Die rote Schlinge

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Filmdaten
Deutscher TitelDie rote Schlinge
OriginaltitelThe Big Steal
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1949
Länge71 Minuten
Stab
RegieDon Siegel
DrehbuchGerald Drayson Adams,
Daniel Mainwaring
ProduktionJack J. Gross für
RKO Pictures
MusikLeigh Harline
KameraHarry J. Wild
SchnittSamuel E. Beetley
Besetzung

Die rote Schlinge ist ein US-amerikanischer Kriminalfilm von Don Siegel aus dem Jahre 1949, der dem Film noir zugerechnet wird. Er basiert auf der Kurzgeschichte The Road to Carmichael's von Richard Wormser.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem für die Lohn- und Gehaltsabrechnungen bei der Armee zuständigen Lieutenant Duke Halliday wird die Gehaltsliste im Werte von 300.000 US-Dollar gestohlen. Täter ist der Betrüger Jim Fiske. Halliday wird daraufhin von seinem Vorgesetzten Captain Blake beschuldigt. selbst Komplize beim Diebstahl gewesen zu sein. Daraufhin sieht Halliday keinen anderen Ausweg, als den nach Mexiko geflüchteten Fiske zu verfolgen und so seinen Ruf zu bereinigen. In Vera Cruz begegnet er Joan Graham, der Freundin von Jim Fiske, der er noch 2.000 US-Dollar schuldet. Um ihr jeweiliges Geld wiederzubekommen, schließen Duke und Joan eine Allianz, sind aber zunächst noch unsicher, ob sie einander trauen können. Während sie Fiske zunächst erfolglos verfolgen und seinen Vorsprung nicht einholen können, heftet sich Captain Blake an ihre Fersen. Als Halliday endlich Fiske eingeholt hat, wird er niedergeschlagen und zur Polizeistation gebracht. Gegenüber dem Polizeichef General Ortega gibt sich Halliday als Captain Blake aus, der einen Geflohenen verfolge. Ortega lässt Duke und Joan gehen, setzt aber einen Beobachter auf sie an. Wenig später erscheint der echte Captain Blake bei Ortega, womit sein Verdacht bestärkt ist.

Duke und Joan können Fiske erneut in einem einsamen Haus in der Wüste stellen. Hier trifft sich Fiske mit Julius Seton, einem Kriminellen, der ihn 150.000 „saubere“ US-Dollars für die 300.000-Dollar-Gehaltsliste anbietet. Duke und Joan werden von Setons Handlanger gefangengenommen, ihnen droht der Tod. Daher ist Duke auch zunächst glücklich, dass sein Vorgesetzter Blake erscheint – doch dieser stellt sich als der echte Komplize von Fiske heraus. Halliday wurde von ihm zum Sündenbock gemacht.

Fiske will Joan mit sich nehmen, doch Blake lehnt das ab, da sie ihn verraten könnte. Er will sowohl Duke als auch Joan loswerden, nach einigen Überredungen stimmt auch Fiske zu. Als er das Haus verlassen will, schießt Blake Fiske in den Rücken, damit er das ganze Geld bekommt. Er telefoniert mit Ortega, dass er endlich den Verbrecher Fiske gefasst habe. Der immer noch gefangene Duke Halliday erklärt dem beunruhigten Julius Seton, dass Blake vielleicht auch ihn loswerden wolle, weil Blake dann die gestohlenen 300.000 US-Dollar der Armee zurückgeben könne, während er heimlich noch dazu die 150.000 Dollar behalten könnte. Seton richtet daraufhin eine Waffe auf Blake. Wie von Duke beabsichtigt bricht ein Kampf aus, den er und Joan gewinnen. Schließlich sind die beiden ein Liebespaar.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde im Umfeld der Zeit gedreht, als Mitchum wegen des Besitzes von Marihuana eine kleine Haftstrafe absitzen musste. Daher drehte Don Siegel, der junge Regisseur des Filmes, während Mitchums Inhaftierung zunächst alle Szenen ohne ihn. Der Film wurde zum Teil vor Ort in Mexiko gedreht. Sein Erfolg bei Kritikern und Publikum half dabei, Don Siegel als Regisseur von Thrillern und Actionfilmen zu etablieren.[1]

Lizabeth Scott war zunächst für die weibliche Hauptrolle vorgesehen, lehnte aber wegen des Marihuana-Skandals eine Rolle an Mitchums Seite ab, da sie um ihr Image fürchtete. Daraufhin besetzte Howard Hughes, der Studioboss von RKO, seine ehemalige Geliebte Jane Greer in der Hauptrolle. Greer und Mitchum hatten bereits zwei Jahre zuvor mit großem Erfolg den Filmklassiker Goldenes Gift zusammen gedreht. Hughes hielt die Rolle der Joan an Mitchums Seite für undankbar und wollte sich so an Greer rächen.[2]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der deutschen Synchronfassung spricht Wolfgang Lukschy den Lt. Halliday (Robert Mitchum), Alfred Balthoff ist als Julius Seton (John Qualen) zu hören.[3]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cinema zeigte sich sehr positiv: „Tolles Rezept: ein Noir-Thriller mit wunderschönen Frauen, fiesen Gangstern und witzigen Screwball-Elementen“, der Film sei ein „furioses Thriller-Juwel“.[4] Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Mischung aus Abenteuer- und Gangsterfilm mit spannenden Autoverfolgungsjagden durch Mexiko. Durch Humor so weit aufgelockert, daß der Film fast eine parodistische Note erhält.“[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "The Big Steal" bei Turner Classic Movies
  2. "Die rote Schlinge" Trivia der Internet Movie Database
  3. "Die rote Schlinge" in der Deutschen Synchronkartei
  4. Kritik zu "Die rote Schlinge" bei Cinema
  5. Die rote Schlinge. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 27. Mai 2017.