Lachen SZ

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SZ ist das Kürzel für den Kanton Schwyz in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Lachenf zu vermeiden.
Lachen
Wappen von Lachen
Staat: Schweiz
Kanton: Schwyz SZ
Bezirk: Marchw
BFS-Nr.: 1344i1f3f4
Postleitzahl: 8853
UN/LOCODE: CH LHN
Koordinaten: 707461 / 227686Koordinaten: 47° 11′ 29″ N, 8° 51′ 24″ O; CH1903: 707461 / 227686
Höhe: 408 m ü. M.
Fläche: 5.19 km²
Einwohner: 8397 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 1618 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
29,3 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.lachen.ch
Lachen, vom Obersee aus gesehen.

Lachen, vom Obersee aus gesehen.

Karte
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Lachen (in der märchlerdeutschen Ortsmundart [lɑχːæ][3]) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Bezirks March im Schweizer Kanton Schwyz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lachen liegt am oberen Ende des Zürichsees, dem so genannten Obersee. Der höchste Punkt liegt auf 420 m ü.M., der tiefste auf 406 m ü. M. (Seehöhe). Die Gemeindefläche beträgt 519 ha (5,2 km²), wovon 54,7 % auf den Zürichsee entfallen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lachen ist Sitz des Pharmazie-Unternehmens Octapharma. Die Estée Lauder Companies unterhält in Lachen eine Produktionsstätte für Parfums.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hintergrund die markanten Gipfel der Wägitaler Voralpen, lädt Lachen nicht nur zum Baden im Zürichsee oder zu einer Schifffahrt ein, sondern ist auch beliebter Ausgangspunkt für leichte Wanderungen bis zu ausgedehnten Berg- oder Skitouren und anspruchsvollen Kletterpartien.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Busverbindungen in Richtung Reichenburg und Pfäffikon. Der Bahnhof verfügt über Verbindungen der Schweizerischen Bundesbahnen nach Zürich und in Richtung Ziegelbrücke. Stündlich verkehrt mit der S25 (dem ehemaligen Glarner Sprinter) eine Direktverbindung zum Zürcher Hauptbahnhof. Während der Sommermonate gibt es von der Anlegestelle am See einen fahrplanmässigen Ausflugsverkehr mit der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lachen ist Standort der kaufmännischen Berufsschule und der Oberstufenschule.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Lachen stammt von althochdeutsch lahha «Lache, Sumpf» und bezieht sich auf das sumpfige Ufer am Obersee, an dem Lachen liegt. Die frühere Herleitung von lateinisch ad lacum «am See» wird heute verworfen. Erstmals bezeugt findet sich der Ort 1217 als de Lachun «von Lachen».[4]

Das in einer natürlichen Bucht liegende Lachen hatte schon früh eine grosse Bedeutung für den Markthandel erlangt.

Der Lachner Primarlehrer Marzell Stählin schrieb über die Gemeinde Lachen viele Gedichte, welche 1985 im Buch «Mys Dorf am Sey» veröffentlicht wurden.

Gemeindeverwaltung und Pfarrkirche

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz. Sie wurde 1707–1711 von Peter Thumb, zusammen mit seinem Bruder Gabriel, errichtet. Die Pläne und die Mitarbeit werden dem Einsiedler Klosterarchitekten Bruder Caspar Moosbrugger (1656–1723) zugeschrieben. Im Einsiedler Stiftsarchiv liegen heute noch fünf nicht verwendete Pläne Moosbruggers für die Lachner Pfarrkirche. Die Wandpfeilerkirche mit Doppelturmfassade ist das Erstlingswerk des bei Vertragsschluss 26-jährigen Thumb. Er ist Schwiegersohn von Baumeister Franz Beer von Bleichten, durch dessen Vermittlung er den Auftrag erhielt, und von dessen Pfarrkirche St. Martin in Tannheim (Württemberg) er Anregungen aufnahm. Entscheidendes Vorbild war aber die Wallfahrtskirche Ellwangen-Schönenberg (Baden-Württemberg), die sein Vater Michael Thumb 1681–1683 erbaute.
  • Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes in «Ried»[5].
  • Rathaus der Landschaft March
  • Denkmal für den in Lachen geborenen Komponisten Joachim Raff am Hafen
LachenSZ.JPG
Lachen. Im Hintergrund die Pfarrkirche Heilig Kreuz
LachenKircheinnen.JPG
Innenansicht der Pfarrkirche Heilig Kreuz
Lachen, kerk foto4 2014-07-19 17.02.jpg
Kapelle zur Schmerzhaften Mutter

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1965 unterhält Lachen eine Städtepartnerschaft mit Schramberg in Deutschland.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Band I: Die Bezirke Einsiedeln, Höfe und March (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 1). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1927.
  • Albert Jörger: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Band 2: Der Bezirk March. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 82). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1989, ISBN 3-909158-22-6, S. 180–285.
  • Josef Wiget: Lachen im Historischen Lexikon der Schweiz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lachen SZ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnbevölkerung per 31. Dezember 2015 (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.sz.ch/documents/Wohnbevoelkerung_2015.pdf
  3. Ungedrucktes Material des Sprachatlasses der deutschen Schweiz; siehe ortsnamen.ch s. v. Die Angabe [låːχə] im Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen s. v. ist unzutreffend.
  4. Viktor Weibel, Albert Hug: Schwyzer Namenbuch. Die Orts- und Flurnamen des Kantons Schwyz. Hrsg. vom Kuratorium Schwyzer Orts- und Flurnamenbuch unter der Leitung von Toni Dettling. 6 Bde. Schwyz 2012. Siehe auch: Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 502.
  5. Bernhard Anderes, Markus Bamert: Die Pfarrkirche Heilig Kreuz und die Riedkapelle in Lachen. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 892, Serie 90). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2011, ISBN 978-3-03797-022-5.