Westfalia Rhynern

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Westfalia Rhynern
Vereinswappen des SV Westfalia Rhynern
Basisdaten
Name Sportverein Westfalia
Rhynern e.V.
Sitz Hamm-Rhynern, NRW
Gründung 1935 (als TSV Rhynern)
Präsident Dr. Arnulf Kleine
Website westfalia-rhynern.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Torsten Garbe
Spielstätte Helmut-Voss-Arena im Papenloh
Plätze 3.000
Liga Oberliga Westfalen
2017/18 18. Platz (Regionalliga West)
Heim
Auswärts

Westfalia Rhynern (vollständiger Name: Sportverein Westfalia Rhynern e.V.) ist ein Sportverein aus dem gleichnamigen Stadtteil von Hamm in Westfalen. Der Verein hat acht Abteilungen und etwa 1.000 Mitglieder. Bekannt wurde Westfalia Rhynern durch seine Fußballabteilung. Die erste Männermannschaft spielte in der Saison 2017/18 in der viertklassigen Regionalliga West. Spielstätte ist die Helmut-Voss-Arena im Papenloh.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde im Jahre 1935 als TSV Rhynern gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der TSV Rhynern aufgelöst. Am 26. Juni 1946 wurde als Nachfolgeverein der heutige Sportverein Westfalia Rhynern gegründet, da der TSV als „Naziverein“ galt. Da viele der Gründungsmitglieder vorher bereits beim TSV Rhynern aktiv gewesen waren, wurde das Jahr 1935 zum Gründungsjahr der Westfalia. 2013 dachte der Verein über eine Fusion mit dem Hammer SC 2008 nach[1], diese kam jedoch nicht zustande.

Die erste Fußballmannschaft spielte zunächst jahrzehntelang lediglich auf Kreisebene. 1982 gelang erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga, wo die Mannschaft 1986 und 1990 jeweils Vizemeister hinter der Warendorfer SU bzw. der zweiten Mannschaft der Hammer SpVg wurde. 1997 gelang der Westfalia dann der Aufstieg in die damals fünftklassige Verbandsliga Westfalen. Zwei Jahre später verpasste die Mannschaft den Aufstieg in die Oberliga Westfalen nur knapp. Mit zwei Punkten Rückstand auf Meister SC Herford wurde die Westfalia Dritter. 2002 stieg die Mannschaft nach einer Niederlage im Entscheidungsspiel gegen Borussia Emsdetten in die Landesliga Westfalen ab. Das Spiel in Münster wurde nach Elfmeterschießen verloren.

Nach dem sofortigen Wiederaufstieg etablierte sich der Verein in der Verbandsliga. 2006 wurde die Mannschaft Vizemeister hinter der Hammer SpVgg, bevor als Meister 2010 der Aufstieg in die NRW-Liga gelang. Nach einem Jahr in der NRW-Liga wäre Rhynern sportlich wieder abgestiegen, profitierte aber vom Rückzug des TSV Germania Windeck und verblieb so auch in der Saison 2011/12 in der NRW-Liga.[2] Nach einem elften Platz qualifizierte sich die Westfalia für die wieder eingeführte Oberliga Westfalen. Dort wurde sie 2015 Dritter, nachdem das Team lange um den Aufstieg mitgespielt hatte. Allerdings wurde dem Verein die Lizenz für die Regionalliga West verweigert.[3] Zwei Jahre später wurde die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert Zweiter hinter dem TuS Erndtebrück. Großen Anteil an der Vizemeisterschaft hatte Lennard Kleine, der mit 21 Treffern Torschützenkönig der Liga wurde. Der Westdeutsche Fußballverband verweigerte der Westfalia zunächst erneut die Lizenz. Grund hierfür war die Ausweichspielstätte EVORA Arena, die nicht die Mindeststandards für Risikospiele erfüllte.

