Oberwiesenthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberwiesenthal
Oberwiesenthal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberwiesenthal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 25′ N, 12° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 914 m ü. NHN
Fläche: 40,02 km2
Einwohner: 2194 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09484
Vorwahl: 037348
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 440
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 8
09484 Oberwiesenthal
Webpräsenz: www.oberwiesenthal.de
Bürgermeister: Mirko Ernst (FDP)
Lage der Stadt Oberwiesenthal im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Lauter-Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter-Bernsbach Lößnitz (Erzgebirge) Lugau (Erzgebirge) Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pockau-Lengefeld Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild

Oberwiesenthal (seit 29. Mai 1935 Kurort Oberwiesenthal)[2] am Fuß des Fichtelbergs ist mit 914 m ü. NHN die höchstgelegene Stadt Deutschlands und der Wintersportort im Erzgebirge, der die meisten Übernachtungen aufzuweisen hat. Die Stadt trägt den Titel Staatlich anerkannter Luftkurort.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm vom Fichtelberg bei Oberwiesenthal

Lage und Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberwiesenthal liegt am Kamm des Mittleren Erzgebirges im Erzgebirgskreis, an der Grenze zu Tschechien, die bis Bärenstein (10 km nordöstlich) dem Lauf des Pöhlbaches folgt.

  • Höchste Erhebung des Ortes ist der Fichtelberg mit 1215 m ü. NN, der höchste Berg Sachsens.

Bedeutende Berge in der Umgebung von Oberwiesenthal sind:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf tschechischer Seite befindet sich die Gemeinde Loučná pod Klínovcem (Böhmisch Wiesenthal) und weiter westlich Boží Dar (Gottesgab). Angrenzende Gemeinden in Deutschland sind Bärenstein, Crottendorf, Sehmatal, Breitenbrunn/Erzgeb. und Raschau-Markersbach.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober- und Unterwiesenthal vereinigten sich am 1. September 1921 zur Stadt Oberwiesenthal, die seit dem 29. Mai 1935 Kurort Oberwiesenthal heißt. Am 1. Januar 1997 wurde Hammerunterwiesenthal ein Ortsteil der Stadt Kurort Oberwiesenthal.

Oberwiesenthal mit Fichtelberg von der gegenüberliegenden tschechischen Seite aus (Friedhof bei Háj)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von links: Böhmisch, Ober- sowie Unterwiesenthal (1848)
Zeichnung von Oberwiesenthal mit Fichtelberg (1879)
Martin-Luther-Kirche (2014)

16. bis 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Stadtteil Oberwiesenthal des Kurorts Oberwiesenthal wurde als die Neustadt Wiesenthal im Jahr 1527 von den Herren von Schönburg als Bergstadt gegründet, nachdem seit 1525 im oberen Zechengrund Silbererz gefunden wurde. Bereits 1530 erhielt der neue, planmäßig angelegte Ort das Stadtrecht. Das östlich der Neustadt Wiesenthal gelegene Altwiesenthal, heute Unterwiesenthal genannt, wurde bereits im Jahr 1406 als Wizinthal urkundlich erwähnt. Beide Orte wurden gemeinsam als Deutsch Wiesenthal bezeichnet, im Gegensatz zum jenseits des Pöhlbachs liegenden Böhmisch Wiesenthal.[4] Um 1650 erlebten beide Orte einen Zuzug protestantischer Exulanten, die in Folge der Gegenreformation im Königreich Böhmen ihre Heimat verlassen mussten und jenseits der Grenze eine neue Heimat fanden.[5] Nördlich von Unterwiesenthal entstand 1657 durch Ansiedlung von Exulanten die Siedlung Hammerunterwiesenthal.

Ober- und Unterwiesenthal gehörten zu dieser Zeit zur oberen Grafschaft Hartenstein, die seit 1416 Teil der Schönburgischen Herrschaften war und seit der Leipziger Teilung 1485 zur albertinischen Linie der Wettiner gehörte. Aus dieser herrschaftlichen Zugehörigkeit rührt der rot-silberne Schild der Herren von Schönburg im Wappen von Oberwiesenthal. Im Jahr 1539/40 wurde in der Grafschaft Hartenstein und somit auch in der Alt- und Neustadt Wiesenthal die Reformation eingeführt. Durch den Verkauf des oberen Teils der Grafschaft Hartenstein an die Wettiner wurden die Alt- und Neustadt Wiesenthal am 2. Mai 1559 dem neu gegründeten kursächsischen Amt Crottendorf angegliedert. Dieses stand von Anfang an administrativ in engem Zusammenhang mit dem benachbarten Kreisamt Schwarzenberg, [6] mit dem es im Jahr 1670 schließlich vereinigt wurde.[7] Im Jahre 1832 erfolgte eine Neuorganisation des Kreisamtes Schwarzenberg.[8] Aus dem südöstlichen Teil des Amtes um Oberwiesenthal und angrenzenden Orten wurde ein Justiz- und ein Rentamt in Oberwiesenthal unter dem Namen Amt Wiesenthal bzw. Gericht Wiesenthal gebildet.[9]

