Edith Heard

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Edith Heard (* 5. März 1965 in London) ist eine britische Genetikerin. Sie befasst sich vor allem mit der Rolle der Epigenetik bei der Entwicklung von Säugetieren.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heard studierte an der University of Cambridge Naturwissenschaften (Tripos, Bachelor 1986) und erwarb 1990 bei M. Fried am Imperial Cancer Research Fund in London einen Ph.D. in Genetik. Als Postdoktorandin arbeitete sie bei P. Avner am Institut Pasteur in Paris, wo sie auch eine erste Festanstellung erhielt. Nach einem Jahr Forschungsaufenthalt am Cold Spring Harbor Laboratory (New York) gründete Heard 2001 am Institut Curie in Paris eine eigene Forschungsgruppe. 2010 wurde sie Direktorin der dortigen Abteilung für Genetik und Entwicklungsbiologie. 2012 erhielt sie zusätzlich eine Professur für Epigenetik und zelluläres Gedächtnis am Collège de France. Seit Januar 2019 ist Heard Generaldirektorin des EMBL (Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie) in Heidelberg.

Edith Heard konnte wesentliche Beiträge zur Rolle der Epigenetik bei der (normalen) Entwicklung von Säugetieren leisten. So deckte sie den molekularen Mechanismus der X-Chromosom-Inaktivierung auf (Xist-RNA), konnte zeigen, dass dieser Mechanismus sich bei verschiedenen Säugetieren deutlich unterscheiden kann, und war an der Entdeckung der Topologically associating domains (TAD) beteiligt. Neuere Arbeiten befassen sich mit der Frage, wie die Organisation von Chromatin und Chromosomen an der Genregulation beteiligt sind.

Laut Datenbank Scopus hat Heard einen h-Index von 60 (Stand Februar 2020).[1]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heard, Edith. In: scopus.com. Scopus, abgerufen am 6. Februar 2020 (englisch).
  2. Edith Heard. In: embo.org. European Molecular Biology Organization, abgerufen am 21. August 2019 (englisch).
  3. Edith Heard. In: ae-info.org. Academia Europaea, abgerufen am 21. August 2019 (englisch).
  4. Edith Heard. In: royalsociety.org. Royal Society, abgerufen am 21. August 2019 (englisch).
  5. Décret du 3 avril 2015 portant nomination. 3. April 2015 (gouv.fr [abgerufen am 21. August 2019]).
  6. Edith Heard, Grand Prix Inserm 2017. In: inserm.fr. INSERM, abgerufen am 21. August 2019 (französisch).
  7. ESHG Award Laureates. In: eshg.org. European Society of Human Genetics, abgerufen am 21. August 2019 (englisch).
  8. Katharina Jansen: Familie-Hansen-Preis 2019 geht an Prof. Edith Heard. Bayer AG, Pressemitteilung vom 3. Juli 2019 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 21. August 2019.