Diskussion:Atheismus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia-logo-v2.svg Dieser Artikel war am 25. Januar 2006 der Artikel des Tages.

Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel „Atheismus“ zu besprechen.

Persönliche Betrachtungen zum Thema gehören nicht hierher. Für allgemeine Wissensfragen gibt es die Auskunft.

Füge neue Diskussionsthemen unten an: Klicke auf Abschnitt hinzufügen, um ein neues Diskussionsthema zu beginnen, und unterschreibe deinen Beitrag bitte mit oder --~~~~.

Hinweise

Automatische Archivierung
Auf dieser Seite werden Abschnitte monatlich automatisch archiviert, deren jüngster Beitrag mehr als 180 Tage zurückliegt und die mindestens 2 signierte Beiträge enthalten. Um die Diskussionsseite nicht komplett zu leeren, verbleiben mindestens 5 Abschnitte.
Archivübersicht Archiv
Wie wird ein Archiv angelegt?
Automatische Archivierung
Auf dieser Seite werden Abschnitte automatisch archiviert, die seit 14 Tagen mit dem Baustein {{Erledigt|1=~~~~}} versehen sind.

Was ist mit Matthias Knutzen[Quelltext bearbeiten]

Ich bin in der Thematik nicht so firm, deshalb möchte ich hier nichts selbst hinzufügen, aber:

In der englischen Wikipedia wird Matthias Knutzen als einer der ersten bekannten Atheisten der Neuzeit genannt, im deutschen Artikel zu Knutzen ( https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Knutzen) steht "Er ist der erste namentlich bekannte Atheist in der europäischen Geistesgeschichte der Neuzeit."

Gibt es einen Grund warum er hier nicht auftaucht? Kann ihn ggf. bitte jemand einfügen, wenn dem nichts entgegensteht? --136.199.122.62 16:44, 14. Jan. 2016 (CET)

Deismus[Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen Abschnitt zu Pantheismus, wäre dann nicht auch einer zu Deismus sinnvoll? --Sibajaleoaj (Diskussion) 01:49, 22. Mär. 2016 (CET)

Klärung des Begriffes Atheismus im Introtext[Quelltext bearbeiten]

Die hier im Introtext gegebene Begriffsdefinition des Atheismus ist zwar die im Volksmund übliche, allerdings nicht ganz korrekte. Meiner Meinung nach muss das richtig gestellt werden, da auf eine allgemein falsch verwendete Begrifflichkeitsbedeutung nur insofern Rücksicht genommen werden kann, als dass man im Artikel auf die gebräuchliche, aber falsche (momentan wie im Artikel) verwendete Bedeutung des Begriffes hindeutet, allerdings zuerst die fachlich korrekte und allgemeine Erklärung liefert (und zwar vor der speziellen), um Missverständnisse und Verwechslungen zu vermeiden.

Der Atheismus bezeichnet zuallererst einen fehlenden Glauben an Gott / Götter. Im Gegenzug ist Theismus der Glaube an Gott / Götter.

Atheisten glauben nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern sie glauben nicht, dass es einen Gott gibt. Dieser Unterschied ist nicht nur semantisch, sondern ganz klar abzugrenzen. (Wie späterhin im Artikel geschehen, aber da ist das Kind bereits mit der ersten Definition in den Brunne gefallen.)

Der von mir erklärte Sachverhalt wird als Unterkategorie des "schwachen, impliziten Atheismus" angeführt. Im Header hingegen wird die Position des "starken, positiven Atheismus" verwendet, die man auch unten als Subkategorie aufgeführt findet.

Zur Klärung dieser Verwirrung möchte ich anmerken, dass es eine Gemeinsamkeit unter allen Kategorien (gefunden in der systematischen Erfasung) des Atheismus gibt: ein Unglaube an Gottheiten. Daher ist diese ("schwache") Definition diejenige, die in der Begriffsdefinition verwendet werden muss. Der schwache Atheismus ist nicht auf gleicher Stufe wie der positive Atheismus oder der Antitheismus, er ist die Grundlage aller dieser Positionen. Aufbauend auf dem "schwachen, impliziten Atheismus" (dem normalen, grundlegenden Atheismus) kann eine stärkere, überzeugtere ö.ä. Ausprägung hervorgehoben werden.

Ebenfalls ist der hier verlinkte Artikel zum Agnostizismus irreführend. Auch wenn der Begriff fest im Volksmund etabliert ist, bezeichnet er doch ursprünglich (ganz dem Ursprung des Wortes nach) nur und ausschließlich eine Ungewissheit im Bezug auf eine bestimmte Position. In diesem Fall ist der Agnostiker jemand, der sich nicht sicher ist, nicht weiß, dass etwas Fakt ist - oder dass etwas nicht Fakt ist. Theisten können gnostisch oder agnostisch sein. Atheisten können gnostisch oder agnostisch sein. Dabei ist es rein logisch betrachtet z.B. nicht möglich, ein gnostischer Atheist zu sein, wenn man der strengen Wortbedeutung nach das Wissen einer Nichtexistenz Gottes als Fakt-basiertes und nicht Glaubens-basiertes Wissen annimmt (da man die nicht-Existenz von etwas nicht beweisen kann). Darauf basiert die gemeinhin missverstandene Hierarchie "Atheist - Agnostiker - Theist". Deswegen sollte der Introtext auch nicht den Agnostizismus als Spielart des Atheismus geführt werden (auch nicht im "weiteren Sinne", da dies ein Kategoriefehler ist).

Ich schlage demnach eine Änderung des Introtextes vor:

"""""""""" Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die mangelnde Überzeugung von bzw. die Abwesenheit eines Glaubens an einen Gott bzw. Götter und entspringt dem Skeptizismus. Auch zu den Atheisten gehören Agnostiker (korrekt: agnostische Atheisten), die sich ihrer Position nicht absolut sicher sind oder deren Ansicht nach nichts sicher über die Existenz eines Gottes bzw. Götter gewusst werden kann. """"""""""

Ich habe den "engeren Sinn" gestrichen, da diese Definition nun die breite, allgemeine Definition des Atheismus verdeutlicht. Den Zusatz "entspringt dem Skeptizismus" ist nur ein Ergänzungsvorschlag. Verbraucht wenig Platz, verdeutlicht den Ursprung. Den zweiten Teil zum Agnostizismus habe ich umgestellt, korrigiert und ergänzt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der zweite, erklärende Teil des Satzes überhaupt notwendig ist (Erklärungen gehören ja eigentlich in den Hauptartikel des Agnostizismus), habe ihn aber (abgeändert) beibehalten, um die Änderungen minimal zu halten. Man könnte kürzen, indem man nach "(korrekt: agnostische Atheisten)" einen Punkt setzt und den Satz beendet.

