Eimbeckhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 52° 13′ 57″ N, 9° 25′ 28″ O

Eimbeckhausen
Höhe: 134 m
Fläche: 2,8 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 31848
Vorwahl: 05042

Eimbeckhausen ist ein Ortsteil der Stadt Bad Münder am Deister im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Er liegt an der B 442 zwischen Deister und Süntel.

Durch die Lage zwischen Deister und Süntel findet man hier viele Wander- und Radwege. Im erneuerten Dorfkern befindet sich der Heinrich-Buddensiek-Platz mit einer der seltenen Süntelbuchen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche St. Martin in Eimbeckhausen

Durch Eimbeckhausen führt die Bundesstraße 442. Der Ort ist umgeben von den bewaldeten Gebirgszügen Deister und Süntel im Weserbergland, nördlich von Hameln. Durch den Ort fließt der Eimbeckhäuser Bach, ein Nebenfluss der Rodenberger Aue.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine geologische Erdschicht des Oberjura trägt den Namen „Eimbeckhäuser Plattenkalk“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eimbeckhausen wurden 1624 Hexenverfolgungen durchgeführt: Fünf Personen wurden in Hexenprozessen angeklagt, alle Verfahren endeten mit einer Hinrichtung.[1]

Die Gemeinde Eimbeckhausen wurde am 1. Januar 1973 in die Stadt Bad Münder am Deister eingegliedert. Bei den letzten Volkszählungen vor der Eingemeindung hatte Eimbeckhausen 2385 (6. Juni 1961) bzw. 2458 Einwohner (27. Mai 1970).[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische St.-Martin-Kirche (siehe auch Kultur und Sehenswürdigkeiten) gehört zum Kirchenkreis Hameln-Pyrmont im Sprengel Hildesheim-Göttingen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Die katholische St.-Godehard-Kirche wurde 1960 erbaut und 1993 wieder geschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Karl-Heinz Bodtmann (SPD).

Eimbeckhausen trägt ein Stuhlsymbol im Wappen.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Industrialisierung haben sich hier mehrere Stuhlfabriken angesiedelt, wovon nur noch ein Büromöbelhersteller übrig blieb.

  • Hytera Mobilfunk GmbH (ehemals Rohde & Schwarz Professional Mobile Radio GmbH) ist Hersteller und Lieferant für Funksysteme und Funkendgeräte (TETRA, Digital Mobile Radio, Analog). Zu den Kunden zählen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ebenso wie die Öl- und Gaswirtschaft, Verkehrsunternehmen, Flughafenbetreiber und militärische Nutzer.
  • Der Büromöbelhersteller Wilkhahn mit weltweit 600 Mitarbeitern hat hier seinen Hauptsitz.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eimbeckhausen befinden sich eine Grundschule, ein DRK-Kindergarten und eine Musikschule.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 442 führt nun um den Ort herum und bietet eine Verbindung zur Bundesautobahn 2. Der etwa 7 Kilometer entfernte Bahnhof Bad Münder (Deister) an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken wird von der S-Bahnlinie 5 PaderbornHamelnHannover HbfHannover Flughafen bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Schormann: Hexenverfolgung in Schaumburg, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 45, Hildesheim 1973, S. 149-151.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 202.
  3. Wappen von Eimbeckhausen
  4. Deutsches Stuhlmuseum Eimbeckhausen e.V.
  5. Helmut Zimmermann: Knochenhauerstraße 34, in ders.: Hannover in der Tasche. Bauten und Denkmäler von A bis Z. 2. Auflage, Feesche, Hannover 1988, ISBN 3-87223-046-8, S. 62f.
  6. Gerhard Schormann: Hexenverfolgung in Schaumburg, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 45, Hildesheim 1973, S. 149–151.