Wenige Tage später erhielt der Verein dann doch die Zulassung, nachdem die Westfalia und die Stadtverwaltung neue Unterlagen nachgereicht hatten.[4] Nachfolger des zum SC Wiedenbrück abgewanderten Trainers Mehnert wurde Holger Wortmann. Nachdem die Westfalia die ersten zehn Spiele sieglos geblieben war, trat der neue Trainer wieder zurück.[5] Unter Interimstrainer Dustin Wurst verlor die Westfalia mit 1:8 gegen den SV Rödinghausen, bevor mit dem 2:1-Sieg über den Bonner SC der erste Regionalligasieg der Vereinsgeschichte gelang. Torsten Garbe übernahm dann das Traineramt, konnte aber den Abstieg der Westfalia als abgeschlagener Tabellenletzter nicht verhindern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilanz der 1. Fußballmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Ebene Liga Platz Spiele S U N Tore Diff. Punkte
1 1950/1951 7 Kreisklasse Hamm 14. 26 6 1 19 50:89 −39 13:39
2 1951/1952 8 2. Kreisklasse Hamm 1. 24 18 2 4 62:22 +40 38:10
3 1952/1953 7 1. Kreisklasse Hamm 9. 22 7 3 12 52:68 −16 17:27
4 1955/1956 8 2. Kreisklasse Hamm 2. 22 15 5 2 84:27 +57 35:9
5 1956/1957 7 1. Kreisklasse Hamm 3. 28 16 7 5 87:44 +43 39:17
6 1957/1958 7 1. Kreisklasse Hamm 14. 30 8 7 15 62:78 −16 23:37
7 1958/1959 7 1. Kreisklasse Hamm 16. 30 5 4 21 45:101 −56 14:46
8 1959/1960 8 2. Kreisklasse Hamm 3. 30 16 5 9 94:72 +22 37:23
9 1960/1961 8 2. Kreisklasse Hamm 4. 26 13 5 8 76:67 +9 31:21
10 1961/1962 8 2. Kreisklasse Hamm 9. 28 9 8 11 56:60 −4 26:30
11 1962/1963 8 2. Kreisklasse Hamm 6. 30 15 5 10 91:81 +10 35:25
12 1963/1964 8 2. Kreisklasse Hamm 7. 28 14 1 13 83:71 +12 29:27
13 1964/1965 8 2. Kreisklasse Hamm 6. 26 11 5 10 66:61 +5 27:25
14 1965/1966 8 2. Kreisklasse Hamm 6. 28 13 4 11 96:68 +28 30:26
15 1966/1967 8 2. Kreisklasse Hamm 4. 30 17 6 7 78:56 +22 40:20
16 1967/1968 8 2. Kreisklasse Hamm 3. 30 17 7 6 74:44 +30 41:19
17 1968/1969 8 2. Kreisklasse Hamm 5. 28 14 3 11 67:63 +4 31:25
18 1969/1970 8 2. Kreisklasse Hamm 1 6. 30 13 6 11 65:55 +10 32:28
19 1970/1971 8 2. Kreisklasse Hamm 3 2. 28 22 4 2 83:27 +56 48:8
20 1971/1972 8 2. Kreisklasse Hamm 3 1. 24 19 2 3 62:19 +43 40:8
21 1972/1973 7 1. Kreisklasse Hamm 6. 30 13 9 8 51:49 +2 35:25
22 1973/1974 7 1. Kreisklasse Hamm 16. 30 6 4 20 27:71 −44 16:44
23 1974/1975 8 2. Kreisklasse Hamm 1 1. 26 23 2 1 115:21 +94 48:4
24 1975/1976 7 1. Kreisklasse Hamm 2. 30 15 12 3 48:31 +17 42:18
25 1976/1977 7 1. Kreisklasse Hamm 3. 30 15 10 5 63:32 +31 40:20
26 1977/1978 7 1. Kreisklasse Hamm 9. 30 12 8 10 75:42 +33 32:28
27 1978/1979 7 Kreisliga A Hamm 7. 30 13 7 10 56:41 +15 33:27
28 1979/1980 7 Kreisliga A Hamm 9. 32 11 9 12 57:55 +2 31:33
29 1980/1981 7 Kreisliga A Hamm 3. 30 17 7 6 78:44 +34 41:19
30 1981/1982 7 Kreisliga A Hamm 1. 30 22 5 3 90:30 +60 49:11
31 1982/1983 6 Bezirksliga Westfalen 9 7. 30 12 8 10 59:47 +12 32:28
32 1983/1984 6 Bezirksliga Westfalen 9 5. 30 15 9 6 75:50 +25 39:21
33 1984/1985 6 Bezirksliga Westfalen 9 6. 30 16 5 9 64:38 +26 37:23
34 1985/1986 6 Bezirksliga Westfalen 9 2. 30 19 5 6 68:39 +29 43:17
35 1986/1987 6 Bezirksliga Westfalen 9 7. 30 13 5 12 67:60 +7 31:29
36 1987/1988 6 Bezirksliga Westfalen 9 8. 30 11 7 12 52:52 29:31
37 1988/1989 6 Bezirksliga Westfalen 9 3. 30 15 6 9 51:38 +13 36:24
38 1989/1990 6 Bezirksliga Westfalen 9 2. 30 18 5 7 59:38 +21 41:19
39 1990/1991 6 Bezirksliga Westfalen 9 4. 30 17 9 4 58:28 +30 43:17
40 1991/1992 6 Bezirksliga Westfalen 9 1. 32 19 10 3 77:30 +47 48:16
41 1992/1993 5 Landesliga Westfalen 5 5. 28 10 11 7 52:47 +5 31:25
42 1993/1994 5 Landesliga Westfalen 5 5. 30 12 10 8 46:32 +14 34:26
43 1994/1995 6 Landesliga Westfalen 5 3. 30 19 5 6 60:27 +33 43:17
44 1995/1996 6 Landesliga Westfalen 5 2. 30 19 7 4 67:27 +40 64
45 1996/1997 6 Landesliga Westfalen 5 1. 30 19 10 1 61:19 +42 67
46 1997/1998 5 Verbandsliga Westfalen 1 9. 28 10 8 10 40:42 −2 38
47 1998/1999 5 Verbandsliga Westfalen 1 3. 30 15 9 6 53:25 +28 54
48 1999/2000 5 Verbandsliga Westfalen 1 6. 30 12 11 7 67:46 +21 47
49 2000/2001 5 Verbandsliga Westfalen 1 13. 28 7 4 17 33:47 −14 25
50 2001/2002 5 Verbandsliga Westfalen 1 13. 28 7 5 16 45:61 −16 26
51 2002/2003 6 Landesliga Westfalen 5 1. 30 24 3 3 94:28 +66 75
52 2003/2004 5 Verbandsliga Westfalen 1 6. 30 13 6 11 55:47 +8 45
53 2004/2005 5 Verbandsliga Westfalen 1 4. 30 14 7 9 53:45 +8 49
54 2005/2006 5 Verbandsliga Westfalen 1 2. 30 13 8 9 56:41 +15 47
55 2006/2007 5 Verbandsliga Westfalen 1 4. 28 13 9 6 47:29 +18 48
56 2007/2008 5 Verbandsliga Westfalen 1 3. 28 17 2 9 73:40 +33 53
57 2008/2009 6 Westfalenliga 1 8. 34 12 9 13 53:53 45
58 2009/2010 6 Westfalenliga 1 1. 34 23 6 5 92:42 +50 75
59 2010/2011 5 NRW-Liga 16. 32 8 7 17 43:64 −21 31
60 2011/2012 5 NRW-Liga 11. 34 13 6 15 54:59 −5 45
61 2012/2013 5 Oberliga Westfalen 6. 34 15 7 12 61:52 +9 52
62 2013/2014 5 Oberliga Westfalen 7. 34 12 12 10 43:38 +5 48
63 2014/2015 5 Oberliga Westfalen 3. 34 20 4 10 73:36 +37 64
64 2015/2016 5 Oberliga Westfalen 5. 34 18 5 11 78:50 +28 59
65 2016/2017 5 Oberliga Westfalen 2. 34 19 7 8 62:41 +21 64
66 2017/2018 4 Regionalliga West 18. 34 5 4 25 29:93 −64 19

