Rosenkreuzer

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Rosenkreuzer, früher Rosencreutzer, sind eine literarische Fiktion, die sehr wirkmächtig den ideellen Ausgangspunkt für verschiedene fiktive oder real existierende religiöse und weltanschauliche Geheimbünde, mystische Gesellschaften oder Orden bildet. Die Wurzeln des Rosenkreuzertums liegen im 17. Jahrhundert, als im Freundeskreis des Theologen Johann Valentin Andreae zwei anonyme gesellschaftskritische, politische Programmschriften und eine damit verwandte romanhafte Allegorie mit autobiografischen Elementen, die Chymische Hochzeit (1616), publiziert wurden, in denen erstmalig von den Rosenkreuzern die Rede ist.

Die ersten beiden Manifeste, die 1614 veröffentlichte Fama Fraternitatis und die 1615 erschienene Confessio Fraternitatis kündeten von der Existenz einer von dem legendären deutschen Vater Christian Rosencreutz gegründeten geheimen Bruderschaft, die sich die „Allgemeine und General Reformation der gantzen weiten Welt“ wünschte. Grundanliegen der angestrebten Reformation war die umfassende Erneuerung von Kirche, Staat und Gesellschaft, durch die Vereinigung von Protestantismus, Alchemie, Magie, Hermetik und Kabbalistik mit den zeitgenössischen medizinischen und wissenschaftlichen Errungenschaften.

In der ersten Phase der Rosenkreuzerbegeisterung gab es noch keine realen Organisationen mit Mitgliedern und Einweihungsgraden. Erst über 100 Jahre nach Erscheinen der Manifeste wurde um 1760 mit dem antiaufklärerischen Orden der Gold- und Rosenkreuzer die erste Rosenkreuzer-Organisation gegründet. Nach deren Untergang dauerte es weitere 70 Jahre, bis die Idee der Rosenkreuzer, diesmal im Umfeld theosophischer Gruppen, im 19. Jahrhundert, und mit den neuen Rosenkreuzern im 20. Jahrhundert, wieder feste organisatorische Formen annahm.

Theophilus Schweighart: Speculum sophicum Rhodostauroticum, 1604

Begriffsbestimmung[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Mysterienschulen und Initiationsgemeinschaften, die den Namen Rosenkreuz oder Rosenkreuzer in Bezug auf ihre Mitglieder oder den Organisationsnamen verwenden. Daneben werden von den Anhängern solcher Gemeinschaften gern berühmte Namen der Geistesgeschichte postum zu Rosenkreuzern erklärt.

Der Begriff „Rosenkreuzer“ kann folglich bezeichnen:

  • die in der Fama beziehungsweise Confessio Fraternitatis bezeichnete (literarisch-fiktive) Bruderschaft;
  • als Fremdbezeichnung: Anhänger bzw. Vertreter des dort formulierten pansophisch-hermetischen Gedankengutes, wie z. B. Michael Maier und Robert Fludd – auch wenn diese erklärtermaßen selbst nie Mitglied einer solchen Organisation waren;
  • als Eigenbezeichnung: die Mitglieder einer Organisation, die auf die Tradition der in der Fama beschriebenen Bruderschaft Bezug nimmt oder die eine durchgehende historische Kontinuität zu dieser behaupten;
  • höhere Eingeweihte und Geistwesenheiten, welche an der spirituellen Führung der Menschheit beteiligt sein sollen, was zum Beispiel die theosophisch beeinflussten „modernen“ Rosenkreuzer der Gegenwart proklamieren, in deren Lehren seit dem 19. Jahrhundert auch rein spiritistische Vorstellungen einflossen.
Ideengeschichtliche Ausgangspunkte

Die Rosenkreuzer gehören zur Gruppe der Illuministen. Sie griffen auf ältere philosophische oder auf östliche-vorchristliche, jüdische und christlich-gnostische Spekulationen zurück, bezogen sich auf den Neuplatonismus mit seinen orphischen, pythagoräischen und platonischen Lehrstücken und entlehnten Versatzstücke der mittelalterlichen Mystik für ihre Denksysteme.

Zu den ideengeschichtlichen Ausgangspunkten der Rosenkreuzer gehören die klassischen Geheimlehren Magie, Astrologie, Alchemie, Kabbala und Theosophie.[1]

Rosenkreuzerisch beeinflusst sind viele heutige okkult-philosophische, magische, mystisch-spirituell orientierte oder auch rein spirituelle westliche Gesellschaften.

Die Anfänge des Rosenkreuzertums[Bearbeiten]

Viele moderne Rosenkreuzergruppen legen die Wurzeln ihrer Gesellschaft in die Antike oder in mythische Frühzeit, wofür es aber keine Belege gibt. Die Anfänge des Rosenkreuzertums liegen vielmehr im 17. Jahrhundert in Württemberg.[2]

Der Tübinger Kreis und die Manifeste der Rosenkreuzerbewegung[Bearbeiten]

Johann Valentin Andreae

Den Ursprung des Rosenkreuzertums bilden drei Grundschriften des 17. Jahrhunderts, die wegen ihres zugrunde liegenden Charakters auch „Manifeste“ der Rosenkreuzerbruderschaft genannt werden, und im Tumult um eine vermeintlich geheime Bruderschaft, der sich an ihnen entfachte. Die Manifeste bestehen aus zwei politischen Programmschriften (Fama Fraternitatis und Confessio Fraternitatis) und einer romanhaften Allegorie (Chymische Hochzeit). Sie sind jedoch keine historischen Dokumente. Die thematisierte Bruderschaft der Rosenkreuzer aus dem 14. Jahrhundert wurde von den Verfassern der Fama, einem Tübinger Gelehrtenkreis um Tobias Heß und Christoph Besold, erfunden. Bei der Person des Christian Rosencreutz handelt es sich um eine literarische Figur, die von dem evangelischen Theologen Johann Valentin Andreae erfunden wurde. Innerhalb des Tübinger Kreises wurde der Gedanke einer „Generalreformation“ der ganzen Welt entwickelt, die 100 Jahre nach der Reformation durch Luther eine Erneuerung des ins Stocken gekommenen reformatorischen Gedankens anstrebte.[3]

Fama Fraternitatis[Bearbeiten]

Erste Seite der Originalausgabe der Fama Fraternitatis, 1614

Die Fama Fraternitatis erschien 1614 in ihrem Erstdruck bei Wilhelm Wessel in Kassel ohne Autorenangabe. Als besonderes Anliegen der Fama erscheint der Wissentransfer. Dazu werden den zerstrittenen europäischen Gelehrten, die vereint zusammenarbeitenden „Weisen des Orients“ als Kontrast gegenübergestellt.[4]

