Efeutute

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Goldene Efeutute
Goldene Efeutute (Epipremnum aureum)

Goldene Efeutute (Epipremnum aureum)

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Unterfamilie: Monsteroideae
Gattung: Efeututen (Epipremnum)
Art: Goldene Efeutute
Wissenschaftlicher Name
Epipremnum aureum
(Linden & André) G.S.Bunting

Efeutute (Epipremnum aureum), auch die Goldene Efeutute genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Kulturformen der Art sind populäre Zimmerpflanzen.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Efeutute wurde 1880 von Linden & André erstmals[1] als Pothos aureum beschrieben. Epipremnum unterscheidet sich von der genetisch nah verwandten Art Scindapsus pictus dadurch[2], dass Scindapsus-Arten jeweils nur einen Fruchtknoten in ihrer Samenanlage haben, während Epipremnum-Arten mehrere davon besitzen. In der Zierpflanzenliteratur[3] werden die Bezeichnungen Pothos aureus, Epipremnum pinnatum, Rhaphidophora aurea und Scindapsus aureus jedoch auch häufig synonym verwandt. Epipremnum pinnatum wird heute jedoch wieder als eigenständige Art betrachtet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Efeutute (Epipremnum aureum), verwildert an einem Baumstamm kletternd; je älter die Pflanzen werden, desto größer werden die Blätter

Die Goldene Efeutute ist eine Kletterpflanze, die mittels Luftwurzeln bis in Höhen um 20 Meter an Bäumen oder anderen Stützen emporwächst und dabei bis zu 4 cm dicke Sprossachsen entwickelt. Diese ausdauernde krautige Pflanze ist immergrün. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt und haben eine herzförmige Blattspreite, vollkommen bei Jungpflanzen, bei älteren Pflanzen jedoch unregelmäßig geteilt, bis zu 100 cm lang und 45 cm breit (junge Blätter viel kleiner, typischerweise weniger als 20 cm lang).

Die Blüten werden an einem bis zu 23 cm langen Kolben (Spadix) mit Spatha gebildet (sie blühen aber selten).

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich kommt die Goldene Efeutute nur auf der Insel Moorea von den Gesellschaftsinseln vor.[4] Sie kommt aber inzwischen in vielen tropischen Ländern verwildert vor. Als Verbreitungsgebiete werden angegeben: Bangladesch, Indien (Andamanen), Myanmar, Thailand, Vietnam, Volksrepublik China (Hainan, Hongkong), Taiwan, Japan (Ryūkyū-Inseln, Ogasawara-Inseln, Bonin-Inseln), Malaysia (die Halbinsel, Sabah und Sarawak), Singapur, Indonesien (Java, Maluku, Nusa Tenggara, Sulawesi, Sumatra), Philippinen, Salomonen, Vanuatu, Neukaledonien, Neuguinea, Australien (Queensland), Marshallinseln, Palau, Fidschi, Tonga, Cookinseln, Westsamoa.[4]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Goldene Efeutute ist eine beliebte Zimmerpflanze, von der einige Sorten mit zusätzlich weißer, gelber oder hellgrüner Blattfärbung (Variegation) existieren. In privaten und öffentlichen Gebäuden wird sie aufgrund ihrer geringen Pflegeansprüche und des attraktiven Laubs oft als Zierpflanze eingesetzt. In tropischen Ländern ist sie in vielen Parks und Gärten zu finden und neigt dort zum Verwildern.

Als Zimmerpflanze kann die Efeutute horizontal oder vertikal wachsen. Die Pflanze gedeiht im Zimmer auch an sehr schattigen Orten, an denen viele andere Zimmerpflanzen wegen Lichtmangels eingehen. Die Efeutute wird meist vegetativ durch Kopf- oder Stammstecklinge oder über Absenker vermehrt.

Die Pflanze reinigt die Luft von Benzol, Formaldehyd, Trichlorethen, Xylolen und Toluol.[5][6][7]

Verwendung in der Aquaristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Efeutute wird ähnlich wie Fensterblätter/Monstera oder Glücksbambus/Lucky Bamboo Dracaena braunii als emerse Pflanze außerhalb des Beckens eingesetzt, deren horizontal und vertikal wachsende[8] Wasserwurzeln als Starkzehrer dem Aquarienwasser überschüssige Phosphate und Nitrate[9] entziehen, die Algenbildung[10] hemmen und die Wasserqualität somit entscheidend verbessern. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass geschlüpfte Fischbrut und Jungfische in dem dichten Wurzelwerk Nahrung, Schutz und Unterschlupf finden.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Medicinal and Poisonous Plants: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. Epipremnum pinnatum S. 1586. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4822-5064-0.
  2. When Is a Pothos Not a Pothos? New Pro Containers. Plantscaping & Industry Specific Blog
  3. Efeutute (Epipremnum) auf www.pflanzenfreunde.com
  4. a b Rafaël Govaerts (Hrsg.): Epipremnum - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 17. Juni 2018.
  5. Pottorff, L. Plants "Clean" Air Inside Our Homes. Colorado State University & Denver County Extension Master Gardener. 2010.
  6. Wolverton, B. C. (1996) How to Grow Fresh Air. New York: Penguin Books.
  7. Wolverton, B. C. and J. D. Wolverton. (1993). Plants and soil microorganisms: removal of formaldehyde, xylene, and ammonia from the indoor environment. Journal of the Mississippi Academy of Sciences 38(2), 11-15.
  8. So nutzen Sie Efeutute im Aquarium. Gartenbista - Pflanzen
  9. Aquarien mit Efeutute Epipremnum aureum auf www.einrichtungsbeispiele
  10. Efeutute im Aquarium - das müssen Sie wissen. Nadine Ranger. Focus Online, 20. Mai 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Efeutute (Epipremnum aureum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien