Eduard Prinz von Anhalt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eduard Prinz von Anhalt (2016)

Julius Eduard Erdmann Ernst-August Prinz von Anhalt (* 3. Dezember 1941 in Ballenstedt) ist ein deutscher Journalist und Buchautor sowie das Oberhaupt der Askanier.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduard Prinz von Anhalt ist der jüngste Sohn Joachim Ernsts von Anhalt, des letzten Herzogs von Anhalt, und seiner zweiten Ehefrau Edda-Charlotte Marwitz. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: Marie Antoinette, Anna Luise, Leopold Friedrich Franz, Edda und Eduard. Eduard wurde 1963 nach dem Unfalltod seines älteren Bruders Friedrich Chef der Askanier.

Nach der Flucht aus der sowjetischen Besatzungszone lebte die Familie bis 1951 im evangelischen Damenstift Ebstorf in der Lüneburger Heide und zog danach nach Garmisch-Partenkirchen. Nach der Mittleren Reife und der Absolvierung des Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr besuchte Eduard eine Handels- und Sprachenschule in Málaga. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Spanien ging Eduard 1964 in die USA und betätigte sich im Bereich Public relations und Werbung. Er kehrte 1967 nach Deutschland zurück und absolvierte Volontariate bei der Deutschen Bank in München und beim Handelshaus Klöckner & Co. in Regensburg und Duisburg.

Am 21. Juli 1980 heiratete Prinz von Anhalt in München Corinna Krönlein, die Tochter eines Kunstmalers und einer Ärztin. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Die Ehe wurde im November 2015 geschieden.[1]

Bekannt wurde Prinz von Anhalt als Gesellschaftsjournalist und Kolumnist für zahlreiche deutsche Magazine wie Frau im Spiegel[2] sowie als Gast in Talkshows zum Beispiel Riverboat, nachtstudio (ZDF) und 3 nach 9.[3] Außerdem moderierte er Fernsehbeiträge für verschiedene Sender, darunter bei RTL die Sendung Adel verpflichtet.[4] 2011 kommentierte er für RTL die Liveübertragung der Hochzeit von William Mountbatten-Windsor und Catherine Middleton [5] sowie 2013 für das ZDF den Thronwechsel in den Niederlanden.[6]

Nach der Wiedervereinigung war seine Haupttätigkeit der Versuch, nach dem Zweiten Weltkrieg in Sachsen-Anhalt beschlagnahmtes Familienvermögen wiederzuerlangen.[7] Er ist Schirmherr des „Anhaltischen Traditions-Schützenbundes“ in Wörlitz und war Präsident des Vereins „Deutsche Lebensbrücke e. V.“ in München sowie Mitglied des Board des „Almanach de Gotha“ in London.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Askanische Sagen, Über die Entstehung der Deutschen, München 1978.
  • Sagenhaftes Askanien, Geschichten und Legenden. München (Langen/Müller) ISBN 978-3-7844-2974-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eduard Prinz von Anhalt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jasmin Pospiech: Eduard Prinz von Anhalt Trennung! In: Bunte. 18. März 2014, abgerufen am 25. Januar 2017.
  2. PR G+J: Eduard Prinz von Anhalt schreibt für Frau Im Spiegel. In: Presseportal. 12. Juli 2007, abgerufen am 25. Januar 2017.
  3. Siehe IMDb.
  4. Adel verpflichtet. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 25. Januar 2017.
  5. Jürgen Kirsch: RTL rüstet für die Traumhochzeit in England. In: Quotenmeter. 15. Januar 2011, abgerufen am 25. Januar 2017.
  6. Harald Grimm: Thronwechsel in Holland, ZDF.de vom 28. April 2013.
  7. MDR Sachsen-Anhalt: Die Rückkehr des Askaniers, Bericht vom 10. September 2010.
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich Chef des Hauses Anhalt
seit 1963
---