Dominik Meiering

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Dominik Meiering (2018)

Dominik Maria Meiering (* 31. Januar 1970 in Rhede) ist ein deutscher römisch-katholischer Priester und Kunsthistoriker. Er ist leitender Pfarrer der Kölner Innenstadtgemeinden und Domkapitular am Kölner Dom.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dominik Meiering wuchs in Bergisch Gladbach in der Nähe von Köln auf. Dort besuchte er die Katholische Grundschule und später auch das Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium, wo er im Sommer 1989 sein Abitur erlangte. Im Anschluss daran absolvierte Meiering seinen Grundwehrdienst im Kammerorchester der Bundeswehr (HMK II Kassel).[1]

Studium und Priesterausbildung (1990–2006)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meiering studierte von 1990 bis 1996 in Bonn und Freiburg im Üechtland Katholische Theologie, Kunstgeschichte und Philosophie. Am 19. Juni 1998 erhielt er die Priesterweihe im Kölner Dom durch Kardinal Meisner. Von 1999 bis 2003 war er Kaplan in Neuss und von 2003 bis 2006 in St. Agnes (Köln). Im Jahr 2006 erfolgte die Promotion an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn im Fach Kunstgeschichte mit seiner Dissertation Christo-Logie.

Jugendseelsorge (2006–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2006 bis 2015 war Meiering Stadtjugendseelsorger und BDKJ-Präses in der Stadt Köln.[2] Hier wurde Dominik Meiering mit der Konzeption und der Umsetzung des Jugendpastoralen Zentrums Crux betraut, das in der Kirche St. Johann Baptist (Köln) angesiedelt ist. Als Stadt- und Kreisjugendseelsorger setzte sich Meiering stark für die Jugend in der Stadt Köln auf verschiedenen Ebenen ein.[3] In dieser Zeit war Meiering ebenfalls als Schulseelsorger für das Erzbischöfliche Berufskolleg und die Katholische Hauptschule am Großer Griechenmarkt beauftragt.[4]

2008 bis 2015 übernahm er den Lehrauftrag für Theologische Grundlagen/Liturgik an der Musikhochschule Köln. Von 2010 bis 2015 war Meiering ebenfalls Kreisjugendseelsorger des Rhein-Erft-Kreises. Auch von 2010 bis 2015 war Dominik Meiering der Rector ecclesiae an der letzten Eigenkirche in Köln, St. Gregorius im Elend in der Südstadt, ernannt. Einen Lehrauftrag für Homiletik am Priesterseminar und Diakoneninstitut Köln übernahm Dominik Meiering von 2012 bis 2015.

In der Funktion als BDKJ-Präses hat er im Jahr 2011 das Bündnis „Nikolaus komm in unser Haus“ beim Nikolausgipfel mitinitiiert. Ziel des Bündnisses ist es, das tugendhafte Leben des Heiligen Bischofs Nikolaus von Myra wieder mehr als Vorbild in die Öffentlichkeit zu tragen.[5]

Dominik Meiering als Domkapitular bei der Beisetzung von Joachim Kardinal Meisner (2017)

Generalvikar (2015–2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meiering wurde am 22. Februar 2015 im Kölner Dom vom Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki als neuer Generalvikar eingeführt. Damit ist er Nachfolger von Stefan Heße, der von Papst Franziskus zum Erzbischof von Hamburg ernannt worden ist.[6] Neben dem Amt des Generalvikars hatte Meiering das Amt des Moderators der Kurie des Erzbistum Kölns inne.[7] Am 14. April 2015 ernannte Kardinal Woelki Meiering zum residierenden Domkapitular[8], am 19. April 2015 wurde er durch Dompropst Prälat Gerd Bachner in das Amt eingeführt.[9]

In die Amtszeit von Meiering fielen viele strukturelle Neuausrichtungen des Erzbistums unter dem Titel „Neue Wege für Pastoral und Verwaltung“. In diesem Zuge wurden die Rendanturen neu geordnet mit Auswirkungen auf die Haus- und Liegenschaftsverwaltung und der Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Pfarrgemeinden.[10] Daneben hat Meiering für die flächendeckende Einrichtung von Stellen für Verwaltungsleiter zur Unterstützung der Leitenden Pfarrer in allen Seelsorgebereichen[11] gesorgt, sowie die Neuausrichtung des Stiftungszentrums auf den Weg gebracht,[12] unter deren Dach auch die Stiftung von Kardinal Meisner zu finden ist.