Die Fama Fraternitatis ist keine selbstständige Schrift, sondern in einem Sammelband mit weiteren Traktaten eingebettet in eine anonyme Schrift mit dem Titel: “Allgemeine und General Reformation der ganzen weiten Welt.”. Der Traktat ist ein Auszug aus dem ursprünglich 1612 in Venedig erschienenen Werk Ankündigungen vom Parnass (De’ ragguagli di Parnasso) des italienischen Satirikers Traiano Boccalini. Die zweite Schrift des 147 Seiten umfassenden Büchleins, die Fama Fraternitatis, ist das Kernstück, und dem Bericht von Vater Rosenkreutz und der Ursprungsgeschichte seines geheimen Ordens gewidmet, die sich im Legendären verliert. Einleitend beginnt die Fama mit einer Beschreibung der gegenwärtigen Situation und deren Reformbedarf. Im Rahmen theologischer Kategorien wird zunächst referiert, wie sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die exakten Erfahrungswissenschaften von den bis dahin spekulativen Naturwissenschaften zu trennen begannen: Aus der mittelalterlichen Alchemie entstand langsam die Chemie und aus der Astrologie ging die Astronomie hervor. Dieses Aufkommen neuer Naturlehren führte zu einem Prozess der geistig-religiösen, sowie politischen Umwandlung auf allen Bereichen des damaligen Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, die den Anhängern der alten Naturlehren missfiel. Es folgt ein kurzer Abriss der Lebensgeschichte des legendären Vaters Rosenkreutz, der sein in Arabien und Afrika gesammeltes Wissen der Geheimnisse des Morgenlandes im Abendland weiterzugeben versucht, um in Europa zur Verbesserung der Lebensumstände eine Gelehrtenrepublik zu gründen.[5] Fünf Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland widmet sich Vater Rosenkreutz wieder dem Vorhaben an eine Reformation und verbindet sich dazu mit drei Klosterbrüdern. Sie gründen die nach dem Stifter benannte „Bruderschaft des Rosenkreutz“, errichten das Haus Sancti Spiritus und nehmen noch vier Genossen auf. Die Brüder verteilen sich in alle Länder, treffen sich aber einmal jährlich am Wohnsitz von Vater Rosenkreutz, der nicht mehr auf Reisen geht und dem stets zwei Brüder Gesellschaft leisten. Jeder Bruder hatte vor seinem Tod einen Nachfolger zu stellen. Diese Jünger wissen irgendwann nicht mehr genau wann der Ordenstifter Rosenkreutz gestorben ist und finden 120 Jahre nach dessen Ableben zufällig seine Begräbnisstätte in einem alten Gewölbe. Daraufhin verwerfen sie das „verflucht Goldmachen“, bekennen sich als Anhänger der Kirchenreformation und rufen ehrlich Interessierte dazu auf sich ihnen anzuschließen.
Adam Haslmayr war bereits 1610 im Besitz einer Handschrift der Fama Fraternitatis, auf die er sich in einem 1612 im Druck erschienen Brief bezog.[6]

Confessio Fraternitatis[Bearbeiten]

Auch die Confessio Fraternitatis erschien 1615 anonym. Der volle lateinische Titel war “Confessio Fraternitatis R. C. Ad Eruditos Europae”, der volle deutsche Titel “Confession oder Bekandnuß der Societet und Brüderschaft R. C. An die Gelehrten Europae”.

In dieser erst auf Latein, kurz darauf auch auf Deutsch erschienenen Schrift wird der Aufruf der Fama an die europäische Geisteswelt, die Verfasser zu kontaktieren, wiederholt. Die Confessio ist einerseits stark von protestantischem Geist beeinflusst: Der Papst wird angegriffen und das Bibellesen als wesentlicher Zugang zur rosenkreuzerischen Gesellschaft propagiert. In der Confessio sind auch zum ersten Mal die Geburts- und Sterbensdaten des angeblichen Gründers, 1378–1484, erwähnt. Andererseits kann die Schrift aber auch als Satire interpretiert werden: Sie ergeht sich über drei Viertel der Länge in Andeutungen über das geheime Wissen der Gesellschaft, um dann gegen Ende vor den „meisten Büchern der falschen Alchimisten, die es für einen Scherz und eine Kurzweil halten, wenn sie […] mit wunder-seltsamen Figuren und dunklen, verborgenen Reden die Leute betrügen und die Einfältigen um ihr Geld bringen“ zu warnen. Schließlich heißt es:

„Meidet und fliehet solche Bücher, die ihr gewitzt seid, und wendet euch zu uns, die wir nicht euer Geld suchen, sondern unsere großen Schätze euch gutwillig anbieten.“

Chymische Hochzeit[Bearbeiten]

Die Monas-Glyphe John Dees auf der Titelseite der Chymischen Hochzeit

1616 erschien in Straßburg bei Lazarus Zetzner ein drittes Buch, das zu den Rosenkreuzer-grundschriften gezählt wird: die Chymische Hochzeit. Das Werk war mit 150 Druckseiten weit größer als Fama und Confessio zusammen. Verfasser war Andreae. Die Chymische Hochzeit wird in Form eines alchemistischen Romans formuliert. Darin erzählt ein achtzigjähriger Greis namens Christian Rosencreutz ein selbsterlebtes Abenteuer. Er lebt um 1459 in einer Eremitage am Abhang eines Berges.

Die Erzählung erstreckt sich über genau sieben Tage. Rosenkreutz wird samt Gästen durch einen geflügelten Boten zu einer königlichen Hochzeit eingeladen. Auf seiner Wanderung erreicht er dabei einen Berggipfel, wo er durch eine Waage geprüft wird. Diejenigen, die für tugendhaft befunden werden, dürfen der Hochzeit beiwohnen. Nach bestandener Prüfung erhalten sie ein Goldenes Vlies und werden der königlichen Familie vorgestellt. Die königliche Familie wird geköpft; ihre Teile werden in sieben Schiffe verladen und auf einer weit abgelegenen Insel in den Olympischen Turm gebracht, der sieben Stockwerke hat. Innerhalb der Erzählung des fiktiven Christian Rosenkreutz erleben die Gäste innerhalb dieses Turmes einen Aufstieg, wobei jeder von ihnen an alchemistischen Operationen teilnimmt, die durch einen Greis und eine Frau geführt werden. Aus den königlichen Überresten gewinnt man dabei eine Art flüssiges Destillat, welches ein weißes Ei hervorbringt. Daraus schlüpft ein Vogel, der gemästet und geköpft wird. Die Gäste werden aufgefordert, aus den Überresten zwei winzige Statuen zu formen, die solange gefüttert werden, bis sie die Größe eines erwachsenen Menschen erreicht haben: Der auferstandene König und die Königin. Anschließend werden die Gäste durch das Königspaar in den Orden vom Goldenen Stein eingeführt und kehren zum Schloss zurück. Da Christian Rosenkreutz im Schloss in das Mausoleum eingedrungen ist, wird er von der dort lebenden Venus zum Schlosswächter gemacht. Die Geschichte endet in der Eremitage des Christian Rosenkreutz. In dieser Legende stirbt Rosenkreutz mit ca. 80 Jahren – im Gegensatz zur Fama, wo ihm ein Alter von 106 Jahren zugeschrieben wird.

