Edouard Calic

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Edouard Calic (ursprünglich Eduard Čalić; * 14. Oktober 1910 in Marčana, Österreich-Ungarn[1][2]; † 29. August 2003 in Salzburg[1]) war ein jugoslawischer Journalist, Publizist und Historiker. Er ist der Vater der Historikerin Marie-Janine Calic.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calic wurde 1910 als Sohn einer kroatischen Familie im Österreichischen Küstenland geboren. 1919 musste seine Familie infolge der Verfolgung der dortigen slawischen Bevölkerung durch italienische Freischärler aus Istrien in das neu gegründete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen fliehen. Nach dem Schulabschluss studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Zagreb.

Nach dem Erwerb eines Staatsdiploms an der Universität Zagreb arbeitete Calic zeitweise als Journalist, bevor er 1939 auf Anraten von Albert Bazala, dem Präsidenten der Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften, zur Fortsetzung seiner Studien nach Deutschland ging. Am 29. Januar 1940 immatrikulierte er sich an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität, wo er unter anderem bei Emil Dovifat und Jens Jessen hörte. Nebenbei arbeitete er seit 1940 als Berlin-Korrespondent der in Zagreb erscheinenden jugoslawischen Tageszeitung Novosti. Da Novosti nach der deutschen Besetzung Jugoslawiens im April 1941 verboten wurde, war Calic seit diesem Zeitpunkt erwerbslos. Nominell an der Universität immatrikuliert blieb er bis zum 15. Juli 1941.

Im Sommer 1942 wurde Calic von der Gestapo verhaftet und nach mehrmonatigem Aufenthalt im Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamtes im Dezember 1942 ins Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg verbracht.[3] Als Begründung wurde angegeben, dass er in Verdacht geraten sei „als Ausländer und Angehöriger einer befreundeten Nation“ an „komplottähnlichen Verschwörungen von Ausländern“ beteiligt zu sein. Daher sei er als Risiko für die Staatssicherheit in Vorbeugehaft genommen worden.

Da die Staatspolizei Berlin ihn ohne Schutzhaftbefehl einlieferte, wurde er dort zunächst keiner der gängigen Häftlingsgruppen (Kommunisten, Homosexuelle etc.) zugeordnet. Später kategorisierte man ihn, da italienischer Staatsbürger, als „Sonderhäftling“ beziehungsweise „Ausweisungshäftling“. Als Ausweisungshäftlinge galten nach den NS-Verwaltungsrichtlinien Häftlinge, die die Staatsbürgerschaft eines mit Deutschland befreundeten Staates besaßen und bei nächster Gelegenheit an diesen ausgeliefert werden sollten.

Während seines Aufenthaltes in Sachsenhausen arbeitete Calic in auswärtigen Arbeitseinsätzen für das "Kommando Speer" sowie in den Büros des Arbeitseinsatzes und zuletzt seit 1944 in der Verwaltung der Effektenkammer des Lagers. 1945 wurde er auf den Todesmarsch der Sachsenhäuser KZ-Häftlinge von Sachsenhausen nach Schwerin geschickt.[4]

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 1945 kehrte er kurzzeitig nach Berlin zurück, wo er eigenen Angaben zufolge für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes tätig gewesen sein soll. Anschließend siedelte er in das britisch kontrollierte Istrien über. Nachdem sich seine Hoffnungen, in dem damals etablierten Freistaat Triest politisch Karriere machen zu können, zerschlugen, ließ er sich 1946 in Paris nieder.

In den Jahren 1946 bis 1959 lebte Calic in Paris, wo er als Journalist, Buchautor und Rundfunksprecher arbeitete. 1959 kehrte er nach Berlin zurück, wo er zunächst als Korrespondent für den Combat tätig war. 1962 sagte Calic im Verfahren gegen den KZ-Arzt Heinz Baumkötter vor dem Landgericht Münster aus.

Im Juli 1963 bekam Calic auf der Grundlage eines an der Freien Universität Berlin durchgeführten Kolloquiums auf dem Niveau einer Doktorprüfung unter Vorsitz von Ernst Fraenkel (Beisitzer waren Emil Dovifat und Werner Philipp) vom Berliner Senator für Wissenschaft und Kunst Adolf Arndt den akademischen Grad eines Dr. phil. verliehen. Das Kolloquiums-Gespräch wurde von der Hochschule/dem Senat als Vollendung eines Promotionsverfahrens, dass Calic 1941 an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität begonnen hatte, das er nach Auskunft seines damaligen Betreuers Dovifat kriegsbedingt (bzw. bedingt durch seine Inhaftnahme) jedoch nicht hatte abschließen können, anerkannt. Da sein Dissertationsmanuskript aus den 1940er Jahren nicht mehr auffindbar war, war die Verleihung des Doktorgrades im Rahmen einer regulären Promotion nicht möglich, so dass Arndt ihm stattdessen eine sogenannte „Promotions-Ersatzbescheinigung“ als Grundlage zur Berechtigung zum Führen seines akademischen Grades ausstellte.

In den 1970er-Jahren warfen Kritiker wie Louis de Jong und Hans Mommsen Calic vor, den Doktortitel auf unredliche Weise durch das Ausspielen persönlicher Beziehungen, Ausnutzung seines Status’ als ehemaliger KZ-Häftling und durch falsche Angaben erhalten zu haben. Unterstützer Calics wie Jürgen Schmädeke, Eugen Kogon, Pierre Grégoire und Karl Dietrich Bracher sahen darin wiederum eine Retourkutsche von Calics Kontrahenten in der Reichstagsbrandkontroverse. Calic hatte kurz zuvor in einer Publikation die Gewährsleute, die Fritz Tobias für seine These der Alleintäterschaft des Marinus van der Lubbe genannt hatte, als „NS-Anhänger der ersten Stunde und Nutznießer des Regimes bloßgestellt“, sodass diese als Zeugen für Tobias’ These nur mehr bedingt glaubwürdig erschienen. Der Historiker und Journalist Karl-Heinz Janßen veröffentlichte 1979 ein kritisches Dossier über Calics Vergangenheit und publizistisch-wissenschaftliche Tätigkeit, das der damalige Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, Martin Broszat, unterstützte.[5] Der Berliner Senator für Kunst und Wissenschaft Gerd Löffler lehnte es 1976 ab, ein Verfahren zum Entzug des Doktortitels zu eröffnen.[6]

Nachdem Calic sich bereits seit den 1950er-Jahren publizistisch betätigt hatte, trat er in den 1960er-Jahren durch Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte, zumal zur Geschichte des Nationalsozialismus, hervor. Calics erste größere Arbeit auf diesem Gebiet war das 1966 in Frankreich veröffentlichte Buch Himmler et son Empire, eine Annäherung an Heinrich Himmler und den SS-Apparat, das Calic als ersten Teil einer Trilogie seiner Auseinandersetzung mit dem Machtkomplex SS-Gestapo ansah. Als zweiten Teil publizierte er 1978 einen Forschungsbericht zum Reichstagsbrand und als dritten 1984 eine Biographie Reinhard Heydrichs. Das Himmler-Buch wurde bislang nicht ins Deutsche übersetzt.

Größere Resonanz fand Calic mit der von ihm 1968 herausgegebenen Quellensammlung Ohne Maske. Hitler-Breiting Geheimgespräche 1931. Dieser Band enthielt zwei bis dahin unbekannte Protokolle von Interviews, die der Leipziger Journalist Richard Breiting 1931 mit Hitler geführt haben soll, und die Calic im Nachlass von Breiting aufgefunden haben will. Die Interviews geben Einblick in Hitlers damalige politische Gedankenwelt und Zielsetzung. Das Vorwort zu dem Buch schrieb der Historiker Golo Mann. In zahlreiche Sprachen übersetzt, fand das Buch zunächst ein überwiegend positives Echo. In den 1970er-Jahren wurden hingegen von Hugh Trevor-Roper und vor allem von Hans Mommsen und Fritz Tobias Zweifel an der Authentizität der Dokumente geltend gemacht. In späteren Jahren verdichtete sich die Kritik an dem Breiting-Buch zu dem Vorwurf, Calic sei einer Quellenfälschung aufgesessen oder habe diese sogar selbst angefertigt. Calics Verteidiger hielten dem entgegen, dass kleinere Fehler sich aus Übertragungsfehlern bei der Entzifferung der handschriftlichen Unterlagen ergeben hätten. Nach 1990 konnte mithilfe der Akten der Stasiunterlagen-Behörde, in denen sich die Überwachung der Korrespondenz der Familie Breiting mit Calic fand, zudem gezeigt werden, dass Calic in Kontakt mit den Erben Breitings gestanden und Unterlagen aus dessen Nachlass erhalten hatte.

