Rosenkreuzer

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Rosenkreuzer, früher Rosencreutzer, sind eine literarische Fiktion, die sehr wirkmächtig den ideellen Ausgangspunkt für verschiedene fiktive oder real existierende religiöse und weltanschauliche Geheimbünde, mystische Gesellschaften oder Orden bildet. Die Wurzeln des Rosenkreuzertums liegen im 17. Jahrhundert, als im Freundeskreis des Theologen Johann Valentin Andreae zwei anonyme gesellschaftskritische, politische Programmschriften und eine damit verwandte romanhafte Allegorie mit autobiografischen Elementen, die Chymische Hochzeit (1616), publiziert wurden, in denen erstmals von den Rosenkreuzern die Rede ist.

Die ersten beiden Manifeste, die 1614 veröffentlichte Fama Fraternitatis und die 1615 erschienene Confessio Fraternitatis kündeten von einer von dem legendären deutschen Vater Christian Rosencreutz gegründeten geheimen Bruderschaft, die sich die „Allgemeine und General Reformation der gantzen weiten Welt“ wünschte. Grundanliegen dieser literarischen Fiktion war die Sehnsucht engagierter Protestanten nach einer zweiten umfassenden Reformation, mittels einer umfassenden Erneuerung von Kirche, Staat und Gesellschaft, durch die Vereinigung von Protestantismus, Alchemie, Magie, Hermetik und Kabbalistik mit den zeitgenössischen medizinischen und wissenschaftlichen Errungenschaften. In der Fama sind die Rosenkreuzer keine Bruderschaft zur Geheimhaltung, sondern zur vorurteilsfreien Verbreitung und Nutzbarmachung von Erkenntnissen und noch unbekanntem, unentdecktem Wissen aus anderen Kulturkreisen.

In der ersten Phase der Rosenkreuzerbegeisterung gab es noch keine realen Organisationen mit Mitgliedern und Einweihungsgraden. Erst über 140 Jahre nach Erscheinen der Manifeste wurde um 1760 mit dem Orden der Gold- und Rosenkreuzer die erste Rosenkreuzer-Organisation mit einer ausgeprägten Arkandisziplin gegründet, die mit ihrem mystischen Irrationalismus gegen die rationalen und modernistischen Kräfte der Aufklärung kämpfte.[1] Nach deren Untergang 1787 dauerte es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, bis die Idee der Rosenkreuzer, diesmal im Umfeld theosophischer Gruppen, mit den „Neuen Rosenkreuzern“ wieder feste organisatorische Formen annahm.

Theophilus Schweighart: Speculum sophicum Rhodostauroticum, 1604

Begriffsbestimmung[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Mysterienschulen und Initiationsgemeinschaften, die den Namen Rosenkreuz oder Rosenkreuzer in Bezug auf ihre Mitglieder oder den Organisationsnamen verwenden. Daneben werden von den Anhängern solcher Gemeinschaften gern berühmte Namen der Geistesgeschichte postum zu Rosenkreuzern erklärt.

Der Begriff „Rosenkreuzer“ kann folglich bezeichnen:

  • die in der Fama beziehungsweise Confessio Fraternitatis bezeichnete (literarisch-fiktive) Bruderschaft;
  • als Fremdbezeichnung: Anhänger bzw. Vertreter des dort formulierten pansophisch-hermetischen Gedankengutes, wie z. B. Michael Maier und Robert Fludd – auch wenn diese erklärtermaßen selbst nie Mitglied einer solchen Organisation waren;
  • als Eigenbezeichnung: die Mitglieder einer Organisation, die auf die Tradition der in der Fama beschriebenen Bruderschaft Bezug nimmt oder die eine durchgehende historische Kontinuität zu dieser behaupten;
  • höhere Eingeweihte und Geistwesenheiten, welche an der spirituellen Führung der Menschheit beteiligt sein sollen, was zum Beispiel die theosophisch beeinflussten „modernen“ Rosenkreuzer der Gegenwart proklamieren, in deren Lehren seit dem 19. Jahrhundert auch rein spiritistische Vorstellungen einflossen.
Ideengeschichtliche Ausgangspunkte

Die Rosenkreuzer gehören zur Gruppe der Illuministen. Sie griffen auf ältere philosophische oder auf östliche-vorchristliche, jüdische und christlich-gnostische Spekulationen zurück, bezogen sich auf den Neuplatonismus mit seinen orphischen, pythagoräischen und platonischen Lehrstücken und entlehnten Versatzstücke der mittelalterlichen Mystik für ihre Denksysteme.

Zu den ideengeschichtlichen Ausgangspunkten der Rosenkreuzer gehören die klassischen Geheimlehren Magie, Astrologie, Alchemie, Kabbala und Theosophie.[2]

Rosenkreuzerisch beeinflusst sind viele heutige okkult-philosophische, magische, mystisch-spirituell orientierte oder auch rein spirituelle westliche Gesellschaften.

Die Anfänge des Rosenkreuzertums[Bearbeiten]

Viele moderne Rosenkreuzergruppen legen die Wurzeln ihrer Gesellschaft in die Antike oder in mythische Frühzeit, wofür es aber keine Belege gibt. Die Anfänge des Rosenkreuzertums liegen vielmehr im 17. Jahrhundert in Württemberg.[3]

Der Tübinger Kreis und die Manifeste der Rosenkreuzerbewegung[Bearbeiten]

Johann Valentin Andreae

Den Ursprung des Rosenkreuzertums bilden drei Grundschriften des 17. Jahrhunderts, die wegen ihres zugrunde liegenden Charakters auch „Manifeste“ der Rosenkreuzerbruderschaft genannt werden, und im Tumult um eine vermeintlich geheime Bruderschaft, der sich an ihnen entfachte. Die Manifeste bestehen aus zwei politischen Programmschriften (Fama Fraternitatis und Confessio Fraternitatis) und einer romanhaften Allegorie (Chymische Hochzeit). Sie sind jedoch keine historischen Dokumente. Die thematisierte Bruderschaft der Rosenkreuzer aus dem 14. Jahrhundert wurde von den Verfassern der Fama, einem Tübinger Gelehrtenkreis um Tobias Heß und Christoph Besold, erfunden. Bei der Person des Christian Rosencreutz handelt es sich um eine literarische Figur, die von dem evangelischen Theologen Johann Valentin Andreae erfunden wurde. Innerhalb des Tübinger Kreises wurde der Gedanke einer „Generalreformation“ der ganzen Welt entwickelt, die 100 Jahre nach der Reformation durch Luther eine Erneuerung des ins Stocken gekommenen reformatorischen Gedankens anstrebte.[4]

Fama Fraternitatis[Bearbeiten]

Erste Seite der Originalausgabe der Fama Fraternitatis, 1614

Die Fama Fraternitatis erschien 1614 in ihrem Erstdruck bei Wilhelm Wessel in Kassel ohne Autorenangabe. Als besonderes Anliegen der Fama erscheint der Wissenstransfer. Dazu werden den zerstrittenen europäischen Gelehrten, die vereint zusammenarbeitenden „Weisen des Orients“ als Kontrast gegenübergestellt.[5]

Die Fama Fraternitatis ist keine selbstständige Schrift, sondern in einem Sammelband mit weiteren Traktaten eingebettet in eine anonyme Schrift mit dem Titel: “Allgemeine und General Reformation der ganzen weiten Welt.”. Der Traktat ist ein Auszug aus dem ursprünglich 1612 in Venedig erschienenen Werk Ankündigungen vom Parnass (De’ ragguagli di Parnasso) des italienischen Satirikers Traiano Boccalini. Die zweite Schrift des 147 Seiten umfassenden Büchleins, die Fama Fraternitatis, ist das Kernstück, und dem Bericht von Vater Rosenkreutz und der Ursprungsgeschichte seines geheimen Ordens gewidmet, die sich im Legendären verliert. Einleitend beginnt die Fama mit einer Beschreibung der gegenwärtigen Situation und deren Reformbedarf. Im Rahmen theologischer Kategorien wird zunächst referiert, wie sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die exakten Erfahrungswissenschaften von den bis dahin spekulativen Naturwissenschaften zu trennen begannen: Aus der mittelalterlichen Alchemie entstand langsam die Chemie und aus der Astrologie ging die Astronomie hervor. Dieses Aufkommen neuer Naturlehren führte zu einem Prozess der geistig-religiösen, sowie politischen Umwandlung auf allen Bereichen des damaligen Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, die den Anhängern der alten Naturlehren missfiel. Es folgt ein kurzer Abriss der Lebensgeschichte des legendären Vaters Rosenkreutz, der sein in Arabien und Afrika gesammeltes Wissen der Geheimnisse des Morgenlandes im Abendland weiterzugeben versucht, um in Europa zur Verbesserung der Lebensumstände eine Gelehrtenrepublik zu gründen.[6] Fünf Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland widmet sich Vater Rosenkreutz wieder dem Vorhaben an eine Reformation und verbindet sich dazu mit drei Klosterbrüdern. Sie gründen die nach dem Stifter benannte „Bruderschaft des Rosenkreutz“, errichten das Haus Sancti Spiritus und nehmen noch vier Genossen auf. Die Brüder verteilen sich in alle Länder, treffen sich aber einmal jährlich am Wohnsitz von Vater Rosenkreutz, der nicht mehr auf Reisen geht und dem stets zwei Brüder Gesellschaft leisten. Jeder Bruder hatte vor seinem Tod einen Nachfolger zu stellen. Diese Jünger wissen irgendwann nicht mehr genau wann der Ordenstifter Rosenkreutz gestorben ist und finden 120 Jahre nach dessen Ableben zufällig seine Begräbnisstätte in einem alten Gewölbe. Daraufhin verwerfen sie das „verflucht Goldmachen“, bekennen sich als Anhänger der Kirchenreformation und rufen ehrlich Interessierte dazu auf sich ihnen anzuschließen.