Das literarische Echo auf die Manifeste[Bearbeiten]

Die Fama und die Confessio hatten in Europa ein gewaltiges Echo. Da keine Adresse der vermeintlichen Bruderschaft bekannt war, musste die Auseinandersetzung mit ihr öffentlich erfolgen. Von 1614 bis 1625 erschienen mehr als vierhundert Drucke zum Thema. Die jeweiligen Verfasser wollten mit der Bruderschaft Kontakt aufnehmen, Kritik oder Zustimmung äußern oder nachweisen, dass die Gesellschaft existiere. Doch „Die Rosenkreuzer“, nach deren Identität und Zielen man Ausschau hielt, existierten nie, sie waren eine literarische Fiktion.[7] Nachdem sich aus Andreaes Idee von einer Rosenkreuzer-Bruderschaft, die einen Denkprozess in Gang setzen sollte, eine Bewegung mit teilweise sektiererischen Zügen aus Schwarmgeistern und Gauklern entwickelt hatte, und der Begriff Rosenkreuzer dadurch für einen seriösen Diskurs über die erhoffte Gesellschaftsreform entwertet wurde, distanzierte er sich davon.[8]

Auseinandersetzung mit den Gegnern[Bearbeiten]

Die unorthodoxen Manifeste riefen aus dem orthodox-christlichen Lager und unter konservativen aufklärerischen Naturwissenschaftlern Gegner auf den Plan. Zunächst reagierte die gegen alle ketzerischen Schwankungen und Abweichungen extrem empfindlich eingestellte lutherische Orthodoxie besonders feindlich, da sie auf eine Konsolidierung einer festen Glaubensausrichtung des noch jungen Protestantismus bedacht war und brandmarkte den Rosenkreuzerimpuls als Verrat am Werke Luthers: Man stellte die Rosenkreuzerideen als Schöpfung der calvinistischen Reformation oder als Wiedertäufertum dar und titulierte die Rosenkreuzer als Gesinnungsgenossen der Weigelianer, der Böhme- und Schwenkfeld-Anhänger. Die katholische Kirche reagierte, solange sie in der Epoche einer aktiven Gegenreformation gefestigt war, wesentlich gelassener und hielt die Rosenkreuzer hauptsächlich für lutherische Ketzer.[9]

„Mittlere Rosenkreuzer“ Anfang des 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Nach dem lediglich literarischen Auftreten der sogenannten „ältere Rosenkreuzer“ ab 1614, bezogen sich einige profilierte Einzelpersonen, die sogenannten „mittleren Rosenkreuzer“ auf diesen Rosenkreuzer-Impuls. Unter anderen verteidigten Michael Maier und der Engländer Robert Fludd die Manifeste der Rosenkreuzer und verstanden sich als in ihrem Sinne wirkend. Eine Organisation oder ein Orden wurde auch von den „mittleren Rosenkreuzern“ nicht gebildet.[10] Das reformatorische Sammelbecken aus Pietisten und Anhängern der Theosophie Jakob Böhmes (Böhmianer), spielte zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle in der Verbreitung der rosenkreuzerischen Manifeste.[11] Die sich anschließende Flut an rosenkreuzerischen Schriften, die sich zwischen 1616 bis zirka 1625 mit den Manifesten beschäftigten führte zu Wandlungsprozessen der ursprünglichen Rosenkreuzerideen. Diese nahmen zum einen theosophische und christosophische Züge an, und mündeten zusammen mit den Weigelianern und Böhmianern über Abraham von Franckenberg im Verbund mit der christlichen Mystik im Pietismus. Zum anderen veränderten Sperber, Mögling, Maier und Fludd das rosenkreuzerische Gedankengut, indem sie es mit alchemistisch-kabbalistischen Spekulationen anreicherten, was zur Ausbreitung dieser Literaturgattung unter gläubigen Alchimisten und Schwarmgeistern führte.[12]

„Spätrosenkreuzer“: Der Orden der Gold- und Rosenkreuzer[Bearbeiten]

Erst hundert Jahre nach Erscheinen der Rosenkreuzer-Manifeste wurde im 18. Jahrhundert (wahrscheinlich 1757) in Frankfurt die erste Rosenkreuzer-Organsation gegründet, der antiaufklärerische Orden der Gold- und Rosenkreuzer, der seine Wurzeln in der deutschen Hochgradfreimaurerei hat.[13] Zu den Gründern gehörten Schleiß von Löwenfeld und Doppelmayer.[14] Weitere Niederlassungen des Ordens wurden 1761 in Prag, 1773 in Schlesien und der Oberlausitz sowie 1775 in Wien, als Hauptsitz gegründet.[15]

Die Schriften von Samuel Richter spielten beim Aufbau des Ordens eine entscheidende Rolle. Die Gold- und Rosenkreuzer zeichneten sich vor allem durch einen orthodoxen Pietismus aus, in dem das tägliche Gebet, Fasten und Kasteien zu den zentralen religiösen Übungen gehörte. Darüber hinaus beschäftigte man sich in den einzelnen Zirkeln mit der Kabbala, Alchemie und Magie. Das erklärte Ziel war die Vereinigung mit Gott, in der man die Geheimnisse der Natur zu beherrschen und zu verstehen versuchte. Das Gottesbild im Orden der Gold- und Rosenkreuzer war pantheistisch und pansophisch geprägt.[16] Als Grundlage für das pantheistische Gottesbild des Ordens diente vor allem die Bibel.[17] Die Lehrinhalte wurden durch ein Gradsystem mittels stufenweiser Einweihung vermittelt, das aus neun unterschiedlichen Graden bestand – Juniores, Theoretici, Practici, Philosophi, Minores, Majores, Adepti exempti, Magistri und Magi.[18] Die Gold- und Rosenkreuzer feierten drei zentrale Feste im Jahr. Dazu zählte der Gründonnerstag, der Johannistag und der Tag des Johannes des Evangelisten.[19] Das Weltbild des Ordens war antiaufklärerisch geprägt, da man sich die Welt nicht durch die Ratio der Naturgesetze erklären wollte, sondern ihre Ursachen in der unsichtbaren Geistwelt sah.

Der vor allem im protestantischen Norddeutschland aktive Orden war ideengeschichtlich in der deutschen Hochgradfreimaurerei verwurzelt und unterwanderte die Freimaurerei. Unter Johann Christoph von Wöllner und Johann Rudolf von Bischoffwerder übte der Orden auch politischen Einfluss in Preußen aus. Wöllner (ab 1788 Justizminister) und General Bischoffwerder (zeitweilig Premierminister), hatten auf König Friedrich Wilhelm II. schon als Kronprinz großen Einfluss gewonnen. Friedrich Wilhelm wurde am 8. August 1781 als Bruder Ormesus Mitglied des Ordens.[20][21]

