Design Museum London

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Das Design Museum

Das Design Museum in London ist ein weltweit bedeutendes Designmuseum. Es wurde 1989 gegründet und widmet sich der gesamten Bandbreite des Designs, von Innenarchitektur und Architektur über die Grafik und Mode bis zum Industriedesign.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger des von der rein privaten Conran Foundation geführten Museums war das von Sir Terence Orby Conran gegründete „Boilerhouse“ im Untergeschoss des Victoria and Albert Museums (Conran war 1964 auch Gründer des Möbelhandelsunternehmens Habitat). Aufgrund des schnellen Wachstums zog das Design Museum 1989 in ein von renommierten Designern umgestaltetes ehemaliges Bananenlagerhaus an der Themse nahe der Tower Bridge. Das Museum zieht jährlich über 200.000 Besucher an.

Im Jahr 2011 wurde der Umzug des Museums vom zu klein gewordenen Standort, an dem auch keine Dauerausstellung möglich war, in den ehemaligen Sitz des Commonwealth Institute in Kensington konkret, nachdem eine Baugenehmigung durch Baubehörden und Denkmalschutz erteilt wurde. Die Finanzierung des bis 2014 sich hinziehenden Umbaus des Instituts durch Architekt John Pawson wurde durch eine Spende Conrans von 7,5 Millionen £, weitere 10 Millionen £ aus dem Verkauf der Pachteinnahmen des bisherigen Designmuseums sowie Zuwendungen aus den Einnahmen der Staatslotterie, Spenden und Zuwendungen durch die Bauträgergesellschaft, die einen Teil des Geländes als Wohnimmobilien verkaufte, erbracht.[1]

In Zusammenarbeit mit der Londoner Kingston University bietet das Museum auch einen Master-Abschluss für Kuratoren im Designbereich an. Museumsdirektor ist seit 2006 Deyan Sudjic (Stand Februar 2018).

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kostenfrei zugängliche Dauerausstellung Designer Maker User zeigt mit rund 1000 Objekten einen Überblick über die Sammlungen des Museums und die Entwicklungsgeschichte des modernen Designs. Jedes Jahr werden populäre Wechselausstellungen geboten. Im Museum sind oder waren so Werke zahlreicher renommierter zeitgenössischer Designer vertreten, so von Alvar Aalto, Archigram, Luis Barragan, Manolo Blahnik, Leopold Blaschka, Marcel Breuer, Luigi Colani, Christian Dior, Christopher Dresser, Alan Fletcher, Richard Buckminster Fuller, Eileen Gray, Konstantin Grcic, Jonathan Ive, Arne Jacobsen, Louis Kahn, Charles Rennie Mackintosh, Enzo Mari, Isamu Noguchi, Verner Panton, Charlotte Perriand, Frank Pick, Cedric Price, Stefan Sagmeister, Alison Smithson, Peter Smithson, Ettore Sottsass, Robert Wilson, Frank Lloyd Wright und anderen.

Designpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2003 bis 2006[2] vergab das Museum jährlich an britische bzw. aus Großbritannien stammende Designer den Preis „Design Museum's Designer of the Year“. Er war mit 25.000 £ dotiert und als der wichtigste britische Designpreis angesehen. Die Preisträger waren:

Besonders die Auszeichnung von Hilary Cottam, die auch selbst bekannte, gar keine Designerin zu sein, war umstritten. Nach dem Abgang von Direktorin Alice Rawsthorn verkündete ihr Nachfolger Deyan Sudjic eine Neuausrichtung. Seit 2008 verleiht das Museum stattdessen den vom Versicherungsunternehmen Beazley Group gesponserten Preis Beazley Design of the Year.[3] Der Preis wird in den Kategorien Architecture, Digital, Fashion, Graphics, Product und Transport vergeben, einer davon zum Gesamtsieger erklärt.

Bisherige Gesamtpreisträger:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Museales Design in: FAZ vom 1. Juli 2011, Seite 37
  2. [1]
  3. [2]

Koordinaten: 51° 29′ 59,6″ N, 0° 12′ 0,9″ W