FC Wacker München

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FC Wacker München
Wappen-FC-Wacker-München
Basisdaten
Name Fußball-Club Wacker München e. V.
Sitz München
Gründung 7. Mai 1903
Farben blau-schwarz
Präsident Florian Bamminger
Website fc-wacker-muenchen.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Florian Hahn
Spielstätte Bezirkssportanlage Demleitnerstraße (Lage)
Plätze 2.500
Liga Kreisliga 2 München Ost
Heim
Auswärts

Der FC Wacker München ist ein im Stadtviertel Sendling beheimateter Fußballverein, der lange Zeit – wenn auch meist mit Abstand – die Nummer drei im Münchner Fußball war, inzwischen aber von untergeordneter Bedeutung ist. In der Glanzzeit des Vereins in den 1920er Jahren errang der FC Wacker 1922 den Titel des süddeutschen Fußballmeisters und stand zweimal im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Bis 1980 spielte der FC Wacker durchgängig mindestens 3. Liga.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1903–1920: Gründung und erste Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 7. Mai 1903 in der Gaststätte „Alter Huiras“ im Münchner Stadtteil Laim als FC Isaria gegründet und hieß zwischenzeitlich FC Wittelsbach und FC München-Laim. 1904 erfolgte die Umbenennung in FC Wacker und 1905 trat der Verein dem Süddeutschen Fußballverband bei.[1] 1908 trat er dem Radsportclub Monachia bei und firmierte danach offiziell als Fußball-Abteilung Wacker 1903 des SC Monachia.[2]

Der Vorsitzende der FA Wacker war Franz Nußhardt (1908-14), der vor dem Ersten Weltkrieg eine Reihe gemeinsamer Veranstaltungen mit der „FA Bayern im Münchener SC“ (heutiger FC Bayern) ausrichtete.[1] Zur Spielzeit 1913/14 traten die Fußballer der Turnerschaft 1886 München bei und traten als Fußballabteilung Turnerschaft Wacker 1886 München an. 1917 machte die (Associations) Fußball und die Rugby (Fußball)-Abteilungen sich schließlich als FC Wacker München selbständig.[3]

FC Wacker München Südbayerischer Meister 1919

Erster Star der Blausterne war der österreichische Nationaltorwart Karl Pekarna, der 1905, als er für den Rangers FC in Glasgow spielte, als schottischer Torwart des Jahres geehrt wurde. Er kam 1908 zur FA Wacker und mit ihm wurde man 1910 erstmals Münchener Stadtmeister und Oberbayerischer Meister.[1] 1910 wechselte Pekarna gegen Zahlung einer erheblichen Summe zum FC Bayern. Dieser Tabubruch inmitten des „Amateursports“ war der erste handfeste Skandal in der Münchener Fußballgeschichte. Pekarna wurde dafür zeitweise aus dem Verband ausgeschlossen.

Der FC Wacker München gewann 1919 erstmals die Südbayerische Meisterschaft durch ein 5:1 gegen den FC Bayern München.[1]

Mit einem Trick erschlich sich der Verein die Spielberechtigung des deutschstämmigen Ungarn Alfréd "Spezi" Schaffer. Dieser hatte ursprünglich beabsichtigt, den 1. FC Nürnberg in Richtung Basel zu verlassen, wurde dann jedoch von Eugen Seybold und Torwart Alfred Bernstein überredet, an der Isar zu spielen. Weil Schaffer als ausländischer Berufsspieler galt, verweigerte ihm der DFB jedoch 1920 die Spielerlaubnis. Der FC Wacker beschäftigte ihn deshalb zunächst bis zum Frühjahr 1921 nur als Cheftrainer. Dann erschien in der Zeitschrift “Fußball” eine fingierte Verlobungsanzeige Schaffers mit der Schwester von Alfred Bernstein. Diese vorgebliche Schwester Olga gab es zwar gar nicht, aber der DFB war damit überlistet und Schaffer erhielt daraufhin die Spielerlaubnis und war fortan Spielertrainer beim FC Wacker.[1]

1920–1933: Die Goldenen 1920er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Wacker München Südbayerischer Meister 1921
FC Wacker München Süddeutscher Meister 1922

Die 1920er Jahre sollten zur „Goldenen Zeit“ des FC Wacker werden. 1921 wurde erneut die Südbayerische Meisterschaft gewonnen.[1] Eng verbunden mit den Erfolgen in diesem Jahrzehnt ist der ungarische Nationalspieler Alfréd „Spezi“ Schaffer, 1918 und 1919 europäischer Rekordtorschütze[4] und allgemein als der erste Fußballstar des Kontinents angesehen, der von 1920 bis 1922 beim Verein spielte.