Es bliebe zu überlegen, ob man den klaren Sachverhalt in den verschiedenen Erläuterungen unten auch weiter verdeutlichen sollte.

--2A02:810D:D40:4C98:45C:6FF5:1AA4:B9DD 18:19, 10. Jun. 2016 (CEST)

Hast du einen Beleg für deine Behauptung? --Φ (Diskussion) 20:26, 10. Jun. 2016 (CEST)
Die englische Wikipedia macht es vor: https://en.wikipedia.org/wiki/Atheism - wie so oft ist der Artikel in Englischen ein wenig besser und sortierter als im Deutschen. Zusätzlich dazu liefern z.B. der Duden (http://www.duden.de/rechtschreibung/Atheismus), das Oxford Dictionary (http://www.oxforddictionaries.com/de/definition/englisch/atheism), von geringerer Relevanz das urban dictionary (http://www.urbandictionary.com/define.php?term=Atheist) sowie Merriam Webster (http://www.merriam-webster.com/dictionary/atheism) die korrekten Definitionen für Atheismus. Natürlich definieren Wörterbücher keine Begriffe, sondern geben nur ihre Bedeutung im aktuellen Sprachgebrauch wieder - stimmen mir allerdings zu, wobei sie die zweite gebräuchliche Variante der positiven Behauptung, es gebe keine Götter, auch erwähnen. Jegliche Literatur von führenden atheistischen Philosophen und Autoren, die mir bewusst ist benutzt ebenfalls diese Definition. Zum Beispiel "Breaking The Spell" von Daniel Dennett, "God Is Not Great" von Christopher Hitchens, "The God Delusion" von Richard Dawkins und einige mehr. Auch machen diese Menschen deutlich, dass ihre Position aus ihrem Skeptizismus und nicht aus einem Vakuum oder einer fixen Idee herrührt. Hast du außerdem meine logischen Ausführungen gelesen, in denen ich nahegelegt habe, warum der schwache Atheismus als alle Subkategorien verbindender Grundstein viel eher alle Kategorien vertritt als der starke, positive Atheismus der den schwachen quasi beinhaltet und ergänzt? Das alles vereint scheint mir Begründung genug. --2A02:810D:D40:4C98:F507:E409:7289:9660 01:20, 13. Jun. 2016 (CEST)
Deine Ausführungen habe ich überflogen, sie sind als Theoriefindung für die Artikelgestaltung irrelevant. Georgi Schischkoff (Bearb.), Philosophisches Wörterbuch. Begründet von Heinrich Schmidt. 22. Auflage, Kröner, Stuttgart 1991, S. 43, definiert Atheismus als „Gottesleugnung“ oder „Gottesverneinung“, ebenso Jan Milič Lochman: Atheismus. In: Erwin Fahlbusch (Hrsg.): Evangelisches Kirchenlexikon. 3., neugefasste Auflage. Band 1, Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen 1986, Sp. 304. Das ist deutlich mehr als bloße „mangelnde Überzeugung von bzw. die Abwesenheit eines Glaubens an einen Gott“, und so steht es auch schon im Artikel. Ich sehe keinen Änderungsbedarf. Freundliche Grüße, --Φ (Diskussion) 14:19, 14. Jun. 2016 (CEST)
Ich würde das nicht ganz so schnell wegbügeln. Die Verwendung des Wortes 'Leugung' wäre jedenfalls tendenziös, da sie die Abstreitung einer Tatsache bedeutet, und für Atheisten ist Gott nun eben keine Tatsache. Die Selbstbeschreibung von Atheisten ist sicherlich höher anzusiedeln ist als die Fremdbeschreibung durch eine religiöse Organisation. Insofern wären genaue Verweise auf die Werke atheistischer Vertreter durchaus brauchbar. --Küchenkraut (Diskussion) 14:55, 14. Jun. 2016 (CEST)
Dass Selbstbeschreibungen höher anzusiedeln wären als Fremdbeschreibungen durch zuverlässige Informationsquellen, steht so nicht in unseren Regularien, im Gegenteil. --Φ (Diskussion) 15:35, 14. Jun. 2016 (CEST)
Meine Ausführungen, die du wohl tatsächlich nur überflogen hast, enthalten einen deutlichen, logischen und direkten Pfad von meiner Behauptung zu meiner Konklusion, dass der Atheismus in seiner usrpünglichen, semantischen Bedeutung "ohne Gott; gottlos" im Sinne eines A-Theismus verstanden werden muss. "Ohne Gott" bedeutet nicht, dass es keinen Gott gibt. So schreibt G. W. Foote in "What Is Agnosticism" (London, 1902) "Ethymologisch sowie philosophisch ist ein ATheist jemand ohne Gott. Das ist alles, was das 'A' vor 'Theist' wirklich bedeutet." - das, und nicht mehr. Andere, wie Paul Edwards in "The Encyclopedia of Philosophy" (New York, 1973) (Ein Atheist sei jemand, der "einen Glauben an Gott ablehnt") oder Joseph McCabe in "A Rationalist Encyclopedia" (London, 1950) ("Atheismus ist die Abwesenheit eines theistischen Glaubens") geben ebenfalls diese Definitionen. Deine angeführte Definition nebst Quellen ist nicht glaubwürdiger als meine Quellen (im Falle des "evangelischen Kirchenlexikons" wohl eher weniger: ein klarer Interessenskonflikt, der Objektivität erschwert - Stärkung der theistischen Position durch Falschbeschreibung des Atheismus als unhaltbare Position.). Es haben bereits wesentlich früher als deine beiden angegebenen Werke Denker den Atheismus in der semantisch und logisch korrekten Weise definiert. Inkorrekte Benutzungen von Worten selbst unter Fachleuten ist auch keine Seltenheit, nimm z.B. das Wort "dehydriert", das selbst unter Ernährungswissenschaftlern hartnäckig falsch verwendet wird. Auch würde ich anführen, dass du wohl kaum einen Atheisten treffen wirst, der im Sinne eines harten, gnostischen Atheismus die Existenz eines Gottes "verneint" oder gar "leugnet" - bereits die Formulierung "Gottesleugnung" zeigt ganz offen, dass die Definition keine objektive ist und von der Existenz Gottes als Voraussetzung ausgeht, dann man muss nur leugnen, was Fakt oder zumindest bereits etabliert ist. Du hast Recht, das ist tatsächlich viel mehr, als die von mir vorgeschlagene Formulierung - ein weiterer Grund für die Änderung. Zusätzlich zur semantisch eindeutigen Lage, die du wohl kaum rational bestreiten kannst, kommt meine Argumentation, die auf einen Unglauben an Götter als die gemeinsame Basis aller atheistischen Richtungen beruht. Eine Position wird nicht nach einer speziellen Auslegung ihrer selbst, sondern nach ihrer breiten Kernaussage benannt. Auch diese Argumentation ignorierst du und bezeichnest sie ohne jedes Gegenargument als "irrelevant" - und solche leeren Abweisungen gehören in die Domäne hoheitsvoller Autorität, wie sie in religiöser Hierarchie üblich ist, aber nicht auf die Diskussions-Seite von Wikipedia. Deine Neigung zur eigenmächtigen und mangelhaft begründeten Bevormundung anderer ist aus deinem Profil zudem relativ gut ersichtlich. Ich bezweifle deshalb deine Objektivität bezüglich dieser Diskussion. --2A02:810D:D40:4C98:385B:838:4B2C:F8F3 15:36, 14. Jun. 2016 (CEST)
Zu selbstangefertigten Konklusionen anonymer Benutzer äußere ich mich nicht. Ich habe ein philosophisches Fachlexikon zitiert und ein theologisches. Beide sind nach unseren Defintionen zuverlässige Informationsquellen. Die von dir zitierte Definition von Paul Edwards (Philosoph) (dankeschön dafür!) stützt die Aussage im Artikel, wonach Atheismus ein Ablehnen, Leugnen und Verneinen ist. --Φ (Diskussion) 15:45, 14. Jun. 2016 (CEST)
Logik und deshalb auch logische Artgumente sind unabhängig von ihrem Vertretbar gültig. Logische Schlussfolgerungen abzulehnen, weil die Person anonym oder unbekannt ist ist schlechte Methodologie und dient nicht der Wahrheitsfindung sondern ist eine Spielart des Arguments von Autorität und deshalb als irrational abzulehnen. Aber ich mache mir für meine nächste Antwort gerne ein Benutzerkonto, wenn dir das lieber ist. Die von mir zitierte Definition von Paul Edwards stützt NICHT die von dir vorgebrachte Definition. "Ablehnung" ist semantisch vollkommen verschieden von "Leugnung" oder "Verneinung" - und das ist doch wirklich klar. Zudem geht es um die Ablehnung des GLAUBENS an Gott, du führtest die Leugnung von Gott selbst (nicht des Glaubens an Gott) an - machst also einen Kategoriefehler. Zudem hast du alle meine anderen Quellen erneut ignoriert. --2A02:810D:D40:4C98:385B:838:4B2C:F8F3 16:08, 14. Jun. 2016 (CEST)