Zu einem Gegner des Ordens wurde Adolph Freiherr Knigge. Noch 1778 hatte er den Marburger Medizinprofessor und Rosenkreuzer Friedrich Joseph Wilhelm Schröder besucht und diesen mit überaus positiven Attributen belegt, 1780 trat er dann allerdings dem Illuminatenorden Adam Weishaupts bei. Mit der Zeit kristallisierte sich ein ständiger Wettstreit zwischen beiden Orden heraus, in dem vor allem Knigge federführend war. Beispielhaft ist sein Traktat Ueber Jesuiten, Freymaurer und deutsche Rosencreutzer, worin er scharf die Gold- und Rosenkreuzer angreift. Neben Knigge war auch der Illuminat Johann Joachim Christoph Bode ein Gegner des Ordens, der 1788 mit seiner Schrift Starke Erweise aus den eigenen Schriften Des Hochheiligen Ordens Gold- und Rosenkreutzer veröffentlichte.[22] Schließlich kam es im Januar 1787 zur Stilllegung bzw. dem Silanum. aller Ordensarbeit in den einzelnen Zirkeln.[23] Als Grund wird vor allem die immer stärkere politische Ausrichtung des Ordens genannt. Zu den wohl wichtigsten Zirkeln, letztlich wegen ihrer Mitgliederstärke, zählten jene in Berlin und Kassel. Letzterer wurde um 1779 vom Freimaurer Conrad Ihringk (1758–1815), Samuel Thomas von Soemmerring und Jakob Karl Sigmund Fulda gegründet. Soemmering führte unter anderem seinen Freund, den Reiseschriftsteller Georg Forster in den Kasseler Rosenkreuzer-Zirkel ein.[24] Trotz des Silanums war ein „geheimes Direktorium“ als „Die Stillen im Lande“ bis 1793 aktiv. Weitere Ordensaktivitäten reichten noch bis in die Anfangszeit des 19. Jahrhunderts hinein.[25]

Ab dem 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Seit dem 19. Jahrhundert bezeichnen sich verschiedene okkultistisch ausgerichtete Gruppen als Rosenkreuzer.[26] Es war das Jahrhundert, in dem vermehrt die unterschiedlichsten Rosenkreuzerorden ans Tageslicht traten. Edward Bulwer-Lytton veröffentlichte 1842 seinen Rosenkreuzerroman Zanoni. Ab 1854 lernten sich unter anderem Lytton und der berühmte Okkultist Éliphas Lévi kennen. In dieser Zeit soll Lévi unter anderem in die Kreise geheimer Londoner Rosenkreuzerzirkel eingeweiht worden sein. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden viele Rosenkreuzer-Organisationen, die zum Teil in der freimaurerisch-rosenkreuzerischen Sukzessionlinie standen oder auch völlig unabhängig waren. Letztere waren nicht an eine Mitgliedschaft der Freimaurerei gebunden, sondern für jeden frei zugänglich. Einer der prominentesten unter ihnen war der Hermetic Order of the Golden Dawn, dessen innerer Kreis sich „Orden der Roten Rose und des Goldenen Kreuzes“ (Ordo Rosæ Rubeæ et Aureæ Crucis, kurz: R. R. et A. C.) nannte. Jede dieser Gesellschaften beruft sich auf das Original. Der Name „Rosenkreuzer“ ist nicht geschützt und somit frei für jede Neugründung.

Societas Rosicruciana in Anglia[Bearbeiten]

DieSocietas Rosicruciana in Anglia (SRIA) wurde 1866 durch Robert Wentworth Little (1840–1878), einen Freimaurer-Forscher, in England gegründet. Sie nimmt nur reguläre Freimaurer auf, welche den 3. Grad erreicht haben. Sie übernahm die ursprünglichen Grade der deutschen Gold- und Rosenkreuzer. Ihre umfasst das Studium der Kabbala, der Astrologie, der Alchemie, der Theosophie, der Talismane und mystischen Zeichen. Der Orden behauptet, eine direkte Verbindung zur ursprünglichen Rosenkreuzer-Bruderschaft des 17. Jahrhunderts zu haben. Seine Tätigkeit ist auf den englischen Sprachraum beschränkt. Verwandt mit der SRIA ist die 1880 in den USA gegründete SRICF (Societas Rosicruciana in Civitatibus Foederatis). Sie nimmt ebenfalls nur Freimaurer auf. Zur SRIA gehören 50 Colleges mit ca. 2000 Mitgliedern, hinzu kommen fünf Colleges mit ca. 300 Mitgliedern der Societas Rosicruciana in Scotia. Zur SRICF gehören 32 Colleges mit ca. 1400 Mitgliedern. Darüber hinaus existiert in den USA eine 1908 entstandene Abspaltung, die sich Societas Rosicruciana in America nennt, und ebenfalls das Kürzel SRIA verwendet.

Hermetic Order of the Golden Dawn[Bearbeiten]

Der hermetische Orden der goldenen Morgenröte (von 1888–1903) oder auch Golden Dawn wurde 1888 durch William Wynn Westcott, William Robert Woodman und Samuel Liddell MacGregor Mathers gegründet. Alle drei waren sowohl Freimaurer als auch Mitglieder der Societas Rosicruciana in Anglia. Seine Gründungslegende beruht auf dem Fund eines angeblich alten Cipher Manuscripts, dessen genaue Entstehung jedoch bis heute ungeklärt ist. Laut Westcott lag diesem Dokument die Kontaktadresse einer gewissen Anna Sprengel bei, einem hochrangigem Mitglied eines deutschen Rosenkreuzerordens. Westcott will von Ihr die Legitimation für die Gründung eines englischen Zweiges erhalten haben. Allerdings ist die Echtheit dieser Briefe umstritten. Nach dem Rücktritt Westcotts aus den leitenden Funktionen, wurde Florence Farr Chefadeptin des englischen Zweiges, während Mathers in Paris lebte und den Orden aus der Distanz leitete. Dies führte zu einigen Auseinandersetzungen unter den Mitgliedern. Diese erreichten ihren Höhepunkt Anfang 1900, als die Adepten des Londoner Tempels sich weigerten, Aleister Crowley in den inneren Orden aufzunehmen. Mathers autoritärer Führungsstil und seine Behauptung, es gäbe keine Anna Sprengel und Westcott habe die Korrespondenz gefälscht, führte zur offenen Rebellion des Londoner Tempels. Die wenigen Mathers noch loyal gebliebenen Mitglieder bildeten einen eigenen Zweig, der später Alpha et Omega (A∴O∴) benannt wurde. Die Londoner Adepten versuchten zunächst die Leitung auf demokratischer Grundlage weiterzuführen, scheiterten jedoch an einer Einigung, so dass der Orden 1903 endgültig zerbrach. Die mystisch orientierten Mitglieder folgten Arthur Edward Waite in den Independent and Rectified Rite of the Golden Dawn, während die magisch orientierten Mitglieder unter Robert William Felkin die Stella Matunina begründeten, die noch bis in die späten siebziger Jahre aktiv war. Heutzutage gibt es mehrere Organisationen, die behaupten in der Tradition des Golden Dawn zu stehen.

Ordre Kabbalistique de la Rose Croix[Bearbeiten]

Stanislas de Guaita war der erste Leiter des Ordre Kabbalistique.

