SpVgg Erkenschwick

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SpVgg Erkenschwick
Logo der SpVgg Erkenschwick
Voller Name Spielvereinigung 1916
Erkenschwick e. V.
Ort Oer-Erkenschwick, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 9. Juni 1916
Vereinsfarben Schwarz-Rot
Stadion Stimbergstadion
Plätze 14.380
Vorstand Hermann Silvers
Trainer Zouhair Allali
Homepage spvgg-erkenschwick.de
Liga Oberliga Westfalen
2015/16 2. Platz
Heim
Auswärts

Die Spielvereinigung Erkenschwick ist ein Fußballverein aus der Stadt Oer-Erkenschwick in Nordrhein-Westfalen, der Mitte des 20. Jahrhunderts ein Jahrzehnt lang erstklassig spielte. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Rot. Im Jahr 2012 gelang der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Westfalen. Die Mitgliederzahl liegt bei ca. 610.[1]

Über Jahrzehnte bildete der Verein eine geradezu symbiotische Verbindung mit der Zeche Ewald Fortsetzung. Gekennzeichnet wurde dieses Bild sehr gut durch einen Ausspruch von Horst Wohlers, 1974 Libero des FC St. Pauli: „Von Erkenschwick wissen wir nur, daß es dort nur eine Zeche und einen Fußballplatz gibt.“[2]

Die A-Jugend des Vereins schaffte 2006 und 2010 den Sprung in die U-19-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre (1916 bis 1943)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erkenschwicker Mannschaft 1916

Gegründet wurde der Verein am 9. Juni 1916 als Sportverein Erkenschwick, gehörte allerdings während des Ersten Weltkriegs noch keiner offiziellen Liga an. 1918 in Sportfreunde Erkenschwick umbenannt, spielten die Fußballer nun offiziell im Emscher-Lippe-Spielverband; die erste Begegnung gegen Teutonia Datteln ging im März 1919 mit 0:8 verloren.[3] 1921 schloss sich die Fußballabteilung dem TV 1909 Erkenschwick, dem Vorgänger der heutigen TuS 09 Erkenschwick, an. Nur ein Jahr später wurden die Fußballer von dem Turn- und Leichtathletikverein wieder ausgegliedert – es war die Zeit der Reinlichen Scheidung der Ballsportler von den Turnern – und schlossen sich am 5. August 1922 mit Blau-Weiß Oer zusammen; ab diesem Zeitpunkt firmierte diese Fusion unter dem heutigen Vereinsnamen Spielvereinigung 1916 Erkenschwick.

Die Mannschaften der Spielvereinigung und Union Recklinghausen auf dem Sportplatz Lusenheide 1928

Von 1923 bis 1925 wurde das Ruhrgebiet und auch die Zeche Ewald-Fortsetzung von den Franzosen besetzt. Der Fußballsport ging allerdings weiter. Dem Aufstieg in die B-Klasse folgte 1924 der Durchmarsch in die A-Klasse.

Im Jahr 1933 wurde im Verein auch eine Boxsport-Abteilung gegründet, die jedoch bereits 1936 wieder aufgelöst wurde.

Am 10. September 1934 wurde das neu erbaute Stimbergstadion eröffnet.

1936 gelang mit der Meisterschaft in der A-Klasse der Aufstieg in die Bezirksklasse. Im Frühjahr 1937 wurde der erst 17- jährige Julius "Jule" Ludorf in einem Freundschaftsspiel der 1. Mannschaft erstmals eingesetzt.

Bisher war die SpVgg. Erkenschwick dem aufgrund schlechter Verkehrsverbindungen ungeliebten Bezirk Münster zugeordnet. 1939 stieg die Spielvereinigung daher freiwillig ab und wurde der Kreisklasse Recklinghausen Ost zugeordnet.[4][5]

1941 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse Gelsenkirchen. 1942/43 wurde mit der SpVgg. eine neue Bezirksklassenstaffel Recklinghausen gebildet.[6]

Die „große Zeit“ (1943 bis 1962)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen 1916–1954
Die legendäre Elf der „Himmelsstürmer“ 1947: Betreuer Koblar, Geschäftsführer Ziolkowski, Matejka, Sperl, Rachuba, Silvers, Berger, Ludorf, Silken, Lienhard, Vorsitzender Beckmann, Trainer Thelen, untere Reihe: Smigielski, Cichutek, Heinemann

Weit über das nördliche Ruhrgebiet hinaus bekannt wurde die SpVgg ab 1943, als sie unter dem Schalker Spieler Ernst Kuzorra, der sie zwischen 1942 und 1949 trainierte, den Aufstieg in die Gauliga Westfalen schaffte. Zwar beeinträchtigte der Zweite Weltkrieg den Spielbetrieb auch bei der SpVgg; aber andererseits profitierte der Verein davon, dass seine Spieler als Bergleute auf der Zeche Ewald arbeiteten. Da der Bergbau während des Krieges eine hohe wehrwirtschaftliche Bedeutung besaß, galten die Spieler als unabkömmlich[7] und wurden von einem Fronteinsatz verschont. Am 16. Mai 1943 musste das Auswärtsspiel der Aufstiegsrunde bei der SG Wattenscheid 09 aufgrund eines Fliegeralarms abgebrochen werden.[8]

In der Saison 1943/44 belegte die SpVgg den vierten Platz. Das Spieljahr 1944/45 konnte nicht zu Ende gespielt werden. Am 15. Januar 1945 erfolgten schwere Bombenangriffe auf die Zeche. Bereits am 5. August 1945 nahm der Verein unter dem neuen Vorsitzenden Hans Beckmann mit einer Ausnahmegenehmigung der Militärverwaltung den Spielbetrieb wieder auf. Es folgten 25 Freundschaftsspiele mit insgesamt über 100.000 Zuschauern. Das erste Spiel fand am 5. August 1945 gegen den FC Schalke 04 (1:1, 15.000 Zuschauer) statt, weitere u.a. am 30. September 1945 gegen eine englische Militärauswahl (6:3, 10.000 Zuschauer) und am 14. Oktober 1945 gegen Borussia Dortmund (8:1, 3.500 Zuschauer).

