Das verlorene Symbol

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Das verlorene Symbol ist ein im Jahre 2009 erschienener Roman des US-amerikanischen Autors Dan Brown. Der Roman wird der Kategorie Thriller zugeordnet.

Werkdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das englische Original The Lost Symbol erschien am 15. September 2009 und die deutsche Übersetzung am 14. Oktober 2009. Übersetzt wurde das Buch innerhalb von zehn Tagen von Angela Koonen, Stefan Bauer, Helmut W. Pesch, Axel Merz, Rainer Schumacher und Dietmar Schmidt. Außenlektor Wolfgang Neuhaus betreute das Werk.[1] Am Mittwoch, dem 14. Oktober, zur Frankfurter Buchmesse, erfolgte der Verkaufsstart in den Buchhandlungen.

Das Buch hat 768 Seiten. Die deutsche Fassung erschien – wie die übrigen Romane Dan Browns – bei der Verlagsgruppe Bastei Lübbe.

Die Hörbuchfassung besteht aus 6 CDs und wurde, wie auch schon die Vorgänger Sakrileg und Illuminati, von Harrison Fords deutschem Standard-Synchronsprecher Wolfgang Pampel gelesen. Ungewöhnlich ist, dass die CDs schwarz sind, wodurch nicht alle Geräte die Daten lesen können.

Thematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das verlorene Symbol spielt in Washington, D.C. und thematisiert Legenden rund um die Bruderschaft der Freimaurer. Der Legende zufolge verfügen diese angeblich über ein uraltes Wissen, das seit Jahrtausenden im Inneren der Menschen verborgen liegt. Über die Noetik wird im Roman versucht zu erklären, welche inneren Mächte ein jeder Mensch besitzt und wie er diese nutzen kann. Die Wissenschaftlerin Katherine Solomon verfügt über experimentelle Daten, die das Bewusstsein der Menschen komplett verändern werden. In einem Abschnitt geht Brown auf den 21. Dezember 2012 ein, den Tag, an dem die Lange Zählung des Maya-Kalenders endet und das Ende der Welt und der Aufstieg der Menschheit in eine neue Bewusstseinsebene vorausgesagt wird.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Symbologe Robert Langdon wird von seinem Freund Peter Solomon zu einem Vortrag in der National Statuary Hall des Kapitols für die Smithsonian Institution nach Washington, D.C. gerufen. Solomons Schwester Katherine arbeitet in einem großen, dunklen Labor des Smithsonian Museum Support Centre als Noetikerin und sucht eine Verbindung zwischen alten Wissenschaften und moderner Physik, um die materielle Kraft der Gedanken zu nutzen. Langdon findet jedoch kein Publikum für seinen Vortrag und erhält stattdessen einen Anruf von einem gewissen Mal’akh, der die Wachen im Kapitol überlistet und Peter entführt hat. Mit Langdons Hilfe will Mal’akh ein Portal zu den Alten Mysterien öffnen.

Apotheose Washingtons

Mitten in der Rotunde des Kapitols findet jemand Peters abgetrennte Hand, die nach oben zeigt. Langdon erkennt anhand der Tätowierungen auf den Fingern die Mysterienhand, die als Einladung dient. Der Sicherheitschef Trent Anderson und die Direktorin Inoue Sato vom Office of Security der CIA reagieren misstrauisch auf Langdon. Dieser äußert sich skeptisch zum alten Wissen. Er erklärt, dass die Rotunde einen römischen Vesta-Tempel bilde und dass einst ein Feuer unter einem Loch im Mittelpunkt des Bodens gebrannt habe. Die Gründerväter Washingtons waren demnach begeistert vom antiken Rom. Direkt unter der Kuppel befindet sich das FreskoApotheose George Washingtons“. Als angeblicher Psychiater Dr. Abbadon erzählt Mal’akh Katherine, dass Peter bei ihm in Behandlung sei. Sie seien beide Freimaurer des 33. Grades und Peters großes Geheimnis sei wahr.