So, dies ist mein neues Benutzerkonto Genuaeos, auf den Wunsch von Phi erstellt. --Genuaeos (Diskussion) 16:15, 14. Jun. 2016 (CEST)
Ich lese auch keine selbstangefertigten Konklusionen angemeldeter Benutzer. Theoriefindung ist hier unerwünscht, da kannst du konkludieren, bis der Arzt kommt.
Ablehnen heißt nein sagen, siehe Duden, Bd. 8: Die sinn- und sachverwandten Wörter. Mannheim 1972, S. 20. Dass es gleichbedeutend wäre mit „mangelnder Überzeugung von bzw. die Abwesenheit eines Glaubens“, ist einfach abstrus. --Φ (Diskussion) 16:34, 14. Jun. 2016 (CEST)
Meine "Konklusionen" sind keine Theoriefindung, sondern nichts weiter als Begründungen, weshalb der Begriff des Atheismus im Introtext falsch präsentiert wird. Würde jemand sagen, ein Brot sei ein kastenförmiges Gebäck aus Mehl und ich würde darauf hinweisen, dass runde Gebäcke auch vorhanden, sogar häufiger sind und man demzufolge beide Formen einschließen sollte, indem man einfach nur sagt, dass Brote Gebäcke aus Mehl seien - würdest du meine logischen Konklusionen genauso zurückweisen? Denn das ist ganz genau, was ich oben gemacht habe - und was in der Wikipedia erwünscht ist, sonst gäbe es auch die Diskussions-Seite nicht. Es geht hier nicht um die Neudefinition eines Begriffes, ich habe ganz klar und deutlich gezeigt, warum die gegebene Formulierung unzureichend ist - und du weigerst dich, meine Erklärung auch nur zu lesen? Das ist albern, kindisch, hat nichts mit einer Diskussion zu tun, deshalb sieh bitte davon ab in Zukunft irrationale Pseudo-Argumente wie "logische Begründungen lese ich nicht" von dir zu geben, du machst dich damit nur lächerlich. Deine Sprachwahl "[...] ist einfach abstrus." zeugt ebenfalls davon, dass du nicht fähig oder nicht bereit bist, ernsthaft zu argumentieren. Du gibst Quellen an, die der engen, starken Definition des Atheismus Vorschub leistet - ich gab einige an, die die ursprünglichen, breiten Definition wiedergeben. Das bringt uns zuallererst mal in eine Position, in der die Sachlage in der Fachliteratur zumindest als unklar zu bezeichnenist. (Ich würde sagen, dass die faktische Sachlage dennoch relativ klar ist, aber darüber lasst sich DISKUTIEREN.) "Ablehnen" heißt nein sagen, genau - zum GLAUBEN an einen Gott. Dass du das nach wie vor nicht verstehen und einsehen möchtest spricht tatsächlich dafür, dass du meine erste und zweite, ausführliche Begründung tatsächlich nicht gelesen hast - und vermutlich auch nie mehr als den Introtext zum Artikel selbst. --Genuaeos (Diskussion) 18:44, 14. Jun. 2016 (CEST)
Nachdem keine weiteren Einwände vorgebracht wurden, hier ein geupdateter Vorschlag zur Änderung des Introtextes. Ich habe die engere Definition diesmal zusätzlich zur Weiteren beibehalten - nur die Weitere anzugeben war tatsächlich nicht die richtige Lösung. Ich denke, dieser Ansatz sollte alle zufrieden stellen und gleichzeitig objektiv korrekt sein. Ich habe mich um eine, kurze, lesbare, einfache aber trotzdem präzise Wortwahl bemüht.
NEU:
"Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet im weiteren Sinne die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter. Im engeren Sinne bezeichnet er auch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt. Zum Atheismus gehört auch der Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist."
ALT (zum einfacheren Vergleich):
"Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott bzw. keine Götter gibt. Zum Atheismus im weiteren Sinn werden bisweilen auch andere Abgrenzungen vom Theismus, das heißt von einem Glauben an einen Gott oder mehrere, gezählt, beispielsweise der Agnostizismus, nach dem zu deren bzw. dessen Existenz allgemein nichts gewusst werden kann."
Den Zusatz zum Agnostizismus, der dessen (grobe) Definition mit einschließt finde ich nach wie vor nicht unbedingt notwendig, da man dann ja auch den Artikel des Agnostizismus selbst anklicken kann.
Ich persönlich würde lieber enden mit dem bloßen Hinweis: "Zum Atheismus gehört auch der Agnostizismus (agnostischer Atheismus)." - dabei würde der Agnostizismus genannt (und damit im Introtext verlinkt zum direkten Anklicken), aber der Text an sich wäre schlanker und auf den Atheismus selbst konzentriert. --Genuaeos (Diskussion) 14:07, 22. Jun. 2016 (CEST)
Nicht jedes Lexikon (oder Wörterbuch?) deckt, auch wenn es die Formalien vielleicht erfüllt, das derzeitige Wissen bzw die aktuelle Definition objektiv ab. Zur Definition des heutigen Selbstverständnisses evagelischer Christen würde ich auch kein atheistisches, katholisches oder moslemisches Lexikon hernehmen oder ein veraltetes Wörterbuch. Wir haben hier durchaus die Aufgabe, die Relevanz von formal passenden Quellen zu diskutieren und oft auch zu bewerten. Und die Einwände gegen den Terminus "Leugnung" sind richtig. Allerdings braucht auch Genuaeos genaue Quellenangaben. --Küchenkraut (Diskussion) 16:40, 14. Jun. 2016 (CEST)
Schischkoffs Philosophisches Wörterbuch ist ein Fachlexikon. Es ist weder veraltet noch konfessionell. Und „objektive Definitionen“ kann es doch sowieso nicht geben. --Φ (Diskussion) 16:45, 14. Jun. 2016 (CEST)
Okay, dann "möglichst objektiv". Zur Frage ob veraltet oder nicht: Wenn ich es richtig sehen, gibt es vom "Philosophischen Wörterbuch" inzwischen sogar die 23. Auflage von 2009 - Zitat Verlag: "Gründlich aktualisiert und in großen Teilen völlig neu geschrieben erscheint das altbekannte, weitverbreitete ›Philosophische Wörterbuch‹ nun in der lange erwarteten 23. Auflage. --Küchenkraut (Diskussion) 16:54, 14. Jun. 2016 (CEST)
Gründlich aktualisiert, sag ich doch. Wer sagt, das Buch wäre veraltet?
Definitionen werden immer von Menschen gemacht. Sie sind immer Setzungen, objektiv können sie nie sein. Es kommt hier ausschließlich darauf an, welche Setzungen in der wissenschaftlichen Literatur vorgenommen wurden. Ich habe zwei, mit Paul Edwards sogar drei zitiert, die das, was im Artikel steht, stützen. Hier noch eine, die ebenfalls das Wort Leugnung benutzt. Freundliche Grüße, --Φ (Diskussion) 17:03, 14. Jun. 2016 (CEST)
War die von Dir zitierte Ausgabe nicht die 21. von 1991?
Und ich leugne die die Wissenschaftlichkeit eines evangelischen Kirchenlexikons. Wie dem auch sei: Da der Ausdruck gar nicht in der Einleitung drinsteht, danke ich für die Anregungen, wundere mich darüber, dass offenbar in philosophioschen Lexika implizit von einer Existenz eines einzigen Gottes ausgegangen wird und wünsche Dir einen schönen Feierabend. --Küchenkraut (Diskussion) 17:22, 14. Jun. 2016 (CEST)
Man kann nach Willard Van Orman Quine aber auch Nichtexistentes leugnen oder verneinen, in dem Sinne: Ich behaupte: „Es gibt kein x, für das die Eigenschaften gelten: Allmacht, Allwissenheit, allumfassende Liebe“. Damit würde ich Gott leugnen. Tu ich aber nicht. Freundliche Grüße, --Φ (Diskussion) 17:56, 14. Jun. 2016 (CEST)