Adam Haslmayr war bereits 1610 im Besitz einer Handschrift der Fama Fraternitatis, auf die er sich in einem 1612 im Druck erschienen Brief bezog.[7]

Confessio Fraternitatis[Bearbeiten]

Auch die Confessio Fraternitatis erschien 1615 anonym. Der volle lateinische Titel war “Confessio Fraternitatis R. C. Ad Eruditos Europae”, der volle deutsche Titel “Confession oder Bekandnuß der Societet und Brüderschaft R. C. An die Gelehrten Europae”.

In dieser erst auf Latein, kurz darauf auch auf Deutsch erschienenen Schrift wird der Aufruf der Fama an die europäische Geisteswelt, die Verfasser zu kontaktieren, wiederholt. Die Confessio ist einerseits stark von protestantischem Geist beeinflusst: Der Papst wird angegriffen und das Bibellesen als wesentlicher Zugang zur rosenkreuzerischen Gesellschaft propagiert. In der Confessio sind auch zum ersten Mal die Geburts- und Sterbensdaten des angeblichen Gründers, 1378–1484, erwähnt. Andererseits kann die Schrift aber auch als Satire interpretiert werden: Sie ergeht sich über drei Viertel der Länge in Andeutungen über das geheime Wissen der Gesellschaft, um dann gegen Ende vor den „meisten Büchern der falschen Alchimisten, die es für einen Scherz und eine Kurzweil halten, wenn sie […] mit wunder-seltsamen Figuren und dunklen, verborgenen Reden die Leute betrügen und die Einfältigen um ihr Geld bringen“ zu warnen. Schließlich heißt es:

„Meidet und fliehet solche Bücher, die ihr gewitzt seid, und wendet euch zu uns, die wir nicht euer Geld suchen, sondern unsere großen Schätze euch gutwillig anbieten.“

Chymische Hochzeit[Bearbeiten]

Die Monas-Glyphe John Dees auf der Titelseite der Chymischen Hochzeit

1616 erschien in Straßburg bei Lazarus Zetzner ein drittes Buch, das zu den Rosenkreuzer-grundschriften gezählt wird: die Chymische Hochzeit. Das Werk war mit 150 Druckseiten weit größer als Fama und Confessio zusammen. Verfasser war Andreae. Die Chymische Hochzeit wird in Form eines alchemistischen Romans formuliert. Darin erzählt ein achtzigjähriger Greis namens Christian Rosencreutz ein selbsterlebtes Abenteuer. Er lebt um 1459 in einer Eremitage am Abhang eines Berges.

Die Erzählung erstreckt sich über genau sieben Tage. Rosenkreutz wird samt Gästen durch einen geflügelten Boten zu einer königlichen Hochzeit eingeladen. Auf seiner Wanderung erreicht er dabei einen Berggipfel, wo er durch eine Waage geprüft wird. Diejenigen, die für tugendhaft befunden werden, dürfen der Hochzeit beiwohnen. Nach bestandener Prüfung erhalten sie ein Goldenes Vlies und werden der königlichen Familie vorgestellt. Die königliche Familie wird geköpft; ihre Teile werden in sieben Schiffe verladen und auf einer weit abgelegenen Insel in den Olympischen Turm gebracht, der sieben Stockwerke hat. Innerhalb der Erzählung des fiktiven Christian Rosenkreutz erleben die Gäste innerhalb dieses Turmes einen Aufstieg, wobei jeder von ihnen an alchemistischen Operationen teilnimmt, die durch einen Greis und eine Frau geführt werden. Aus den königlichen Überresten gewinnt man dabei eine Art flüssiges Destillat, welches ein weißes Ei hervorbringt. Daraus schlüpft ein Vogel, der gemästet und geköpft wird. Die Gäste werden aufgefordert, aus den Überresten zwei winzige Statuen zu formen, die solange gefüttert werden, bis sie die Größe eines erwachsenen Menschen erreicht haben: Der auferstandene König und die Königin. Anschließend werden die Gäste durch das Königspaar in den Orden vom Goldenen Stein eingeführt und kehren zum Schloss zurück. Da Christian Rosenkreutz im Schloss in das Mausoleum eingedrungen ist, wird er von der dort lebenden Venus zum Schlosswächter gemacht. Die Geschichte endet in der Eremitage des Christian Rosenkreutz. In dieser Legende stirbt Rosenkreutz mit etwa 80 Jahren – im Gegensatz zur Fama, wo ihm ein Alter von 106 Jahren zugeschrieben wird.

Das literarische Echo auf die Manifeste[Bearbeiten]

Die Fama und die Confessio hatten in Europa ein gewaltiges Echo. Da keine Adresse der vermeintlichen Bruderschaft bekannt war, musste die Auseinandersetzung mit ihr öffentlich erfolgen. Von 1614 bis 1625 erschienen mehr als vierhundert Drucke zum Thema. Die jeweiligen Verfasser wollten mit der Bruderschaft Kontakt aufnehmen, Kritik oder Zustimmung äußern oder nachweisen, dass die Gesellschaft existiere. In französischen Traktatliteratur wurden die Rosenkreuzer überwiegend negativ aufgefasst und man brachte sie mit dem Satanismus in Verbindung. Doch „Die Rosenkreuzer“, nach deren Identität und Zielen man Ausschau hielt, existierten nie, sie waren eine literarische Fiktion.[8] Nachdem sich aus Andreaes Idee von einer Rosenkreuzer-Bruderschaft, die einen Denkprozess in Gang setzen sollte, eine Bewegung mit teilweise sektiererischen Zügen aus Schwarmgeistern und Gauklern entwickelt hatte, und der Begriff Rosenkreuzer dadurch für einen seriösen Diskurs über die erhoffte Gesellschaftsreform entwertet wurde, distanzierte er sich davon.[9]

Auseinandersetzung mit den Gegnern[Bearbeiten]

Die unorthodoxen Manifeste riefen aus dem orthodox-christlichen Lager und unter konservativen aufklärerischen Naturwissenschaftlern Gegner auf den Plan. Zunächst reagierte die gegen alle ketzerischen Schwankungen und Abweichungen extrem empfindlich eingestellte lutherische Orthodoxie besonders feindlich, da sie auf eine Konsolidierung einer festen Glaubensausrichtung des noch jungen Protestantismus bedacht war und brandmarkte den Rosenkreuzerimpuls als Verrat am Werke Luthers: Man stellte die Rosenkreuzerideen als Schöpfung der calvinistischen Reformation oder als Wiedertäufertum dar und titulierte die Rosenkreuzer als Gesinnungsgenossen der Weigelianer, der Böhme- und Schwenkfeld-Anhänger. Die katholische Kirche reagierte, solange sie in der Epoche einer aktiven Gegenreformation gefestigt war, wesentlich gelassener und hielt die Rosenkreuzer hauptsächlich für lutherische Ketzer.[10]