Das erste gemeinsame Gotteshaus für Ober- und Unterwiesenthal wurde im 16. Jahrhundert genau auf der Gemarkungsgrenze der beiden Orte errichtet. Die vorher existierende Kapelle in Altwiesenthal in der Nähe des im 19. Jahrhundert angelegten Bahnübergangs wurde dadurch überflüssig und abgerissen.[10] Zwischen 1665 und 1669 entstand anstelle dieser Fachwerkkirche eine steinerne Stadtkirche an gleicher Stelle. Nach der Zerstörung durch den Stadtbrand des Jahres 1862 entstand auf dem Areal die heutige, seit 1927 so genannte Martin-Luther-Kirche, zu der Ober- und Unterwiesenthal, Tellerhäuser und die Filialkirche in Hammerunterwiesenthal gehören.

Der Bergbau kam im 19. Jahrhundert zum Erliegen. An seine Stelle trat nach dem Übergang ins 20. Jahrhundert zunehmend der Tourismus. Der Erschließung der Fichtelbergregion diente auch die am 19. Juli 1897 eröffnete Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal, die in Cranzahl Anschluss an die normalspurige Bahnstrecke Weipert–Annaberg hat und heute unter dem Namen "Fichtelbergbahn" betrieben wird. Ebenso erhöhten sich auf dem Fichtelberg mit der Eröffnung des ersten Fichtelberghauses im Jahr 1888 und der Fichtelberg-Schwebebahn im Jahr 1924 die Besucherzahlen.

Seit 1856 war Oberwiesenthal Sitz des Gerichtsamts Oberwiesenthal, dessen Verwaltungsbezirk im Jahr 1875 der Amtshauptmannschaft Annaberg angegliedert wurde.[11]

20. Jahrhundert bis zur Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Jahr 1902 erfolgten erste erfolglose Gespräche der Amtshauptmannschaft Annaberg mit den Bürgermeistern von Ober- und Unterwiesenthal über die Vereinigung der beiden Städte. Am 1. September 1921 wurde nach jahrelangen Verhandlungen der freiwillige Zusammenschluss von Ober- und Unterwiesenthal zur Stadt "Oberwiesenthal" vollzogen. [12] Die neue Kommune erhielt ein neues Wappen, das aus Teilen der beiden Stadtwappen der nunmehrigen Stadtteile kombiniert wurde. Im Jahr 1935 verlieh man der Stadt Oberwiesenthal die Bezeichnung "Kurort Oberwiesenthal". Im Jahr 1938 wurde die Große Fichtelbergschanze eröffnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm die Besatzungsmacht Sowjetunion im Zechengrund – seit den 1990er Jahren Naturschutzgebiet – Versuche, Uranerz für die Atomrüstung zu finden. Die Spuren sind noch immer sichtbar. In der Zeit nach 1950 entwickelte sich Oberwiesenthal als Austragungsort verschiedener Wettkämpfe und den Bau von Wintersportanlagen zu einem Zentrum des Wintersports. Nachdem das Fichtelberghaus im Jahr 1963 durch einen Großbrand vernichtet worden war, entstand 1967 auf dem Gipfel ein modernes Gebäude mit einem 42 Meter hohen Aussichtsturm. 1981 erfolgte die Übergabe des Wohngebiets am Sparingberg, das mit Plattenbauten bebaut worden war.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Kurort Oberwiesenthal im Jahr 1952 zum Kreis Annaberg im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Annaberg fortgeführt wurde und 2008 im Erzgebirgskreis aufging. Am 1. Januar 1997 wurde Hammerunterwiesenthal ein Ortsteil der Stadt Kurort Oberwiesenthal.[13] Dessen Ortsteil Niederschlag wurde im gleichen Zug nach Bärenstein umgegliedert.[14]

1997 erfolgten der Umbau des 1967 erbauten Fichtelberghauses und die Sprengung des Aussichtsturms. Zwei Jahre später wurde auf dem Areal das heutige Fichtelberghaus in Anlehnung des ursprünglichen Gebäudes und der neue, 31 Meter hohe Aussichtsturm eröffnet. Der Titel „Staatlich anerkannter Luftkurort“ wurde der Stadt am 12. Dezember 2012 verliehen.