Atheismus ist natürlich der Glaube, dass es keinen Gott oder Götter gibt bzw ein Überbegriff für Glaubensrichtungen ohne Gott oder Götter, was auch wieder darauf hinaus läuft. Die Verneinung bezieht sich entsprechend auf Gott und nicht auf den Glauben. Man braucht sich hier nicht durch dieses Schauspiel benebeln lassen. Wer mitbekommt was mit Dawkins und co los getreten wurde sieht, dass es allein darum geht, dass man den eigenen Glauben nicht als solchen bezeichnen möchte um im ideologischen Kampf gegen Theismus und Religion das Wort Glauben negativ belegen und gleichzeitig von sich weisen zu können. Ideologisch motivierte kämpfe um Deutungshoheit einzelner Worte. Nicht mehr und nicht weniger. Aus neutraler Sicht geht es aber bei Fragen in der weltanschaulichen Größenordnung immer nur um einen Glauben oder eine Überzeugung. Ich beobachte diesen Artikel schon einige Zeit und habe mich sowieso schon gewundert, dass das so lange gedauert hat. --Nerock23 (Diskussion) 23:44, 19. Okt. 2016 (CEST)

Nerock23, der griechische Wortusrpung, die Verwendung des Wortes von Fachleuten, der Konsens unter zeitgenössischen Philosophen geben dir leider nicht Recht.
Atheismus ist nicht der Glaube, dass es keine Götter gibt, sondern ganz basal der Unglaube an Gott oder Götter. Auch ist der Atheismus kein Regenschirm unter dem sich Glaubensrichtungen ohne Gott oder Götter versammeln, das ist schlichtweg falsch. Wie kommst du denn da drauf?
Der Atheismus ist historisch sehr viel negativer stigamtisiert und deutlich unverstandener als die Religion, deswegen kann man wohl kaum behaupten, dass alleine durch die korrekte Begriffsverwendung eine Agenda, ein Kampf gegen Religion verbunden ist. Es ist auch im Sinne aller Gläubigen, korrekte und exakte Bezeichnungen zu verwenden, sodass Verständigung unter Menschen möglich ist. --Genuaeos (Diskussion) 13:29, 16. Nov. 2016 (CET)

Einleitung[Quelltext bearbeiten]

Benutzer:Phi hat meine gestrige Änderung (Glauben an Gott --> Glauben an Götter, Begründung: geändert entspr. der Einleitung des verlinkten Artikels Theismus) revertiert. Seine Begründung: wenig sinnvoll, da der Polytheismus eine deutliche Minderheitenposition darstellt.