Die Himmelsstürmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende wurde die SpVgg in die zweigleisige Landesliga Westfalen aufgenommen, wo die Mannschaft Meister der Staffel 2 wurde. Ein Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den Sieger der Parallelstaffel Schalke 04 wurde von der britischen Militärregierung verboten. Am 23. Juni 1946 kam es vor 15.000 Zuschauern zu einem Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV, das mit 1:5 verloren ging. Eine 0:2-Niederlage erfuhr die Mannschaft am 22. Juli 1946 am Mainzer Bruchweg gegen den FSV Mainz 05 vor 4.000 Zuschauern. Ebenfalls geschlagen geben musste man sich bei Eintracht Braunschweig am 1. September 1946 mit 1:2 vor 18.000 Zuschauern. In der Saison 1946/47 wurde die Spvgg. Vizemeister hinter Borussia Dortmund.

Am 14. September 1947 wurde Erkenschwick durch einen 5:0-Sieg bei Alemannia Aachen erster Tabellenführer der neu gegründeten Oberliga West und gewann am 5. Oktober 1947 vor 25.000 Zuschauern auch in der Glückauf-Kampfbahn mit 2:1 – damit brachten die Schwarz-Roten dem FC Schalke 04, bei denen auch Erkenschwicks aktueller Trainer Ernst Kuzorra mitspielte, die erste Heimniederlage seit 1938 bei. Die Mannschaft dieser Ära wurde „Die Himmelsstürmer“ genannt. Dieser Name soll auf einen Polizisten zurückgehen, der die Mannschaft auf der Heimfahrt mit dem Zug vom Auftaktsieg in Aachen ansprach: „Ihr seid die Erkenschwicker? Ich habe euch in Aachen spielen sehen – Jungens, euch gehört der Himmel!“.[9] Am Ende der ersten Oberliga-Saison stand die Spvgg. auf dem achten Platz. Am 28. März 1948 unterlag die Mannschaft in einem Freundschaftsspiel daheim dem VfB Stuttgart vor 8.000 Zuschauern mit 1:3.

Die monatlichen Gehälter bewegten sich zwischen 160 DM und 320 DM. Das Höchstgehalt entsprach einem Facharbeiterlohn. Zusätzlich wurde eine Leistungszulage von 10 DM pro Spieleinsatz gewährt.[10] Die Saison 1948/49 beendeten die „Himmelsstürmer“ als Neunte. Das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 am 23. Januar 1949 konnte erneut mit 0:2 gewonnen werden. Jule Ludorf wurde Vierter der Torschützenliste, Siggi Rachuba gar Dritter. Letzterer wechselte nach der Saison zu Preußen Münster in deren sog. „100.000 Mark-Sturm“.

Ab dem 15. November 1949 hatte die Spvgg. eine Damen-Handballmannschaft, die geschlossen vom TUS 09 übertrat.[11]

Aufgrund der schwächeren Platzierung in der vorangegangenen Saison wurde die Zusammenarbeit mit Trainer Ernst Kuzorra nicht verlängert. Als Spielertrainer übernahm Ex-Nationaltorhüter Willy Jürissen zur Saison 1949/50 das Training. Jürissen, der selbst immer mit eingefetteten Haaren und "linealgeradem Scheitel" spielte, soll seine Spieler in der Halbzeitpause zum Duschen angehalten haben, um dem Gegner entsprechende Frische vorzutäuschen. Zu Beginn der Saison stand die Mannschaft zwölf Spieltage lang an der Oberliga-Spitze. Nach dem 2:1-Heimsieg über Borussia Dortmund am 30. Oktober 1949 vor 20.000 Zuschauern (was in etwa der damaligen Einwohnerzahl von Oer-Erkenschwick entsprach) im restlos ausverkauften Stimbergstadion reiften gar Titelträume. Die Mannschaft schloss die Halbserie auf Platz 3 ab, die Saison wurde auf Platz sieben beendet.

Trotz eines schwächeren Saisonstarts gelang es der Elf vom Stimberg am 8. Oktober 1950 erneut, beim 0:3 Auswärtserfolg die Punkte aus der Schalker Glückauf-Kampfbahn zu entführen. Zu einem besonderen Zwischenfall kam es am 18. Februar 1951 beim 1:1 im Rückspiel gegen den FC Schalke 04 vor 15.000 Zuschauern. Nachdem der Schalker Paul Matzkowski dem Erkenschwicker „Kalli“ Matejka den nassen, schweren Lederball in den Rücken geschossen hatte, kam es zu einer Spielunterbrechung, da Matejkas Ehefrau den „Übeltäter“ auf dem Spielfeld mit dem Regenschirm attackierte. Das Spiel wurde nach weiteren Tumulten fortgesetzt.[12] Die Saison beendeten die Erkenschwicker auf dem elften Platz.

Die Spvgg. übernahm 1951 die Herren-Handballabteilung des TUS 09.

Das „Petroleum-Spiel“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 1951/52 kehrte der Ex-Trainer Ernst Kuzorra an den Stimberg zurück. Nach mäßigem Saisonstart wurde er aber vor dem 14. Spieltag wieder durch Willy Jürissen ersetzt. Am 27. Januar 1952 kam es an der Essener Hafenstraße zu einem denkwürdigen Spiel. Die abstiegsbedrohten Erkenschwicker traten bei Rot-Weiss Essen an; der Mannschaft um „Boss“ Helmut Rahn sollte in dieser Saison die Oberliga-Meisterschaft gelingen. Auf schneebedecktem Boden kamen die Essener mit ihrem normalen Schuhwerk nicht zurecht. Die Spieler des ESV hatten sich Lederstollen gebastelt, die sie regelmäßig in einer Wanne mit Petroleum tränkten. Diesen Trick kannten die Bergleute von unter Tage. Das sensationelle Halbzeitergebnis lautetet 0:5 für die Schwarz-Roten! Nach einem Halbzeitdonnerwetter und einem Schuhwechsel konnten die Essener das Endergebnis mit 4:6 etwas erträglicher gestalten.[13] Die Saison 1951/52 endete für die SpVgg. in der Relegationsrunde, nachdem die reguläre Spielrunde auf Platz 14 beendet wurde. Letztendlich wurde der Klassenerhalt gesichert.