Dominik Meiering wurde zum 30. April 2018 auf Wunsch Erzbischof Woelkis von seinem Amt als Generalvikar entbunden und übernahm zum 1. September auf Wunsch Erzbischof Woelkis die Koordination des "Sendungsraums Köln-Mitte", der katholischen Kirche in der Kölner Innenstadt. Gleichzeitig ist er hier als leitender Pfarrer tätig.[13]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorstand des Vereins für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen e.V.
  • Vorstand des Fördervereins Romanische Kirchen in der Stadt Köln e.V.
  • Mitglied im Studentenverein Arminia im KV
  • Ehrenmitglied in der Akademischen Vereinigung Rheinstein im CV
  • Geistlicher Beirat im KV-Ortszirkel Häuschen zu Köln
  • Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • Mitglied im Malteser Hilfsdienst
  • Mitglied Rotary-Club Köln-Kapitol
  • Mitglied Montagsgesellschaft Köln
  • Mitglied im Bürgerschützenverein, Neuss-Grimlinghausen
  • Ehrenmitglied im Corps à la suite der Ehrengarde der Stadt Köln
  • Ehrensenator der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft
  • Rittmeister der Reserve in der EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V.
  • Mitglied des 1. FC Köln
  • Mitglied im Förderverein des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, Bergisch Gladbach
  • Mitglied im Verein der Freunde und Förderer der Katholischen Fakultät der Universität Bonn
  • Mitglied in der Matthiasbruderschaft, Neuss-Uedesheim
  • Mitglied im Förderkreis Albertus-Magnus-Stiftung e.V.
  • Mitglied im Förderverein St. Gregorius im Elend zu Köln
  • Mitglied im Verein für den Niederrhein e.V.
  • Mitglied im Verein der Freunde und Förderer des Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kunst im Dienst (an) der Kirche? Schnell und Steiner, Regensburg 1997, ISBN 978-3-7954-1133-6.
  • mit Lutwin Opladen: Die Kirche St. Franziskus Xaverius Düsseldorf-Mörsenbroich. Düsseldorf 1998.
  • mit Karl Schein (Hrsg.): Himmel auf Erden. Festschrift zum 150jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst. Wienand, Köln 2003, ISBN 978-3-87909-809-5.
  • mit Barbara Schock-Werner und Ulrich Hennes: Follow the star. Der Kölner Dom für junge Christen. Verlag Kölner Dom, Köln, 2005, ISBN 978-3-922442-58-5.
  • Verhüllen und Offenbaren. Der Verhüllte Reichstag von Christo und Jeanne-Claude und seine Parallelen in der Tradition der Kirche. (Phil. Diss. an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn), Schnell und Steiner, Regensburg 2006, ISBN 978-3-7954-1835-9.
  • mit Gaby Bayer-Ortmanns (Hrsg.): Braucht Glaube Kunst? Kühlen, Mönchengladbach 2006, ISBN 978-3-87448-281-3.
  • mit Joachim Oepen (Hrsg.): Aufbruch statt Abbruch. St. Johann Baptist in Köln. Crux, Köln 2009, ISBN 978-3-00-028096-2.
  • mit Clemens Bayer, Martin Seidler und Martin Struck (Hrsg.): Schatzkunst in Kirchen und Museen. Schnell und Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2827-3.
  • Die Firmung. Mit DVD. Haus Altenberg, Düsseldorf 2013, ISBN 978-3-7761-0282-6.
  • mit Stefan Lesting (Hrsg.): Nikolaus-Handbuch, BDKJ Köln, Köln 2015, ISBN 978-3000506819.
  • Die Familie als Grundlage der Lebensordnung in: Christoph Klausing (Hrsg.) Die Kölner Leitsätze 1945 und heute. Eine Suche nach dem Markenkern der Christdemokratie. Münster 2018, ISBN 978-3-643-14103-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dominik Meiering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dr. Dominik Meiering, Kölner Generalvikar 2015-2018 | Erzbistum Köln. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  2. bdkj-koeln.de
  3. rotary1810.de (Memento des Originals vom 14. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rotary1810.de
  4. Dr. Dominik Meiering, Kölner Generalvikar 2015-2018 | Erzbistum Köln. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  5. Nikolausbündnis
  6. Kardinal Woelki ernennt Dominik Meiering zu seinem Generalvikar. Domradio, 2. Februar 2015, abgerufen am 2. Februar 2015.
  7. Dr. Dominik Meiering, Kölner Generalvikar 2015-2018 | Erzbistum Köln. Abgerufen am 19. Januar 2019.
  8. Kölner Personalentscheidungen. Domradio, 14. April 2015, abgerufen am 14. April 2015.
  9. "Lebensstiftender Gott als Seele des Doms". Domradio, 19. April 2015, abgerufen am 27. Mai 2015.
  10. Erzbistum Köln: NEUE WEGE FÜR PASTORAL UND VERWALTUNG. Erzbistum Köln, 13. September 2016, abgerufen am 20. Februar 2019.
  11. Erzbistum Köln - Verwaltungsleiter für alle 180 Seelsorgebereiche. 1. Juli 2016, abgerufen am 19. Januar 2019.
  12. Sinnvoll spenden - aber wie? In: FUNDStücke. Deutscher Fundraising Verband, Februar 2016, abgerufen am 19. Januar 2019.
  13. Erzbistum Köln: „Kölner Generalvikar übernimmt Pfarreileitung“. katholisch.de, 19. März 2018, abgerufen am 19. März 2018.
VorgängerAmtNachfolger
Stefan HeßeGeneralvikar des Erzbistums Köln
2015–2018
Markus Hofmann