Der personell eng mit dem Martinistenorden verflochtene Ordre Kabbalistique (Kabbalistischer Orden vom Rosenkreuz) wurde 1888 in Paris von Joséphin Péladan und Stanislas de Guaita gegründet. Zu den Mitgliedern zählten unter anderem der Arzt Gérard Encausse (Papus), der Astrologe und Alchemist Albert Faucheaux (1838-1921) und der Schriftsteller Paul Adam (1862-1920). Die Leitung des Ordens hatte ein oberster Rat inne, an dessen Spitze de Guaita stand. Zum obersten Rat sollen sechs sichtbare und sechs „unsichtbare“ Mitglieder gehört haben, womit man Anleihen bei den „Unbekannten Oberen“ der Strikten Observanz und der Gold- und Rosenkreuzer nahm.[27] De Guaita, der sich selbst als ein „Rosenkreuzer der linken Hand“ bezeichnete, war überzeugter Satanist und Paganist. Péladan vertrat hingegen als katholischer Mystiker das eher christkatholische Rosenkreuzertum.[11][27] Der Ordre Kabbalistique kannte drei Einweihungs-Grade und einem geheimen vierten Grad. Neben der Geschichte der westlichen esoterischen Tradition, mit Schwerpunkt Rosenkreuzertum, waren hebräische Themen Lehrbestandteile. 1890 kam es zu einem Schisma. Péladan trat aus dem Orden aus, unter anderem weil er sich an der satanischen Ausrichtung de Guaitas störte und seine esoterischen Interessen mehr durch katholischen Frömmigkeit geprägt waren, und gründete im Juni 1890 mit einigen Mitgliedern mit dem Ordre de la Rose-Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal seinen eigenen Rosenkreuzerorden. Der bis heute aktive Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix arbeitet in einigen Graden mit den Riten von Memphis-Misraïm und denen des Martinistenordens. Einige amerikanische Rosenkreuzerorganisationen leiten ihre Autorität direkt von diesem Orden ab, etwa der AMORC.[27]

Ordre de la Rose-Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal[Bearbeiten]

Joséphin Péladan

Der Ordre de la Rose Croix Catholique wurde 1892 von Joséphin Péladan gegründet, nachdem er sich mit dem Satanisten Stanislas de Guaita entzweit hatte. Péladan erhoffte sich von der Ordensgründung eine Symbiose von Rosenkreuzertum und katholischer Kirche um die esoterische Tradition unter den Fittichen der Kirche pflegen zu können. Er organisierte mehrere Ausstellungen in dem sogenannten Salon de la Rose+Croix.[27] Am ersten Salon nahmen vom 10. März bis 10. April 1892 bis zu 60 Künstler und Schriftsteller teil, darunter Fernand Khnopff, Jean Delville, Ferdinand Hodler, Rodo und Erik Satie. Péladan gründete ein Rosenkreuzer-Orchester, für das der Komponist Satie einige Stücke schrieb, darunter Trois Sonneries de la Rose+Croix. Der Salon übte einen kulturellen Einfluss auf den französischen Ästhetizismus aus. Es kam zu verschiedenen Theateraufführungen innerhalb des Théatre de la Rose-Croix.[11]

Am 14. Mai 1890 habe Péladan im Namen der Rosenkreuzer verlangt, dass sich die Öffentlichkeit und der Kardinalerzbischof von Paris ihm zu unterwerfen hätten. Der Orden wurde nach seinem Tod 1918 in modifizierter Form durch Emile Dantinne (Sar Hiéronymous) weitergeführt.[27] Dantinne sei auch Mitglied im europäischen Antique Arcanæ Ordinis Rosæ Rubeæ et Aureæ Crucis (AAORRAC oder OARC) gewesen.

Ab dem 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die Geschichte der Rosenkreuzer im 20. Jahrhundert wird bestimmt durch eine Reihe unterschiedlicher Organisationen. Ihre Wurzeln und Ursprünge kann man größtenteils in den Rosenkreuzerorden des 19. Jahrhunderts ausmachen. So war der OTO, wie auch der Hermetic Order of the Golden Dawn, von seiner Geisteshaltung her eng verwandt mit der rosenkreuzerisch arbeitenden SRIA (Societas Rosicrucian in Anglia). Theodor Reuss war beispielsweise Mitglied der SRIA und brachte sein Gedankengut in die Ordenstruktur des OTO mit ein. Reuss spielte eine zentrale Rolle in den okkulten Gesellschaften des beginnenden 20. Jahrhunderts. Er stand in Kontakt mit zahlreichen Okkultisten Europas und Amerikas, insbesondere Rosenkreuzern, Freimaurern, Theosophen und Martinisten. Unter den bedeutendsten Okkultisten sind beispielsweise der Martinist und Rosenkreuzer Gérard Encausse (Papus), Rudolf Steiner, Heinrich Tränker, Aleister Crowley und Harvey Spencer Lewis. Im Einzelnen sollen hier einige wichtige Organisationen erwähnt werden, die großen Einfluss auf die Entwicklung des Rosenkreuzertums im 20. Jahrhundert hatten.

Antiquus Arcanus Ordo Rosae rubeae aureae (AAORRAC)[Bearbeiten]

Der Antiquus Arcanus Ordo Rosae rubeae aureae (kurz: AAORRAC) (=Alter geheimer Orden des rubinroten Rosenkreuzes) ging aus der Fraternitas Rosae Crucis hervor und wurde im IV. Quartal 1952 von dem oberösterreichischen Dichter Eduard Munninger (1901–1965) gegründet. Der AAORRAC ist wie die „Psychosophische Gesellschaft“ in Zürich eine Sammelorganisation der eine Reihe anderer Gruppen untersteht und vertritt den Anspruch „Der Stammorden der Rosenkreuzer“ zu sein und bis in die Gegenwart ununterbrochen in der „rosenkreuzerischen Sukzession“ zu stehen. Entgegen dieser behaupteten Sukzessionslinie sind Verbindungen zur Fraternitas Rosae Crucis, zur Fraternitas Rosicruciana Antiqua und vor allem dem AMORC festzustellen.[28]

Antiquus Mysticusque Ordo Rosæ Crucis (AMORC)[Bearbeiten]

Hauptartikel: AMORC

AMORC – „Alter und mystischer Orden vom Rosenkreuz“: Ein im Februar 1915 durch Harvey Spencer Lewis gegründeter Initiatenorden, der zunächst auf Basis eines regulären Anerkennungsverhältnisses zum O.T.O und engen Beziehungen zu Theodor Reuss ungefähr die gleichen Ziele wie der O.T.O. verfolgte. Crowleys Lehrsätze und das OTO-Lamen werden vom AMORC jedoch seit den 1950er Jahren nicht mehr verwendet. Mitgliedern wird mangels einer fest gefügten Lehre ein in 16 Grade unterteilter kostenpflichtiger Fernlehrkurs angeboten, in dem das gesamte Spektrum illuministischer Spekulationen aufgezeigt wird.[29][30] 1954 verließ der erste deutsche AMORC-Großmeister Martin Erler den AMORC, den er für einen Schwindel hielt, und gründete den „Ordo rosae aurea (ORA)“ in München. Der ORA beschäftigte sich mit Harmonik, Symbolik, Ritualistik und Mythologie.[31][32]

Builders of the Adytum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Builders of the Adytum

