Teddy Award

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30. Teddy Award – Gewinner bei der Verleihung am 19. Februar 2016
Teddy Award 1991 im Kant Kino Berlin: Gewinner Todd Haynes ("Poison"- produziert von Christine Vachon) & Jenny Livingston ("Paris is Burning") mit Plüsch-Teddy-Preisen
Teddy Award (queer filmaward at Berlinale) für das Lebenswerk Werner Schroeter im "Schwules Museum* Berlin"
Teddy Award Info-Stand auf dem Schwul-lesbischen Stadtfest, Berlin 2003: BeV StroganoV (Mitglied Teddy e. V.) & Wieland Speck (Leiter Sektion Panorama der Berlinale)
Teddy-Verleihung im Tempodrom, Berlin 2002 mit Beleuchtung auf dem Dach
Teddy-Award-Verleihung 2002: Finale mit Preisträgern und Laudatoren
Teddy-Award-Party 2002 im Tempodromfoyer
Teddy-Schlüsselanhänger in Silber von der Schmuckdesignerin Astrid Stenzel (Schwermetall, Berlin). Der Teddy-Preis in Miniatur

Der Teddy Award ist der weltweit einzige LGBTIQ – kurz: queere – offizielle Filmpreis auf einem A-Festival. Aus dem Panorama hervorgegangen, wird der Preis seit 1987 in den Kategorien Kurz-, Dokumentar- und Spielfilm an Filme mit schwul-lesbischem bzw. Transgender-Hintergrund aus dem gesamten Berlinale-Programm vergeben und hat inzwischen weltweite Aufmerksamkeit.[1] Er wird am Vorabend der Verleihung des Goldenen Bären (Internationale Filmfestspiele Berlin) vergeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 wurde aus einer Idee eines schwul-lesbischen Filmpreises der Teddy geboren. Er erhielt seinen Namen als Referenz zum Hauptpreis der Berlinale, dem Goldenen Bären. Als Jury benannten Wieland Speck und Manfred Salzgeber Fachleute, „die alle Filme gesehen hatten“ und gaben der Gruppe den Namen International Gay & Lesbian Film Festival Association (IGLFFA).

Als Gründungsidee wurde gemeinsam formuliert, dass der Teddy über die Homo-Szene hinaus wirken und schwul-lesbischen Filmen die allgemeine und professionelle Medienwirksamkeit verschaffen solle, die ihnen bisher versagt geblieben war.

Der erste Teddy Award ging an Pedro Almodóvar für den Krimi Das Gesetz der Begierde mit dem damals noch fast unbekannten Antonio Banderas und an Gus Van Sant (für zwei Kurzfilme). Beide kannte man damals fast noch nicht. Kurz darauf waren die beiden Weltstars.[2]

1990 gab es die erste große Verleihungs-Gala im SchwuZ (Schwulenzentrum) mit rund 400 Gästen, veranstaltet von BeV StroganoV und den Mitarbeitern des schwulen Buchladens Prinz Eisenherz.

Im Jahr 1992 erkannte das Organisationskomitee der Berlinale den Preis offiziell an und nahm ihn in die Liste der Berlinale-Preise mit auf.

1997 wurde der gemeinnützige Förderverein Teddy e. V. gegründet. Dieser Förderverein sammelt das ganze Jahr über Gelder für die Teddy-Award-Veranstaltung sowie für Preisgelder und leistet Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Teddy-Jury hat sich verändert: seit 1997 besteht sie aus neun (jährlich wechselnden) Personen, die Filmfestivals in aller Welt organisieren oder sich anderweitig um den „queeren Film“ verdient gemacht haben.

Veranstaltungsorte waren ab 1997: Haus der Kulturen der Welt (Schwangere Auster), Tempodrom, Kino International, Flughafen Berlin-Tempelhof, Komische Oper Berlin und 2016 zum Jubiläum in der STATION Berlin (Postbahnhof Luckenwalder Straße).

2016 gab es bei der Berlinale ein Jubiläums-Film-Programm zu 30 Jahre Teddy Award.

Der Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt drei verschiedene Preiskategorien:

  • Kurzfilm-Teddy
  • Dokumentar-/Essayfilm-Teddy
  • Spielfilm-Teddy

Die Teddy-Jury entscheidet sich manchmal auch zu einer lobenden Erwähnung (Preis der Jury) und der Teddy e. V. vergibt den Special-Teddy für ein künstlerisches Lebenswerk.

Die heutige Preis-Statue ist ein Teddy aus Bronze, welcher auf einem Berliner Pflasterstein sitzt. Die Figur des Teddys basiert auf einer Zeichnung des schwulen Comiczeichners Ralf König, die Statue selbst wurde dreidimensional von der Schmuckdesignerin Astrid Stenzel (Schwermetall, Berlin) realisiert.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987

1988

1989

1990er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

  • Bester Spielfilm: Raus aus Åmål (Fucking Åmål) – Regie: Lukas Moodysson
  • Bester Dokumentar-/Essayfilm: The Man Who Drove With Mandela – Regie: Greta Schiller
  • Bester Kurzfilm: Liu Awaiting Spring – Regie: Andrew Soo
  • Preis der Teddy-Jury: to all German gay-lesbian Berlinale films ’99 (Aimée & Jaguar, Lola und Bilikid, Gendernauts, Ferkel, NY 'NY 'n why not)
  • Leserpreis der Siegessäule: Trick – Regie: Jim Fall

2000er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berlinale Themen: Teddy30 In: berlinale.de. Abgerufen am 17. Februar 2016.
  2. Teddy-Award-Erfinder Wieland Speck im Gespräch – „Glamourös sind wir ja von Haus aus“. In: rbb-online.de. Abgerufen am 17. Februar 2016.
  3. vgl. Offizielle Pressemitteilung (PDF; 52 kB) bei teddyaward.org, 4. Januar 2010 (aufgerufen am 25. Oktober 2012)
  4. vgl. http://www.berlinale.de/de/das_festival/preise_und_juries/preise_unabh_ngigen_jurys/index.html (aufgerufen am 21. Februar 2011)
  5. Preise unabhängiger Jurys 2012 bei berlinale.de (abgerufen am 18. Februar 2012)