„Mittlere Rosenkreuzer“ Anfang des 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Nach dem lediglich literarischen Auftreten der sogenannten „älteren Rosenkreuzer“ ab 1614, bezogen sich einige profilierte Einzelpersonen, die sogenannten „mittleren Rosenkreuzer“ auf diesen Rosenkreuzer-Impuls. Unter anderen verteidigten Michael Maier und der Engländer Robert Fludd die Manifeste der Rosenkreuzer und verstanden sich als in ihrem Sinne wirkend. Eine Organisation oder ein Orden wurde auch von den „mittleren Rosenkreuzern“ nicht gebildet.[11] Das reformatorische Sammelbecken aus Pietisten und Anhängern der Theosophie Jakob Böhmes (Böhmianer), spielte zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle in der Verbreitung der rosenkreuzerischen Manifeste.[12] Die sich anschließende Flut an rosenkreuzerischen Schriften, die sich zwischen 1616 bis zirka 1625 mit den Manifesten beschäftigten führte zu Wandlungsprozessen der ursprünglichen Rosenkreuzerideen. Diese nahmen zum einen theosophische und christosophische Züge an, und mündeten zusammen mit den Weigelianern und Böhmianern über Abraham von Franckenberg im Verbund mit der christlichen Mystik im Pietismus. Zum anderen veränderten Sperber, Mögling, Maier und Fludd das rosenkreuzerische Gedankengut, indem sie es mit alchemistisch-kabbalistischen Spekulationen anreicherten, was zur Ausbreitung dieser Literaturgattung unter gläubigen Alchimisten und Schwarmgeistern führte.[13]

„Spätrosenkreuzer“ – Der Orden der Gold- und Rosenkreuzer[Bearbeiten]

Erst über 140 Jahre nach Erscheinen der Rosenkreuzer-Manifeste wurde im 18. Jahrhundert (wahrscheinlich 1757) in Frankfurt die erste Rosenkreuzer-Organsation gegründet, der antiaufklärerische Orden der Gold- und Rosenkreuzer, der seine Wurzeln in der deutschen Hochgradfreimaurerei hat. Gemäß dem Selbstverständnis des Ordens reichen seine Anfänge bis Moses und sogar bis zu Adam zurück.[14]

Im Belvedere des Schlosses Charlottenburg bei Berlin bekam Friedrich Wilhelm II. eine betrügerische Geisterbeschwörung vorgeführt.

Die eigentlichen Initiatoren der Gold- und Rosenkreuzer waren Johann Christoph von Wöllner und Johann Rudolf von Bischoffwerder. Bischoffwerder gelang es die Gunst des leichtgläubigen Kronprinzen Friedrich Wilhelm II. von Preußen zu erlangen, woraufhin Wöllner und er beschlossen, ihn zu täuschen: Theodor Fontane beschreibt 1873 in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg, wie Friedrich Wilhelm im Belvedere des Schlosses Charlottenburg die Geister Marc Aurels, des Großen Kurfürsten und des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz vorgeführt wurden, was ihn so beeindruckt haben soll, dass er außerstande gewesen sei, auch nur eine einzige Frage an die von einem Illusionisten und einem Bauchredner zum Leben erweckten großen Verstorbenen zu richten.[15] Begeistert ließ sich der Kronprinz von Herzog Friedrich August am 8. August 1781[16] als Ormesus Magnus aufnehmen. Der Geisterzauber wurde daraufhin zur ständigen Ordenspraxis erhoben und mithilfe von Geisterapparaten (Laterna magica) des Hochstaplers Johann Georg Schrepfer durchgeführt, die nach dessen Tod in den Besitz Bischoffwerders gelangt waren.[17]

Mit der Ernennung Bischoffwerders zum Kriegsminister und Wöllners zum Kultusminister nach der Thronbesteigung Friedrich-Wilhelms II. erlangte der Orden politische Bedeutung in Preußen. Wöllner erliess am 9. Juli 1788 ein Religionsedikt, das die protestantische Orthodoxie wieder einzurichten suchte; das Bündnis zwischen der preußischen Staatskirche und dem Aufklärungsprotestantismus war damit aufgekündigt.[18] Diese Macht der Rosenkreuzer blieb aber Episode, da der König ab 1792 auf Abstand zu ihnen ging; dass der Orden materielle Vorteile aus seiner vorübergehenden Nähe zum Thron gezogen hätte, lässt sich nicht nachweisen.[19]

Der vor allem im Deutschen Reich aktive Orden wirkte als geheime christliche Sekte mit alchimistischen Tendenzen. Die Ordensführer behaupteten untrügliche Weisheit zu besitzen, Armut und Krankheit bannen zu können und über die geheime Rezeptur zur Zubereitung des Stein der Weisen aus der „prima materia“ zu verfügen. Geprägt durch die Theosophen und Pansophen des 16. und 17. Jahrhunderts versuchte man gegen den Rationalismus der Aufklärung anzukämpfen. Die Basis der esoterischen Beschäftigungsfelder bildeten drei Geheimlehren: die praktische und spekulative Alchemie gnostisch-christlicher Prägung, die kabbalistischen Gedankengänge Knorr von Rosenroths und die Mystik Jakob Böhmes.[20] Darauf baute das rosenkreuzerische Ritual auf, das als Ordensziel angab, den gefallenen Menschen läutern zu wollen, um „das verunstaltete Ebenbild Gottes wiederherzustellen“ und Gold durch die Konzentration auf unedle Metalle zu produzieren.[21] Die bekannt gewordenen Ritualsammlungen des Ordens zeigten, dass die alchimistischen Ordensanschauungen aus paracelistischen und iatrochemischen Lehren und der Phlogiston-Theorie abgeleitet wurden. Die Gold- und Rosenkreuzer identifizierten sich als Traditionalisten völlig mit dem Aristotelischen Weltbild, hangen der Vier-Elemente-Lehre an und ignorierten das zeitgenössische chemische Lehrgebäude, was mit Hohn und Spott seitens ihrer zeitgenössischen aufklärerischen Kritiker und der Chemiehistoriker des 19. Jahrhunderts quittiert wurde.[22] Es wurden zwei umfassende Ordensreformen durchgeführt: 1767 erklärte man u. a. die Bibel zur einzigen Richtschnur. 1777 verkündete man, die Ordensoberen hätten die Freimaurerei erfunden und besäßen das exklusive Wissen um den geheimen Sinn der freimaurerischen Symbolik. Zu den neun Ordensstufen wurden nur Inhaber des Meistergrades der symbolischen Maurerei zugelassen. Die Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ wurde der deutsche Hauptsitz des Ordens.[21] Die Gold- und Rosenkreuzer infiltrierten die Freimaurerei und es kam zu Doppelmitgliedschaften, was vornehmlich durch das Hochgradsystem begünstigt wurde, das gegen die aufgeklärten Ziele der Freimaurerei gerichtet war.[23]

Die Mitglieder waren einem rigiden Herrschaftssystem unterworfen, an dessen Spitze die Oberen standen, die unbekannt waren und als unfehlbar galten. Ihnen musste unbedingter Gehorsam geleistet werden. Gearbeitet wurde in Zirkeln mit maximal neun Personen, denen ein Zirkeldirektor vorstand, der wiederum einem Hauptdirektor unterstand, der seinerseits dem Oberdirektor Rechenschaft abzulegen hatte. Die Mitgliedsbeiträge waren hoch, sodass eine Mitgliedschaft für Angehörige mittlerer oder unterer Schichten ausgeschlossen war.[24] Die Zirkel in Berlin und Kassel hatten die meisten Mitglieder. Letzterer wurde um 1779 u. a. von Samuel Thomas von Soemmerring gegründet, der seinen Freund, den Reiseschriftsteller Georg Forster anwarb.[25]

Auf Geheiß Wöllners setzte der Orden mit Unterstützung der Jesuiten alles daran den Illuminatenorden auszurotten.[26] Der nachmalige Illuminat Adolph Freiherr Knigge polemisierte in seiner Schrift Ueber Jesuiten, Freymaurer und deutsche Rosencreutzer heftig gegen die Gold- und Rosenkreuzer, die er des Betrugs bezichtigte,[27] verwahrte sich gegen deren Goldmacherei und setzte sie kenntnisreich vom „wahren Geist“ der „älteren Rosenkreutzer“ des 17. Jahrhunderts ab.[28] Auch der Illuminat Johann Joachim Christoph Bode debütierte mit seinem Pamphlet Starke Erweise aus den eigenen Schriften Des Hochheiligen Ordens Gold- und Rosenkreutzer (1788) zu einem Gegner des Ordens.[29]

