David Faßmann

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David F. Faßmann, auch Fassmann (* getauft 20. September 1685 in Oberwiesenthal; † 14. Juni 1744 in Lichtenstadt) war ein deutscher Schriftsteller, Historiograph und Publizist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1718 bis 1739 war er der Herausgeber der Moralischen Wochenschrift Gespräche in dem Reiche derer Todten in Leipzig. Der Bremer Presseforscher Michael Nagel nannte ihn in der „Zeit“ den „erfolgreichsten Journalisten der ersten Jahrhunderthälfte“.[1] Erstmals 1721 und bis 1733 periodisch in vier voluminösen Bänden publizierte er die Reisebeschreibung Der auf Ordre und Kosten seines Kaysers reisende Chineser. Faßmann war Mitglied des Tabakskollegiums seit 1726. Dort unterhielt er als Spaßmacher und „Neuigkeitserzähler“ neben Jacob Paul von Gundling den König und seine Gesellschaft. Faßmann karikierte in amüsanten, detaillierten Schilderungen die Äußerlichkeiten des Lebens und der Personen am Königshof. 1731 hielt er bei Hofe die Leichenpredigt auf Jacob Paul von Gundling, der in einem Fass auf lächerliche Art und Weise beigesetzt wurde. Seit 1731 war er ordentliches Mitglied der Königlich Preußischen Sozietät der Wissenschaften.[2] Faßmann starb auf einer Reise auf dem Weg nach Karlsbad in Böhmen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literatur von und über David Faßmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Die neu-entdeckten Elisäischen Felder, und was sich in denenselben sonderbares zugetragen, als der königlich pohlnische und churfürstliche sächsische General-Lieutenant bey der Infanteriem auch Commendant der Berg-Festung Königstein, Friedr. Wilh. Freyh. v. Kyau und der durch seine Avanturen am Königlichen Preußischen Hofe in der Welt sehr bekandt gewordene geheime Rath und Freyherr Jacob Paul von Gundling, daselbst einander angetroffen, worinnen überaus merckwürdige und sinnreiche Discurse, samt der wahrhaften Lebens-Beschreibung beyder angeführten Personen enthalten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Nagel: WikiLeaks 1699. Seitdem es Zeitungen gibt, locken sie mit echten und angeblichen Enthüllungen. In: Die Zeit 51/2010, 16. Dezember 2010, S. 21 (online).
  2. Mitglieder der Vorgängerakademien. David Fassmann. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 20. März 2015.