Das kalte Herz (2016)

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Filmdaten
OriginaltitelDas kalte Herz
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2016
Länge119 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieJohannes Naber
DrehbuchChristian Zipperle
Johannes Naber
Steffen Reuter
Andreas Marschall
ProduktionSteffen Reuter
MusikOliver Biehler
KameraPascal Schmit
SchnittBen von Grafenstein
Besetzung

Das kalte Herz ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 2016. Die Handlung des Films beruht auf der Erzählung Das kalte Herz von Wilhelm Hauff. Regie führte Johannes Naber. In den Hauptrollen sind Frederick Lau, Henriette Confurius, Moritz Bleibtreu und Milan Peschel zu sehen.[2]

Die Erstaufführung des Films in den deutschen Kinos war am 20. Oktober 2016.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Prolog des Films erzählt vom Holländer-Michel. Aus Raffgier schneidet er sich selbst das Herz aus der Brust. Die Dorfbewohner haben Angst vor ihm und stoßen ihn eines Nachts von der Klippe des Tannenbühl. Aber ohne Herz kann er nicht sterben, und so trachtet er selbst den Menschen nach ihren Herzen.

Der gutmütige Köhler Peter Munk lebt ein hartes und entbehrungsreiches Leben. Sein Beruf ist bei den Dorfbewohnern nicht angesehen. In der gesellschaftlichen Hackordnung steht er ganz unten. Peter Munk ist in die Tochter des Glasmachers Löbl, Lisbeth, verliebt. Aber sie ist bereits dem Holzhändlersohn Bastian versprochen. Um Lisbeths Herz und das Ansehen der Dorfbevölkerung zu gewinnen, glaubt Peter, er müsse reich werden. Als Sonntagskind geht er zum Glasmännchen und äußert drei törichte Wünsche. Sie erfüllen sich zwar, da Peter aber ihre Auswirkungen nicht bedachte, ist er schon bald wieder arm. Er geht abermals zum Tannenbühl, dieses Mal zum Holländer-Michel und tauscht sein Herz für Geld gegen ein Herz aus Stein. Nach einer Reise kehrt er als reicher Holzhändler ins Dorf zurück und will Lisbeth heiraten, aber sie wendet sich von dem nunmehr skrupellosen Peter ab. Erst durch ein tragisches Ereignis erkennt Peter, dass er mit kaltem Herzen nicht leben will.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kalte Herz ist ein Märchen von Wilhelm Hauff. Es erschien 1827 in Hauffs „Märchenalmanach auf das Jahr 1828“, in zwei Teilen als Binnenerzählung eingebettet in die Erzählung Das Wirtshaus im Spessart.

Wilhelm Hauff war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Hauffs Märchen fallen in die spätromantische Literaturphase nach den scharfen Zensurbestimmungen der Karlsbader Beschlüsse im Jahre 1819. Der erste Band um die Rahmenerzählung Die Karawane enthält bekannte Märchen wie Kalif Storch und Die Geschichte von dem kleinen Muck. Der zweite Band um den Den Scheik von Allessandria und seine Sklaven verlässt den rein orientalischen Handlungsraum; Zwerg Nase und zwei von Wilhelm Grimm übernommene Märchen, Schneeweißchen und Rosenrot und Das Fest der Unterirdischen, stehen in der europäischen Märchentradition. Sein dritter Band, Das Wirtshaus im Spessart, behandelt eher Sagenstoffe als Märchen; die Schwarzwaldsage Das kalte Herz ist die bekannteste dieser Sagen.

Gedreht wurde im Elbsandsteingebirge, bei Wuppertal, im Schwarzwald und im koproduzierenden Studio Babelsberg in Potsdam, wo bereits die beliebte DEFA-Verfilmung Das kalte Herz von 1950 mit Erwin Geschonneck entstanden ist. Für die Dreharbeiten 2015 im Studio Babelsberg wurde eigens ein Mittelalterstädtchen gebaut: Das „Dorf Gutach“ als zentrales Außenmotiv ist auf dem „Neuen Filmgelände“ an der Ahornstraße entstanden. Um die 40 Handwerker von den studioeigenen Handwerksbetrieben waren zwei Monate mit dem Bau der Kulissen beschäftigt.[3]

Die Spezialeffekte wurden von Chimney Germany gefertigt.[4]

Die mehrfach ausgezeichnete Filmmusik von Komponist Oliver Biehler wurde vom Deutschen Filmorchester Babelsberg eingespielt.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Das kalte Herz. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 161497/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Information auf IMDb.com. IMDb, abgerufen am 7. Juli 2016 (englisch).
  3. MAZ: Märchendreh in Studio Babelsberg – „Das kalte Herz“ fürs Kino Märkische Allgemeine Zeitung vom 9. Oktober 2015, abgerufen am 13. September 2016
  4. Information auf Studiobabelsberg.com. Studio Babelsberg, abgerufen am 7. Juli 2016.
  5. Scoring Stage, Credits auf filmorchester.de. Deutsches Filmorchester Babelsberg, abgerufen am 12. Mai 2018.
  6. Deutscher Filmmusikpreis. Abgerufen am 8. November 2017.