Langdon erinnert sich, dass Peter ihm einen hundert Jahre alten Talisman anvertraute, der Ordnung aus dem Chaos (ōrdō ā chaos) bringen soll. Katherines Assistentin Trish Dunne findet in Katherines Auftrag ein rätselhaftes Dokument, das die Begriffe „unterirdisch“, „Washington“, „altes Portal“, „Pyramide“ und „Symbolon“ enthält. Die Inschrift SBB XIII auf der Mysterienhand führt Langdon und Sato ins geheime Senate Basement unter der Krypta des Kapitols. Der Symbologe berichtet von einem Freimaurerring mit dem Zeichen des Phoenix und dem Hinweis: „Alles wird enthüllt mit dem 33. Grad“. Eine Pyramide mit goldenem Deckstein verstecke altes Wissen. SBB 13 ist als privater Raum von Peter Solomon verzeichnet und erweist sich als Freimaurer-Kammer mit einem Schädel und weiteren Utensilien. Dort finden sie eine steinerne, unvollendete Pyramide mit einer codierten Inschrift. Nachdem ein Röntgenbild offenbart hat, dass Langdon den dazugehörigen Deckstein in seiner Tasche trägt, rettet der Architekt des Kapitols Warren Bellamy, der ebenfalls dem 33. Grad der Freimaurer angehört, Langdon vor Sato.

Mal’akh befiehlt telefonisch, die Karte der Pyramide bis Mitternacht zu entschlüsseln. Langdon informiert Katherine über die drohende Gefahr. Doch Mal’akh befindet sich bereits – wie Katherine – im Smithsonian Museum Support Centre. Er hat Dunne in einem Ethanol-Becken ertränkt und von ihr die Zugangskarte und den Zugangscode für Katherines Labor bekommen. Katherine kann entkommen und erfährt, dass Mal’akh der Mörder ihrer Mutter ist. Nach der Flucht der Wissenschaftlerin sprengt Mal’akh ihr Labor mithilfe einer improvisierten Knallgasexplosion. Währenddessen beginnen Langdon und Bellamy in der Kongress-Bibliothek mit der Entschlüsselung der Pyramide, wobei der Deckstein als Legende dient. Sato versucht gemeinsam mit Chief Security Analyst Nola Kaye ebenfalls, den Code zu knacken. Bellamy stuft die Pyramide und eine damit verbundene geheime Treppe als wertvoller ein als Menschenleben.

Der Architekt war Zeuge, als Peters Sohn Zachary sich am 18. Geburtstag für das finanzielle Familienerbe und gegen die Pyramide entschied. Zachary „verprasste“ das Geld und starb vermeintlich in einem türkischen Gefängnis. Ein Mann, der sich als dessen Mitgefangener und Mörder vorstellte, überfiel einige Zeit später die Familie Solomon und forderte die Pyramide. Nun wird Bellamy bewusst, dass Peter Solomon Robert Langdon als Hüter des Decksteins ausgewählt hat.

Magisches Quadrat in Melencolia I

Nachdem Katherine Solomon Bellamy und Langdon in der Bibliothek gefunden hat, fliehen sie gemeinsam vor Satos Team. Während Bellamy gefasst wird, kommen Katherine und Langdon über ein Förderband ins Adams Building. Die Noetikerin besteht darauf, das Geheimnis der Pyramide aufzudecken. Auf dem Deckstein lesen sie die Inschrift „The secret hides within The Order“ und in dem würfelförmigen Behälter, der den Deckstein enthielt, finden sie die Zahl 1514 zusammen mit dem Zeichen Albrecht Dürer Monogramm.svg. Langdon erkennt darin das Monogramm Albrecht Dürers, der ein Student der Alten Mysterien gewesen sei. Die Zahl verweist auf Dürers Stich Melencolia I, der in der Nationalgalerie in Washington ausgestellt ist. Darauf ist ein magisches Quadrat mit der magischen Summe 34 zu sehen. Ein zuvor mit dem Freimaurer-Alphabet entschlüsseltes Buchstabenchaos lässt sich damit zu den Worten „Jeova Sanctus Unus“ ordnen.