Es mag sein, dass der Polytheismus, zumindest in Deutschland, eine deutliche Minderheitenposition darstellt (gemäß weiter unten verlinkter Studie glauben 10 Prozent der Deutschen an „verschiedene Götter mit eigenen Bereichen“). Weltweit betrachtet dürfte das „deutlich“ weniger ausgeprägt sein. Darum geht es aber gar nicht: offenbar glaubt weniger als die Hälfte der Deutschen an „Gott“, der zudem als Teilmenge bei den „Göttern“ gut aufgehoben ist.

Laut einer Studie der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland glaubten 2012 weniger als die Hälfte der Westdeutschen an die Lehren der monotheistischen Konfessionen. Lediglich die Frage, ob es „irgendeine überirdische Macht“ gäbe, wurde von 53 Prozent der Befragten in Deutschland (West) mit ja beantwortet. In Ostdeutschland dürfte der Glaube an einen Gott noch weniger verbreitet sein.

--Roehrensee (Diskussion) 12:35, 14. Jun. 2016 (CEST)

Wikipedia belegt nicht Wikipedia, was in anderen Artikeln stehen mag, braucht uns also nicht zu scheren. Ich beziehe mich auf Georgi Schischkoff (Bearb.), Philosophisches Wörterbuch. Begründet von Heinrich Schmidt. 22. Auflage, Kröner, Stuttgart 1991, S. 43 f., wo bei der Definition von Atheismus das Wort „Gott“ immer nur im Singular benutzt wird.
Freundiche Grüße, --Φ (Diskussion) 13:33, 14. Jun. 2016 (CEST)
Es geht hier nicht um die Definition von Atheismus, sondern um die von Theismus. Theismus: „Der religiöse Glaube an eine persönl., der Welt gegenüber schöpferisch und erhaltend tätige, willensmächtige Gottheit (→ Monotheismus) oder mehrere Gottheiten (→ Polytheismus)“. Gefunden in: Der große Brockhaus, 18. Auflage, 1983, Band 22, S. 15. Von „Gott“ entsprechend christlicher Definition ist nicht die Rede. --Roehrensee (Diskussion) 14:34, 14. Jun. 2016 (CEST)
Theismus ist ein anderer Artikel. Hier geht es einzig um den Artikel Atheismus. MfG, --Φ (Diskussion) 15:33, 14. Jun. 2016 (CEST)
Pas d'accord. Im entsprechenden Satz geht es um „andere Abgrenzungen“ von Theismus. Ich habe mal versucht, ihn neutraler zu gestalten, in der Hoffnung, dass du, als bekennender Christ, die gewählte Formulierung akzeptieren kannst. --Roehrensee (Diskussion) 18:08, 14. Jun. 2016 (CEST)
@Phi: Die von dir jetzt gewählte Formulierung „an einen oder mehrere Götter“ ist meines Erachtens sprachlich nicht korrekt. Wenn schon, dann „an einen Gott oder mehrere Götter“. --Roehrensee (Diskussion) 18:57, 14. Jun. 2016 (CEST)
Ich halte das für gängiges Deutsch, schau mal hier. Es ginge auch „an einen Gott oder mehrere“, die Wiederholung des Substantivs ist unnötig. MfG, --Φ (Diskussion) 19:56, 14. Jun. 2016 (CEST)
"An einen Gott oder mehrere" geht. Die Numeraladverbiale ersetzt in diesem Fall das Substantiv und kann für sich stehen, da ein Bezug auf das vorangegangene Wort ("Gott") besteht. Im Falle von "an einen oder mehrere Götter" bezieht sich das "einen" auf das erst später folgende "Götter", wobei es einen Konflikt zwischen Ein- und Mehrzahl gibt. (Wie ein "blaues und ein rotes Band" - falsch wäre "ein blaues und rote Bänder".) --Genuaeos (Diskussion) 20:51, 14. Jun. 2016 (CEST)
Habs umgesetzt. --Φ (Diskussion) 21:00, 14. Jun. 2016 (CEST)
Hallo Roehrensee, würdest du einen Blick auf meinen neusten Kommentar in der Introtext-Diskussion werfen? Ich habe darin einen neuen Vorschlag zur Änderung des Introtextes... auf Grund der Struktur der ersten Sätze habe ich darin auch die letzten Sätze ändern müssen, die du ja als letztes diskutiert hattest. Sag mir bitte, ob du mit der Umformulierung (die sich eher am Agnostizismus-Artikel orientiert) einverstanden wärst - und wenn nicht, warum nicht. --Genuaeos (Diskussion) 14:12, 22. Jun. 2016 (CEST)

Gödels mathematischer Gottesbeweis als neuere Kritik am Atheismus[Quelltext bearbeiten]

Wie wäre es, im Aritkel "Atheismus" Gödels Gottesbeweis wenigstens als Kritik am Atheismus anzuführen? http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/formel-von-kurt-goedel-mathematiker-bestaetigen-gottesbeweis-a-920455.html

Wozu? Der Name ist nicht alles. Gödel beweist nur seine gemachten Voraussetzungen und nicht universell einen Gott (und hatte das auch gar nicht vor). Der ontologische Gottesbeweis --NoBuddy (Diskussion) 11:08, 27. Mai 2017 (CEST)
So lange Gottesbeweise nicht in zuverlässigen Quellen als "Kritik am Atheismus" bezeichnet werden, kann man sie hier nicht als solche zitieren.
Ein Gottesbeweis ist auch nur eine Art Selbstbefriedigung verunsicherter Gläubiger, die mit bloßem Glauben unzufrieden sind und sich Gewissheit wünschen. Er ist immer grob fehlerhaft und gehört thematisch zu den Werken der Kreisquadrierer und Winkeldrittler. Gödels Beweis zeichnet sich vor den anderen nicht besonders aus, dass man ihn hervorheben müsste. --Hob (Diskussion) 11:23, 28. Mai 2017 (CEST)

Wie kann es in zweiwertiger Logik mehr als zwei Möglichkeiten geben?[Quelltext bearbeiten]

Laut Einleitung bezeichnet Atheismus die "Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter" und ist damit das exakte Gegenteil des Theismus, den "den Glauben an Götter". Die allgemeine Bedeutung der Vorsilbe a/an belegt das weiterhin. Wenn das gilt, gibt es rein logisch keine weitere Möglichkeit als entweder Theist oder Atheist zu sein. Das ist basale Logik und damit nicht weiter belegungnotwendig - genausowenig wie man zB belegen muss, das 1+1=2 ist. Das für derart elementare "Einsichten" tatsächlich ein Beleg gefordert wird, halte ich für absurd.