1922 gewann der FC Wacker in Frankfurt die Süddeutsche Meisterschaft durch einen 2:1-Finalsieg nach Verlängerung gegen Borussia Neunkirchen. Die Münchener Stadtchronik notierte für den 15. Mai 1922: „Nach einem 2:1-Sieg über „Borussia Neunkirchen“ wird mit „Wacker München“ erstmals ein Münchner Verein süddeutscher Fußballmeister. Tausende von Menschen empfangen begeistert am Hauptbahnhof die per Zug zurückkehrenden Fußballer.“[5]

In den folgenden Endrundenspielen um die Deutsche Meisterschaft stieß man durch einen 5:0-Viertelfinalsieg in Karlsruhe über Arminia Bielefeld bis ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft vor.[1] Das Halbfinale gegen den Hamburger SV wurde trotz deutlicher Feldüberlegenheit mit 0:4 verloren. Zur Mannschaft des FC Wacker gehörten hier unter anderem auch die Nationalspieler Heinrich Altvater und Albert Eschenlohr.

In den 1920er Jahren liefen noch weitere prominente Spieler für den FC Wacker auf. Herauszuheben sind hier der ungarische Nationalspieler Péter Szabó, Trainer Edward Hanney, der 1912 mit England bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm die Goldmedaille gewann, sowie die deutschen Nationalspieler Willy Falk und Josef Weber, sowie Josef Bergmaier.

Im Juni 1926 war der FC Wacker Gast einer Stadtauswahl von Dortmund beim Eröffnungsspiel des dortigen Stadions Rote Erde – in dem Borussia Dortmund bis zur Einweihung des Westfalenstadions 1974 große Erfolge feiern sollte – und gewann mit 11:1.

Nachdem Alfréd Schaffer seine Spielerkarriere beendete, wurde er von Wacker Vorstand Albert Bauer 1925 erneut verpflichtet. Er blieb für eine Saison, wechselte 1926 zum DSV München, nur um im Juni 1928 pünktlich zu den Endrundenspielen wieder zurückzukehren.[1] Er führte die Mannschaft erneut ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft, aber in Leipzig musste Wacker nach einer 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC die Meisterschaftshoffnungen begraben.

Im März 1931 trat die Hockeyabteilung aus und gründete den HC Wacker. Finanzielle Probleme im Zuge der Weltwirtschaftskrise hatten Unruhe in den Verein getragen. Zwei Monate später wurde Sepp "Joschi" Kirmaier, Sportjournalist der Zeitung "Fußball" und langjähriges Vereinsmitglied, zum neuen Vereinsvorsitzenden des FC Wacker gewählt. Im September 1932 wurde dann der Herausgeber des "Fußball", Eugen Seybold, zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Er galt wie zuvor schon Albert Bauer als prominenter Verfechter der Einführung des Profifußballs in Deutschland und zudem als Organisator des Alfred Schaffer Transfers zum FC Wacker 1920. Seybold führte 1932 den "Blaustern" beim FC Wacker ein und verhinderte die Löschung und Fusion des Vereins gemäß Anordnung der Partei mit beherzten Schriftsätzen und Stellungnahmen. Das Schicksal anderer Vereine blieb dem FC Wacker somit erspart und der Verein blieb selbstständig.[1]

1933–1945: Wacker in der Gauliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wacker 1936 in der Gauliga Bayern

1933 wurde der deutsche Fußball umorganisiert und an die Stelle der zuletzt 55 regionalen ersten Klassen traten 16 Gauligen. Der FC Wacker qualifizierte sich für die Gauliga Bayern, in der je nach Saison 10 bis 12 Vereine um die Bayerische Gaumeisterschaft und damit die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft spielten. Wacker konnte sich dort nicht besonders hervortun und war zum Saisonschluss öfter im Tabellenkeller zu finden.