Bellamy hat einem Freimaurerbruder zuvor die Frage „Gibt es keine Hilfe für den Sohn der Witwe?“ (siehe Hiram Abif) übermittelt. Dieser Vertraute ruft Langdon nun zu einem „Refugium in Rom, nördlich des Tiber, das zehn Steine vom Berg Sinai enthält“. Die Beschreibung erinnert erneut an die römischen Spuren in Washington. Der Taxifahrer erkennt Langdon und Katherine, nach denen mittlerweile gefahndet wird. Katherine nutzt das Siegel der Vereinigten Staaten auf der Dollarnote zu einem Täuschungsmanöver und lässt das Taxi zur Freedom Plaza fahren. Von dort wollen sie angeblich mit der U-Bahn zum George Washington Masonic Memorial in Alexandria (Virginia), doch in Wirklichkeit fahren sie nach Tenleytown zur Washington National Cathedral. Sato hat derweil Bellamy in den US Botanic Garden gebracht und stuft ihn als Gefahr für die nationale Sicherheit ein. Mal’akh, dessen Tätowierungen Teil seiner Transformation zum Heiligen sein sollen, bereitet Peters Blut vor, um damit die vom Ouroboros umschlossene freie Stelle auf seinem Schädel zu beschreiben.

Der alte und blinde Dompropst Colin Galloway empfängt Katherine und Langdon in der Washington National Cathedral. Er lässt sie einen winzigen Punkt im Würfel ertasten. Langdon setzt Peters Siegelring auf den Circumpunkt und dreht ihn um 33 Grad. Daraufhin entfaltet sich der Würfel zu einem Rosenkreuz. Der Text „Jeova Sanctus Unus“ ist ein Anagramm des Alchimisten Isaacus Neutonuus. In der Küche des Cathedral College erhitzt Katherine die Pyramide in kochendem Wasser, das 33 Grad Newton heiß ist. Durch Inkandeszenz wird eine mit Phosphor aufgetragene Schrift sichtbar, die den Hinweis „The secret hides within The Order“ um die Worte „Eight Franklin Square“ erweitert. Als Langdon Mal’akh in Kalorama Heights anrufen will, um ihm die Erkenntnisse mitzuteilen, antwortet eine Frau vom Sicherheitsdienst.

Im College treffen Katherine und Langdon auf Sato und Bellamy, wobei Letzterer gesteht, dass er mit Mal’akh in Kontakt stand. Mal’akh erhält die Botschaft der Pyramide ohne „Eight“ und wird zum Franklin Square gelockt. Als Katherine und Langdon nach Kalorama Heights fahren, werden sie dort jedoch von Mal’akh überrascht, der einen Polizisten ermordet hat. Auf dem Boden liegend erkennt Langdon das Geheimnis des „Herauswachsens“, da Wachs aus der erhitzten Pyramide dringt. Sato findet den Tempel der Shriners am Franklin Square.

Mal’akh fesselt Katherine und sperrt Langdon in eine enge Kiste. Während er eine Flüssigkeit in die Kiste laufen lässt, zwingt er Langdon, die Symbole auf der Unterseite der Pyramide zu entschlüsseln. Der Symbologe interpretiert die Worte „The secret hides within“ als Hinweis auf ein Geheimnis im Innern und macht Mal’akh auf das Franklin-Quadrat achter Ordnung aufmerksam, bevor er ertrinkt. Mal’akh lässt Katherine ausbluten und entfernt sich mit Peter aus dem Versteck. Langdon erinnert sich an Peters Vortrag über die Gründer der Smithsonian Institution, das Verbum significatum der Freimaurer und die bevorstehende Enthüllung der Wahrheit.

Satos Team befreit Katherine und Langdon, der durch vollständige Flüssigkeitsbeatmung überlebt hat. Er erkennt im Pyramidencode Ηερεδομ das Wort Heredom als Namen für das Haus des Tempels und vermutet, dass Mal’akh sich das Verlorene Wort auf den Schädel tätowieren will. Während Langdon Sato zum Freimaurer-Gebäude führt, sucht Mal’akh die Treppe unter der Pyramide, die er in den geordneten Symbolen erkennt. Er hat eine Wendeltreppe auf dem Rückgrat und einen Phoenix auf der Brust tätowiert. Sato zeigt Langdon ein Video mit Freimaurer-Ritualen, bei denen Peter als Meister vom Stuhl und viele prominente Politiker zu sehen sind. Mal’akh setzt Peter mit der angedrohten Veröffentlichung des Videos, das er langsam als E-Mail-Anhang hochlädt, unter Druck. Er vollendet die Zeichnung auf seinem Schädel mit Peters Blut und verlangt, dass dieser ihn mit dem Akedah-Messer tötet, damit er ein würdiges Menschenopfer sein kann. Peter erfährt, dass Mal’akh sein Sohn Zachary ist, und Katherine erkennt anhand von Fotos ebenfalls dessen Identität. Als Peter das Messer erhebt, trifft Langdon im Tempel ein. Es kommt zu einem hektischen Chaos, bei dem ein Hubschrauber das Glasdach zerstört. Mal’akh stirbt, nachdem er von den Scherben des Daches getroffen wird und Peter ihm erklärt hat, dass der Circumpunkt nicht das Verlorene Wort ist. Der Versand der E-Mail mit dem belastenden Video wird im letzten Moment verhindert.

