefördert und erhalten bleiben. Hinsichtlich des Abgasskandals des Volkswagenwerks führt sie aus, dass man keinesfalls „irgendwelche Antriebstechniken“ verdammen dürfe.

Struktur- und Energiepolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nahverkehr in strukturschwachen Gebieten Niedersachsens müsse verbessert werden.

Von Windparks und Biogasanlagen halte sie nichts. Der Atomausstieg habe zur Folge, dass der Strom viel teurer geworden sei und „Menschen [würden] von der Energieversorgung abgeklemmt, weil sie es nicht bezahlen können“. Sie setze weiter auf Kernenergie, Kohle und Gas.[6]

Migranten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dana Guth habe nichts dagegen, dass mehr Polizisten in Niedersachsen beschäftigt würden, allerdings müsse man auch auf die „Ursachen“ schauen, denn die Kriminalität würde sich in „Richtung Flüchtlinge, Migranten und Ähnliches verschieben“. Diese Täter müssten abgeschoben werden.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Wallbaum: Was sind das für Leute, die für die AfD künftig im Landtag sitzen? In: Rundblick. Politikjournal für Niedersachsen. Band 2017, Nr. 185, 20. Oktober 2017, S. 5–7.
  2. Dana Guth – Unsere Spitzenkandidatin für Niedersachsen, auf afd-verden.de. Abgerufen am 16. Oktober 2017
  3. a b Julia Barthel: AfD-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2017: Dana Guth. In: noz.de. 13. Oktober 2017, abgerufen am 13. Oktober 2017.
  4. Hannoversche Allgemeine Zeitung, Hannover, Niede: Dana Guth ist Spitzenkandidatin der AfD. In: haz.de. 24. Juli 2017, abgerufen am 13. Oktober 2017.
  5. Andreas Speit: Rauswurf bei der AfD: Rechtspopulisten auf neuem Kurs. In: taz.de. 4. Oktober 2017, abgerufen am 13. Oktober 2017.
  6. a b c „Keine Experimente“ – Dana Guth kämpft an vielen Fronten, vom 10. Oktober 2017, auf kreiszeitung.de. Abgerufen am 16.10. 2017