Die Handballerinnen werden zum zweiten Mal in Folge ungeschlagen Industriebezirksmeister.

Der erste Abstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen 1955–1970

Am 2. März 1953 erhielt Oer-Erkenschwick die Stadtrechte, für die Spvgg. erfolgte in diesem Jahr jedoch der erste Abstieg als abgeschlagener Tabellenletzter. Ein Stern ging in diesem Jahr am Stimberg auf. Horst Szymaniak wurde als Jugendlicher bereits in der ersten Mannschaft eingesetzt. 1955 verließ er den Stimberg, er bestritt in seiner Laufbahn 43 Länderspiele und nahm an drei Weltmeisterschaften teil.

Nach einer mäßigen Saison 1953/54 wurde im folgenden Jahr der Wiederaufstieg nur um zwei Punkte verpasst. Das Jubiläumsjahr 1956 beendete die Mannschaft auf Platz 9, da der Wechsel von Horst Szymaniak zum Wuppertaler SV nicht kompensiert werden konnte.

1957 löste sich die komplette Handballabteilung auf, da viele Sportvereine sowohl im Kreis Recklinghausen als auch überregional ihre Feldhandball-Mannschaften aus Kosten- und Organisationsgründen vom Spielbetrieb abmeldeten.

Am Ende der Saison 1956/57 stieg die Mannschaft dank einer katastrophalen Auswärtsbilanz von 1:29 Punkten in die drittklassige Verbandsliga ab. Im Folgejahr gelang jedoch die Meisterschaft vor Arminia Bielefeld. Die Endspiele um die Westfalenmeisterschaft gegen den FV Hombruch 09 gingen zwar beide verloren, Hombruch verzichtete jedoch auf das Aufstiegsrecht und somit stand für den ESV der Wiederaufstieg fest.

Es folgten drei Jahre im Mittelfeld der 2. Liga West, ehe 1962 Platz 16 zu einem erneuten Abstieg in die Verbandsliga führte.

Zwischen Amateurlager und 2. Bundesliga (1962 bis 1981)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spruchband der Erkenschwicker Anhänger 1969
Überschrift Bayern 1967.JPG
Spielbericht 1969.jpg

1964 konnte der Abstieg in die Landesliga nur knapp verhindert werden. Vor der Qualifikationsrunde um den Klassenerhalt wurde mit Kalli Mateijka ein ehemaliger "Himmelsstürmer" als Trainer verpflichtet. Im folgenden Jahr 1965 wurde die SpVgg überraschend Gruppensieger in der Verbandsliga. Die Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die Regionalliga West gegen den VfL Bochum endeten 1:4 und 3:2. Am 16. Mai 1965 kam es vor 14.000 Zuschauern in der Recklinghausener Viktoria-Kampfbahn zum Entscheidungsspiel. Nachdem das Spiel nach Verlängerung unentschieden endete, wurden die Bochumer durch Münzwurf Westfalenmeister. Eine Legende besagt, dass die Bochumer schon zu jubeln begannen, bevor die Münze auf dem Boden ankam.[14] Bei der deutschen Amateurmeisterschaft scheiterten die Erkenschwicker im Halbfinale am SV Wiesbaden. Im Jahr des 50. Vereinsjubiläums erreicht die Mannschaft 1966 unter Trainer Kalli Matejka den zweiten Platz in der Verbandsliga. In den folgenden Entscheidungsspielen gegen Viktoria Wuppertal und die SG Düren 99 wurde der Verein Westdeutscher Meister. In der ersten Runde um die deutsche Amateurmeisterschaft scheiterte man nach zwei Spielen gegen Viktoria Sulzbach (1:0, 1:2) erneut durch Münzwurf.

Gegen die Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 1966/67 beendete die Mannschaft als Meister der Verbandsliga nach einem 2:0-Sieg im Entscheidungsspiel am 6. Mai 1967 gegen die SpVgg Herten in Recklinghausen vor 14.000 Zuschauern. In der anschließenden Aufstiegsrunde belegte die Mannschaft hinter dem Lüner SV, dem VfB Bottrop und SC Fortuna Köln nur den vierten Rang.

Durch das Erreichen des Achtelfinales im DFB-Pokal 1966/67 war die Spielvereinigung der erste Amateurverein in der Runde der letzten 16 nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 4. Februar 1967 siegte der FC Bayern München vor 23.800 Zuschauern am Stimberg mit 3:1. Zwei Tore steuerte Gerd Müller bei, im Team von Trainer Zlatko Čajkovski spielten außerdem u. a. Sepp Maier, Georg Schwarzenbeck und Franz Beckenbauer. Kurios: Am Vormittag feierte Torhüter Herbert Freese noch seine kirchliche Hochzeit.[15]

Während einer Freundschaftsspielreise durch die Sowjetunion im Oktober 1967 unterlag die Mannschaft Neftçi Baku PFK 1:2, Tschornomorez Odessa 0:1 und dem FC Ararat Jerewan mit 1:5.

In der Saison 1967/68 erreichte die Mannschaft erneut die Meisterschaft in der Verbandsliga. Das Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den VfL Schwerte wurde mit 2:1 gewonnen. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga musste man jedoch erneut mit Eintracht Duisburg, dem Bonner SC und dem SSV Hagen den Vortritt lassen.

Unter dem neuen Trainer Rudi Schulz erreichte der ESV 1968/69 die Vizemeisterschaft. Am 12. Juli 1969 stand die SpVgg Erkenschwick im Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft in Krefeld, verlor dies allerdings mit 1:2 gegen den SC Jülich. An diesem Tag richtete die Deutsche Bundesbahn einen Sonderzug über die Gleise der Zeche Ewald Fortsetzung für die Erkenschwicker Fans ein. So kam die Stadt für einen Tag in den Besitz eines Bahnhofs mit Anschluss an das Bundesbahnnetz. Am 20. Juli 1969 folgte ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga West im Stadion Rote Erde in Dortmund, das mit 2:1 nach Verlängerung gegen den SSV Hagen gewonnen wurde. Die Eintrittskarten reichten an diesem Tag nicht aus, die Schätzungen der Zuschauerzahl schwankten zwischen 22.000 und sogar 30.000.