Mit dem Anstieg der Rohstoffpreise wurde eine Gewinnung der Rohstoffe in der in Hammerunterwiesenthal an der Ortsgrenze zu Niederschlag befindlichen Lagerstätte auf Fluss- und Schwerspat wirtschaftlich interessant. Am 4. März 2008 erteilte das Sächsische Oberbergamt eine Bewilligung gemäß § 8 Bundesberggesetz (BBergG) auf die Gewinnung von Fluss- und Schwerspat an die „Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatwerke GmbH“.[15] Am 8. November 2013 wurde die Grube Niederschlag nach zweiwöchigem Probebetrieb offiziell eröffnet.[16][17][18] Seit 2015 läuft das Bergwerk im Regelbetrieb.[19]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ursprüngliche Wappen der Neustadt Wiesenthal, dem späteren Oberwiesenthal, zeigt den rot-silbernen Schild der Herren von Schönburg, der von zwei Bergleuten in weißer Knappentracht gehalten wird. Darunter ist das "Gezähe" der Bergleute zu sehen. Überspannt ist alles von einem Regenbogen mit Gottvater auf der Erdkugel.

Nach der freiwilligen Vereinigung der Städte Ober- und Unterwiesenthal am 1. September 1921 erhielt die nun „Oberwiesenthal“ genannte Stadt ein neues Wappen, das eine Kombination der beiden bisherigen Wappen der Stadtteile ist. Die beiden linken Teile, welche u.a. ein Kreuz mit flankierenden Kleeblättern beinhalten, wurden aus dem Unterwiesenthaler Gerichtssiegel übernommen. Die rechte Seite mit dem rot-silbernen Schild der Schönburger und dem Gezähe der Bergleute stammt aus dem früheren Oberwiesenthaler Stadtwappen.[20]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1559 0095 besessene Mann
1748 0190 besessene Mann
1834 1.278
1871 1.980
1890 1.967
1910 1.729
Jahr Einwohnerzahl
1925 2.425
1939 2.446
1946 2.946
1950 4.603
1964 2.553
1971 2.611
Jahr Einwohnerzahl
1990 3.920
1998 3.381
1999 3.273
2000 3.163
2001 3.069
2002 3.015
Jahr Einwohnerzahl
2003 2.925
2004 2.828
2005 2.735
2006 2.675
2007 2.592
2009 2.501
Jahr Einwohnerzahl
2010 2.461
2011 2.322

Datenquelle bis 1990: Oberwiesenthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen.
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[21]
Wahlbeteiligung: 64,3 % (2009: 62,5 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,7 %
(+8,3 %p)
31,4 %
(-3,7 %p)
15,7 %
(+2,2 %p)
11,1 %
(-1,5 %p)
n. k.
(-5,4 %p)
BfW
FWO
2009

2014


Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • FDP: 5 Sitze
  • Bürger für Wiesenthal (BfW): 2 Sitze
  • Die Alternative (FWO): 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990–1994: Udo Kaden (CDU-Mandat)
  • 1994–1995: Lutz Heinrich (Alternative Wählervereinigung)
  • 1995–2007: Heinz-Michael Kirsten (CDU)
  • seit 2007: Mirko Ernst (FDP)
Rathaus der Stadt

Im Januar 2002 wurde Heinz-Michael Kirsten (CDU) zum Bürgermeister wiedergewählt. Bereits im Februar 2002 erklärte das Landratsamt Annaberg diese Wahl wegen unzulässiger Wahlwerbung für ungültig. Daraus entwickelte sich ein fünfjähriger Rechtsstreit durch alle Instanzen, der erst 2007 mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig endete, das das im Februar 2007 vom Oberverwaltungsgericht Bautzen gefällte Urteil, wonach die Bürgermeisterwahl von 2002 ungültig war, bestätigte und für rechtens erklärte. Heinz-Michael Kirsten wurde daraufhin vom Regierungspräsidium beurlaubt. Am 4. November 2007 fand eine Neuwahl statt, bei der kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichte. Im zweiten Wahlgang am 18. November wurde der parteilose Mirko Ernst (jetzt FDP) zum Bürgermeister gewählt.

2014 wurde Mirko Ernst als Bürgermeister wiedergewählt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kursächsische Postmeilensäule

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fichtelbergschanzen
Skilanglauf-Stadion Sparkassen-Skiarena

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wiesenthaler K3, Karlsbader Straße 3: Das Gebäude entstand als Teil des europäischen Projektes zur „Intensivierung der grenzüberschreitenden touristischen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kurort Oberwiesenthal und der Stadt Ostrov“.

Bauwerke und Wege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberwiesenthal ist über die Bundesstraße 95 nach Annaberg-Buchholz und weiter nach Chemnitz an die dort verlaufenden Bundesautobahnen Bundesautobahn 4 und Bundesautobahn 72 angebunden.