Erfolge der 1. Fußballmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1952 Meister der 2. Kreisklasse Hamm und Aufstieg in die 1. Kreisklasse Hamm
1956 Aufstieg als Vizemeister in die 1. Kreisklasse Hamm
1972 Meister der 2. Kreisklasse Hamm, Gruppe 3, und Aufstieg in die 1. Kreisklasse Hamm
1975 Meister der 2. Kreisklasse Hamm, Gruppe 1, und Aufstieg in die 1. Kreisklasse Hamm
1982 Meister der Kreisliga A Hamm und Aufstieg in die Bezirksliga Westfalen, Gruppe 9
1992 Meister der Bezirksliga Westfalen, Gruppe 9, und Aufstieg in Landesliga Westfalen, Gruppe 5
1997 Meister der Landesliga Westfalen, Gruppe 5, und Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen, Gruppe 1
2003 Meister der Landesliga Westfalen, Gruppe 5, und Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen, Gruppe 1
2009 Kreispokalsieger
2010 Meister der Westfalenliga, Gruppe 1, und Aufstieg in die NRW-Liga
2013 Kreispokalsieger
2014 Kreispokalsieger
2017 Aufstieg als Vizemeister in die Regionalliga West und Kreispokalsieger

Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 hatte der Verein knapp 1.000 Mitglieder und gehört damit weiterhin zu den größten Vereinen der Stadt Hamm. Er bietet neben Fußball noch weitere Sportarten in den Abteilungen Badminton, Gymnastik/Turnen, Gesundheits- und Präventionssport, Leichtathletik, Seniorenturnen, Tischtennis und Volleyball an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patrick Droste: Westfalia Rhynern denkt über Fusion mit dem HSC nach. Westfälischer Anzeiger, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  2. Westfalia Rhynern bleibt in der Fußball-NRW-Liga. Westfälischer Anzeiger, abgerufen am 8. Juli 2017.
  3. Vier Vereine erhalten keine Lizenz! RevierSport, abgerufen am 15. Juni 2015.
  4. Westfalia Rhynern erhält die Zulassung. RevierSport, abgerufen am 29. Juni 2017.
  5. Krystian Wozniak: Der dritte Trainerwechsel ist perfekt. RevierSport, abgerufen am 2. November 2017.