Im überlegenen Sendungsbewußtsein des Ordens galten die Träger des 9. Grades als gottähnlich. Ihr Anspruch, ihnen sei duch magische Prozeduren Gewalt über die ganze Menschheit gegeben, beschleunigte den Untergang des Ordens.[30] Als der mystische Ordenszweck in den Hintergrund geriet und sich eine immer stärkere politische Ausrichtung bemerkbar machte breitete sich Enttäuschung aus, nachdem die den Mitgliedern der oberen Grade propagandawirksam verheißenen Wunderkräfte ausblieben. Ein Übriges tat die Überbewertung der Alchimie, deren Aspekte zunehmend als veraltet erkannt wurden. Als letztlich 1782 Wöllners Versuch auf dem Freimaurerkongress scheiterte, die noch der Strikten Observanz huldigenden Freimaurer dem Orden zu unterwerfen, nahm der Niedergang seinen Verlauf. Schließlich wurde 1787 der einstweilige Stillstand der Zirkelarbeit in einer „Silanum“ genannten Verordnung verfügt. Weitere sichtbare Ordenstätigkeiten sind nicht bekannt.[31] Als Geheimbund konzipiert wird der Orden in der Forschung auch als geheime Kirche des 18. Jahrhunderts begriffen, die als soziales und spirituelles System esoterische und kirchlich-christliche Elemente und Funktionen für seine Mitglieder verband.[32]

„Neue Rosenkreuzer“ seit der Mitte des 19. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Seit dem 19. Jahrhundert bezeichnen sich verschiedene okkultistisch ausgerichtete Gruppen als Rosenkreuzer.[33] Einige dieser neu-rosenkreuzerischen Okkultgruppen behaupten über Wissen eines historisch tatsächlich existierenden älteren Rosenkreuzerordens zu verfügen und darin eingeweiht zu sein, woraus sie ihre Sukzession ableiten („initiatorisches Rosenkreuzertum“). Andere theosophisch beeinflusste Organisationen behaupten es existiere eine unsichtbare, die Welt regierende Bruderschaft der „Aufgestiegenen Meister“ und Religionsstifter, die über das geheime Wissen der Menschheit verfüge, und sehen sich als Empfänger und Vermittler der Lehre eines „geheimen“ oder „unsichtbaren“ Rosenkreuzerordens“ („theosophisches Rosenkreuzertum“).
Die älteste heute noch existierende neurosenkreuzerische Okkultgruppe ist die 1865 gegründete Societas Rosicruciana in Anglia (S.R.i.A.), zu deren Mitgliedern Edward Bulwer-Lytton gehört haben soll, der 1842 den Rosenkreuzerroman Zanoni veröffentlichte. Von S.R.i.A.-Mitgliedern wurde der Hermetic Order of the Golden Dawn gegründet, der seine Sukzessionslinie von einer wissenschaftlich nicht nachweisbaren okkulten Rosenkreuzertradition eines gewissen Fräulein Sprengel ableitete.[34] Auch der Anfang des 20. Jahrhunderts gegründete OTO war mit der S.R.i.A. verwandt. Der OTO-Mitbegründer Theodor Reuss war Mitglied der S.R.i.A. und brachte dessen Gedankengut in die Ordenstruktur des OTO ein. Reuss spielte eine zentrale Rolle in den okkulten Gesellschaften des beginnenden 20. Jahrhunderts und stand in Kontakt mit zahlreichen Okkultisten Europas und Amerikas wie Gérard Encausse (Papus), Rudolf Steiner, Heinrich Tränker, Aleister Crowley und Harvey Spencer Lewis.

Die Idee des Rosenkreuzertums fand Eingang in die moderne westliche esoterische Literatur: Das Schrifttum Karl Otto Schmidts und G. W. Suryas Roman Moderne Rosenkreuzer (1907) gelten als Vorläufer der gegenwärtigen Tendenz, esoterische Praktiken und Heilmethoden auch ohne Bindung an einen Rosenkreuzerorden oder eine bestimmte Lehre individuell zu praktizieren.[34]

Magie im Zeichen des Rosenkreuzes[Bearbeiten]

Die Erinnerung an die Legenden der Rosenkreuzer wurde in den Hochgraden der Freimaurerei wachgehalten, was erstmals 1865 mit der Gründung der S.R.i.A. historisch greifbar wird.

Societas Rosicruciana in Anglia (S.R.i.A.)[Bearbeiten]

DieSocietas Rosicruciana in Anglia (S.R.i.A.) wurde 1865 durch Robert Wentworth Little (1840–1878) in London gegründet. Die S.R.i.A. nahm nur reguläre Freimaurer im Meistergrad auf und war in erster Linie ein freimaurerischer Studienzirkel, der sich bei wöchentlichen Zusammenkünften bei gutem Essen interessehalber mit den diversen damals populären Aspekten des „Geheimwissens“ beschäftigte. Gelegentlich wurden zeremonielle Handlungen vollzogen. In Ermangelung von Kenntnissen über die Entstehung der Rosenkreuzerlegenden, verwickelte sich die S.R.i.A. in Spekulationen, wonach die Rosenkreuzer die vorborgenen Geheimnisse der Natur komplett erforscht hätten, was man durch „übersinnliche“ Forschung nachzuvollziehen trachtete. 1870 veröffentlichte das S.R.i.A.-Mitglied Hargrave Jennings das Buch „Die Rosenkreuzer, ihre Riten und Mysterien“, welches entgegen dem Titel, sich nicht mit Rosenkreuzern beschäftigte, sondern in chaotischer Reihenfolge esoterisch-spekulative Themen behandelte. Die Tätigkeit der S.R.i.A. war auf den englischen Sprachraum beschränkt. Aus der S.R.i.A. sind Ableger in verschiedenen Teilen der Welt hervorgegangen, z. B. die Societas Rosicruciana in Scotia, die Societas Rosicruciana in Germany unter Theodor Reuß oder die S.R. in Civitatibus Foederatis. In den USA kam es 1908 unter George Winslow Plummer zur Abspaltung der Societas Rosicruciana in America, die ebenfalls das Kürzel S.R.i.A. verwendete, aber keine freimaurerischen Verbindungen mehr unterhielt und auch Frauen aufnahm. Weitere Zweige entstanden in jüngerer Zeit, etwa 2002 in Portugal oder 2008 in Irland und Island (SRiH). Insgesamt gehören den verschiedenen S.R.i.A.-Zweigen gegenwärtig weltweit geschätzt zirka 4000 Mitglieder an.[35] Ehrenmitglied der S.R.i.A. war mit Éliphas Lévi einer der bedeutendsten Okkultisten des 19. Jahrhunderts.[36]

Hermetic Order of the Golden Dawn[Bearbeiten]

Weil einigen Mitgliedern der Societas Rosicruciana in Anglia (S.R.i.A.) die bisherigen Forschungen ihres Ordens zu flüchtig waren und sie praktische Magie testen wollten, gründeten William Wynn Westcott, William Robert Woodman und Samuel Liddell MacGregor Mathers 1888 den Hermetic Order of the Golden Dawn. Man übernahm die ursprünglichen Grade der deutschen Gold- und Rosenkreuzer des 18. Jahrhunderts und fügte einen 10. Grad (Ipsissimus) hinzu. Laut Gründungslegende sei man durch ein altes aufgefundenes „Cipher Manuskript“, dessen Echtheit umstritten ist, seitens eines hochrangigen Mitglieds eines deutschen Rosenkreuzerordens, ermächtigt und legitimiert gewesen, den englischen Zweig zu begründen. Nach dem Rücktritt Westcotts aus den leitenden Funktionen, wurde Florence Farr Chefadeptin des englischen Zweiges, während Mathers in Paris lebte und den Orden aus der Distanz leitete. Dies führte zu einigen Auseinandersetzungen unter den Mitgliedern. Diese erreichten ihren Höhepunkt Anfang 1900, als die Adepten des Londoner Tempels sich weigerten, Aleister Crowley in den inneren Orden aufzunehmen. Mathers autoritärer Führungsstil und seine Zweifel an der Authentizität der Gründungslegende, führte zur offenen Rebellion des Londoner Tempels. Die wenigen Mathers noch loyal gebliebenen Mitglieder bildeten einen eigenen Zweig, der später Alpha et Omega (A∴O∴) benannt wurde. Die Londoner Adepten versuchten zunächst die Leitung auf demokratischer Grundlage weiterzuführen, scheiterten jedoch an einer Einigung, so dass der Orden 1903 endgültig zerbrach. Die mystisch orientierten Mitglieder folgten Arthur Edward Waite in den Independent and Rectified Rite of the Golden Dawn, während die magisch orientierten Mitglieder unter Robert William Felkin die Stella Matunina begründeten, die noch bis in die späten 1970er Jahre aktiv war. Dem Golden Dawn wurde 1892 für fortgeschrittene Mitglieder als innerer Kreis der „Orden der Roten Rose und des Goldenen Kreuzes“ (Ordo Rosæ Rubeæ et Aureæ Crucis, kurz: R. R. et A. C.) übergeordnet. Dieser habe angeblich mit „Geheimen Oberen“ in Verbindung gestanden.[37] Gegenwärtig gibt es mehrere Organisationen in der Tradition des Golden Dawn, etwa die 2002 gegründete „Sodalitas RosaeXCrucis et Solis Alati“, die in mehreren Ländern esoterische Schulungen und magische Einweihungen durchführt.[38]

Rosenkreuz im Jugendstil (Martinisten)[Bearbeiten]

Stanislas de Guaita (1871–1897), Gründer des Ordre Kabbalistique de la Rose Croix.
Joséphin Péladan, Gründer des Ordre de la Rose-Croix Catholique. Ein Verbündeter und späterer Rivale von de Guita.