Zum benachbarten Tschechien besteht ein Straßengrenzübergang, an welchem die Silnice 25 über Jáchymov nach Ostrov beginnt. Von dort erreicht man über die abschnittsweise mehrspurig ausgebaute Silnice 13/Europastraße 442 den traditionsreichen Kurort Karlovy Vary.

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1897 kann Deutschlands höchstgelegene Stadt mit der dampfbetriebenen Fichtelbergbahn erreicht werden.

Seit 1897 besteht ein Bahnanschluss an der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal (bekannt unter der Marketingbezeichnung Fichtelbergbahn).

Die Strecke wird fahrplanmäßig und seit 2007 von der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft betrieben. Die Züge bedienen im Stadtgebiet die Stationen Niederschlag, Hammerunterwiesenthal, Unter- und Oberwiesenthal. Am nördlichen Endpunkt der Strecke in Cranzahl besteht eine Übergangsmöglichkeit zum DB-Regionetz der Erzgebirgsbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den folgenden Personen wurde die Ehrenbürgerschaft von Oberwiesenthal verliehen[26]:

  • 1994: Jens Weißflog (* 1964), Skispringer, dreifacher Olympiasieger, Hotelier in Oberwiesenthal
  • 1995: Joachim Kunze (1925–2013), Studienrat und Ortschronist
  • 2002: Ulrich Wehling (* 1952), Nordisch Kombinierer, dreifacher Olympiasieger
  • 2006: Sylke Otto (* 1969), Rennrodlerin, zweimal Olympiasiegerin

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Augustin Flader: Wiesenthälisches Ehren-Gedächtniß. Waldenburg 1719. (Digitalisat)
  • Oberwiesenthal. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 7. Band. Schumann, Zwickau 1820, S. 693–712.
  • Richard Steche: Oberwiesenthal. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 83.
  • Von Annaberg bis Oberwiesenthal (= Werte der deutschen Heimat. Band 13). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1968.
  • Joachim Kunze: Geschichten aus der Historie des Wiesenthals – Eine populärwissenschaftliche Chronik Kurort Oberwiesenthals. Stadtverwaltung Kurort Oberwiesenthal, 2002, DNB 1035571897.
  • Jens Hahn: Elterlein-Scheibenberg-Oberwiesenthal: Drei Bergstädte im Erzgebirge – Erzbergbau und Knappschaftswesen bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Obererzgebirgischer Silberspiegel, 2010, ISBN 978-3-00-029673-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberwiesenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberwiesenthal – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 239
  3. Freie Presse, 18. Dezember 2012
  4. Deutsch Wiesenthal in einem historischen Dokument, S. 560ff.
  5. Großes vollständiges Universal-Lexicon, S. 566f.
  6. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 66 f.
  7. http://www.neu.oberscheibe.de/4.html
  8. Ämteraufteilung im 19. Jahrhundert im "Handbuch der Geographie"
  9. Das Gericht Wiesenthal im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 333ff.
  10. Erklärungstafeln im Foyer des Oberwiesenthaler Rathauses, die auf der Festschrift 125-jähriges Bestehen der Martin-Luther-Kirche beruhen, verfasst vom Pfarrer Gerhard Stein.
  11. Die Amtshauptmannschaft Annaberg im Gemeindeverzeichnis 1900
  12. Das Sachsenbuch. Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden 1943, Seite 241.
  13. Hammerunterwiesenthal auf gov.genealogy.net
  14. Niederschlag im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  15. Gewinnung in Erz- und Spatlagerstätten im Rahmen von Bewilligungen nach § 8 Bundesberggesetz (BBergG), Stand: 9. Juli 2014
  16. Der Schatz von Oberwiesenthal (n-tv). Abgerufen am 20. Juli 2014.
  17. Zahnpasta aus dem Berg (Der Tagesspiegel). Abgerufen am 20. Juli 2014.
  18. Neues Bergwerk in Kurort Oberwiesenthal eröffnet. In: Amts- und Informationsblatt der Stadt Kurort Oberwiesenthal. Jahrgang 2013, 2. Dezember 2013, S. 5–6 (PDF; 818 kB [abgerufen am Juli 2014]).
  19. Webseite der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatwerke GmbH
  20. Die wappen in der Oberwiesenthaler Geschichte
  21. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  22. Webseite des Kammwegs Erzgebirge-Vogtland
  23. Der Stoneman Miriquidi auf www.erzgebirge-tourismus.de
  24. Webseite des Stoneman Miriquidi
  25. Webseite des Kammwegs Erzgebirge-Vogtland
  26. Ehrenbürger der Stadt Kurort Oberwiesenthal, abgerufen am 28. Februar 2013.