Das Internationale Komitee zur wissenschaftlichen Erforschung der Ursachen und Folgen des Zweiten Weltkrieges, Luxemburg, kurz Luxemburger Komitee, wurde 1968 unter Beteiligung Calics gegründet.[7] Zum Teil wurde er als die treibende Kraft der Gründung gesehen. Er wurde Generalsekretär des Komitees und konnte als Ehrenvorsitzenden Willy Brandt gewinnen, der sich aber bald wieder zurückzog, dann André Malraux, Frankreichs Staatsminister für kulturelle Angelegenheiten, und zuletzt den luxemburgischen Parlamentspräsidenten Pierre Grégoire. Das Komitee organisierte wissenschaftliche Symposien und Wanderausstellungen zur Geschichte und Aufarbeitung verschiedener Aspekte der NS-Zeit. Publizistisch trat das Komitee überwiegend durch zwei 1972 und 1978 erschienene Bände hervor, die eine Alleintäterschaft der Nationalsozialisten beim Reichstagsbrand auf der Grundlage neuaufgefundener Dokumente beweisen sollten.[8] Die beiden Dokumentationsbände des Komitees sowie ein ebenfalls 1978 veröffentlichter, von Calic verfasster und von Pierre Grégoire herausgegebener Forschungsbericht führten zu einer Wiederbelebung der Reichstagsbrand-Kontroverse. In der folgenden Auseinandersetzung wurde vor allem Calic angegriffen, dem die Vertreter der Alleintäterthese schließlich unterstellten, er habe die in den Dokumentationsbänden enthaltenen „neuen Dokumente“ nicht aufgefunden, sondern selbst erstellt. Außer von Fritz Tobias und Hans Mommsen, den Hauptvertretern der Alleintäterthese, wurde diese Auffassung vor allem von den Politologen Uwe Backes und Eckhard Jesse in einer 1986 veröffentlichten Aufsatzsammlung vertreten.[9] Karl-Heinz Janßen sprach in der Zeit dem gleichen Tenor folgend von einer der „unverfrorensten Geschichtsfälschungen dieses Jahrhunderts“.[10] Eine Widerrufs- und Unterlassungsklage Calics wurde Ende 1982 durch das Landgericht Berlin abgewiesen, weil für den „Durchschnittsleser“ nicht der behauptete Sachverhalt einer Fälschung als Tatsachenbehauptung im Vordergrund stehe, sondern „die darin zum Ausdruck gekommene Wertung“.[11] Auf der Gegenseite wies unter anderem der Berliner Historiker Jürgen Schmädeke die Fälschungsvorwürfe bereits 1979 als in der Sache unbegründete Diffamierungsversuche zurück.[12] Weitere Historiker, Publizisten und Persönlichkeiten wie Robert Kempner und Walther Hofer nahmen Calic ebenfalls in Schutz. Ferner bemühten sich zwei Broschüren (von Gerhard Pletschacher und vom Comité de la Résistance) darum, die gegen Calic erhobenen Vorwürfe, respektive die zu ihrer Begründung vorgebrachten Argumente und Belege, zu widerlegen.