Auch in Frankreich gab es innerhalb der Hochgradmaurerei ein anhaltendes Interesse an den Rosenkreuzerlegenden: Französische Okkultisten gründeten 1888 den Ordre Martiniste, aus dem im selben Jahr der Ordre Kabbalistique de la Rose Croix hervorging.

Ordre Kabbalistique de la Rose Croix[Bearbeiten]

Der personell eng mit dem Martinistenorden verflochtene Ordre Kabbalistique de la Rose Croix (Kabbalistischer Orden vom Rosenkreuz) wurde 1888 in Paris von Joséphin Péladan und Stanislas de Guaita gegründet. Zu den Mitgliedern zählten unter anderem der Arzt Gérard Encausse (Papus), der Astrologe und Alchemist Albert Faucheaux (1838–1921) und der Schriftsteller Paul Adam (1862–1920). Die Leitung des Ordens hatte ein oberster Rat inne, an dessen Spitze de Guaita stand. Zum obersten Rat sollen sechs sichtbare und sechs „unsichtbare“ Mitglieder gehört haben, womit man Anleihen bei den „Unbekannten Oberen“ der Strikten Observanz und der Gold- und Rosenkreuzer nahm.[39] De Guaita, der sich selbst als ein „Rosenkreuzer der linken Hand“ bezeichnete, war überzeugter Satanist und Paganist. Péladan vertrat hingegen als katholischer Mystiker das eher christkatholische Rosenkreuzertum.[12][39] Der Ordre Kabbalistique kannte drei Einweihungs-Grade und einem geheimen vierten Grad. Neben der Geschichte der westlichen esoterischen Tradition, mit Schwerpunkt Rosenkreuzertum, waren hebräische Themen Lehrbestandteile. 1890 kam es zu einem Schisma. Péladan trat aus dem Orden aus, unter anderem weil er sich an der satanischen Ausrichtung de Guaitas störte und seine esoterischen Interessen mehr durch katholischen Frömmigkeit geprägt waren, und gründete im Juni 1890 mit einigen Mitgliedern mit dem Ordre de la Rose-Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal seinen eigenen Rosenkreuzerorden. Der bis heute aktive Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix arbeitet in einigen Graden mit den Riten von Memphis-Misraïm und denen des Martinistenordens. Einige amerikanische Rosenkreuzerorganisationen leiten ihre Autorität direkt von diesem Orden ab, etwa der AMORC.[39]

Ordre de la Rose-Croix Catholique[Bearbeiten]

Der Ordre de la Rose Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal wurde 1892 von Joséphin Péladan (1858–1918) gegründet, nachdem er sich mit dem Satanisten Stanislas de Guaita entzweit hatte. Péladan erhoffte sich von der Ordensgründung eine Symbiose von Rosenkreuzertum und katholischer Kirche um die esoterische Tradition unter den Fittichen der Kirche pflegen zu können. Er organisierte mehrere Ausstellungen in dem sogenannten Salon de la Rose-Croix.[39] Am ersten Salon nahmen vom 10. März bis 10. April 1892 bis zu 60 Künstler und Schriftsteller teil, darunter Fernand Khnopff, Jean Delville, Ferdinand Hodler, Rodo und Erik Satie. Péladan gründete ein Rosenkreuzer-Orchester, für das der Komponist Satie einige Stücke schrieb, darunter Trois Sonneries de la Rose-Croix. Der Salon übte einen kulturellen Einfluss auf den französischen Ästhetizismus aus. Es kam zu verschiedenen Theateraufführungen innerhalb des Théatre de la Rose-Croix.[12]

Am 14. Mai 1890 habe Péladan im Namen der Rosenkreuzer verlangt, dass sich die Öffentlichkeit und der Kardinalerzbischof von Paris ihm zu unterwerfen hätten. Der Orden wurde nach seinem Tod 1918 in modifizierter Form durch Emile Dantinne (Sar Hiéronymous) weitergeführt.[39] Dantinne sei auch Mitglied im europäischen Antique Arcanæ Ordinis Rosæ Rubeæ et Aureæ Crucis (AAORRAC oder OARC) gewesen.

Paschal Beverly Randolph[Bearbeiten]

Paschal Beverly Randolph (1825–1875) bezeichnete sich ab 1859 als „The Rosicrucian“. Unter Rosenkreuzertum verstand er in erster Linie sein eigenes magisches System, ohne alchimistische und paracelsische Elemente, auf der Grundlage der Vorherrschaft des Willens.[40] Er gilt als erster Rosenkreuzer der U.S.A.. Sein Studium der europäischen okkulten Tradition und seine Kontakte zu Bulwer-Lytton und Hargrave Jennings führten zur Gründung der Fraternitas Rosae Crucis. Randolph betätigte sich als spiritistisches Medium. Er gilt als wichtigster Begründer der sexualmagischen Tradition im westlichen Okkultismus und in seinen internen Unterweisungen lehrte er die Benutzung magischer Spiegel und die Ausübung sexueller Akte zu magischen Zwecken. Randolph gründete mehrere Orden, die eine innovative Funktion für nachfolgende magische Bünde des 20. Jahrhunderts, besonders für den OTO, hatten. In San Francisco gründete Randolph den Rosenkreuzerorden Triplicate Order of Rosucrucia, Phythianae and Eulis, der nach seinem Tod zerfiel.[41]

Ordo Templi Orientis (O.T.O.)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ordo Templi Orientis

OTO (von 1903 bis 1923): 1903 durch Karl Kellner, Heinrich Klein und Franz Hartmann gegründet. Personen, die in Verbindung mit dem OTO standen, waren unter anderem Theodor Reuss, Aleister Crowley und Harvey Spencer Lewis. Aleister Crowley war unter anderem Mitglied des Golden Dawn und Begründer des okkulten Ordens Astrum Argenteum. Nach Aussagen von Theodor Reuss (um 1921), war der OTO die äußere Fassade des Rosenkreuzertums im damaligen Europa.[42] Zum AMORC bestand bis in die 1950er Jahre ein gegenseitiges Anerkennungsverhältnis.

Rudolf Steiner[Bearbeiten]

Rudolf Steiner verstand sich als Rosenkreuzer und ging im historischen Verständnis der Fama von einer tatsächlich existierenden Rosenkreuzerbewegung aus, deren Beginn er ins 13. Jahrhundert verlegte und der er politische Bedeutung beimaß: In Steiners Verschwörungstheorie werden diese Rosenkreuzer als Abgesandte einer weißen Loge dargestellt, die als geheime Drahtzieher hinter allen politischen Aktivitäten gesteckt haben sollen.[43] Nachdem Steiner 1907 eine Gründungsurkunde vom O.T.O. erhalten hatte, gründete er ein Rosenkreuzertum, das den Anspruch erhob eine esoterische Version des Christentums zu sein. Steiner vertrat die Ansicht, dass die fiktive Romanfigur Christian Rosencreutz leibhaftig existiert habe und als großer Meister seiner verborgenen Bruderschaft seinen intimen Freund Buddha 1604 auf den Planeten Mars geschickt habe, wo er eine Opfertat analog zum „Mysterium von Golgatha“ vollbracht habe.[44] Durch diese Opfertat habe Christian Rosencreutz Einfluss auf wichtige welt- und menschheitsgeschichtliche Entwicklungen genommen und die Teilung der Menschheit in Materialisten und Spiritualisten verhindert. In seiner letzten Inkarnation als Graf von Saint Germain habe Rosencreutz angedeutet, dass sich alle 100 Jahre eine geistige „Christian-Rosenkreutz-Kraftströmung“ besonders stark auswirke. Diese Wirksamkeit sei in der 1785 erschienenen Schrift „Geheime Figuren der Rosenkreuzer“ und etwa 100 Jahre später in Blavatskys Erstwerk Isis entschleiert zum Ausdruck gekommen.[45] Nach einem „Rosenkreuzerkongress“ 1907 hielt Steiner 1911 Vorträge im neugegründeten Rosenkreuzer-Zweig der TG über Christian Rosencreutz, den er für gegenwärtig inkarniert hielt und von dem er sich „überschattet“ fühlte, ohne zu sagen, an wen er dabei dachte. Von Freunden wurde Steiner als Wiederverkörperung von Christian Rosencreutz angesehen.[46]

