Dieter Kempf

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Dieter Kempf (* 10. Januar 1953 in München) ist der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI).[1] Er wurde von der Mitgliederversammlung des BDI am 28. November 2016 in geheimer Abstimmung gewählt und trat das Amt am 01. Januar 2017 als Nachfolger von Ulrich Grillo an.[2] Als Präsident des BDI, der Spitzenorganisation der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister, spricht er in Politik und Öffentlichkeit für 36 Branchenverbände und deren 100.000 Mitglieds-Unternehmen mit insgesamt 8 Millionen Beschäftigten.[3]

Vor seiner Wahl zum BDI-Präsidenten war Kempf 20 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der DATEV eG in Nürnberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kempf schloss 1972 die Schule mit dem Abitur am Städtischen Adolf-Weber-Gymnasium München ab. Anschließend studierte er von 1973 bis 1978 Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und erlangte den Abschluss Diplom-Kaufmann. Parallel neben der Schule und dem Studium war Kempf als einer der ersten deutschen Mitarbeiter sieben Jahre bei McDonald's beschäftigt, zuletzt in der Verwaltung. [4]

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1978 bis 1991 war Kempf bei Ernst & Young tätig. Im Jahr 1989 wurde er als Partner ernannt und war somit auch Geschäftsführer und Mitgesellschafter.

Seit Juni 1991 bis 2016 war Kempf schließlich bei der DATEV eG in Nürnberg tätig. Als Mitglied des Vorstandes war er für die Produkt- und Softwareentwicklung verantwortlich. Im Juli 1996 wurde Kempf Vorstandsvorsitzender der DATEV eG und übte das Amt bis März 2016 aus. Die DATEV eG entwickelte sich unter der Leitung von Kempf von einer zunächst ausschließlich in Deutschland tätigen Organisation zu einem der größten IT-Dienstleister innerhalb Europas. [5] Im Jahr 2005 wurde Kempf zum Honorarprofessor für Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berufen. Seit 2015 ist er zudem Vorsitzender des Hochschulrates der Hochschule Ansbach. [6]

Von 2011 bis 2015 war Kempf Präsident des BDI-Mitgliedsverbandes Bitkom und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. [7]; bevor er schließlich einstimmung von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten gewählt wurde. Des Weiteren engagiert er sich in verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten: Kempf ist Beiratsvorsitzender der Allianz für Cybersicherheit und Beiratsmitglied des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN). Weiter ist er Mitglied des nationales Cyber-Sicherheitsrats, des Aufsichtsrats der Deutschen AG und des Verbandes der Genossenschaftsverbände Bayern (GVB). Er ist zudem Mitglied des nationalen Cyber-Sicherheitsrats, des Aufsichtsrats der Deutschen Messe AG und des Verbandsrats des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB).

Kempf ist verheiratet und hat eine Tochter.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[8] und 2015 die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft verliehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Präsidium. BDI, abgerufen am 12. März 2017.
  2. Dieter Kempf zum neuen BDI-Präsidenten gewählt. In: Pressemitteilung. BDI, 28. November 2016, abgerufen am 12. März 2017 (PDF; 175 kB).
  3. Unser Mandat. Unser Leitbild. Unsere Aufgaben. BDI, 29. Oktober 2016, abgerufen am 12. März 2017.
  4. McDonald’s-Fan mit großen Ambitionen. In: Handelsblatt.com. 2. Januar 2003. Abgerufen am 27. September 2009.
  5. Dr. Robert Mayr wird künftig DATEV führen. In: www.datev.de. Abgerufen am 2. April 2016.
  6. Dr. Robert Mayr wird künftig DATEV führen. In: www.datev.de. Abgerufen am 2. April 2016.
  7. Prof. Dieter Kempf zum neuen Präsidenten des BITKOM gewählt
  8. Bayerische Staatsregierung: Terminerinnerung: Ministerpräsident Beckstein händigt Bayerischen Verdienstorden und Bundesverdienstkreuz aus. Abgerufen am 3. Oktober 2008.
    Bekanntgabe der Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom 1. September 2008