Malakh

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Malach oder Malakh (Singular hebräisch מַלְאָךְ mal’akh, Plural: מלאכים mal’akhim) bezeichnet das Konzept des göttlichen Boten (Engel) in mehreren nahöstlichen Religionen.

Malakhim auf der Jakobsleiter

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der jüdische Tanach berichtet von Malakhim, vor allem als Boten Gottes, die verschiedenen Erzvätern erschienen. In der Genesis 16,9 erschienen sie Hagar, Lot in Genesis 19,1 und Abraham in Genesis 22,11. Sie befanden sich hinauf- und herabsteigend auf der Jakobsleiter in Genesis 29,12 und erschienen Jakob selbst in Genesis 31,11–13. In Exodus 33,2 versprach Gott, Moses einen Malakh zu senden und schickte einen auf Bileams Weg in Numeri 23,31.

Im Gegensatz zu den Cherubim und Seraphim, die als Lobpreiser und Streiter Gottes gelten, sind die Malakhim eher als Boten von Gottes sittlichem Willen an die Menschen zu verstehen.

Auf die hebräische Bezeichnung mal’akh gehen verschiedene weitere Namen, zurück. Dazu gehört der Prophet Maleachi, oder das von dem christlichen Humanisten Agrippa von Nettesheim entwickelte okkulte Brillenbuchstaben-Alphabet Malachim. Im modernen Chassidismus führte sich die eher kleine Schule der Malachim auf ihren Gründer Rabbi HaCohen (1860–1938), genannt Malach zurück. Zahlreiche Anhänger dieser Gemeinschaft haben sich mittlerweile den größeren Schulen Satmar und Chabad angeschlossen.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Islam ist die arabische Form malak (arabisch ملك, Pl. arabisch ملائك, DMG malā’ik)[1] bis heute in vielen Sprachen im Orient erhalten geblieben, wie z. B. im Persischen ebenfalls als Malak (ملك) sowie im Türkischen und auch noch im Kurdischen als Melek.

Der Engel Malik wird im Koran als göttlicher Wächter der Hölle benannt.

Jesiden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Engel Melek Taus gilt den Jesiden als einer von sieben Erzengeln.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Wehr: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart, Wiesbaden 1968, S. 822.