Washington Monument

Während sich herausstellt, dass das von Dunne entdeckte Dokument mit den Schlüsselwörtern aus einem CIA-Diskussionsforum über Kryptos stammt, zeigt Solomon Langdon eine neue Interpretation der Symbole, bei der der nach unten gerichtete Pfeil auf die südliche Himmelsrichtung hinweist. Solomon führt Langdon mit verbundenen Augen in die Spitze des Washington Monument. Der Deckstein des Obelisken enthält die Inschrift „Laus Deo“, die in verschlüsselter Form ebenfalls auf der Pyramide zu lesen ist:
Zirkel und Winkel.jpg Au Σ Black triangle2.svg Δ ϵ Ouroboros-Abake.svg
Das Washington Monument ist von einem Circumpunkt umgeben und befindet sich am Kreuzungspunkt der amerikanischen Hauptstadt. Der Würfel erinnert an einen Grundstein und im Grundstein des Monuments befindet sich das Verlorene Wort in Form der Bibel, die die Alten Mysterien enthält. Gott ist gemäß der Regel „Erkenne dich selbst“ in jedem Menschen.

Katherine erfährt, dass ihre Forschungsarbeiten durch Peters Sicherungskopien gerettet sind. Gemeinsam mit Langdon kehrt sie zurück zur Rotunde des Kapitols. Im Apotheose-Gemälde sehen sie, wie Götter und Wissenschaftler vereint sind und Katherine erzählt, dass bereits in der Bibel beschrieben sei, wie Gedanken die Welt materiell verändern können. Das Motto „E Pluribus Unum“ kann so gedeutet werden, dass Gott das universale Bewusstsein darstellt. Die Menschen sind ebenso wie Gott Schöpfer. Auf der Kuppel des Kapitols beobachten Katherine und Langdon, wie die aufgehende Sonne das „Laus Deo“ an der Spitze des Washington Monument erstrahlen lässt. Langdon spürt Hoffnung.

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verfilmung des Romans durch Sony Pictures wurde bereits für das Jahr 2012 angekündigt. Sony Pictures verfilmte auch die Vorgängerromane Illuminati (2003) und Sakrileg (2004). Schauspieler Tom Hanks soll erneut den rätsellösenden Harvard-Professor darstellen. Ron Howard, der in den beiden Vorgänger-Filmen The Da Vinci Code – Sakrileg (2006) und Illuminati (2009) Regie führte, wurde für „Das verlorene Symbol“ nicht erneut als Regisseur verpflichtet. Im Oktober 2011 wurde bekannt gegeben, dass Mark Romanek der Regie-Favorit sei.[2] Im Juli 2013 wurde berichtet, dass Sony Pictures den Nachfolgeroman Inferno zuerst verfilmen wolle. Tom Hanks solle erneut Robert Langdon spielen und Regie solle, wie bei den beiden bereits verfilmten Büchern, Ron Howard führen. Wann „Das verlorene Symbol“ verfilmt werde, sei noch unklar.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henrik Eberle: Das verlorene Symbol – Der Schlüssel zu Dan Browns Bestseller. Luebbe Verlagsgruppe, 2010, ISBN 3-7857-2399-7.
  • Der Code zu Dan Browns Das verlorene Symbol, München: Piper 2010 (Serie Piper 5922). ISBN 978-3-492-25922-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die vielen Übersetzer des „Verlorenen Symbols“ 19. September 2009
  2. „Das verlorene Symbol“: Mark Romanek soll „Da Vinci Code 3“ inszenieren
  3. Dan Browns „Inferno“ kommt mit Tom Hanks in die Kinos. FOCUS, 17. Juli 2013; abgerufen am 3. November 2015.