Heute besteht in der Forschung weitgehender Konsens darüber, dass die meisten der Dokumente, die Calic im Rahmen der von Hofer herausgegebenen Reichstagsbranddokumentation vorlegte, nicht authentisch sind.[13] Uneinigkeit besteht dabei weiterhin in der Frage, ob Calic ihr Urheber war oder ob er sie von dritter Seite zur Verfügung gestellt bekam und sie bona fide, also im Glauben an ihre Echtheit, verbreitete: Einige Hinweise sprechen dafür, dass mindestens ein Teil der von Calic veröffentlichten Dokumente aus der DDR stammt. Herrsch Fischler stellt die Möglichkeit in den Raum, dass sie von DDR-Stellen angefertigt und dann Calic zugespielt wurden. Der amerikanische Historiker Benjamin Carter Hett konzediert in diesem Zusammenhang, es sei möglich, dass Calic demnach selbst ein Opfer dieser Fälschungen und nicht etwa ihr Urheber war. Andererseits weist er aber darauf hin, dass spezielle sprachliche Charakteristika der Dokumente – die in ihnen feststellbaren Eigentümlichkeiten der serbokroatischen Sprache – weiterhin ein gewichtiges Indiz für eine Urheberschaft Calics darstellen („a large finger [that points] in the direction of Calic“).[14]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Rolle der Presse im politischen Leben der Volker Jugoslawiens, 1941/1942. (Dissertationsfragment, verschollen)
  • Le Prophète et L'Atome. Le Réveil de l'Islam vu du Pakistan, du Cachemire, de l'Égypte, Paris 1956.
  • La Chine. Grande Puissance, Paris 1960.
    • Die Roten Söhne des Himmels. Übersetzung aus dem Französischen. Hannover: Fackelträger, 1962 (Reportagen in Le Figaro).
  • Amundsen, le Dernier Viking, Paris s.a.
    • Roald Amundsen. Der letzte Wikinger, Düsseldorf: Hoch, 1960
    • Kapitän Amundsen. Vorw. von Erich Bruns. Rostock: Hinstorff, 1961
  • J'ai vu Vivre la Sibérie, Paris 1962.
  • Bulgarie Pittoresque et Moderne, Sofia 1964
    • Romantisches und modernes Bulgarien. Übersetzung Tschavdar Djugmedshiev. Sofia: Fremdsprachenverlag, 1964
  • Himmler et Son Empire, Paris 1965
  • Ohne Maske. Hitler-Breiting-Geheimgespräche 1931. Frankfurt am Main: Societäts-Verlag, 1969
  • Le Reichstag Brûle!, Paris 1969.
  • L'univers polaire.
    • Treffpunkt Pol. Erlebnisse und Eindrücke im Hohen Norden. Überarbeitet von Friedrich W. Stöcker. Leipzig: Brockhaus, 1965.
  • Der Reichstagsbrand. Die Provokation des 20. Jahrhunderts. Forschungsergebnis. Mit Stellungnahmen über das Historische Ereignis des 27. Februar 1933, Luxemburg 1978. (zusammen mit Pierre Gregoire)
  • Der Zweite Weltkrieg und der Völkermord. Legenden um Hitler und das Deutsche Volk. Gedenkschrift zum 40. Jahrestag des Kriegsausbruchs. Oberhausen 1979. (zusammen mit Pierre Grégoire und dem Kulturamt der Stadt Oberhausen)
  • Reinhard Heydrich. Schlüsselfigur des Dritten Reiches. Düsseldorf : Droste, 1982, ISBN 3-7700-0584-8.
  • Hache, Zagreb 1982.
  • Evropska Trilogija. Marseille i Drugi Svjetski Rat, Zagreb 1993.
  • Europa Gledana s Balkana. Kritika Koncepcije Globalističkog Revizionizma, Zagreb 2000.
  • Od Hitlera do Bin Ladena. S čovječanstvom k Vječnom Miru, Pula 2002.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Backes/Karl-Heinz Janßen/Eckhard Jesse/Henning Köhler/Hans Mommsen/Fritz Tobias: Reichstagsbrand – Aufklärung einer historischen Legende. Piper, München und Zürich 1986, ISBN 3-492-03027-0.
  • Alexander Bahar/Wilfried Kugel: Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird. edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S. 801–820.