Der Torfall von Herne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regionalliga 1969/70 konnten die Erkenschwicker unter dem neuen Trainer Willi Nagerski knapp die Klasse halten. In der Folgesaison wurde nur nach einem Trainerwechsel zu Heinz Sewina der Abstieg vermieden. In der Saison 1971/72 gelang mit Platz sechs eine bessere Platzierung. Die Erkenschwicker entwickelten in dieser Zeit eine große Heimstärke und ausgeprägte Auswärtsschwäche. Im Januar 1972 versuchte Torwart Dieter Breuer beim Auswärtsspiel bei Westfalia Herne dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Mit einem gezielten Griff an den damals noch viereckigen Torbalken brachte er das Tor zum Einsturz, um einen Spielabbruch und damit die Punkte am grünen Tisch zu erreichen. Die Herner konnten jedoch ein Ersatztor aufbauen und nach einer halben Stunde Unterbrechung ging es weiter. Ironie der Geschichte: durch einen Treffer von Uwe Kolitsch gewannen die „Schwicker“ das Spiel auch regulär mit 1:0.

1972/73 verloren sie im Stimbergstadion nur ein Spiel und waren mit 30:4 Punkten und 56:20 Toren die heimstärkste Elf unter allen bundesdeutschen Regionalligisten. Auswärts holten sie jedoch nur sechs Punkte. Selbst eine 3:1-Führung bis zur 84. Minute bei Bayer Uerdingen reichte nicht zum Punktgewinn. In den letzten sechs Spielminuten erzielten die Uerdinger noch drei Treffer, zwei davon durch Manfred Burgsmüller.[16]

1974 qualifizierte sich die SpVgg für die neu geschaffene 2. Bundesliga Nord. Am 3. Februar 1974 löste Bayern München ein Versprechen von 1967 ein, und spielte ein Freundschaftsspiel am Stimberg. Die Mannschaft mit u.a. Maier, Kapellmann, Breitner, Beckenbauer und Hoeneß konnte vor 10.000 Zuschauern erst in der 88. Spielminute den 3:4 Siegtreffer erzielen. Am Ende der Saison 1975 konnte sich die Mannschaft zunächst als Tabellensechzehnter halten. Das Stimbergstadion wurde ausgebaut. 17.400 Steh- und 1.100 überdachte Sitzplätze betrug das Fassungsvermögen. 1976 stieg die Mannschaft jedoch als 18. in die Verbandsliga ab.

1977/78 wird zwar der Wiederaufstieg in den bezahlten Fußball verpasst, jedoch qualifizierten sich die Erkenschwicker für die neu geschaffene Oberliga Westfalen. Hans-Jürgen Wittkamp wechselte zur Saison 1978/79 von Borussia Mönchengladbach an den Stimberg und lenkte die Mannschaft fortan als Libero. In seiner ersten Saison wurde die Meisterschaft erst am letzten Spieltag durch ein 0:1 bei der SpVg Beckum verspielt.

Am 5. September 1978 siegte Borussia Mönchengladbach unter Trainer Udo Lattek in einem Freundschaftsspiel vor 5.000 Zuschauern am Stimberg mit 5:3.

Im Folgejahr 1980 wurde jedoch der Titelgewinn erreicht. Sönke Wortmann machte in diesem Jahr sein letztes Spiel als Lizenzspieler, bevor er sein Studium begann.

1980/81 wurde in Erkenschwick somit wieder Profifußball gespielt. Da zur Saison 1981/82 die eingleisige 2. Bundesliga eingeführt wurde, wurde vom DFB ein Platzziffern-System erstellt, um die zukünftigen Zweitligisten zu ermitteln. Die SpVgg benötigte hiernach mindestens den vierten Rang in der Abschlusstabelle zum Klassenerhalt, der deutlich verfehlt wurde.

Nach dem Niedergang des Bergbaus (1981 bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaft und Aufstiegsrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eintrittskarte Preußen Münster – ESV 1987/88
Eintrittskarte Rot-Weiss Essen – ESV 1995/96
Eintrittskarte ESV – Schalke 04 1998

Das Abenteuer 2. Bundesliga endete für die Spielvereinigung mit einem deutlichen Minus in der Kasse von 156.000,- DM. Nachdem in der Saison 1981/82 noch ein guter dritter Platz in der Oberliga erreicht wurde, endeten die folgenden Spielzeiten im Mittelmaß. Mitte der 1980er Jahre begann mit der Schließung der Kokerei der Zeche Ewald Fortsetzung der umfangreiche Abbau von Arbeitsplätzen in der Stimbergstadt, was insgesamt auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Spielvereinigung beeinträchtigte.

In die Oberliga Spielzeit 1986/87 startete die Mannschaft furios. Im Dezember 1986 strich Trainer Hans-Jürgen Wittkamp seinen Libero Peter Dewitz aus der Startelf. Aus verletztem Stolz weigerte sich dieser, auf der Ersatzbank Platz zu nehmen. Der Streit eskalierte und Wittkamp forderte die Suspendierung des Spielers.[17] Da der Verein dem nicht nachkommen wollte, erklärte der entnervte Trainer prompt seinen Rücktritt. Die Spielvereinigung war zu diesem Zeitpunkt unangefochtener Tabellenführer. Zwei Tage später unterlag die Mannschaft im Spitzenspiel bei Preußen Münster vor 12.000 Zuschauern mit 0:2. Zur Rückrunde verpflichtete der Verein Dieter Tartemann als Trainer. Das Team erreichte souverän die Westfalenmeisterschaft. Durch einen 2:1-Auswärtssieg im Endspiel des Westfalenpokals ebenfalls bei Preußen Münster gewann die Mannschaft das „Double“ und zog in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein.