1937 verpflichtete der 1. Vorstand Eugen Seybold Trainer Max Breunig, der seinerzeit zur Elite deutscher Trainer zählte. Breunig stand für ein sehr ansehnliches Kombinationsspiel, mit dem er bereits beim SV1860 München in den Vorjahren sehr erfolgreich gewesen war und zweimal das Halbfinale und einmal das Finale der Deutschen Meisterschaft erreicht hatte. Aber es half alles nichts und Wacker stieg nach der fünften Saison 1937/38 schließlich als Vorletzter ab, trotz des 1934 vom FC Bayern gekommenen Nationalspielers Sigmund Haringer. Im September 1938 kehrte dann Alfréd Schaffer auf den Trainerstuhl des FC Wacker zurück. Im selben Jahr kam auch Fritz Herdin zum FC Wacker.[1]

Wacker 1939 in der Amateur-Liga Bayern

Damit begannen auch die Jahre des Zweiten Weltkriegs. Ernst Poertgen, Starstürmer des Abonnementsmeisters jener Ära, des FC Schalke 04, wurde mit der Wehrmacht in München stationiert und spielte in bis zu seiner Gefangennahme durch die US-Amerikaner 1942 beim FC Wacker. Mit ihm gelang 1940 der Wiederaufstieg, doch bis zum Kriegsende kam der FC Wacker nicht über Mittelmaß hinaus. In dieser Zeit trat auch der ebenfalls kriegsbedingt in München stationierte spätere Meistertrainer Hennes Weisweiler für den FC Wacker an.

1945 bis 1979: Von der Oberliga zur Bayernliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Krieg fand der FC Wacker Aufnahme in die zweitklassige Landesliga Bayern, von wo ihm 1947 der Aufstieg in die weiland erstklassige Oberliga Süd gelang. Dabei half der Verteidiger Hans Bauer, der 1954 als Bayern-Spieler mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister werden sollte. Doch auch er konnte den umgehenden Wiederabstieg nicht verhindern. Die große Zeit des FC Wacker war damit vorbei. Der Verein, der bis zu diesem Zeitpunkt fast immer erstklassig war, sollte nie wieder in der höchsten Spielklasse antreten.

Mannschaftsbild 1968

1950 qualifizierte sich der FC Wacker für die 2. Oberliga Süd, einer neuen auf dem Vertragsspielerstatus aufgebauten zweithöchsten Spielklasse, die an die Stelle der Landesligen trat. Dort konnte sich der Verein, mit einjähriger Unterbrechung, bis 1954 halten. Bis 1980 spielte der Verein in der seinerzeit drittklassigen Bayernliga. In den Spielzeiten 1964/65, 1970/71 und 1972/73 spielten die Sendlinger jeweils eine Saison in der zweitklassigen Regionalliga Süd. 1976 qualifizierte sich der FC Wacker als Bayernligameister erneut für den Aufstieg, verzichtete aber aus finanziellen Gründen.

Unter Trainer Karl Mai, einem Weltmeister von 1954, drang der FC Wacker 1968 in das Finale um die deutsche Amateurmeisterschaft vor, unterlag im in Bochum abgehaltenen Finale aber dem VfB Marathon Remscheid nach Verlängerung mit 3:5. Prominente Spieler waren Mittelstürmer Gerhard Mansfeld und der 18-fache Amateurnationalspieler Horst Pohl. 1968 wechselte dann Adi Kunstwadl, der erste Bundesliga Kapitän des FC Bayern, zum FC Wacker München und spielte dort bis 1974.

Alfred Fackler, der auch sieben Jahre Präsident des Vereins und später Vizepräsident und Ehrenvizepräsident des Bayerischen Fußballverbands wurde,[6] fungierte in jener Zeit als Technischer Direktor der Blausterne. Fackler war auch in drei relativ kurzen Perioden Trainer der Sendlinger, konnte in diesen den Verein 1970 und 1972 zur Bayernligameisterschaft und damit zum Aufstieg in die Regionalliga führen.

Die 2. Heimat des FC Wacker war mittlerweile schon seit 1963 das Dantestadion, welches von den Sendlinger Zuschauern in all den Jahren nur unwillig angenommen wurde. Der Ausbau des alten Wackerplatzes machte nur sehr langsame Fortschritte. 1972 war es dann endlich soweit, die Bezirkssportanlage Demleitnerstraße wurde eingeweiht.[1]

1976 qualifizierte sich der FC Wacker als Bayernligameister erneut für den Aufstieg, aber 1. Vorstand Alfred Fackler verzichtete aus finanziellen Gründen darauf und zog zurück. Daraufhin war der Würzburger FV Aufsteiger. Trainer Horst Pohl nahm daraufhin seinen Hut und ging zum MTV Ingolstadt. Die Nachfolge von Horst Pohl trat Alois Lechermeier an (1976–1978), und auf ihn folgte von 1978-80 Wolfgang Gierlinger, der zuvor bereits von 1970-73 Spieler war (57 Regionalligaeinsätze für Wacker).[7]

