Eckhard Breitinger

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Eckhard Breitinger (* 4. Mai 1940 in Ebingen; † 15. August 2013 in Bayreuth) war ein deutscher Anglist und apl. Professor an der Universität Bayreuth.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eckhard Breitinger studierte englische Philologie und Geschichte an der Universität Tübingen, in Bangor und Genf. Das Erste Staatsexamen legte er 1965, das Zweite Staatsexamen 1975 ab. In Tübingen erlangte er 1971 mit einer Dissertation zum Thema Der Tod im englischen Roman um 1800 den akademischen Grad Doktor der Philosophie. 1987 habilitierte er sich in Bayreuth mit einer Schrift über die Geschichte des amerikanischen Hörspiels.[1] 1965–1968 lehrte Breitinger am Department of Modern Languages der University of the West Indies in Kingston (Jamaica). Zwischen 1968 und 1978 lehrte er Anglistik an der Universität Tübingen, bevor er für kurze Zeit in den Schuldienst wechselte (1978–1979). 1980 war Breitinger Senior Lecturer für Anglistik an der University of Kumasi (Ghana). Eckhard Breitinger lehrte von 1981 bis zu seinem Ruhestand 2005 Anglistik mit Schwerpunkt Literaturen des anglophonen Afrika an der Universität Bayreuth. Seit 1983 hatte er mehrere Kurzzeitdozenturen und Gastprofessuren inne, u. a. 1984 an der University of Nigeria Nsukka (UNN), 1991 und 1993 an der Université Yaoundé I (Kamerun), 1998 an der Kenyatta University Nairobi (Kenia), 2003 und 2004 am Chancellor College der University of Malawi, 2006 an der Jagiellonen-Universität Krakau (Polen) und 2008 an der Universidade Eduardo Mondlane in Maputo (Mosambik). 1992 bis 1995 hatte Eckhard Breitinger eine Gastprofessur an der Universität Leipzig.

Als Forscher, Hochschullehrer und Verleger förderte er maßgeblich die anglophonen Literaturen und das Theater der Karibik und Afrikas. Seine Bayreuth African Studies Series (BASS), die er als Kleinverleger betreute, stellt eine wichtige Referenz für die wissenschaftliche Aufarbeitung und Kritik der anglophonen Literaturen Afrikas und der Karibik sowie weiterer verwandter Themen der Afrikawissenschaften dar. Als Hochschullehrer koordinierte Eckhard Breitinger den interdisziplinären Aufbaustudiengang „Afrikanologie“ an der Universität Bayreuth. Er war Mitglied diverser Forschergruppen, u. a. des DFG-Sonderforschungsbereichs (SFB 214) „Identität in Afrika“ (1984 bis 1998) sowie des DFG-Graduiertenkollegs „Interkulturelle Beziehungen in Afrika“ (1990–1999). Breitinger betreute unzählige Dissertationen deutscher und afrikanischer Nachwuchswissenschaftler, und er begutachtete selbst fast zwanzig Promotionen afrikanischer Wissenschaftler/-innen. Einige der resultierenden Monographien sind in der Reihe BASS erschienen. Breitinger trat Ende 2005 in den Ruhestand, setzte jedoch auch in der Folge seine vielfältigen Aktivitäten fort. Als Gastwissenschaftler hatte Breitinger Lehraufträge und Forschungsaufenthalte an verschiedenen Universitäten Afrikas, Nordamerikas, Europas sowie zuletzt in Indien.

Ebenfalls 2005 erschien eine Festschrift zu Breitingers Ehren Ehren: „Kreatives Afrika“, herausgegeben von Susan Arndt und Katrin Berndt im Peter-Hammer-Verlag, Wuppertal, ISBN 3-7795-0028-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Breitinger, Eckhard (Memento vom 8. September 2014 im Internet Archive) mediaculture-online.de, abgerufen am 8. September 2014.