In der folgenden Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga reichte es jedoch nur zu einem wertlosen vierten Platz. Einen Höhepunkt der Vereinsgeschichte stellt jedoch der 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC vor 5.000 Zuschauern dar. Deren Trainer Jürgen Sundermann wurde vor der Aufstiegsrunde mit den Worten zitiert: „Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht von einem Dorfclub überraschen lassen!“[17] Auch Hertha BSC verpasste den Aufstieg.

Regionalliga und finanzielle Probleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es folgten weitere Jahre im Mittelfeld der Oberliga Westfalen. Am 3. August 1993 ging das Spiel der 1. DFB-Pokal Hauptrunde gegen Borussia Mönchengladbach vor 15.000 Zuschauern knapp mit 0:2 verloren. Nach der Saison 1993/94 belegte die SpVgg unter Trainer Hermann Erlhoff den vierten Platz. Damit gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der neu erschaffenen Regionalliga West/Südwest. Zu diesem Zeitpunkt war der Verein schuldenfrei. Der Etat verdoppelte sich von 700.000 DM auf ca. 1,38 Mio DM.[18] Die Saison endete mit dem 11. Platz im Mittelfeld der Tabelle. Nach schlechtem Start in die Saison 1995/96 wurde Trainer Erlhoff durch Klaus Berge ersetzt. Auch die zweite Saison in der Regionalliga endete auf dem 11. Platz. Nach nur vier Punkten aus 10 Spielen zu Beginn der Saison 1996/97 endete die Ära Berge allerdings schnell und mit Dieter Tartemann kehrte ein ehemaliger Erfolgstrainer zum bereits vierten Mal (!) auf die Erkenschwicker Trainerbank zurück. Zwar konnte die Mannschaft den drohenden Abstieg mit Platz 13 vermeiden, der Zuschauerschwund und die drohende Unterfinanzierung zeichneten sich aber schon ab. Am 18. September 1997 erklärt der Präsident Heinz Feld seinen sofortigen Rücktritt und gab einen Schuldenstand von 300.000 DM bekannt.[19] Der Ehrenvorsitzende Anton Stark übernahm kommissarisch das Amt des Präsidenten und setzte einen rigiden Sparkurs durch. Die Leistungsträger und der Trainer verließen in der Winterpause den Verein. Durch ein Gastspiel des frischgebackenen UEFA-Pokalsiegers FC Schalke 04 vor 6.000 Zuschauern (0:1) wurde der Spielbetrieb zunächst gesichert.[20] Der Co-Trainer und ehemalige Spieler Heinz Niggemeier übernahm die Verantwortung als Trainer. Überraschenderweise schaffte die Mannschaft mit Platz 15 den Klassenerhalt. Am 26. August 1998 gastierte auch Borussia Dortmund zur Rettung des klammen Vereins vor 6.000 Zuschauern (1:4) am Stimberg. Die Qualität der Mannschaft erreichte jedoch nicht mehr Regionalliganiveau und nach nur 15 Punkten aus 32 Spielen folgte der Abstieg in die Oberliga Westfalen. Die Mannschaft erwies sich auch in der Saison 1999/2000 für die Oberliga als zu schwach. Sowohl Niggemeier, als auch sein Nachfolger Peter Dewitz warfen das Handtuch. Am Ende stand der zweite Abstieg hintereinander und damit erstmals die Fünftklassigkeit.

Der erste Neuanfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eintrittskarte ESV – BVB 2008

Mit Trainer Peter Anders und vielen jungen Spielern gelang in der Verbandsliga ein überraschender Neuanfang. Nach Platz 2 in der Abschlusstabelle scheiterte der ESV in einem Entscheidungsspiel um den Aufstieg am Hövelhofer SV mit 0:1. Sechs Spieltage vor Ende der Saison 2001/02 wurde Trainer Anders beurlaubt, da der Aufstieg außer Reichweite kam. Michael Pannenbecker, zuvor Trainer der zweiten Mannschaft, übernahm nun die Leitung der SpVgg. Unter ihm gelang zwar noch der höchste Sieg der Vereinsgeschichte beim 14:1 gegen den VSV Wenden, es reichte in der Abschlusstabelle jedoch lediglich zu Platz 5. Erst im Jahre 2004 gelang die Rückkehr in die Oberliga Westfalen. Im Aufstiegsjahr betrug der Etat des Gesamtvereins 250.000 Euro. Nachdem in der Saison 2004/05 mit einem 12. Platz der Klassenerhalt souverän gesichert wurde, wurde es in der Folgesaison kurios. Mit hohen Ambitionen in die Saison 2005/06 gestartet, durften insgesamt vier (!) Trainer (Michael Pannenbecker, Ingo Anderbrügge, Ralf Fischer und Manfred Wölpper) ihr Glück versuchen. Heraus kam lediglich der Klassenerhalt. Die A-Jugend sicherte sich jedoch die Meisterschaft in der Westfalenliga und spielte in der Folgesaison 2006/07 in der U-19-Bundesliga.

Auch im folgenden Jubiläumsjahr – der Verein wurde 90 – reichte es nur zum 12. Platz. In der Saison 2007/08 wurde mit namhaften Verstärkungen, darunter der ehemalige Fußballprofi Francis Bugri, die Qualifikation für die neue NRW-Liga angestrebt. Die Saison wurde von finanziellen Problemen überschattet. Nach Ausbleiben von mehreren Monatsgehältern verließen einige Leistungsträger ebenso wie der Trainer in der Winterpause die Schwarz-Roten. Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 750.000 Euro lasteten auf dem Verein.[21] Trotz eines Benefizspiels gegen Borussia Dortmund am 8. April 2008 vor 3.500 Zuschauern[22] musste der Verein am 10. Juni 2008 Insolvenz anmelden.