Leider ist es nun aber so, das viele Menschen nicht mit den Grundprinzipien der Logik vertraut sind und denken, dass z.B mit dem Agnostizismus noch ein dritter Weg existiert. Das merkt man immer wieder in Diskussionen, auch wieder hier auf der Diskussionsseite. Daher halte ich es für notwendig, klar darauf hinzuweisen, das Agnostizismus eben kein "dritter Weg", sondern schlicht eine andere Kategorie ist und nicht mit der Dualität von Theismus/Atheismus vermischt werden kann. Zu denken, dass es eine weitere Möglichkeit neben Theist und Atheist gibt, wäre z.B. analog dazu, zu denken dass man zB noch etwas anders als Alphabet oder Analphabet sein kann oder dass Vorgänge weder synchon noch asynchron sein können. Das gibt die Logik aber schlicht nicht her.

Was soll es also noch drittes geben außer an etwas zu glauben oder nicht an etwas zu glauben? Nicht zu wissen ob man etwas glauben soll/kann/darf ist gerade keine Alternative, da man ja dennoch entweder glaubt oder nicht glaubt. Aus rein zweiwertigen Aussagen kann man sich nie "heraushalten": Man hilft oder man hilft nicht, "Hilfsagnostisch" zu sein geht schlicht nicht. (nicht signierter Beitrag von 78.51.60.8 (Diskussion))