BOTA – Die Erbauer des Adytum (seit 1922): Diese rosenkreuzerisch ausgerichtete Organisation wurde um 1922 durch Paul Foster Case gegründet, der bereits 1918 in den Alpha et Omega Thot-Hermes Tempel No. 9 in New York initiiert wurde. Vier Jahre später trat Case wieder aus und gründete im selben Jahr seine eigene, am Tarot ausgerichtete, Organisation. Dabei ist nicht ganz klar, ob Case durch Moina Mathers (Ehefrau von MacGregor Mathers) des Ordens verwiesen wurde oder ob er tatsächlich aus eigenen Antrieb den A∴O∴ verließ.[33]

Fraternity of the Inner Light[Bearbeiten]

Ähnlich wie bei Paul Foster Case bildete sich um 1927/28 ein weiterer Zweig aus dem A∴O∴ heraus: Dion Fortune war um 1919 im A∴O∴ in London eingeweiht worden, 1922 wieder ausgetreten und hatte später ihre Ausbildung in der Stella Matutina fortgesetzt. Um 1927/28 gründete sie ihre Fraternity of the Inner Light,[34] die 1939 in Society of the Inner Light umbenannt wurde und bis heute besteht. Aus ihr gingen die Servants of the Light (S. O. L.) hervor, die von W. E. Butler begründet wurden und heute von Dolores Ashcroft-Nowicki geleitet werden.[35]

Fraternitas Rosae Crucis (FRC)[Bearbeiten]

Die Fraternitas Rosae Crucis ist die älteste amerikanische Rosenkreuzergesellschaft und wurde 1910 von Reuben Swinburne Clymer (1878–1966) in Quakertown (Pennsylvania) gegründet. Clymer gilt bezüglich des amerikanischen Rosenkreuzertums als der vehementeste Vertreter eines Alleinvertretungsanspruches, wonach er der alleinige autorisierte Leiter einer jahrhundertelang durchgängig im Geheimen bestehenden irdischen Organisation sei. Clymers historische Angaben über den FRC waren nur ein Fantasieprodukt um gegenüber Anhängern den Anschein von Autorität zu erwecken. Ganze Bücher widmete er hauptsächlich der Bekämpfung anderer Rosenkreuzer-Gruppen insbesondere seinem Hauptkonkurrenten AMORC.[36] Eine deutsche Rosenkreuzergruppe namens Fraternitas Rosae Crucis wurde 1936 von den Nazis verboten.[37]

Fraternitas Rosa Crucis Austriae (AAORRAC)[Bearbeiten]

Die Fraternitas Rosa Crucis Austriae ist eine von Prof. Wolff mit Sitz auf Burg Krempelstein gegründete österreichische pansophische Rosenkreuzergruppe die später in Antiquus Arcanus Ordo Rosae rubae aurae Crucis (AAORRAC) umbenannt wurde.[38] Die Gruppe weist Verbindungen zur Fraternitas Rosae Crucis, zur Fraternitas Rosicruciana Antiqua und besonders dem AMORC auf.[28] Die Mitglieder beschäftigen sich mit Studium, Forschung und Vergleich aller magischen Systeme. Der AAORRAC grenzt sich dabei scharf von der schwarzen Magie und dem vulgären Spiritismus ab. Die pansophischen Ritendienste des AAORRAC haben einen gnostischen Hintergrund und haben wie viele gnostische Systeme eine Tendenz zum Doketismus.[39]

Lectorium Rosicrucianum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lectorium Rosicrucianum

Seit 1998 in Deutschland registriert als: „Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes, Lectorium Rosicrucianum e. V.“: Die Gruppe ging aus der seit 1941 bestehenden „Jakob-Böhme-Gesellschaft“ hervor[40] und wurde 1945 von Jan Leene, dessen Frau und Antonin Gadal in Haarlem gegründet.[41][42] Das Lectorium Rosicrucianum ist Vertreter des Gnostischen Rosenkreuzertums, versteht sich als Nachfolger der mittelalterlichen Glaubensbewegung der Katharer und ist eine Art erneuerter Manichäismus, dessen asketische Auffassung auf die Katharer und Albigenser zurückgeht. Kennzeichnend ist ein Erlösungsgedanke, bei dem das Streben nach einer besseren Gesellschaftsordnung als vergebliche Liebesmüh abgelehnt wird. Durch diese Forderung nach einer Distanzierung und letztlich Trennung von der Welt weist das Lectorium Rosicrucianum nur noch sehr wenige Gemeinsamkeiten mit den anderen Rosenkreuzergemeinschaften auf. Lediglich zu den Sonderlehren und der Philosophie der Sonnentempler existieren esoterische Parallelen.[43][44]

Ordo Templi Orientis (O.T.O.)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ordo Templi Orientis

OTO (von 1903 bis 1923): 1903 durch Karl Kellner, Heinrich Klein und Franz Hartmann gegründet. Personen, die in Verbindung mit dem OTO standen, waren unter anderem Theodor Reuss, Aleister Crowley und Harvey Spencer Lewis. Aleister Crowley war unter anderem Mitglied des Golden Dawn und Begründer des okkulten Ordens Astrum Argenteum. Nach Aussagen von Theodor Reuss (um 1921), war der OTO die äußere Fassade des Rosenkreuzertums im damaligen Europa.[45] Zum AMORC bestand bis in die 1950er Jahre ein gegenseitiges Anerkennungsverhältnis.

Ordre du Temple Solaire (Sonnentempler)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sonnentempler

Der Sonnentempler-Orden (Ordre du Temple Solaire) wurde von Joseph Di Mambro, der von 1956 bis 1968 dem AMORC angehörte, gegründet und wird zu den Ablegern und Abspaltungen des AMORC gezählt. Die radikal weltablehnenden Sonnentempler wurden durch ihre kollektiven Mord- und Selbstmord-Aktionen bekannt, bei denen in den Jahren 1993, 1995 und 1997 insgesamt 74 Sektenanhänger in Kanada, Frankreich und der Schweiz den Tod fanden. Die Mitglieder hinterließen ein „Testament des Rosenkreuzes“, in dem sie sich als „treue Diener des Rosenkreuzes“ [sic] bezeichneten. Die von den Sonnentemplern inszenierten Massaker resultieren aus apokalyptischen Sonderlehren und Radikalisierungen, die im sich davon distanzierenden AMORC keine Entsprechung haben.[46] Die Sonnentempler bezogen ihre Weltanschauung aus allen möglichen esoterischen, religiösen und okkulten Quellen, vor allem aber aus der modernen Theosophie des Mediums Helena Blavatsky und derselben elitären rosenkreuzerischen Richtung, die behauptet, ein exklusives Wissen einer tatsächlich existierenden, aber „unsichtbaren“ geheimen „Rosenkreuzer-Bruderschaft“ zu besitzen, als deren irdische Repräsentanten man sich versteht.[47][48][49]

Rosicrucian Fellowship[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rosicrucian Fellowship

Die Rosicrucian Fellowship (auch: Rosenkreuzer-Gemeinschaft) wurde 1909 von Carl Louis Fredrik Graßhoff unter dem Pseudonym Max Heindel in den U. S. A. gegründet. 1907 reiste Heindel nach Deutschland, wo er an Schulungen und Vorträgen Rudolf Steiners teilnahm und zusammen mit Paula Hübbe-Schleiden in die Steinersche Freimaurerei eingeweiht wurde.[50] Gegen den Willen Rudolf Steiners veröffentlichte Heindel Teile der von Steiner geheim gehaltenen Rosenkreuzerlehren, die Steiner als Leiter der inneren Rosenkreuzergemeinschaft des O.T.O. „Mysteria Mystica Aeterna“ von 1905 bis 1914 unterrichtete.[51] Auf dieser Basis vertritt die Rosicrucian Fellowship gegenwärtig ein theosophisch-pansophisches, zum Teil anthroposophisches Gedankengut und ein esoterisches Christentum.[52]