Neuanfang nach dem finanziellen Kollaps (seit 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NRW-Liga und Insolvenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Eintrittskarte ESV
Mittlerweile erfolgreichster Erkenschwicker Torjäger aller Zeiten: Stefan Oerterer

Durch den sportlichen Abstieg und die Neuschaffung der 3. Liga spielte die SpVgg Erkenschwick erstmals nur noch sechstklassig. Der Ehrenvorsitzende Anton Stark übernahm noch einmal den Vorsitz kommissarisch und führte den Verein durch das Insolvenzplanverfahren. In die Westfalenliga-Saison 2008/09 ging der Verein unter dem neuen Trainer Jürgen Klahs mit einem Mini-Etat von 70.000 Euro. Nach neun Spielen auf dem letzten Platz liegend erfolgte die Trennung vom Übungsleiter. Mit Jürgen Wielert übernahm ein Ex-Profi die Verantwortung an der Außenlinie. Platz 12 bedeutete am Saisonende den Klassenerhalt. Nach der Umgruppierung in die Westfalenliga 2 im Jahre 2010 wurde der Aufstieg in die fünftklassige NRW-Liga mit der fast identischen Mannschaft als souveräner Meister erreicht. Aus dem Insolvenzplanverfahren ging der Verein schuldenfrei hervor. Auch die A-Jugend des Klubs schaffte erneut einen Aufstieg und spielte 2010/11 wieder in der U-19-Bundesliga.

Aufgrund nach wie vor bestehender „unzureichender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit“ wurde dem Verein im Juni 2010 zunächst die Lizenz für die NRW-Liga verweigert.[23] Am 9. Juli 2010 erteilte der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband in einem Einspruchsverfahren doch noch die Lizenz für die fünfthöchste Spielklasse. Als im Herbst drei wichtige Spiele gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf nacheinander verloren werden, übernahm am 23. November der Sportliche Leiter Stefan Blank zusätzlich das Traineramt. Im Verlauf der NRW-Liga-Saison 2010/11 gab der Verein bekannt, für die kommende Saison auf einen Startplatz in dieser Spielklasse verzichten zu wollen. Am Saisonende waren die Erkenschwicker als Tabellenvorletzter auch sportlich abgestiegen, so dass sie ab der Saison 2011/12 wieder in der Westfalenliga antraten.

Oberliga Westfalen und Konsolidierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg wurde in der Westfalenliga mit einer jungen Mannschaft erneut ein Neuanfang gestartet. Trainer wurde der bisherige Jugendtrainer Magnus Niemöller, der seit 2004 die A-Jugend betreut hatte. Nach einer erfolgreichen Spielzeit 2011/12 gelang mit dem Erreichen des zweiten Tabellenplatzes der Aufstieg in die nunmehr fünftklassige Oberliga Westfalen. Nach der Hinserie 2012 belegte die Spvgg. einen guten vierten Platz. Am 21. Januar 2013 gab der Verein jedoch bekannt, aus finanziellen Gründen keine Regionalliga-Lizenz für die kommende Saison zu beantragen.[24] Am Saisonende stand der ESV auf dem 5. Platz.

Am 8. September 2013 erzielte Stefan Oerterer in seinem 137. Meisterschaftsspiel für die Spvgg. beim 3:0 gegen den TuS Ennepetal sein 100. Tor und wurde damit zum erfolgreichsten Torschützen der Vereinsgeschichte.

Eine starke Hinserie führte die Spvgg. auf den 2. Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigt hätte. Nach einem 1:0-Heimsieg im Spitzenspiel gegen den SV Rödinghausen gab der Vorstand am 17. März 2014 jedoch erneut bekannt, dass die finanziellen Hürden für einen Regionalliga-Aufstieg noch zu hoch seien.[25] Aufgrund zweier turbulent verlaufener Auswärtsspiele ging die Saison 2013/14 in die Oberligageschichte ein. Beim FC Gütersloh 2000 konnte die Mannschaft mit 5:8 gewinnen, das Spiel beim FC Eintracht Rheine endete 5:5 unentschieden. In beiden Spielen musste das Team zunächst einen 0:3-Rückstand hinnehmen.[26] Die Mannschaft wurde erst am letzten Spieltag auf den dritten Platz verdrängt. Der Start in die Saison 2014/15 verlief eher durchwachsen, da insbesondere der Verlust von Spielmacher Sebastian Westerhoff an den TSV Marl-Hüls durch die jungen Neuzugänge nicht unmittelbar kompensiert werden konnte. Am 30. April 2015 gab der wiedergewählte Vorsitzende Hermann Silvers bekannt, dass der Verein schuldenfrei sei und ein Aufstieg in die Regionalliga für die Zukunft nicht mehr ausgeschlossen werde.[27] Die Mannschaft schloss die Saison auf Platz 6 ab.

Nach der Hinrunde der Saison 2015/16 stand die Mannschaft auf Rang drei der Tabelle. Im März 2016 gab der Vorstand jedoch bekannt, dass die Spielvereinigung am Lizenzierungsverfahren für die Regionalliga erneut nicht teilnimmt. Als Begründung wurden finanzielle und strukturelle Probleme im Verein als auch im Umfeld angegeben.[28] Die Mannschaft reagierte ungewöhnlich: Sie spielte eine sehr starke Rückrunde und erreichte mit dem zweiten Platz die sportliche Qualifikation zur Regionalliga. Nach dem Ende der Saison verließen sowohl Trainer Magnus Niemöller (nach 12-jähriger Trainertätigkeit im Verein), als auch fast der gesamte Kader den Verein.

Nach der Ära Niemöller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der als neuer Trainer engagierte Ex-Spieler Zouhair Allali stand damit vor der Herkulesaufgabe, eine komplett neue Mannschaft aufzubauen. Am 8. Juli 2016 unterlag die Mannschaft in einem Freundschaftsspiel aus Anlass des 100-jährigen Vereinsjubiläums Borussia Dortmund vor 8.000 Zuschauern mit 2:5.[29] Nach einer schwachen Hinserie fand sich die Mannschaft Ende 2016 mit nur 13 Punkten aus 18 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ewigen Tabelle der Oberliga West 1947–63 belegt die SpVgg mit 143 Punkten den 21. Rang.

In der Ewigen Tabelle der Oberliga Westfalen belegt die SpVgg mit 1181 Punkten aus 786 Spielen den 2. Rang.

In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga nimmt die SpVgg mit 106 Punkten aus 118 Spielen den 91. Rang ein.

