Dieter Burdenski

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Dieter Burdenski
Дитер Бурденски.JPG
Dieter Burdenski 2015
Spielerinformationen
Geburtstag 26. November 1950
Geburtsort BremenDeutschland
Größe 181 cm
Position Tor
Junioren
Jahre Station
bis 1966
1966–1969
STV Horst-Emscher
FC Schalke 04
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1969–1971
1971–1972
1972–1988
1988
1990–1991
2002
FC Schalke 04
Arminia Bielefeld
Werder Bremen
AIK Solna
Vitesse Arnhem
Werder Bremen II
3 0(0)
31 0(0)
444 0(1)
1 0(0)
3 0(0)
1 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1971–1973
1972–1980
1977–1984
Deutschland U-23
Deutschland B
Deutschland
7 0(0)
9 0(0)
12 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1997–2005 Werder Bremen (Torwarttrainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Dieter Burdenski (* 26. November 1950 in Bremen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorwart.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Burdenski ist der Sohn von Herbert Burdenski, der am 22. November 1950 im Länderspiel gegen die Schweiz durch einen Elfmeter das erste Tor der deutschen Nationalelf nach dem Zweiten Weltkrieg erzielte und in der Mitte der 1970er Jahre beim SV Werder Bremen auch als Trainer von Dieter Burdenski fungierte.

Von 1970 bis 1988 spielte Dieter Burdenski als Torwart in 478 Spielen für den FC Schalke 04, Arminia Bielefeld und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga.[1] Gleich in seiner zweiten Saison bei Schalke wurde er 1971 in den Bundesligaskandal verwickelt, der zu einer mehrmonatigen Sperre gegen ihn führte. In der Saison 1979/80 stieg er mit dem SV Werder Bremen in die 2. Bundesliga ab. Während dieser Spielzeit kassierte er 93 Gegentore, was einen Negativrekord darstellt. Acht Jahre später wurde Burdenski mit dem SV Werder in der Bundesligasaison 1987/88 Deutscher Meister (als Reservist hinter seinem Nachfolger Oliver Reck). Er ist mit 444 Bundesligaspielen Rekordspieler der Bremer und wurde als siebter Spieler Ehrenspielführer dieses Vereins. Außerdem ist er der erste Torhüter überhaupt, der bei einem offiziellen Elfmeterschießen in Deutschland einen Elfmeter halten konnte (im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg am 23. Dezember 1970).

Nach Gewinn des Meistertitels 1988 beendete Burdenski zunächst seine Karriere. Jedoch überredete ihn der ehemalige Werder-Profi Sanny Åslund, mittlerweile Trainer beim schwedischen Traditionsverein AIK Solna, zu einem Einsatz in der Allsvenskan. So stand er am 25. August 1988 beim 0:0-Unentschieden gegen Hammarby IF im Råsundastadion zwischen den Pfosten. Damit wurde er zum ältesten Erstligadebütanten in Schweden.[2]

Im Tor der A-Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland wurde er von 1977 bis 1984 zwölf Mal eingesetzt[3] und nahm an der 1978er WM (kein Einsatz) in Argentinien teil. Ebenfalls bestritt er neun Einsätze in der deutschen B-Nationalmannschaft und sieben Einsätze in der deutschen U-23 Juniorenauswahl. Bei der Nationalmannschaft stand er vornehmlich im Schatten von Sepp Maier und Toni Schumacher.

Von 1997 bis 2005 war Burdenski Torwarttrainer bei Werder Bremen. Am 23. Februar 2002 kam er aufgrund Personalnot im selbst für Torwarte sehr hohen Alter von 51 Jahren noch zu einem Einzeleinsatz für die Werder-Amateure in der Regionalliga Nord. Burdenski machte allerdings keine gute Figur, und Bremen verlor 1:3 gegen den Chemnitzer FC. Zum Jahresende 2005 endete die Tätigkeit für Werder Bremen und sein Nachfolger als Torwarttrainer von Werder Bremen wurde Michael Kraft. Burdenski ist seitdem für seine eigene Firma Burdenski Events tätig. Mit dieser Eventagentur organisiert er unter anderem Incentive-Reisen, Trainingslager, Turniere und Auftritte der DFB-Traditionsmannschaft. Zudem betreibt er einen Teamsport-Ausstatter.[4]

Im April 2017 übernahm Burdenski mit seiner Firma „Phoenecia Burdenski Investment“ von der Stadt Kielce mit 72 % die Mehrheit am Fußballverein Korona Kielce aus der ersten polnischen Ekstraklasa. Der Kontakt kam über den ehemaligen Zweitliga-Profi vom VfB Oldenburg Krzysztof Zajac zustande, der mit Burdenski befreundet ist und bei der Übernahme als Präsident des Vereines avisiert wurde.[4][5]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Burdenski betreibt momentan ein Sportgeschäft in Brinkum (Gemeinde Stuhr) bei Bremen. Sein Sohn Fabian ist ebenfalls Profifußballer und spielt seit 2017 für Korona Kielce in der polnischen 1. Liga.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971–1973: 7 U-23- Länderspiele für Deutschland als Spieler von Arminia Bielefeld und Werder Bremen
  • 1972–1980: 9 B- Länderspiele für Deutschland als Spieler von Arminia Bielefeld und Werder Bremen
  • 1977–1984: 12 A-Länderspiele für Deutschland als Spieler von Werder Bremen
  • Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 und an der Fußball-Europameisterschaft 1984

1. Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 478 Spiele
    • 444 für Werder Bremen (1 Elfmetertor)
    • 31 für Arminia Bielefeld
    • 3 für den FC Schalke 04

2. Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 35 für Werder Bremen

Regionalliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1 für Werder Bremen II

Allsvenskanspiele (Schweden)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1 für den AIK Solna

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Dieter Burdenski - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 5. März 2015. Abgerufen am 12. März 2015.
  2. „Dieter Burdenski - Allsvenskans äldste debutant“ auf aik.se (Memento vom 22. August 2011 im Internet Archive)
  3. Matthias Arnhold: Dieter Burdenski - International Appearances. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 5. März 2015. Abgerufen am 12. März 2015.
  4. a b Werder-Legende und Unternehmer: Burdenski kauft Erstligisten in Polen. Kreiszeitung, 11. April 2017, abgerufen am 11. April 2017.
  5. Budde kauft Polen-Klub. Bild Zeitung, 11. April 2017, abgerufen am 11. April 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]