Rosicrucian Fellowship[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rosicrucian Fellowship

Die Rosicrucian Fellowship (auch: Rosenkreuzer-Gemeinschaft) wurde 1909 von Carl Louis Fredrik Graßhoff unter dem Pseudonym Max Heindel in den U. S. A. gegründet. 1907 reiste Heindel nach Deutschland, wo er an Schulungen und Vorträgen Rudolf Steiners teilnahm und zusammen mit Paula Hübbe-Schleiden in die Steinersche Freimaurerei eingeweiht wurde.[47] Gegen den Willen Rudolf Steiners veröffentlichte Heindel Teile der von Steiner geheim gehaltenen Rosenkreuzerlehren, die Steiner als Leiter der inneren Rosenkreuzergemeinschaft des O.T.O. „Mysteria Mystica Aeterna“ von 1905 bis 1914 unterrichtete.[48] Auf dieser Basis vertritt die Rosicrucian Fellowship gegenwärtig ein theosophisch-pansophisches, zum Teil anthroposophisches Gedankengut und ein esoterisches Christentum.[49]

Fraternitas Rosae Crucis (FRC)[Bearbeiten]

Die Fraternitas Rosae Crucis ist die älteste amerikanische Rosenkreuzergesellschaft und wurde 1910 von Reuben Swinburne Clymer (1878–1966) in Quakertown (Pennsylvania) gegründet. Clymer gilt bezüglich des amerikanischen Rosenkreuzertums als der vehementeste Vertreter eines Alleinvertretungsanspruches, wonach er der alleinige autorisierte Leiter einer jahrhundertelang durchgängig im Geheimen bestehenden irdischen Organisation sei. Clymers historische Angaben über den FRC waren nur ein Fantasieprodukt um gegenüber Anhängern den Anschein von Autorität zu erwecken. Ganze Bücher widmete er hauptsächlich der Bekämpfung anderer Rosenkreuzer-Gruppen insbesondere seinem Hauptkonkurrenten AMORC,[50] gegen deren Verband der Einweihungsorden FUDOSI er polemisierte und der er die FUDOFSI, als Anti-FUDOSI entgegensetzte, um möglichst viele Rosenkreuzer-Orden für seine Sache zu gewinnen. Clymer sah sich als rechtmäßiger Nachfolger des Sexualmagiers Paschal Beverly Randolph. Obschon sich die sexualmagischen Techniken Randolphs nur geringfügig von denjenigen seiner Epigonen Reuss und Aleister Crowley unterschieden, sprach er sich in seinen Büchern entschieden gegen den Rosenkreuzer-Orden der beiden aus.[51] Eine deutsche Rosenkreuzergruppe namens Fraternitas Rosae Crucis wurde 1936 von den Nazis verboten.[52]

Antiquus Mysticusque Ordo Rosæ Crucis (AMORC)[Bearbeiten]

Hauptartikel: AMORC

AMORC – „Alter und mystischer Orden vom Rosenkreuz“: Ein im Februar 1915 durch Harvey Spencer Lewis gegründeter Initiatenorden, der zunächst auf Basis eines regulären Anerkennungsverhältnisses zum Ordo Templi Orientis (OTO) und engen Beziehungen zu Theodor Reuss ungefähr die gleichen Ziele wie der OTO verfolgte. Crowleys Lehrsätze und das OTO-Lamen werden vom AMORC jedoch seit den 1950er Jahren nicht mehr verwendet. Mitgliedern wird ein in 16 Grade unterteilter kostenpflichtiger Fernlehrkurs angeboten, in dem das gesamte Spektrum illuministischer Spekulationen aufgezeigt wird.[53][54] Der deutschsprachige Zweig von AMORC nahm 1952 seine Arbeit offiziell auf. Erster deutscher Großmeister des AMORC wurde Martin Erler. Dieser verließ bereits 1954 den AMORC aufgrund von Meinungsverschiedenheiten und gründete 1956 den „Ordo rosae aurea (ORA)“ in München. Erler hielt den AMORC für einen Schwindel, blieb aber in Kontakt.[55]

Fraternitas Rosicruciana Antiqua (FRA)[Bearbeiten]

Eine der signifikantesten kleineren Rosenkreuzergruppen ist die in den 1920ern von Arnoldo Krumm-Heller gegründete Fraternitas Rosicruciana Antiqua (FRA). Als „Schützling“ von Aleister Crowley gelang es Krumm-Heller die größte Rosenkreuzer-Organisation im spanischen Sprachraum aufzubauen. Für seine Lehren nahm er Anleihen aus der Freimaurerei, der Theosophie und unterschiedlichen Systemen der Sexualmagie. Nach Krumm-Hellers Tod 1949 zerfiel die FRA in zahlreiche konkurrierende Branchen. Krumm-Heller und die FRA spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der gnostischen Bewegung und der Gnostic Church, die in den 1950ern von Samael Aun Weot (Victor Gómez Rodriguez, 1917–1977), einem kolumbianischen FRA-Mitglied, in Mexiko gegründet wurde. Auch die Gnostic Church zerfiel nach Weors Tod in dutzende rivalisierender Gruppen, die sich an die Lehren der FRA anlehnen.[56]

Builders of the Adytum (B.O.T.A.)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Builders of the Adytum

Der Builders of the Adytum (abgekürzt B.O.T.A.) wurde 1922 von Paul Foster Case (1884–1954) gegründet und ist eine der Nachfolgeorganisationen des Hermetic Order of the Golden Dawn.[57] Später wurde der Orden von Ann Davies weitergeführt. Der B.O.T.A. versteht das Rosenkreuzertum als ein System der Selbsteinweihung: Case vertrat die Auffassung, dass es sich bei den Rosenkreuzern nicht um eine organisierte Gesellschaft handele und man sich unter dem Begriff Rosenkreuzer einen Bewusstseinszustand vorzustellen habe.

Fraternity of the Inner Light[Bearbeiten]

Ähnlich wie bei Paul Foster Case bildete sich um 1927/28 ein weiterer Zweig aus dem A∴O∴ heraus: Dion Fortune war um 1919 im A∴O∴ in London eingeweiht worden, 1922 wieder ausgetreten und hatte später ihre Ausbildung in der Stella Matutina fortgesetzt. Um 1927/28 gründete sie ihre Fraternity of the Inner Light,[58] die 1939 in Society of the Inner Light umbenannt wurde und bis heute besteht. Aus ihr gingen die Servants of the Light (S. O. L.) hervor, die von W. E. Butler begründet wurden und heute von Dolores Ashcroft-Nowicki geleitet werden.[59]

Ordre du Temple Solaire (Sonnentempler)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sonnentempler

Der Sonnentempler-Orden (Ordre du Temple Solaire) wurde von Joseph Di Mambro, der von 1956 bis 1968 dem AMORC angehörte, gegründet und wird zu den Ablegern und Abspaltungen des AMORC gezählt. Die radikal weltablehnenden Sonnentempler wurden durch ihre kollektiven Mord- und Selbstmord-Aktionen bekannt, bei denen in den Jahren 1993, 1995 und 1997 insgesamt 74 Sektenanhänger in Kanada, Frankreich und der Schweiz den Tod fanden. Die Mitglieder hinterließen ein „Testament des Rosenkreuzes“, in dem sie sich als „treue Diener des Rosenkreuzes“ [sic] bezeichneten. Die von den Sonnentemplern inszenierten Massaker resultieren aus apokalyptischen Sonderlehren und Radikalisierungen, die im sich davon distanzierenden AMORC keine Entsprechung haben.[60] Die Sonnentempler bezogen ihre Weltanschauung aus allen möglichen esoterischen, religiösen und okkulten Quellen, vor allem aber aus der modernen Theosophie des Mediums Helena Blavatsky und derselben elitären rosenkreuzerischen Richtung, die behauptet, ein exklusives Wissen einer tatsächlich existierenden, aber „unsichtbaren“ geheimen „Rosenkreuzer-Bruderschaft“ zu besitzen, als deren irdische Repräsentanten man sich versteht.[61][62][63]