Rudolf Steiner[Bearbeiten]

Rudolf Steiner verstand sich als Rosenkreuzer und ging im historischen Verständnis der Fama von einer tatsächlich existierenden Rosenkreuzerbewegung aus, deren Beginn er ins 13. Jahrhundert verlegte und der er politische Bedeutung beimaß: In Steiners Verschwörungstheorie werden diese Rosenkreuzer als Abgesandte einer weißen Loge dargestellt, die als geheime Drahtzieher hinter allen politischen Aktivitäten gesteckt haben sollen.[53] Nachdem Steiner 1907 eine Gründungsurkunde vom O.T.O. erhalten hatte, gründete er ein Rosenkreuzertum, das den Anspruch erhob eine esoterische Version des Christentums zu sein. Steiner vertrat die Ansicht, dass die fiktive Romanfigur Christian Rosencreutz leibhaftig existiert habe und als großer Meister seiner verborgenen Bruderschaft seinen intimen Freund Buddha 1604 auf den Planeten Mars geschickt habe, wo er eine Opfertat analog zum „Mysterium von Golgatha“ vollbracht habe.[54] Durch diese Opfertat habe Christian Rosencreutz Einfluss auf wichtige welt- und menschheitsgeschichtliche Entwicklungen genommen und die Teilung der Menschheit in Materialisten und Spiritualisten verhindert. In seiner letzten Inkarnation als Graf von Saint Germain habe Rosencreutz angedeutet, dass sich alle 100 Jahre eine geistige „Christian-Rosenkreutz-Kraftströmung“ besonders stark auswirke. Diese Wirksamkeit sei in der 1785 erschienenen Schrift „Geheime Figuren der Rosenkreuzer“ und etwa 100 Jahre später in Blavatskys Erstwerk Isis entschleiert zum Ausdruck gekommen.[55] Nach einem „Rosenkreuzerkongress“ 1907 hielt Steiner 1911 Vorträge im neugegründeten Rosenkreuzer-Zweig der TG über Christian Rosencreutz, den er für gegenwärtig inkarniert hielt und von dem er sich „überschattet“ fühlte, ohne zu sagen, an wen er dabei dachte. Von Freunden wurde Steiner als Wiederverkörperung von Christian Rosencreutz angesehen.[56]

Symbolik[Bearbeiten]

Das Symbol der Rosenkreuzer ist ein Kreuz mit einer oder mehreren Rosen. Die Symbolik lässt sich auf das Familienwappen von Johann Valentin Andreae zurückführen, das vier Rosen in einem Andreaskreuz zeigte. Andreae selbst beschreibt diese Kombination in der „Chymischen Hochzeit Christiani Rosencreutz“ als Kleidung des Christian Rosenkreuz:

Darauff rüstet ich mich auff den weg, zog meinen weisen Leinen Rock an, umbgürtet meine lenden mit einem Blutrothen Bendel kreutzweiß uber die Achslen gebunden. Auff meinen Hut steckt ich vier rother Rosen: damit ich under dem Hauffen durch solche Zeichen könte desto eh gemerkt werden.[57]

Das Kreuz kann verschiedenes symbolisieren, etwa den Menschen oder die materielle Welt. Die Rose kann zum Beispiel die erblühende Seele oder das göttliche Leben symbolisieren. Das hermetische Rosenkreuz des Golden Dawn enthält alchemistische, hermetische und kabbalistische Elemente.

Musik[Bearbeiten]

  • Édith Piaf: Soudain une vallée
  • Erik Satie: Hymne pour le „Salut Drapeau“ du „Prince byzance“ du Sâr Péladan. In: Ders.: Melodies et chansons. Hamonia Mundi, Hamburg 1996 (1 CD)
  • Erik Satie: Trois Sonneries de la Rose+Croix. In: Ders.: The complete piano music. Decca, London 2003 (5 CDs)

Literatur[Bearbeiten]

  • Quellen:
    • Johann Valentin Andreae: Christianopolis. Gerstenberg, Hildesheim 1981, ISBN 3-8067-0898-3 (Reprint von Esslingen 1741)
    • Johann Valentin Andreae: Die Bruderschaft der Rosenkreuzer. Die Originaltexte (hrsg. von Gerhard Wehr). Anaconda, Köln 2007, ISBN 978-3-86647-146-7.
    • Johann Valentin Andreae: Fama Fraternitatis. Das Urmanifest der Rosenkreuzer Bruderschaft zum ersten mal nach den Manuskripten bearbeitet, die vor dem Erstdruck von 1614 entstanden sind, durch Pleun van der Kooij. Mit einer Einführung über die Entstehung und Überlieferung der Manifeste der Rosenkreuzer von Carlos Gilly, Haarlem, Rozekruis Pers, 1998, ISBN 90-6732-205-9.
    • Johann Valentin Andreae: Gesammelte Schriften. insb. Band 3: Rosenkreuzerschriften. Fama Fraternitatis R. C. (1614) – Confessio fraternitatis R. C. (1615) – Chymische Hochzeit Christiani Rosencreütz (1616) – Allgemeine vnd General Reformation der gantzen weiten Welt (1614). Bearbeitet, übersetzt und kommentiert von Roland Edighoffer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7728-1429-7.
  • Fachliche Darstellungen:
    • Tobias Churton: The Invisible History of the Rosicrucians: The World's Most Mysterious Secret Society. Inner Traditions Verlag, Rochester, Vermont 2009, ISBN 978-1-59477-255-9.
    • Richard van Dülmen: Die Utopie einer christlichen Gesellschaft. Johann Valentin Andreae (1586–1654), Stuttgart-Bad Cannstatt 1978
    • Roland Edighoffer: Die Rosenkreuzer. Beck (BsR 2023), München 1995, ISBN 3-406-39823-5.
    • Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Band 1/1: Gnostisch-theosophische und alchemistisch-rosenkreuzerische Geheimgesellschaftem bis zum Ende des 18. Jh., Graz 1973.
    • Christopher Mcintosh: The Rosicrucians. The History, mythology and Rituals of an Esoteric Order. York Beach (Maine), 1997 (Erstauflage 1980). ISBN 0-87728-893-3.
    • Carlos Gilly: Die Rosenkreuzer als europäisches Phänomen im 17. Jahrhundert und die verschlungenen Pfade der Forschung, in Rosenkreuz als europäisches Phänomen im 17. Jahrhundert. Pimander 7, Bibliotheca Philosophica Hermetica, Amsterdam/Frommann-Holzboog, Stuttgart 2002, S. 19–56 ISBN 3-7728-2206-1. PDF-Download: Die Rosenkreuzer als europäisches Phänomen im 17. Jahrhundertv und die verschlungenen Pfade der Forschung.
    • Carlos Gilly, Frans A. Jansen (Hrsg.): Das Erbe des Christian Rosenkreuz. Johann Valentin Andreae und die Manifeste der Rosenkreuzerbruderschaft 1614–1616. Vorträge gehalten anlässlich des Amsterdamer Symposiums 18.–20. November 1986, Bibliotheca Philosophica Hermetica, Pelikaan, Amsterdam/Verlag Hauswedell, Stuttgart 1988, ISBN 3-7762-0279-3.
    • Monika Hauf: Der Mythos der Rosenkreuzer. Patmos, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-491-96203-3.
    • Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6.
    • Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Diederichs, München 2004, ISBN 3-7205-2533-3.
    • Simon Walter: Die Rosenkreuzer? In: Frank Jacob (Hrsg.): Geheimgesellschaften: Kulturhistorische Sozialstudien (Globalhistorische Komparativstudien 1). Würzburg 2013, ISBN 978-3-8260-4908-8, S. 141–165.
  • Belletristik:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosenkreuzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Rosenkreuzerschriften[Bearbeiten]

