FC Brașov

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FC Brașov
Logo FC Brasov neu.png
Voller Name Fotbal Club Brașov
Ort Brașov
Gegründet 1936
Vereinsfarben gelb-schwarz
Stadion Stadionul Tineretului
Plätze 8.500
Präsident RumänienRumänien Gheorghe Popa
Trainer RumänienRumänien Adrian Szabo
Homepage www.fcbrasov.ro
Liga Liga II
2015/16 5. Platz (Play-Off) [1]
Heim
Auswärts

Der FC Brașov ist ein rumänischer Fußballverein aus Brașov. Er spielt nach dem Abstieg 2015 in der Liga II, der zweiten rumänischen Fußballliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde im Jahr 1936 als Uzinele de Armament Brașov (U.A.B.) gegründet und spielte erstmals in der Saison 1937–1938 in der dritten Liga. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Machtübernahme der Kommunisten im Jahr 1947 änderte der Verein seinen Namen im Jahr 1948 in Steagul Roșu Brașov. Im Jahr 1950 erfolgte eine weitere Umbenennung in Metalul Brașov, die aber bereits im Jahr 1954 wieder rückgängig gemacht wurde.

Aufstieg in die oberste Klasse und Internationale Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1956 gelang erstmals der Aufstieg in der Divizia A, der höchsten rumänischen Spielklasse. Dort trat Metalul aber in der Saison 1957/58 unter dem neuen Namen Energia Brașov an, der aber bereits 1958 wieder in Steagul Roșu Brașov geändert wurde. Seine größten Erfolge erreichte Steagul unter Trainer Silviu Ploeșteanu mit der rumänischen Vizemeisterschaft in der Saison 1959/60 und dem Gewinn des Balkanpokals für Vereinsmannschaften im Jahr 1963. Im Messepokal konnte in der Saison 1965/66 nach einem Freilos in der 1. Runde und einem Sieg gegen NK Zagreb in der 2. Runde das Achtelfinale erreicht werden, in dem Steagul gegen Espanyol Barcelona im Entscheidungsspiel ausschied.

In der Saison 1967/68 stieg Steagul überraschend in die Divizia B ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg konnte der Verein an frühere Zeiten anknüpfen und sich bald in der vorderen Hälfte platzieren. Nach einem dritten Platz in der Saison 1973/74 qualifizierte sich Steagul erneut für den UEFA-Pokal und konnte nach einem Sieg gegen Beşiktaş Istanbul die zweite Runde erreichen. Es folgte jedoch noch im gleichen Jahr der Abstieg aus der Divizia A.

Nach der Umbenennung in FCM Brașov (Arbeiter-Fußballklub) im Jahr 1979 gelang bereits ein Jahr später erneut der Aufstieg. Abgesehen von zwei Unterbrechungen von 1983 bis 1984 und von 1997 bis 1999 spielte der Verein, der seinen Namen im Jahr 1990 auf den heute noch gültigen FC Brașov änderte, bis zum Abstieg 2005 durchgehend in der Divizia A. Nach einem dritten Platz in der Saison 2000/01 konnte Brașov erneut am UEFA-Pokal teilnehmen, schied aber nach überstandener Qualifikation in der ersten Runde aus.

Abstieg, Wiederaufstieg und erneuter Abstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ende der Saison 2004/05 stieg die Mannschaft ab aus der Divizia A ab. In der folgenden Saison verpasste man knapp den direkten Wiederaufstieg, der Verein hatte als Dritter einen Punkt Rückstand auf den zweiten Platz, der den Aufstieg bedeutet hätte.[2] Nach einer weiteren Saison in der Liga II wurde bekannt gegeben, dass Răzvan Lucescu ab der Saison 2007/08 nach Brașov zurückkehrt und den Trainerstab übernimmt, um gleich in seiner ersten Saison den Aufstieg in die Liga 1 zu schaffen, was schließlich auch gelang.

Nachdem Lucescu die Mannschaft wieder verließ, um Nationaltrainer zu werden, hat der Verein innerhalb der nächsten fünf Jahre ganze 14 verschiedene Trainer.

Finanzielle Probleme werden in der Mannschaft immer deutlicher, 2014 wird die Insolvenz beantragt und Adrian Szabo, langjähriger Koordinator der Jugendgruppen im Klub, wird immer wieder als Notlösung für die Trainerbank gesehen. Am Anfang nur für kurze Perioden, da er keine UEFA PRO-Lizenz besaß, jedoch zum später auch für längere Perioden. Dieser trainiert die Mannschaft in der Saison 2014/15 größtenteils, kann aber den Abstieg nicht verhindern.

Juli 2015 wird der ehemalige Kapitän Cosmin Bodea als Trainer eingestellt, um eine junge Mannschaft in der zweiten Liga aufzubauen und den Wiederaufstieg zu schaffen. Nach nur zwei Spielen trat er jedoch zurück und wurde durch Adrian Szabo ersetzt, der somit zum fünften Mal Cheftrainer des FC Brașov wurde. Januar 2016 wird Adrian Szabo durch Mihai Stere abgelöst, ein Monat später wird Szabo dafür zum Manager, um zusammen mit dem neuen Trainerteam den Aufstieg zu schaffen. Nach Misserfolgen an den ersten drei Spieltagen der Rückrunde kehrte der Trainerstab zurück an Adrian Szabo. Unter seiner Führung schaffte die Mannschaft den Einstieg ins Play-off für den Aufstieg in die Liga 1. Mit nur einem Sieg, einem Unentschieden und acht Niederlagen, wurde der Aufstieg deutlich verpasst.

Neben den sportlichen Misserfolgen belasten auch die finanziellen Probleme den Klub. Mannschaftsarzt Gheorghe Popa wird zum Präsidenten des Klubs, nachdem er in Kontakt mit einer italienischen Investionsgruppe in Verbindung kommt, welche bereit sind den Klub zu kaufen, die Schulden zu zahlen und weiterhin zu investieren. Mitglieder der Investitionsgruppe waren in Brașov um sich die Situations des Klubs anzusehen.[3] Doch der Einstieg der Investoren scheiterte und mit 16 Millionen Euro Schulden bangt der Klub nun um seine Existenz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liga I

  • Vizemeister (1): 1959/60

Liga II

  • Meister (6): 1955/56, 1968/69, 1979/80, 1983/84, 1998/99, 2007/08
  • Vizemeister (2): 1976/77, 1978/79

Balkan-Cup

  • Meister (1):1961

Messepokal

  • Achtelfinale: 1966

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rumäniens Liga 2 Play-Off bei de.soccerway.com
  2. Soccerway Saison 2005/06 der Liga 2
  3. Tuttomercatoweb vom 9. März 2016, abgerufen am 9. März 2016 (italienisch)