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Eisschnelllauf-Mehrkampfweltmeisterschaft 1990

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Die 48. Mehrkampfweltmeisterschaft der Frauen wurde am 10. und 11. Februar 1990 auf dem Olympic Oval im kanadischen Calgary ausgetragen. Davon getrennt fand die 84. Mehrkampfweltmeisterschaft der Männer eine Woche später, am 17. und 18. Februar 1990, im Olympia Eisstadion im österreichischen Innsbruck statt. Die beiden Weltmeistertitel gingen an die Deutsche Jacqueline Börner und den Norweger Johann Olav Koss.

Teilnehmende Nationen

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Frauen

Das Teilnehmerfeld des Frauenmehrkampfes setzte sich aus 26 Sportlerinnen aus 13 Nationen zusammen. Die Pfeile geben an, wie sich die Mannschaftsgröße eines Landes gegenüber der vorherigen Ausgabe geändert hat.

Nicht mehr vertreten im Vergleich zum Vorjahr waren Athletinnen aus Frankreich und Neuseeland. Insgesamt war das Feld um drei Teilnehmerinnen kleiner als 1989.

Männer

Im Männermehrkampf starteten 37 Sportler aus 18 Nationen.

Nicht mehr vertreten im Vergleich zum Vorjahr waren Sportler aus Griechenland. Insgesamt war das Feld um einen Teilnehmer größer als 1989.

Im neunten Jahr in Folge gewann mit Jacqueline Börner eine Eisschnellläuferin aus der Deutschen Demokratischen Republik den Weltmeistertitel im Mehrkampf. Börner schlug die Japanerin Seiko Hashimoto und ihre Teamkollegin und Vorjahressiegerin Constanze Moser um weniger als einen Punkt. Mit Gunda Kleemann lag eine weitere DDR-Läuferin nach zwei Strecken gut im Rennen, wurde aber wegen Behinderung ihrer Mitläuferin Wang Xiuli über 1500 Meter disqualifiziert.[1]

Die folgende Tabelle zeigt die 16 bestplatzierten Sportlerinnen in der Gesamtwertung der Mehrkampf-WM an, die sich für die Finalteilnahme über 5000 Meter qualifiziert haben. Die Zahl in Klammern gibt die Platzierung je Einzelstrecke an, fett gedruckt ist die jeweils schnellste Zeit.

RangName500 Meter3000 Meter1500 Meter5000 MeterGesamt-
Punkte
1 Jacqueline Börner41,66 s (8)4:19,86 min (1)2:04,54 min (4)7:31,51 min (4)171,634
2 Seiko Hashimoto40,22 s (1)4:28,66 min (10)2:03,80 min (2)7:37,75 min (10)172,037
3 Constanze Moser41,62 s (7)4:27,59 min (8)2:03,91 min (3)7:29,88 min (3)172,509
4 Herma Emmens-Meijer41,09 s (2)4:27,62 min (9)2:05,98 min (6)7:37,65 min (9)173,451
5 Heike Schalling43,05 s (21)4:21,61 min (3)2:06,95 min (10)7:28,37 min (1)173,804
6 Ljudmila Prokaschowa41,84 s (10)4:27,53 min (7)2:06,46 min (8)7:33,34 min (8)173,915
7 Elena Belci-Dal Farra42,88 s (19)4:23,39 min (4)2:07,80 min (13)7:28,75 min (2)174,253
8 Lia van Schie42,74 s (16)4:25,84 min (5)2:06,27 min (7)7:31,99 min (5)174,335
9 Wang Xiuli41,25 s (4)4:32,21 min (18)2:03,34 min (1)7:52,46 min (15)174,977
10 Emese Nemeth-Hunyady41,85 s (11)4:29,68 min (12)2:05,90 min (5)7:47,72 min (13)175,534
11 Natsue Seki42,46 s (13)4:30,54 min (14)2:07,89 min (14)7:41,52 min (11)176,332
12 Hanneke de Vries44,32 s (23)4:26,07 min (6)2:09,56 min (21)7:32,53 min (7)177,104
13 Jelena Lapuga-Konotopowa42,75 s (17)4:31,62 min (16)2:07,59 min (11)7:47,00 min (12)177,250
14 Swetlana Schurowa-Boiko44,39 s (24)4:30,27 min (13)2:09,34 min (20)7:32,14 min (6)177,762
15 Moira D’Andrea55,58 s (25)4:30,63 min (15)2:07,93 min (15)7:48,80 min (14)190,208
16 Sandra Voetelink1:01,62 min (26)4:29,23 min (11)2:07,66 min (12)7:58,24 min (16)196,868