Dieser Edit wurde heute mehrfach eingepflegt. Er ist unbelegt und meines Erachtens zudem falsch, da ja zwischen Theismus und Atheismus noch der Agnostizismus steht: Es gibt also mehr als eine Möglichkeit, nämlich die, sich eines Urteils zu enthalten. Daher schlage ich vor, den Satz wieder zu entfernen. MfG --Φ (Diskussion) 14:59, 7. Nov. 2017 (CET)
Hast du einen Beleg dafür, das Agnostizismus zwischen Atheismus und Theismus steht oder ist das einfach nur so dein Bauchgefühl? Und wie soll das zu der Definition von "Agnostizismus" passen, welche sich ja überhaupt nicht auf den Glaube an Gott bezieht (weshalb ja auch zwischen agnostischem Theismus und agnostischem Atheismus unterschieden wird)? Oder analog: Kann es deines Erachtens auch einen Weg zB zwischen Symmetrie und Asymmetrie geben, also einen "Symmetrieagnostizisus"? Oder einen Weg zwischen Helfen und nicht Helfen, also einen "Hilfsagnostizismus"? (nicht signierter Beitrag von 78.51.60.8 (Diskussion))
Du willst eine Änderung einpflegen, also bist du in der Belegpflicht, siehe WP:Q#Grundsätze, Nr. 3. --Φ (Diskussion) 17:01, 7. Nov. 2017 (CET)
Beleg ist der Satz vom ausgeschlossenen Dritten: Angewandt auf das Begriffspaar Theismus/Atheismus bedeutet das, das es nichts drittes geben kann. Siehe zB. Eine Größe braucht nicht entweder + A oder -A zu sein, wohl aber entweder +A oder nicht +A.. Im konkreten Fall hier entspricht +A dem Begriff Theist und nicht +A dem allgemeinen Begriff Atheist. -A wäre Antitheist oder "starker" Atheist. (nicht signierter Beitrag von 78.51.60.8 (Diskussion))
Das ist kein Beleg, das hast du dir nur selber ausgedacht. So etwas gilt in der Wikipedia als Theoriefindung, und die wollen wir hier nicht haben.
Bitte unterzeichne deine Diskussionsbeiträge, wie das geht, lernst du hier. MfG --Φ (Diskussion) 18:41, 7. Nov. 2017 (CET)
Natürlich ist das ein Beleg, da es trivial aus der Definition der Begriffe sowie dem zitierten Grundsatz der Logik folgt. Soll ich mal den Artikel durchgehen und alles löschen, was nicht explizit durch Quellen belegt ist, sondern nur irgendwo impliziert und vom Autor verdeutlich wurde? --78.51.60.8 18:59, 7. Nov. 2017 (CET)
"Terminologisch gefasst, stehen die theistische und die atheistische These in keinem konträren, sondern in einem kontradiktorischen Gegensatzverhältnis: Es ist nicht nur unmöglich, dass beide zugleich wahr sind; es ist auch unmöglich, dass beide zugleich falsch sind. Entsprechend lässt der Theismus-Atheismus-Streit eine dritte Position, die mit den Thesen des Theisten und des Atheisten konkurrieren würde, gar nicht zu. Zwar wird der Agnostizismus gerne als Alternative angeführt, doch ist die vom Agnostiker vertretene These von der Nichterkennbarkeit Gottes eine epistemische, die sich zu den ontologischen Thesen des Theisten und des Atheisten neutral verhält." (aus https://philosophie-indebate.de/2267/pro-und-contra-traegt-im-theismus-atheismus-streit-der-theist-die-beweislast/)--78.51.60.8 19:12, 7. Nov. 2017 (CET)
Na bitte, wer sagt's denn? Der Agnostizismus wird „gerne als Alternative angeführt“. Find ich auch, ganz so binär wird das also gemeinhin nicht gesehen. Was Hartmut Westermann (ist der relevant?) dazu sagt, ist also eine Meinug unter vielen. Als feststehendes Faktum kann die gemäß WP:NPOV nicht in den Artikel, allenfalls als ein Beitrag zur Diskussion. --Φ (Diskussion) 20:23, 7. Nov. 2017 (CET)
Es mag "eine Meinung unter vielen" sein, aber wieso sollte die Meinung eines Dr. Westermann weniger WP-würdig sein als die Meinung eines der vielen deren Meinungen in dem Artikel aufgeführt werden dürfen? Wie etwas "gemeinhin gesehen" wird, sollte für WP auch kein Kriterium sein um zu entscheiden, ob etwas Teil eines Artikels sein darf oder nicht.
Dieser Punkt hat letztlich aber nichts mit "Meinung" zu tun, sondern schlicht Folge logischer Schlussfolgerung aus der Definition der Begriffe. Logische Schlüsse stehen für sich, da sind weder Belege noch Bauchgefühl, Meinungen oder ähnliches relevant. Man kann da natürlich die Sinnhaftigkeit/Relevanz der Definitionen angreifen, der logische Schluss ist aber - soweit nach den Regeln der Logik korrekt - weder weiter Begründungsnotwendig noch widerlegbar und auch keine Theorie, sondern äquivalent zu den Definitionen. Eine Enzyklopädie, die sich von der Anwendung der Logik verabschiedet, wäre wertlos. --78.51.60.8 21:36, 7. Nov. 2017 (CET)
Natürlich hat es mit Meinung zu tun, denn in dem Zitat von Westermann wird es ja als eine von mehreren Meinungen dargestellt. Wenn es also nur eine Meinung ist, dann fraht sich, warum genau diese eine Meinung im Artikel dargestellt werden sollte. WP:Q#Was sind zuverlässige Informationsquellen?|Wikipedia-Artikel sollen gut gesichertes, etabliertes Wissen enthalten, mit dem Ziel, den aktuellen Kenntnisstand darzustellen.]] Dass Hartmanns Einzelmeinung etabliert wäre, müsste erst noch belegt werden. Bislang ist sie lediglich eine unetablierte Einzelmeinung, mehr nicht. --Φ (Diskussion) 09:21, 8. Nov. 2017 (CET)
Das stimmt nicht. Der gesamte Text stellt zwar eine Meinung dar, enthält aber dazu Begründungen, welche gerade keine Meinungen sind. Mein Zitat enthält genau eine solche Begründung und das wird ja auch im Zitat beschrieben: "die vom Agnostiker vertretene These [...] [ist] eine epistemische, die sich zu den ontologischen Thesen des Theisten und des Atheisten neutral verhält". Das folgt aus der Definition der Begriffe und ist daher eben keine Meinung. Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, bezweifele ich ernsthaft, das du überhaupt weißt, was der Unterschied zwischen epistemischen und ontologischen Thesen ist und damit überhaupt nicht beurteilen kannst, worum es hier geht --77.187.162.99 10:29, 8. Nov. 2017 (CET)
I am not convinced. Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt. Das heißt, alle Änderungen müssen im Konsens erfolgen. Für deine änderungen gibt es keinen, deshalb setze ich jetzt zurück. Es steht dir aber frei, unter WP:3M um dritte Meinungen zu bitten, vielleicht findest du da ja Unterstützer. MfG --Φ (Diskussion) 12:20, 8. Nov. 2017 (CET)
Ich bemerke, dass es in diesem Zitat nicht um den Theismus und Atheismus geht, sondern um "die theistische und die atheistische These". Das ist ein Unterschied. Hier geht es gar nicht darum, ob ein Mensch persönlich an XY glaubt oder nicht, hier geht es um die These der Existenz bzw. Nichtexistenz von XY. Unter der Annahme, XY sei klar definiert (etwa Russells Teekanne), sind diese durchaus dual -- das eine schließt das andere aus, und wenn eines davon wahr ist, ist das andere automatisch falsch. Aber das ist eine ganz andere Sache als die Behauptung, es gebe rein logisch keine weitere Möglichkeit als entweder Theist oder Atheist -- entweder Teekannen-gläubig oder Teekannen-nichtgläubig -- zu sein. --Neitram  16:27, 8. Nov. 2017 (CET)
Ein Begriff und sein Gegenteil bilden nicht notwendigerweise eine Dualität im Sinne der klassischen Aussagenlogik, wo und alle Möglichkeiten umfassen. Zum Beispiel sind gut und böse ein Begriff und sein Gegenteil, das bedeutet aber keineswegs, dass alles entweder gut oder böse sein muss. Ich denke, diese gewiss gutgemeinte Hinzufügung führt den Leser im Kontext dieses Absatzes ein stückweit in die Irre, denn sie erweckt (zumindest mir) den Eindruck, als ob jeder Mensch -- und damit auch jeder Agnostiker, Neugeborene, im Koma liegende usw. -- per Logik entweder ein Theist oder ein Atheist sei, „ein Drittes gibt es nicht“. Nachdem aber Theismus und Atheismus unscharfe, schwammige Begriffe sind (zur Beurteilung notwendige und im Allgemeinen nicht abschließbare Rückfragen fangen an mit: "definiere göttlich", "definiere übernatürlich", "definiere höhere Macht", "definiere Welt", "definiere Realität", usw...) ist es m.E. unangemessen, so zu tun, als wären es klare, scharf abgegrenzte Begriffe, die sich mit mathematischer Aussagenlogik vergleichen ließen. --Neitram  16:13, 8. Nov. 2017 (CET)