DFB-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele der Hauptrunde:

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimbergstadion Haupttribüne 2012

Bis 1934 spielte der Verein auf dem Sportplatz an der Lusenheide.

Von 1929 bis 1934 wurde auf dem Gelände der Zeche Ewald Fortsetzung das heutige Stadion errichtet. Es hieß während der NS-Zeit Hindenburg-Stadion und seither Stimbergstadion.

Das Stimbergstadion fasste zu früheren Zeiten bis zu 25.000 Zuschauer. Nach offiziellen Angaben des DFB, der das Stadion wegen des Meisterschaftsendspiels der A-Junioren in der Saison 2011/12 besichtigte, beträgt das derzeitige Fassungsvermögen 14.380 Zuschauer.[30]

Die Haupttribüne ist komplett überdacht und bietet u.a. 880 Sitzplätze. Der Rest des Stadions besteht komplett aus Stehplätzen. Gästefans nehmen je nach Wetter und Sicherheitsvorschriften entweder auf der Gegentribüne oder auf der linken Seite der Haupttribüne Platz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 2. Januar 2017

Kader Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
23 Tim Oberwahrenbrock DeutschlandDeutschland
01 Pascal Schulz-Knop DeutschlandDeutschland
12 Marvin Kröger DeutschlandDeutschland
02 Bilal El-Sabeh DeutschlandDeutschland
03 Sandro Stellmach DeutschlandDeutschland
05 Dennis Konarski DeutschlandDeutschland
14 Luca-Fabian Schulz DeutschlandDeutschland
22 Gerard Lubkoll DeutschlandDeutschland
24 Timur-Can Güven DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
26 Yekta Yildiz DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
28 Enes Coemez DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
04 Janik Bröcker DeutschlandDeutschland
06 Muhamed Demir DeutschlandDeutschland
07 Emre Kosgin DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
08 Okan Solak DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
10 Marco Kampmann DeutschlandDeutschland
11 Dennis Weßendorf DeutschlandDeutschland
17 David Sawatzki (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland
27 Lukas Abulhanov DeutschlandDeutschland
30 Umut Ceribas DeutschlandDeutschland
09 Ivan Benkovic DeutschlandDeutschlandKroatienKroatien
15 Semih Demiroglu TurkeiTürkei
18 Eugene Ofosu-Ayeh DeutschlandDeutschlandGhanaGhana
19 Tolga Cengelcik DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
21 Niko Hawich DeutschlandDeutschland
30 Ibrahim Erdem DeutschlandDeutschland

Trainerteam der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktion Name Im Amt seit
Chef-Trainer Zouhair Allali 1. Juli 2016
Co-Trainer Jörg Weißfloh 1. Juli 2016
Co-Trainer Mario Asseth 1. Juli 2016
Physiotherapeutin Louisa Gaul 1. Juli 2016
Zeugwart Ewald Krajewski

Wechsel im Winter 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Joachim Mrowiec (Hammer SpVg)
Tolga Cengelcik (STV Horst-Emscher)
Niko Hawich
Eugene Ofosu-Ayeh

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1942–1946 Ernst Kuzorra
  • 1946–1947 Fritz Thelen
  • 1948–1949 Ernst Kuzorra
  • 1949–1952 Willy Jürissen
  • 1952–1953 Fritz Silken
  • 1953–1954 Julius Ludorf
  • 1954–1955 Theo Otto
  • 1955–1957 Paul Schneider
  • 1957–1958 Theo Schenk
  • 1958–1960 Fritz Silken
  • 1960–1961 Eugen Gall
  • 1961–1962 Theo Schenk
  • 1962–1963 Otto Schweisfurth
  • 1963–1964 Gerd Daniel
  • 1964–1968 Karl-Heinz Matejka
  • 1968–1969 Rudi Schulz
  • 1969 – 02/1971 Willi Nagerski
  • 1971 – 10/1973 Heinz Sewina
  • 10/1973 – 06/1974 Fritz Langner
  • 07/1974 – 11/1974 Heinz Murach
  • 11/1974 – 06/1975 Fritz Langner
  • 1975–1976 Hans-Wilhelm Lossmann / Heinz Sewina
  • 1976–1977 Karlheinz Mozin / Theo Gründken
  • 1977 – 04/1980 Detlev Brüggemann
  • 04/1980 – 07/1981 Klaus Quinkert
  • 1981 – 04/1983 Manfred Balcerzak
  • 04/1983 – 06/1984 Dieter Tartemann
  • 07/1984 – 09/1984 Friedhelm Schulte
  • 09/1984 – 12/1986 Hans-Jürgen Wittkamp
  • 01/1987 – 03/1988 Dieter Tartemann
  • 03/1988 – 12/1988 Werner Gmeiner
  • 01/1989 – 05/1989 Ernst Mareczek
  • 05/1989 – 06/1990 Pedro Milasincic
  • 07/1990 – 06/1991 Dieter Tartemann
  • 07/1991 – 06/1992 Toni Burghardt
  • 07/1992 – 06/1993 Bernd Büdenbender
  • 07/1993 – 09/1995 Hermann Erlhoff
  • 09/1995 – 10/1996 Klaus Berge
  • 10/1996 – 03/1998 Dieter Tartemann
  • 03/1998 – 08/1999 Heinz Niggemeier
  • 08/1999 – 03/2000 Peter Dewitz
  • 07/2000 – 04/2002 Peter Anders
  • 04/2002 – 10/2005 Michael Pannenbecker
  • 10/2005 – 01/2006 Ingo Anderbrügge
  • 04/2006 – 03/2008 Manfred Wölpper
  • 10/2008 – 11/2010 Jürgen Wielert
  • 11/2010 – 03/2011 Stefan Blank
  • 07/2011 – 06/2016 Magnus Niemöller