Zum ersten Mal wurde der Norweger Johann Olav Koss Weltmeister im Vierkampf. Er setzte sich gegen vier Niederländer durch, die geschlossen die Ränge zwei bis fünf einnahmen. Silber gewann Ben van der Burg, Bronze ging an Bart Veldkamp, der auf den beiden Langdistanzen 5000 Meter und 10.000 Meter jeweils mit mehreren Sekunden Vorsprung am schnellsten war.

Die folgende Tabelle zeigt die 16 bestplatzierten Sportler in der Gesamtwertung der Mehrkampf-WM an, die sich für die Finalteilnahme über 10.000 Meter qualifiziert haben. Die Zahl in Klammern gibt die Platzierung je Einzelstrecke an, fett gedruckt ist die jeweils schnellste Zeit.

RangName500 Meter5000 Meter1500 Meter10.000 MeterGesamt-
Punkte
1 Johann Olav Koss38,86 s (11)7:00,50 min (2)1:57,19 min (3)14:42,52 min (3)164,099
2 Ben van der Burg38,79 s (7)7:01,13 min (3)1:56,23 min (1)14:56,87 min (5)164,489
3 Bart Veldkamp39,72 s (22)6:56,82 min (1)1:58,36 min (6)14:35,87 min (1)164,648
4 Gerard Kemkers38,51 s (4)7:05,85 min (4)1:58,19 min (4)14:59,60 min (6)165,471
5 Thomas Bos39,66 s (21)7:08,57 min (5)1:58,40 min (7)14:56,67 min (4)166,816
6 Geir Karlstad39,82 s (23)7:13,01 min (6)1:59,08 min (9)14:42,34 min (2)166,931
7 Michael Hadschieff38,61 s (5)7:15,07 min (9)1:58,35 min (5)15:10,82 min (8)167,108
8 Joakim Karlberg39,28 s (18)7:14,10 min (8)1:58,65 min (8)15:17,14 min (10)168,097
9 Danny Kah40,01 s (26)7:13,17 min (7)2:00,04 min (11)15:02,30 min (7)168,455
10 Ådne Søndrål38,06 s (2)7:21,23 min (19)1:56,99 min (2)15:53,42 min (16)168,850
11 Tomas Gustafson39,22 s (16)7:18,04 min (12)2:00,67 min (16)15:25,02 min (11)169,498
12 Georg Herda38,82 s (9)7:19,51 min (15)2:01,07 min (17)15:42,61 min (14)170,257
13 Kazuhiro Satō40,41 s (30)7:16,76 min (11)2:01,32 min (20)15:14,65 min (9)170,258
14 Masahiko Omura39,23 s (17)7:19,47 min (14)2:00,13 min (12)15:48,41 min (15)170,640
15 Christian Eminger40,82 s (33)7:15,37 min (10)2:00,52 min (15)15:26,91 min (12)170,875
16 Frank Dittrich40,45 s (31)7:18,51 min (13)2:02,69 min (31)15:38,22 min (13)172,108
  • Ergebnisse der Mehrkampf-WM 1990 auf speedskatingnews.info: Frauen und Männer

Einzelnachweise

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  1. Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 69.