Die Frage wäre dann aber, welcher Begriff Menschen bezeichnet, welche im Sinne der Aussagelogik keine Theisten sind? Ein solches Wort sollte es ja geben, oder?
Nach den üblichen Sprachregelungen im Deutschen wäre das dann ein "Nicht-Theist" bzw man wäre zB "untheistisch". Wenn man aber die Wortbildungsregeln im griechischen betrachtet (wo das Wort "Theist" ja herkommt), dann hat man da analog die Vorsilbe A- bzw. An- und man erhält einfach das Wort "Atheist".
Ich denke, das Hauptproblem hier ist einfach, das viele in den Begriff "Atheist" zu viel hineindenken (das Wort zB im Sinne des starken Atheismus oder des Antitheismus sehen) und das dann Verwirrung stiftet. Gerade deshalb halte ich aber eine Verdeutlichung und auch eine Abgrenzung vom Agnostizismus, bei dem es ja um etwas ganz anderes geht als beim Theismus/Atheismus (Epistemologie vs Ontologie) höchst sinnvoll. --77.186.179.106 15:52, 9. Nov. 2017 (CET)
Es muss keinesfalls ein Wort geben, das die Komplementärmenge zu einem gegebenen Wort bezeichnet. So etwas ist nur in den seltensten Fällen sinnvoll. Die alten Griechen benötigten ein Wort für eine entsprechende soziale Gruppe, also prägten sie dafür diesen Begriff, der sprachlich naheliegend und in der Praxis gut geeignet ist, um Menschen zu bezeichnen, die sich in einem ansonsten theistisch geprägten Umfeld bewusst für die Ablehnung des Theismus in all seinen in diesem Umfeld vorkommenden Ausprägungen entschieden haben. So verstanden macht der Begriff für mich Sinn. Was für mich wenig Sinn macht, ist, den Begriff des Atheismus als "logischen Komplementärbegriff" zum Theismus zu deuten -- im Sinne, jeder Mensch, jedes Lebewesen, jedes Ding..? sei zwangsläufig entweder das eine oder das andere. Wenn man mich fragen würde, ob ich z.B. an die Existenz von parallelen Universen glaube oder nicht, würde ich sagen, das kann ich nicht sinnvoll beantworten, da ich mir in dieser Frage weder eines Glaubens noch eines Nicht-Glaubens bewusst bin. Ich würde es ebenso ablehnen, ein "Parallele-Universen-Gläubiger" genannt zu werden, wie ein "Nicht-Parallele-Universen-Gläubiger". Niemand kann mir erzählen, die Logik erfordere, dass ich eines von beiden sein müsse, denn ein Drittes sei rein logisch nicht möglich.
Worin ich dir völlig zustimme, ist, dass der Agnostizismus grundsätzlich außerhalb der Theismus-Atheismus-Thematik steht, denn er ist ja auch entsprechend definiert. --Neitram  16:38, 9. Nov. 2017 (CET)
Sorry, ich habe gerade noch meine Antwort von 16:38 Uhr editiert, das hat sich mit deiner Antwort von 16:40 Uhr überlappt. --Neitram  16:42, 9. Nov. 2017 (CET)
Natürlich muss es kein Wort geben, man kann natürlich auch immer "Nicht-Theist" sagen. Aber wo ist dann der Unterschied zwischen einem Nicht-Theist und einem Atheist? Und warum will man den unbedingt machen? Und könnte man deine Argumentation dann nicht auch auf das Wort "Nicht-Theist" anwenden?
Auch die im Artikel stehende Definition "[...] bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter" ist ja klar im Sinne einer / Dualität und nicht im Sinne eines "gut/böse" zu verstehen. Diese sind eben keine Komplementärbegriffe sondern stellen Extremfälle auf einer moralischen Skala dar, wobei es ja hier eine unbezeichnete Mitte gibt - daher benutzt man auch unterschiedliche Begriffe und nicht zB Gut / Ungut.
Und im Fall des "Glaubens" sind Komplementärbegriffe schon sinnvoll: Man glaubt an etwas oder man glaubt nicht, da gibt es keinen "Zwischenweg". Das es natürlich Abstufungen gibt, ist klar, daher gibt es eben auch Qualifizierungen wie zB "starken/schwachen" Atheismus. Analog zB bei Begriffen wie "Helfen", man hilft oder man hilft nicht, auch hier ist es nicht möglich sich "rauszuhalten". Da spielt es auch keine Rolle, ob man "Helfen" nun eindeutig definiert hat oder ob es unterschiedliche Meinungen dazu gibt, was "helfen" konkret bedeutet, denn egal was für eine Definition man nimmt, das eine ist immer eine Komplementärmenge des anderen. Das das alles keine rein persönliche Meinung von mir ist, geht ja aus dem Zitat von Westermann hervor. --77.186.179.106 16:40, 9. Nov. 2017 (CET)
Bzgl. deines Beispiels "Parallele-Universen-Gläubiger": Auch hier ist für jeden Menschen völlig klar, ob er einer ist oder nicht. Wer noch nie drüber nachgedacht hat ist zB keiner, weil er halt nicht an etwas glauben kann, an das er noch nie gedacht hat. --77.186.179.106 16:41, 9. Nov. 2017 (CET)
Das sehe ich leicht anders. Wenn ich keine Meinung über die Frage habe, ob X existiert, ist die Aussage, ich gehöre zu einer Gruppe mit dem speziellen Merkmal der "Abwesenheit eines Glaubens an die Existenz von X", zwar logisch korrekt, aber ohne praktischen Sinn. Ein Neugeborener ist dann ein "Nicht-Kommunist", aber er ist auch ein "Nicht-Royalist", ein "Nicht-Demokrat", ein "Nicht-Pastafari", ein "Nicht-Wasauchimmer". Einen praktischen Sinn erhält der Begriff Atheist m.E. erst, wenn man ihn nicht als logisches Komplementär zu Theist ansieht, sondern auf einen sinnvollen Anwendungsbereich eingrenzt. --Neitram  16:54, 9. Nov. 2017 (CET)
Ja, Neugeborene sind Atheisten, Nicht-Kommunisten, Nicht-Wasauchimmers, genauso wie du zB ein "Nicht-Neugeborener" bist. Natürlich braucht man nicht immer einen Begriff für ein Komplement, das hängt von der Situation ab. ZB ist der Begriff "Nicht-Pastafari" idR wenig sinnvoll, kann auf einem Pastafarian-Treffen dann aber durchaus sinnvoll sein. Daher gibt es eben auch den Begriff Atheist, da lange Zeit "Theist" zu sein der Normalzustand war (Und daher ist "Theist" ja auch ein sehr viel neuerer Begriff als "Atheist"). Aber da wir nun mal heute die Begriff "Atheist" und "Theist" haben und dazu auch WP Seiten existieren, sollte man sie auch korrekt erklären. Und sowohl von der Wortbedeutung als auch aus den Definitionen der Begiffe (auch hier in WP) geht klar hervor, das es sich um Komplementärbegriffe handelt und daher der Satz vom ausgeschlossenen Dritten gilt. --77.186.179.106 17:19, 9. Nov. 2017 (CET)
Ich glaube, da können wir uns einigen, dass wir uns uneinig sind. Ich sehe die weitaus meisten enzyklopädisch behandelten Begriffe als Begriffe an, die durch den praktischen und variablen Sprachgebrauch geprägt sind und keine Definition von der Art haben, dass man anhand von ermittelten Eigenschaften einen Probanden klar einem Begriff oder seinem Komplementärbegriff zuordnen kann. Ein Rechteck ist entweder ein Quadrat oder ein Nichtquadrat, da gibt es keine Diskussion. Aber ob -- um wieder einen anderen Themenbereich als Beispiel herzunehmen -- Land X ein Rechtsstaat ist oder ein Unrechtsstaat ist, darüber gibt es sehr wohl Diskussionen und man braucht nicht zu hoffen, dass es so simplel und klar ist wie bei den Rechtecken. Ich stelle nicht in Frage, dass Atheismus und Theismus komplementäre Begriffe darstellen, aber ich empfinde die Bemühung des Satzes vom ausgeschlossenen Dritten an dieser Stelle als nicht zielführend, weil es sich nicht um mathematisch klare Begriffe, sondern um Begriffe mit der üblichen Unschärfe und diversen praktischen Eingrenzungen handelt. Ich würde "Atheist" nicht so definieren, dass auch eine Stubenfliege oder eine Kaffeetasse ein Atheist sind -- weil sie keine Theisten seien und dann das logische Komplementär dazu sein müssen. --Neitram  11:40, 10. Nov. 2017 (CET)