Antiquus Arcanus Ordo Rosae Rubeae Aureae Crucis (AAORRAC)[Bearbeiten]

Die Antiquus Arcanus Ordo Rosae Rubeae Aureae Crucis (= Alter geheimer Orden des rubinroten Goldkreuzes) ist eine zunächst von Hans Wolff unter dem Namen Fraternitatis Rosa Crucis Austriae gegründete österreichische pansophische Organisation mit Sitz auf Burg Krempelstein. Der AAORRAC ist wie die „Psychosophische Gesellschaft“ in Zürich eine Sammelorganisation der mehrere andere Gruppen unterstehen oder angeschlossen sind: der Ordre Martiniste Austria, der Areopag Europäischer Kulturring der Ritterorden, die pansophische Weltförderation, der Grandorient der Hochgrade und eine Templergruppe.[64] Der AAORRAC ging aus dem 20 Jahre zuvor auf der Burg Krämpelstein entstandenen hermetischen Rosenkreuzerorden AORC hervor und wurde Ende 1952 von dem oberösterreichischen Dichter Eduard Munninger (1901–1965) gegründet. Der AAORRAC vertritt den Anspruch „Der Stammorden der Rosenkreuzer“ zu sein und bis in die Gegenwart ununterbrochen in der „rosenkreuzerischen Sukzession“ zu stehen. Entgegen dieser behaupteten eigentümlichen Sukzessionslinie bestehen Verbindungen zu anderen Rosenkreuzergruppen, wie zur Fraternitas Rosae Crucis, zur Fraternitas Rosicruciana Antiqua (FRA) und insbesondere zum AMORC. Laut dem damaligen AMORC-Großmeister Erler war Munningers AAORRAC damals an den AMORC angeschlossen und „fünf bis sechs Mitglieder hätten ihre Riten nächtlicherweise auf Waldlichtungen nackt um Feuer abgehalten“. Bei dem Orden habe es sich um eine „Mischung aus Chaos und fantasievollen Ritterkostümen gehandelt“.[65] Die Mitglieder beschäftigen sich mit Studium, Forschung und Vergleich aller magischen Systeme. Der AAORRAC grenzt sich dabei scharf von der schwarzen Magie und dem vulgären Spiritismus ab. Die pansophischen Ritendienste des AAORRAC haben einen gnostischen Hintergrund und haben wie viele gnostische Systeme eine Tendenz zum Doketismus.[66]

Lectorium Rosicrucianum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lectorium Rosicrucianum

Seit 1998 in Deutschland registriert als: „Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes, Lectorium Rosicrucianum e. V.“: Die Gruppe ging aus der seit 1941 bestehenden „Jakob-Böhme-Gesellschaft“ hervor[67] und wurde 1945 von Jan Leene, dessen Frau und Antonin Gadal in Haarlem gegründet.[68][69] Das Lectorium Rosicrucianum ist Vertreter des Gnostischen Rosenkreuzertums, versteht sich als Nachfolger der mittelalterlichen Glaubensbewegung der Katharer und ist eine Art erneuerter Manichäismus, dessen asketische Auffassung auf die Katharer und Albigenser zurückgeht. Kennzeichnend ist ein Erlösungsgedanke, bei dem das Streben nach einer besseren Gesellschaftsordnung als vergebliche Liebesmüh abgelehnt wird. Durch diese Forderung nach einer Distanzierung und letztlich Trennung von der Welt weist das Lectorium Rosicrucianum nur noch sehr wenige Gemeinsamkeiten mit den anderen Rosenkreuzergemeinschaften auf. Lediglich zu den Sonderlehren und der Philosophie der Sonnentempler existieren esoterische Parallelen.[70][71]

Gemeinschaft R+C, Rosae Crucis[Bearbeiten]

Die Gemeinschaft R+C, Rosae Crucis wurde 1969 von Henk Leene, dem ehemaligen Großmeister des Lectorium Rosicrucianum (LR) und Sohn Jan van Rijckenborghs gegründet, nachdem es im LR zu Konflikten um den Führungsanspruch und Meinungsverschiedenheiten bezüglich der spirituellen Ausrichtung kam. So propagierte die Gemeinschaft R+C wieder einen individuellen Selbsteinweihungsweg und versuchte die Extrempositionen und Einseitigkeiten des LR zu vermeiden, während im LR der spirituelle Weg nur in einer Gruppe beschritten werden könne. 1972 wurde der Name in „Esoterische Gemeinschaft Sivas“ geändert. Mit dem Ablegen des Rosenkreuzernamens, wurde auch die LR Literatur verbannt und diejenigen Begriffe aus dem Liedgut und den Büchern getauscht, die zu sehr an das LR angelehnt waren.[72]

Antiquus Ordo Rosicrucianis (A.O.R.)[Bearbeiten]

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) setzte sich im Oktober 2012 im EZW-Text 221 kritisch mit einer der jüngsten Ordensgründungen, dem in Österreich ansässigen Antiquus Ordo Rosicrucianis - Alter Orden der Rosenkreuzer (A.O.R.), auseinander. Der Orden behauptet in den 1990er Jahren von „hohen Eingeweihten“ der FUDOSI Nachfolgegruppe Cercle d'Alexandrie gegründet worden zu sein. Sichtbare Aktivitäten gibt es aber erst ab März 2006. Die Leitung hat der freie Hochzeits- und Bestattungsredner Hamid Mirzaie[73] inne, der sich seit 2011 „Elias Rubenstein“ nennt. Mirzaie war zuvor im B.O.T.A. tätig. Der A.O.R. unterscheidet sich von den meisten anderen sich rosenkreuzerisch nennenden Gruppen durch seinen kommerziellen Habitus und seine Methoden zur unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung: Für 25,- Euro im Monat erhalten Interessenten zwei Lehrbriefe zum Selbststudium, in denen Übungen und Geheimtipps zur Verwirklichung von Wünschen und Träumen vermittelt werden. Es gibt Ableger in drei deutschen und vier Städten Österreichs und eine kroatische Gruppe.[74][75]

Symbolik[Bearbeiten]

Andreaes Schriften zeugen von seiner umfangreichen Kenntnis der Emblematik. Im Theophilus erläuterte er die Symbolik des Kreuzes: der vertikale Balken stehe für den Abstieg der göttlichen Gnade und den dankbaren Aufstieg der Seelen zu Gott. Der horizontale Balken versinnbildliche die Verbreitung des Evangeliums und veranschauliche die Nächstenliebe. Der Schnittpunkt der beiden Kreuzbalken symbolisiere die Idee der Ganzheit, und sei identisch mit Christus, der auf dem Kreuz alles eint und verklärt. Die von Andreae in der Chymischen Hochzeit abgebildete Monas Hieroglyphica verweise auf den vielschichtigen Sinn des Kreuzsymbols. Da die Rose in der Regel fünfblättrig ist, wird sie oft mit dem die Zahl fünf symbolisierenden Kreuz in Verbindunge gebracht.[76]

Das Symbol der Rosenkreuzer ist ein Kreuz mit einer oder mehreren Rosen. Die Symbolik lässt sich auf das Familienwappen von Johann Valentin Andreae zurückführen, das vier Rosen in einem Andreaskreuz zeigte. Andreae selbst beschreibt diese Kombination in der „Chymischen Hochzeit Christiani Rosencreutz“ als Kleidung des Christian Rosenkreuz:

Darauff rüstet ich mich auff den weg, zog meinen weisen Leinen Rock an, umbgürtet meine lenden mit einem Blutrothen Bendel kreutzweiß uber die Achslen gebunden. Auff meinen Hut steckt ich vier rother Rosen: damit ich under dem Hauffen durch solche Zeichen könte desto eh gemerkt werden.[77]

Das Kreuz kann verschiedenes symbolisieren, etwa den Menschen oder die materielle Welt. Die Rose kann zum Beispiel die erblühende Seele oder das göttliche Leben symbolisieren. Das hermetische Rosenkreuz des Golden Dawn enthält alchemistische, hermetische und kabbalistische Elemente.