1980 bis 2000: Von der Landesliga zum Beinahe-Untergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Wacker 1980

1980 stieg der FC Wacker erstmals in die vierte Spielklasse ab, konnte aber nach zwei Spielzeiten in die Bayernliga zurückkehren. In den folgenden Jahren pendelte der Verein zwischen dritter und vierter Liga. 1980 kam Toni Nachreiner vom TSV 1860 zu den Blausternen. Er hatte sich im Zuge seines Jurastudiums re-amateurisieren lassen und blieb bis 1985 beim FC Wacker.[8]

Zu Ehren des 1977 verstorbenen Hannes Rutsch wurde 1981 ein internationales Hallenturnier in der Rudi-Sedlmayer-Halle veranstaltet, bei dem der FC Wacker Gastgeber für elf weitere Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz und Deutschland war. Das Turnier fand sogar internationale Beachtung und erwies sich als attraktives Einladungsturnier des FC Wacker. Die Blausterne hatten unter der Führung von Walter Lechner in punkto Turnierkoordination und -organisation eine einwandfreie Visitenkarte bei ihren Gästen abgegeben.[7]

Der FC Wacker konnte erst 1982 als Landesliga-Süd Meister wieder in die Bayernliga zurückkehren, aber verlor ein vielversprechendes Talent schnell wieder an Giesing. Andi Löbmann, 19-jähriger Torjäger der Blausterne und Sechziger Eigengewächs, wechselte direkt nach dem Aufstieg zurück zu den Sechzigern und wurde dort mit 18 Toren in 33 Spielen bester Torschütze und in seiner weiteren Karriere mit 98 Toren in 222 Bayernliga-Spielen einer der besten Torjäger aller Zeiten bei Sechzig. Von 1982-85 und von 1987-89 spielte der FC Wacker in der Bayernliga (damals 3. Liga), die andere Hälfte der 80er Jahre in der Landesliga Süd (4. Liga).[7]

Spatenstich des neuen Vereinsheims "Zum Blaustern" war am 8. Oktober 1983 und am 11. Mai 1985 übergab das Sportamt der Stadt München dem Club das neu erbaute Vereinsheim.[7]

Zwischen 1992 und 1994 führten drei Abstiege in Serie den Verein in die sechste Spielklasse. 1994 kam es zum finanziellen Zusammenbruch des Vereins und der zeitweiligen Einstellung des Spielbetriebes. Mitglieder der Vereinsführung wurden wegen Unregelmäßigkeiten strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. 1995 erfolgte ein Neubeginn des Vereins in der A-Klasse, der niedrigsten Spielklasse.

Der FC Wacker heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenpräsident Walter Lechner, Horst Pohl, Ehrenpräsident Alfred Fackler (v.li.)
FC Wacker München (2021/22)

Im Mai 2003 wurde das 100-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Der TSV 1860 München kam mit Icke Häßler, Markus Schroth, Benny Lauth & Co. zum Freundschaftsspiel an der Demleitnerstraße. Dr. Peter Gauweiler (MdB) fungierte als Schirmherr zur feierlichen Begehung des Ehrentages und „Kaiser“ Franz Beckenbauer, Ministerpräsident Edmund Stoiber sowie Oberbürgermeister Christian Ude, und Ehrenpräsident und BFV Vizepräsident Alfred Fackler schickten Grußworte.[8]

Nach dem Abstieg des FC Wacker in die A-Klasse 2009 wurde Trainer Bernd Klemm verpflichtet. 2010 erfolgte der Wiederaufstieg in die Kreisklasse und 2013 der Aufstieg in die Kreisliga, der Verein konnte sich aber nicht dort halten.

Seit 2005 galt der Verein als Vorzeigemodell für Vielfalt und soziale Integration in Bayern. Im April 2012 besuchten UEFA-Präsident Michel Platini, FC-Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Paul Breitner, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl Hopfner, und eine Delegation des FC Barcelona den Verein im Wacker-Stadion um dies anzuerkennen und stifteten ein UEFA Mini-Pitch.[9]

Marcus Steer, Vereinsvorsitzender des FC Wacker München, erhielt 2013 den Integrationspreis Bayern. Der Verein wurde ein Jahr später auch mit dem Integrationspreis der Münchener Stadtratsfraktion ausgezeichnet.[10]

Seit 2016 lenkt der 1. Vorstand Florian Bamminger die Geschicke des FC Wacker. Als ehemaliger Wacker-Spieler liegt ihm die sportliche Weiterentwicklung am Herzen. Nach der Zeit der starken Ausrichtung zum Integrationsverein möchte der FC Wacker seinen Fokus wieder verstärkt auf den Fußballsport legen.  Seit dem Wiederaufstieg 2016 spielt Wacker durchgängig in der Kreisliga und strebt nunmehr den Aufstieg in die Bezirksliga an.