Diverse Schriften in chronologischer Reihenfolge.

Heutige Rosenkreuzerorganisationen im deutschsprachigen Gebiet[Bearbeiten]

Geschichte der Rosenkreuzer[Bearbeiten]

Weitere Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung. (= Herderbücherei. 9569), (= Initiative. 69). Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 104–105.
  2. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004. S. 19.
  3. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004. S. 19ff und S. 41-43.
  4. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004. S. 22 und S. 26.
  5. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004. S. 22ff.
  6. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens (= Esoterik. Bd. 12179). Goldmann, München 1993, S. 212-213.
  7. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004. S. 42-43.
  8. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, ISBN 3-7205-2533-3, S. 24-25.
  9. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 157–159.
  10. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004. S. 47.
  11. a b c Karl R. H. Frick: Licht und Finsternis. ISBN 3-86539-044-7.
  12. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 156–158.
  13. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 47.
  14. Georg Schuster: Geheime Gesellschaften, Verbindungen und Orden. Band 2, Köln, 2003, S. 117. Reprint Orig. 1905.
  15. Ebd, S. 118.
  16. Gerhard Steiner: Freimaurer und Rosenkreuzer. Georg Forsters Weg durch Geheimbünde. Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000448-7, S. 87–90.
  17. Vgl. Epheser Kap. 4 V.6: EIN Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. 1. Korinther Kap. 12 V.6 und 7: Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 1. Korinther Kap. 15 V.28: Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.
  18. Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft ist der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums. Artikel: Rosenkreuzer. Auf: kruenitz1.uni-trier.de
  19. Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft ist der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums. Artikel: Die Gold= und Rosenkreutzer. Auf: kruenitz1.uni-trier.de
  20. Johannes Schultze: Die Rosenkreuzer und Friedrich Wilhelm II. In: Johannes Schultze: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte. Ausgewählte Aufsätze. Berlin 1964, S. 240–265.
  21. Reinhard Markner: Imakoromazypziloniakus. Mirabeau und der Niedergang der Berliner Rosenkreuzerei. Anmerkung: Bruder Ormesus. In: Reinhard Markner (PDF; 283 kB), S. 9.
  22. Arnold Marx: Die Gold- und Rosenkreuzer. Ein Mysterienbund des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Deutschland. In: Das Freimaurer-Museum. Band 5, 1930, S. 151–154.
  23. Reinhard Markner: Imakoromazypziloniakus. Mirabeau und der Niedergang der Berliner Rosenkreuzerei. S. 16.
  24. Gerhard Steiner: Freimaurer und Rosenkreuzer. Georg Forsters Weg durch Geheimbünde. Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000448-7, S. 60.
  25. Eugen Lennhoff, Oskar Posner: Internationales Freimaurerlexikon. Artikel: Rosenkreuzer. ISBN 3-85002-038-X, S. 1338.
  26. Rosenkreuzer: In: GEO Themenlexikon Religionen. Glauben, Riten ,Heilige. Brockhaus/GEO, Hamburg 2007, S. 698.
  27. a b c d e Der Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix in: Material zum Buch: Neue Rosenkreuzer von Harald Lamprecht.
  28. a b Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 162 ff.
  29. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung. (= Herderbücherei. 9569), (= Initiative. 69). Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 127–128.
  30. Peter-Robert König: Ein Leben für die Rose (Arnoldo Krumm-Heller), München 1995, ISBN 3-927890-21-9, S. 151.
  31. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 108–110, S. 151, S. 163.
  32. Peter-Robert König: Ein Leben für die Rose (Arnoldo Krumm-Heller), München 1995, ISBN 3-927890-21-9, S. 48.
  33. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 120.
  34. Ceremonial Magic Unveiled von Dion Fortune in der Occult Gazette, Januar 1933. Hiernach wurde die Fraternity of the Inner Light ursprünglich mit Moina Mathers Zustimmung von Dion Fortune als Vorhoforganisation gegründet, um neue Mitglieder für den A. O. zu gewinnen. Ob Mathers Fortune autorisierte, eine eigene Nachfolgeorganisation des A. O. zu gründen, ist bis heute umstritten.
  35. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 222.
  36. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 90–94.
  37. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 220.
  38. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 15 und S. 220.
  39. Harald Lamprecht: Material und Ergänzungen zu dem Buch „Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch.“
  40. Tobias Churton: The Invisible History of the Rosicrucians: The World's Most Mysterious Secret Society. Inner Traditions Verlag, Rochester, Vermont 2009, ISBN 978-1-59477-255-9, S. 511.
  41. John Matthews: The Sources of the Grail. Floris Books Verlag, Oktober 1996, ISBN 0-86315-233-3, S. 361.
  42. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 254.
  43. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, ISBN 3-7205-2533-3, S. 69 f.
  44. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 40 ff., S. 249 und S. 299–301.
  45. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung. (= Herderbücherei. 9569), (= Initiative. 69). Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 125.
  46. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 111.
  47. Roland Edighoffer: Die Rosenkreuzer. München 1995, S. 79–80.
  48. Hans-Jürgen Ruppert: Der Mythos der Rosenkreuzer. EZW-Texte 2001, Nr. 160, S. 16–21.
  49. Thomas Gandow: Das Geheimnis des Sonnentempels – "Kein Selbstmord im menschlichen Sinne". religio.de, abgerufen am 22. April 2012.
  50. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 207.
  51. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung. (= Herderbücherei. 9569), (= Initiative. 69). Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 125–126.
  52. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 170 ff., 205–207 ff.
  53. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 194 und S. 196.
  54. James Webb: Das Zeitalter des Irrationalen. Politik, Kultur & Okkultismus im 20. Jahrhundert. Marix, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-86539-152-0, S. 102. ; Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 200.
  55. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 197 und S. 200.
  56. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 194–195.
  57. Richard van Dülmen (Hrsg. und Einleitung): Fama Fraternitatis, Confessio Fraternitatis, Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz. Anno 1459. Stuttgart 1994, ISBN 3-76680421-9, S. 51.
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Dieser Artikel wurde am 1. November 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.