Musik[Bearbeiten]

  • Édith Piaf: Soudain une vallée
  • Erik Satie: Hymne pour le „Salut Drapeau“ du „Prince byzance“ du Sâr Péladan. In: Ders.: Melodies et chansons. Hamonia Mundi, Hamburg 1996 (1 CD)
  • Erik Satie: Trois Sonneries de la Rose+Croix. In: Ders.: The complete piano music. Decca, London 2003 (5 CDs)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rosenkreuzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Rosenkreuzerschriften[Bearbeiten]

Diverse Schriften in chronologischer Reihenfolge.

Geschichte der Rosenkreuzer[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus. Marix, Wiesbaden 2004, S. 57 und S. 125.
  2. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung (= Herderbücherei. 9569) (= Initiative. 69). Herder, Freiburg im Breisgau [u. a.] 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 104–105.
  3. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 19.
  4. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 19 ff. und 41–43.
  5. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 22 und 26.
  6. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 22 ff.
  7. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens (= Esoterik. Bd. 12179). Goldmann, München 1993, S. 212–213.
  8. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 42–44.
  9. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, ISBN 3-7205-2533-3, S. 24–25.
  10. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 157–159.
  11. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 47.
  12. a b c Karl R. H. Frick: Licht und Finsternis. ISBN 3-86539-044-7.
  13. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 156–158.
  14. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 47 ff.
  15. Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Zweiter Band: Havelland und Spreeland. Carl Hanser Verlag, München/Wien 1991, S. 180 f.; Roland Edighoffer: Die Rosenkreuzer. München 1995, S. 108–109; Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon. F.A. Herbig, 2000, S. 718 f.
  16. Reinhard Markner: Imakoromazypziloniakus. Mirabeau und der Niedergang der Berliner Rosenkreuzerei. Anmerkung: Bruder Ormesus. In: Reinhard Markner (PDF; 283 kB), S. 9.
  17. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon. F.A. Herbig, 2000, S. 719, S. 758f und S. 912.
  18. Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd.1: Von Feudalismus des Alten Reiches zur Defensiven Modernisierung der Reformäre 1700–1815. Beck, München 1995, S. 275 f.
  19. Gerd Heinrich : Geschichte Preußens. Staat und Dynastie. Ullstein, Berlin 1984, S. 258.
  20. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 395-397.
  21. a b Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon. F.A. Herbig, 2000, S. 718 f.
  22. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 359-360.
  23. Helmut Reinalter: Die Freimaurer. C.H. Beck-Verlag, München 2000. S. 78.
  24. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 52–54.
  25. Gerhard Steiner: Freimaurer und Rosenkreuzer. Georg Forsters Weg durch Geheimbünde. Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000448-7, S. 60.
  26. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon. F.A. Herbig, 2000, S. 719.
  27. Roland Edighoffer: Die Rosenkreuzer. Beck München 1995, S. 110.
  28. Karl-Heinz Göttert: Knigge oder: Von den Illusionen des anständigen Lebens. dtv 1995. S 56 und S. 46.
  29. Arnold Marx: Die Gold- und Rosenkreuzer. Ein Mysterienbund des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Deutschland. In: Das Freimaurer-Museum. Band 5, 1930, S. 151–154.
  30. Karl R. H. Frick: Die Erleuchteten. Gnostisch-theosophische und alchemistische Geheimgesellschaften. Marix Verlag, Wiesbaden 2005, S. 369f.
  31. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 50.
  32. Renko D. Geffarth: Religion Und Arkane Hierarchie: Der Orden Der Gold- Und Rosenkreuzer als geheime Kirche Im 18. Jahrhundert. Brill Academic Pub, 2007, S. 275 ff.
  33. Rosenkreuzer: In: GEO Themenlexikon Religionen. Glauben, Riten ,Heilige. Brockhaus/GEO, Hamburg 2007, S. 698.
  34. a b Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, S. 48 f.
  35. Harald Lamprecht: Die Rosenkreuzer. Faszination eines Mythos. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), EZW-Texte Nr. 221/2012, S. 17 f.
  36. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, S. 51.
  37. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, S. 52.
  38. Webauftritt der 2002 gegründeten „Sodalitas RosaeXCrucis et Solis Alati“
  39. a b c d e Der Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix in: Material zum Buch: Neue Rosenkreuzer von Harald Lamprecht.
  40. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, S. 83.
  41. Marco Frenschkowski: Die Geheimbünde. Eine kulturgeschichtliche Analyse. Marixverlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-926-7, S. 157–163.
  42. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung (= Herderbücherei. 9569) (= Initiative. 69). Herder, Freiburg i. Br. [u. a.] 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 125.
  43. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 194 und 196.
  44. James Webb: Das Zeitalter des Irrationalen. Politik, Kultur & Okkultismus im 20. Jahrhundert. Marix, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-86539-152-0, S. 102. ; Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 200.
  45. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 197 und 200.
  46. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 194–195.
  47. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 207.
  48. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung (= Herderbücherei. 9569) (= Initiative. 69). Herder, Freiburg i. Br. [u. a.] 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 125–126.
  49. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 170 ff., 205–207 ff.
  50. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 90–94.
  51. Peter-Robert König: Ein Leben für die Rose (Arnoldo Krumm-Heller), München 1995, ISBN 3-927890-21-9, S. 47f.
  52. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 220.
  53. Karl R. H. Frick: Die Rosenkreuzer als erdichtete und wirkliche Geheimgesellschaft. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Geheimgesellschaften und der Mythos der Weltverschwörung (= Herderbücherei. 9569) (= Initiative. 69). Herder, Freiburg i. Br. [u. a.] 1987, ISBN 3-451-09569-6, S. 127–128.
  54. Peter-Robert König: Ein Leben für die Rose (Arnoldo Krumm-Heller), München 1995, ISBN 3-927890-21-9, S. 151.
  55. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 108–110, S. 151, S. 163.; Peter-Robert König: Ein Leben für die Rose (Arnoldo Krumm-Heller), München 1995, ISBN 3-927890-21-9, S. 48.
  56. Massimo Introvigne: Rosicrucianism III: 19th-20th Century. In: Wouter J. Hanegraaff (Hrsg.): Dictionary of Gnosis & Western Esotericism. Brill, Leiden 2006, ISBN 978-90-04-15231-1, S. 1020.
  57. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 120.
  58. Ceremonial Magic Unveiled von Dion Fortune in der Occult Gazette, Januar 1933. Hiernach wurde die Fraternity of the Inner Light ursprünglich mit Moina Mathers Zustimmung von Dion Fortune als Vorhoforganisation gegründet, um neue Mitglieder für den A. O. zu gewinnen. Ob Mathers Fortune autorisierte, eine eigene Nachfolgeorganisation des A. O. zu gründen, ist bis heute umstritten.
  59. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 222.
  60. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 111.
  61. Roland Edighoffer: Die Rosenkreuzer. München 1995, S. 79–80.
  62. Hans-Jürgen Ruppert: Der Mythos der Rosenkreuzer. EZW-Texte 2001, Nr. 160, S. 16–21.
  63. Thomas Gandow: Das Geheimnis des Sonnentempels – "Kein Selbstmord im menschlichen Sinne". religio.de, abgerufen am 22. April 2012.
  64. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, S. 15 und 220.
  65. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 162ff.
  66. Harald Lamprecht: Material und Ergänzungen zu dem Buch „Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch.“
  67. Tobias Churton: The Invisible History of the Rosicrucians: The World’s Most Mysterious Secret Society. Inner Traditions Verlag, Rochester, Vermont 2009, ISBN 978-1-59477-255-9, S. 511.
  68. John Matthews: The Sources of the Grail. Floris Books Verlag, Oktober 1996, ISBN 0-86315-233-3, S. 361.
  69. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 254.
  70. Hans-Jürgen Ruppert: Rosenkreuzer. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004, S. 69 f.
  71. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 40 ff., 249 und 299–301.
  72. Harald Lamprecht: Neue Rosenkreuzer. Ein Handbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-56549-6, S. 40 ff., 286 ff.
  73. Webseite des freien Hochzeits- und Bestattungsredners Hamid Mirzaie.
  74. Harald Lamprecht: Die Rosenkreuzer. Faszination eines Mythos. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), EZW-Texte Nr. 221/2012. S. 22.
  75. Webseite des Alten Ordens der Rosenkreuzer (AOR)
  76. Roland Edighoffer: Die Rosenkreuzer. Beck München 1995, S. 128ff.
  77. Richard van Dülmen (Hrsg. und Einleitung): Fama Fraternitatis, Confessio Fraternitatis, Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz. Anno 1459. Stuttgart 1994, ISBN 3-76680421-9, S. 51.
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Dieser Artikel wurde am 1. November 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.