EVORA Arena

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EVORA Arena
Die Haupttribüne des Stadions
Die Haupttribüne des Stadions
Frühere Namen

HSV-Anlage (1965–1969)
Mahlberg-Stadion (1969–2008)

Daten
Ort Jürgen-Graef-Allee 13
DeutschlandDeutschland 59065 Hamm, Deutschland
Koordinaten 51° 41′ 25,5″ N, 7° 50′ 3,9″ OKoordinaten: 51° 41′ 25,5″ N, 7° 50′ 3,9″ O
Eröffnung 1965
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 8.500 Plätze
Verein(e)

Die EVORA Arena ist ein Fußballstadion im westfälischen Hamm. Es ist seit 1965 die Heimspielstätte der Hammer SpVg.

Lage und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EVORA Arena liegt im Osten des Stadtbezirks Hamm-Mitte. Nördlich des Stadions verläuft der Datteln-Hamm-Kanal, östlich vom Stadion mündet die Ahse in den Kanal. Etwas weiter westlich von der Arena liegt das Jahnstadion. Eine offizielle Festlegung der Zuschauerkapazität wurde nicht festgelegt.[1] In der Regel wird die Kapazität mit 8.500 Plätzen angegeben, davon 952 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne.[2] Die EVORA Arena ist ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn. Gespielt wird auf Naturrasen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1914 spielte die Hammer SpVg in der HSV-Kampfbahn an der Ostenallee. Im Jahre 1963 plante die Stadt Hamm einen Straßenausbau und benötigte dafür das Gelände der Kampfbahn. Das Bauprojekt wurde allerdings nie realisiert. Der Verein erhielt als Entschädigung ein Gelände etwa 400 Meter nördlich ihres alten Domizils in der Nähe des Jahnstadions. Auf 48.000 Quadratmeter entstand das Stadion, diverse Nebenplätze, eine Tennisanlage sowie ein Vereinsheim. Zur Abgrenzung vom alten Stadion wurde das neue Stadion HSV-Anlage genannt. Vier Jahre später erfolgte die Umbenennung in Mahlberg-Stadion. Mit der Umbenennung wollte der Verein die Verdienste des damaligen Vereinsvorsitzenden Hans-Otto Mahlberg beim Bau des neuen Stadions würdigen.[1]

Hammer SpVg - FC Gütersloh 2000 (2013)

Das Stadion wurde schließlich im Jahre 1965 eröffnet. Ein Jahr später stieg die Hammer SpVg in die seinerzeit zweitklassige Regionalliga West auf. Bei den Heimspielen gegen Alemannia Aachen, Preußen Münster und Schwarz-Weiß Essen begrüßte der Verein jeweils rund 12.000 Zuschauer. Den Vereinsrekord von 18.000 Zuschauern im Spiel gegen Arminia Bielefeld stellten die Hammer allerdings im Jahnstadion auf. Nach dem direkten Wiederabstieg erreichten die Hammer 1968 das Halbfinale um die Deutsche Amateurmeisterschaft, wo 10.000 Zuschauer eine 0:3-Niederlage gegen den FC Wacker München sahen. In den Jahren 1971 und 1974 musste der Verein sein Stadion in zwei Schritten an die Stadt Hamm verkaufen, nachdem der Verein mit rund 500.000 Mark verschuldet war. [1]

Am 17. Februar 2008 wurde das Mahlberg-Stadion in EVORA Arena umbenannt. Namensgeber ist ein im Bereich Kosmetik und Wellness tätige Unternehmen aus Großwallstadt. Ende 2009 begann der Bau einer neuen Haupttribüne auf der Westseite des Stadions mit 932 überdachten Sitzplätzen. Von den 1,2 Millionen Euro Baukosten übernahm der Verein die Hälfte. Bereits seit 2006 wird über einen Ausbau des Stadions diskutiert. Pläne für ein 11.251 Zuschauer fassendes, drittligataugliches Stadion liegen vor und sind vom DFB akzeptiert worden.[1]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptnutzer des Stadions sind die Fußballer der Hammer SpVg, die seit der Wiedereinführung im Jahre 2012 in der fünftklassigen Oberliga Westfalen spielen. Zweimal ließ der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die Oberliga Westfalen im Hammer Stadion austragen. Am 29. Mai 1997 setzten sich Amateure des VfL Bochum im Elfmeterschießen gegen die zweite Mannschaft von LR Ahlen durch. Am 30. Mai 2001 setzte sich der Hövelhofer SV vor rund 1.000 Zuschauern mit 1:0 gegen die SpVgg Erkenschwick durch.[3] Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft der B-Juniorinnen 2007 fanden im damaligen Mahlbergstadion zwei Vorrundenpartien statt. Der 1. FFC Turbine Potsdam besiegte den 1. FFC Frankfurt mit 2:0. Danach verlor der 1. FFC Recklinghausen gegen den FCR 2001 Duisburg mit 1:6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Werner Skrentny (Hrsg.): Das große Buch der deutschen Fußball-Stadien. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2010, ISBN 978-3-89533-668-3, S. 156.
  2. Hammer SpVg. Stadionsuche.de, abgerufen am 9. Januar 2016.
  3. Saison 2000/2001. SpVgg Erkenschwick, abgerufen am 10. Januar 2016.