Drăgășani

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Drăgășani
Wappen von Drăgășani
Drăgășani (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kleine Walachei
Kreis: Vâlcea
Koordinaten: 44° 40′ N, 24° 16′ O44.66111111111124.263888888889Koordinaten: 44° 39′ 40″ N, 24° 15′ 50″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 44,57 km²
Einwohner: 17.871 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 401 Einwohner je km²
Postleitzahl: 245700
Telefonvorwahl: (+40) 02 50
Kfz-Kennzeichen: VL
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 3 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Valea Caselor, Zărneni, Zlătărei
Bürgermeister: Cristian Nedelcu (PSD-PNL VL)
Postanschrift: Piața Pandurilor, nr. 1
loc. Drăgășani, jud. Vâlcea, RO–245700
Website:

Drăgășani ist eine Stadt im Kreis Vâlcea, in der Region Walachei, in Rumänien.

Lage[Bearbeiten]

Drăgășani liegt im Westen der Walachischen Tiefebene in der Flussebene des Olt und ist von einigen Ausläufern der Südkarpaten umgeben. Die Kreishauptstadt Râmnicu Vâlcea befindet sich etwa 50 km nördlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Stadt war bereits im Paläolithikum und im Neolithikum besiedelt. Drăgășani wurde 1535 erstmals urkundlich erwähnt. 1772 sind ein Markt und ein Übergang über den Olt erwähnt. Am 19. Juni 1821 kam es in der Nähe des Ortes zu einem Gefecht zwischen den Truppen Alexander Ypsilantis´ und osmanischen Einheiten; es war eine der ersten Kampfhandlungen der Griechischen Revolution.

1995 bekam Drăgășani den Status eines Munizipiums – d. h. einer bedeutenderen Stadt – zugesprochen.

Die Stadt lebte lange Zeit von der Landwirtschaft, vorwiegend vom Weinbau. Nach 1970 wurden eines der größten Industriebetriebe der Stadt – „Betrieb für Schuhsohle und Schuhe aus Kautschuk“ – mit etwa 2000 Mitarbeiter, angesiedelt.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

1912 wurden in Drăgășani 6.710 Bewohner registriert. Bis 1992 wuchs die Bevölkerungszahl auf 22.126; seitdem ist ein Rückgang zu verzeichnen. Bei der Volkszählung 2002 wurden in der Stadt 20.798 Einwohner registriert, darunter 20.571 Rumänen, 199 Roma, 6 Ungarn und 2 Deutsche.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Drăgășani liegt an der im Tal des Olt verlaufenden Bahnstrecke zwischen Piatra-Olt und Râmnicu Vâlcea. Auf dieser Linie verkehren mehrmals täglich Schnell- und Nahverkehrszüge. Regelmäßige Busverbindungen bestehen u. a. nach Râmnicu Vâlcea und Bukarest. Drăgășani liegt an der Nationalstraße 64 von Caracal nach Râmnicu Vâlcea.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Im Jahr 2008 fand Drăgășani Erwähnung in der deutschsprachigen Presse als eines der Zentren organisierter Online-Kriminalität.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ruinen der römischen Burg Russidava
  • Weinmuseum
  • Gedenkhaus Gib Mihăescu

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drăgășani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Chronologische Geschichte der Stadt auf der Website des Weinmuseums in Drăgășani abgerufen am 20. Februar 2015
  3. Volkszählung 2002, abgerufen am 28. November 2008
  4. Stern.de vom 14. Januar 2008, abgerufen am 18. Mai 2009
  5. Ion Simuț: Angaben zu Gib Mihăescu bei romlit.ro