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sönke Wortmann 2008 im Stimbergstadion anlässlich eines Prominentenspiels
  • Adam Bodzek, als Jugendlicher bei der SpVgg, aktuell Profi bei Fortuna Düsseldorf
  • Dieter Götz, Torschützenkönig im Meisterschaftsjahr 1987, wechselte als Profi zum FC Schalke 04
  • Gisbert Horsthemke, machte zwischen 1975 und 1988 über 550 Spiele für die SpVgg
  • Klaus-Peter Kerkemeier, erfolgreicher Spieler in der Ober- und 2. Bundesliga 1977–1981
  • Georg Koch, war in der Saison 1991/92, als damals 19-Jähriger, Torwart am Stimberg
  • Julius Ludorf, dreimal unter den besten Torschützen der Oberliga West, mehrfacher Westfalen- und Westdeutschland-Auswahlspieler
  • Malte Metzelder, kam aus der Jugend der Spvgg.
  • Uwe Neuhaus, spielte am Stimberg und wurde anschließend Spieler und Trainer bei der SG Wattenscheid 09, Borussia Dortmund und 1. FC Union Berlin
  • Siegfried Rachuba, ein Stürmer, der für Erkenschwick dreimal unter den zehn besten Ligatorjägern stand, wechselte 1949 zu Preußen Münster in deren „100.000-Mark-Sturm“
  • Toni Schreier, prägte nach kurzer Profikarriere das Erkenschwicker Team von 1986-1997
  • Horst Szymaniak, genannt „Schimmi“, wurde nach seiner Erkenschwicker Zeit Nationalspieler und Weltmeisterschaftsteilnehmer 1958 und 1962
  • Dieter Walter, spielte ausschließlich für die Spvgg und von 1968 bis 1980 durchgehend in der ersten Mannschaft
  • Sönke Wortmann, heute bekannt als Filmregisseur, spielte im Aufstiegsjahr 1979/80 für Erkenschwick in der Oberliga und erzielte das entscheidende Tor zum Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • Thomas Zetzmann, Ex-Profi, spielte 1993–1998 am Stimberg; mittlerweile Physiotherapeut bei Borussia Dortmund

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5.
  • Hardy Grüne: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890–1963. Agon, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1.
  • Hardy Grüne: Bundesliga & Co. 1963 bis heute. Agon, Kassel 1997, ISBN 3-89609-113-1.
  • Hardy Grüne: Enzyklopädie der europäischen Fußballvereine. Die Erstligamannschaften Europas seit 1885. Agon, Kassel 2000, ISBN 3-89784-163-0.
  • Hartmut Hering (Hrsg.): Im Land der tausend Derbys. Die Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets. Die Werkstatt, Göttingen 2002, ISBN 3-89533-372-7.
  • Eberhard Scholz: Der Klub. Der Pütt. Die Stadt In: Hermann Beckfeld (Hrsg.): … der Boss spielt im Himmel weiter. Fußball-Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Henselowsky Boschmann, Bottrop 2006. ISBN 3-922750-62-1.
  • Stephan Tönnies: Weißt du noch? Wilde Fußballjahre in der Oberliga West. Herkules, Kassel 2012, ISBN 978-3-941499-67-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spvgg Erkenschwick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Stimbergstadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stimberg-Stadion. In: stadionsuche.de. Abgerufen am 13. Juni 2012.
  2. Versch.: Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Hrsg.: Spvgg. Erkenschwick. Recklinghausen 1991. S. 61.
  3. Gerd Böttcher: Einhundert Jahre: 1916–2016. Hrsg.: Böttcher/Heupel. Recklinghausen 2016.
  4. Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5. S. 47.
  5. Gerd Böttcher: Einhundert Jahre: 1916–2016. Hrsg.: Böttcher/Heupel. Recklinghausen 2016.
  6. Versch.: Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Hrsg.: Spvgg. Erkenschwick. Recklinghausen 1991. S. 76.
  7. Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5. S. 45.
  8. Gerd Böttcher: Einhundert Jahre: 1916–2016. Hrsg.: Böttcher/Heupel. Recklinghausen 2016.
  9. Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5. S. 18.
  10. Gerd Böttcher: Einhundert Jahre: 1916–2016. Hrsg.: Böttcher/Heupel. Recklinghausen 2016.
  11. Versch.: Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Hrsg.: Spvgg. Erkenschwick. Recklinghausen 1991. S. 78.
  12. Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5. S. 50.
  13. Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5. S. 113.
  14. Hardy Grüne: Bundesliga & Co. 1963 bis 1997. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs, Band 2. Agon Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89609-113-1, S. 17.
  15. Gerd Böttcher: Einhundert Jahre: 1916–2016. Hrsg.: Böttcher/Heupel. Recklinghausen 2016.
  16. Versch.: Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Hrsg.: Spvgg. Erkenschwick. Recklinghausen 1991. S. 37.
  17. a b Saison 1986/87. Abgerufen am 12. Oktober 2012.
  18. Stimberg-Echo Nr.14/2008.
  19. Stimberg-Echo Nr.4/2012.
  20. Saison 1997/98. Abgerufen am 30. November 2012.
  21. Nah am Abgrund. In: derwesten.de. 25. April 2008, abgerufen am 6. Juli 2015.
  22. „Hätte mir bei einem Treffer einen schönen Abend gemacht“. In: RevierSport. 11. April 2008, abgerufen am 26. Februar 2013.
  23. Erkenschwick ohne Lizenz, Hüls hofft. In: derwesten.de. 4. Juni 2010, abgerufen am 5. Juni 2010.
  24. Elmar Redemann: Kein Antrag auf Regionalliga-Lizenz. In: RevierSport. 13. Januar 2013, abgerufen am 7. Februar 2013..
  25. Regionalligaabsage. 17. März 2014, abgerufen am 19. März 2014.
  26. 5:5 – Svgg. Erkenschwick und Eintracht Rheine liefern Tor-Spektakel. 7. April 2014, abgerufen am 7. April 2014.
  27. Erkenschwick: Hermann Silvers lockert die Bremse. 1. Mai 2015, abgerufen am 4. Mai 2015.
  28. Gerd Böttcher: Einhundert Jahre: 1916–2016. Hrsg.: Böttcher/Heupel. Recklinghausen 2016.
  29. Dembélé trifft gegen Erkenschwick. 8. Juli 2016, abgerufen am 19. Januar 2017.
  30. Olaf Nehls: Erst VfL Wolfsburg, dann Bayern München? In: Stimberg-Zeitung. 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.