Im November 2020 unterschrieb Florian Hahn einen Vertrag beim FC Wacker als Trainer und Sportlicher Leiter.[11] Der Ex-Manager und Geschäftsführer von Wacker Burghausen (2009-14) war zuletzt Trainer beim FC Ismaning.[12] Seit Juli 2021 ist der FC Wacker von einer langjährigen Schuldenlast in sechsstelliger Höhe befreit, die durch ehemalige Vorstände ausgelöst wurde. Dieser Meilenstein der Entschuldung stellt zugleich einen Aufbruch in eine bessere Zukunft dar.

Im Oktober 2021 verlängerte Trainer Florian Hahn seinen Vertrag um ein Jahr, plus Option auf ein weiteres Jahr bei Aufstieg in die Bezirksliga.[13]

Bekannte Spieler und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus den Reihen des FC Wacker München kamen mehrere deutsche Nationalspieler wie Heinrich Altvater, Georg Ertl, Willy Falk, Josef Weber und die Amateur-Nationalspieler Wilhelm Zott, Horst Pohl, und Sebastian Metzger. Der bekannteste war Sigmund Haringer, der von 1931 bis 1934 elf Länderspiele beim FC Bayern München bestritt, dann nach einem Streit zum FC Wacker wechselte und bei den Blausternen bis 1937 weitere vier Einsätze im Nationaltrikot hatte.

Der spätere Nationalspieler Dietmar Hamann begann genauso wie sein Bruder Matthias Hamann seine Karriere beim FC Wacker München, außerdem spielten die Bundesligaspieler Thomas Meggle und Necat Aygün während ihrer Jugendzeit für den Verein.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Spieler spielten während ihrer Zeit beim FC Wacker in der Nationalmannschaft:

  • Heinrich Altvater, ein Spiel für Deutschland 1922, 1920–40 bei FC Wacker, später Ehrenmitglied[1]
  • Georg Ertl, sieben Spiele für Deutschland zwischen 1925–27, von 1919–28 beim FC Wacker[1]
  • Wilhelm Falk, ein Spiel für Deutschland 1927, 1918–28[1]
  • Josef Weber, ein Spiel für Deutschland 1927, 1918–30, später Trainer beim FC Wacker[1]
  • Sigmund Haringer, 15 Spiele für Deutschland 1931–37, vier davon bei Wacker, von 1934–39 und 1940-43 bei Wacker[1]

Weitere bekannte Spieler:

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachwuchsförderung beim FC Wacker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim FC Wacker spielen aktuell über 300 Junioren in 18 Mannschaften auf der Bezirkssportanlage an der Demleitnerstrasse in Sendling. Die Sicherstellung von Kinder- und Jugendschutz sind die oberste Prämisse im Nachwuchsbereich. Die Trainingsschwerpunkte richten sich nach altersspezifischen Etappen, die in die Phasen Grundlagen, Aufbau und Leistung unterteilt sind. Der Verein legt gesteigerten Wert auf die Lizenzierungen seiner Jugendtrainer und unterstützt sie dabei.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenfußball-Abteilung wurde mit der Aufhebung des Verbots für Damenfußball durch den DFB im Herbst 1970 gegründet. Während ihres Bestehens im FC Wacker München hatten die Wacker-Frauen ihre erfolgreichste Zeit überhaupt. Zwei Aufstiege in die 1. Frauen-Bundesliga (1992 und 1994), sowie der dreimalige Gewinn des Bayerischen Landespokals (1992, 1994, 1996) und drei Bayerische Meistertitel (1991, 1992, 1994) standen in der überaus stolzen Bilanz der Wacker-Frauen.

Bekannteste Spielerin des FC Wacker war Torhüterin Nadine Angerer, die in ihrer Karriere alle erdenklichen Vereins- und Verbandstitel gewann und auch Weltfußballerin wurde. Angerer kam 1996 vom 1. FC Nürnberg zum FC Wacker und wechselte 3 Jahre später 1999 zum FC Bayern.

In Folge der schweren Vereinskrisen und finanziellen Turbulenzen der neunziger Jahre gründeten die Frauen 1999 den eigenständigen FFC Wacker München.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptplatz BSA Demleitnerstrasse

Seit 1972 trägt der Verein seine Heimspiele in der Bezirkssportanlage Demleitnerstraße aus.