  • Comité d'Action de la Résistance: „Die Zeit“-Kabale um den Reichstagsbrand, (= Sondernummer von La Voix de La Resistance), 1980. (digitalisiert beim IFZ: PDF).
  • Marcus Giebeler: Die Kontroverse um den Reichstagsbrand. Quellenprobleme und historiographische Paradigmen. Martin Meidenbauer, München, 2010, ISBN 978-3-89975-731-6.
  • Gerhard Pletschacher: "Die Zeit"-Geschichts-Manipulation. Dokumentation. Band I zum Rechtsstreit zwischen den Herausgebern der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit", Gräfin Dönhoff, Theo Sommer, Diether Stoltze, und dem Internationalen Komitee Luxemburg (IKL). Eine unvermeidliche Enthüllung der Arbeitsmethoden der "Zeit" und ihres Rufmordversuches am Generalsekretär des IKL, Edouard Calic. Die dokumentarische Widerlegung der Verleumdungen des Zeit-Redakteurs Karl-Heinz Janssen, Traunstein 1981.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Danko Plevnik: Krunski svjedok 20. stoljeća. In: SDMagazin, 6. September 2003
  2. Alexander Bahar, Wilfried Kugel: Der Reichstagsbrand: Wie Geschichte gemacht wird. Edition q, Berlin 2001, ISBN 3-86124-513-2, S. 840 (Ausschnitt).
  3. Die Zeit 48/1979, S. 43.
  4. http://www.ahriman.com/autoren/edouard_calic.htm
  5. Presseerklärung von Martin Broszat im Namen des Instituts für Zeitgeschichte: "Ein Stumpf wurde trockengelegt", in: Die Zeit vom 23. November 1979, S. 4.
  6. Alexander Bahar/Wilfried Kugel: Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird. edition q, Berlin 2001, S. 811 ff.; eine Zusammenstellung der Artikel in verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, durch die sich die Auseinandersetzung um die gegen Calic erhobenen Vorwürfe zog, findet sich bei Jürgen Schmädeke, Alexander Bahar und Wilfried Kugel: Der Reichstagsbrand in neuem Licht, in: Historische Zeitschrift 269 (1999), Heft 3, S. 603. Die Zusammenstellung ist auch online abrufbar: Auszug des Artikels beim Reichstagsbrandforum, siehe v.a. Fußnote 6.
  7. Marcus Giebeler: Die Kontroverse um den Reichstagsbrand. Quellenprobleme und historiographische Paradigmen. Martin Meidenbauer, München 2010, S. 81 ff.
  8. Walther Hofer, Edouard Calic, Karl Stephan, Friedrich Zipfel (Hrsg.): Der Reichstagsbrand. Eine wissenschaftliche Dokumentation. Band 1, Berlin 1972; Walther Hofer, Edouard Calic, Christoph Graf, Karl Stephan, Friedrich Zipfel (Hrsg.): Der Reichstagsbrand. Eine wissenschaftliche Dokumentation. Band 2, München 1978.
  9. Henning Köhler, Der „dokumentarische Teil“ der „Dokumentation“ – Fälschungen am laufenden Band, in: Uwe Backes/Karl-Heinz Janßen/Eckhard Jesse/Henning Köhler/Hans Mommsen/Fritz Tobias: Reichstagsbrand – Aufklärung einer historischen Legende, Piper 1986, S. 167 (hier das Zitat) – 216.
  10. Heinrich Zankl: Der grosse Irrtum: Wo die Wissenschaft sich täuschte 2004, S. 37.
  11. Zu einem Berliner Kammergerichtsurteil in Sachen Calic gegen „DIE ZEIT“. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 35 (1984), S. 860.
  12. Jürgen Schmädeke: „Kabalen um den Reichstagsbrand“. In: Der Tagesspiegel vom 31. Oktober 1979; Ders.: Reichstagsbrand und „Eigentore“. In: Der Tagesspiegel vom 30. November 1979; Ders.: Die Reichstagsbrandkontroverse geht weiter – Fälschungsvorwürfe und dokumentarische Fakten. In: Reichstagsbrandforum der Zentral- und Landesbibliothek Berlin 1999.
  13. Benjamin Carter Hett: Burning the Reichstag. An Investigation into the Third Reich's Enduring Mystery, New York 2014, S. 316.
  14. Benjamin Carter Hett: Burning the Reichstag. An Investigation into the Third Reich's Enduring Mystery, New York 2014, S. 314.