Von 1926-48 war das Heinrich Zisch Stadion (Stadion an der Grünwalder Straße) Spielort des FC Wacker München in der Bezirksliga (bis 1933), Gauliga (1933-45) und Oberliga Süd (1947/48).

Weitere Spielstätten des Vereins waren im Ortsteil Sendling an der Plinganserstraße (ca. 1918-26), und an der Khidlerstraße, im Volksmund auch „Kessel“ genannt (ca. 1948–1963). Dieser stand exakt an derselben Stelle wie der Hauptplatz der heutigen Bezirkssportanlage.

Von 1963 bis 1972 spielte Wacker im Dantestadion.

Historisch bedeutsam waren in früheren Jahren der Platz an der Fürstenriederstraße in Laim (1903-06), der Platz an der Reindlstraße in Laim (Mai 1906-08), der Monachia-Platz an der Plinganserstraße (1908-15), und der Platz an der Georgenschwaige, Turnerschaft 1886 (1915-18).[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer

  • Südbayerischer Meister 1918/19, 1920/21, 1921/22[1]
  • Bayerischer Meister 1922[1]
  • Süddeutscher Meister 1922
  • Halbfinale in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft: 1922, 1928[1]
  • Deutsche Amateurmeisterschaft: Finalist 1968[1]
  • Bayerischer Amateurmeister 1947[1]
  • Südbayerischer Amateurmeister 1947[1]
  • Meister Amateurliga Bayern (später Bayernliga): 1946, 1958 (Südstaffel), 1964, 1970, 1972, 1976[1]
  • Meister Ostkreis Bezirksliga Oberbayern Herbst 1917, Herbst 1918[1]
  • Meister Bezirksliga Oberbayern 1940[1]

Frauen

  • Aufstieg in die 1. Frauenfußball-Bundesliga 1992 und 1994
  • Bayrischer Meister (1991, 1992, 1994)
  • Bayrischer Pokalsieger (1992, 1994, 1996)

Spielklassen und Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf Wacker München (Hrsg.): 75 Jahre Festschrift – FC Wacker Vereinschronik. 1978.
  2. Spiel der SpVgg Greuther Fürth – A-Klasse Ostkreis: Wacker München – SpVgg Fürth 2:7 (1:3) – So., 23. Oktober 1910 greuther-fuerth.de
  3. Spiel der SpVgg Greuther Fürth – Ostkreis-Liga: SpVgg Fürth – Wacker München 10:1 (7:0) – So., 14. September 1913 (Memento des Originals vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xn--greutherfrth-llb.com greuther-fuerth.de
  4. Alan Brown: European Topscorers before 1967/68, Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 10. September 2005
  5. Stadtarchiv München Hrsg (Hrsg.): München und der Fußball – Von den Anfängen 1896 bis zur Gegenwart. Buchendorfer Verlag, 1997.
  6. Herzlichen Glückwunsch, Alfred Fackler, Bayerischer Fußball-Verband, 23. November 2010.
  7. a b c d e f g h i Wacker München 1993 (Hrsg.): Festschrift 90 Jahre FC Wacker Vereinschronik.
  8. a b c d e Wacker München (Hrsg.): Festschrift 100 Jahre FC Wacker. 2003.
  9. Jonas Schützeneder: Münchens heimliche Liebe – Platini kommt mit Geschenk. In: SPOX. 31. Mai 2014, abgerufen am 11. Januar 2022.
  10. Wacker München 2014 (Hrsg.): 111 Jahre Integration FC Wacker München 1903–2014 Jubiläumsschrift.
  11. Christian Settele: Ex-Burghauser Florian Hahn rockt Wacker München. In: Heimatsport.de. 13. November 2020, abgerufen am 11. Januar 2022.
  12. Stefan Galler: Ein Profi in der achten Liga. Süddeutsche Zeitung, 20. November 2020, abgerufen am 14. Januar 2022.
  13. Florian Bamminger: Florian Hahn verlängert beim FC Wacker München. In: FuPa. 27. Oktober 2021, abgerufen am 11. Januar 2022.
  14. Frank Kreuzer: Spiel der SpVgg Fürth. In: http://www.kleeblatt-chronik.de/. Frank Kreuzer, abgerufen am 12. Januar 2022.
  15. Thorsten Ruinys: Das Löwen Kompendium. Hrsg.: Harald Voß Berlin. 3. Auflage. 2020.