Frankfurt University of Applied Sciences

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Frankfurt University of Applied Sciences
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Motto "Wissen durch Praxis stärkt"
Gründung 1971 als Fachhochschule Frankfurt am Main
Trägerschaft staatlich
Ort Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Land Deutschland
Präsident Frank Dievernich
Studenten 13.407 (Stand: SoSe 2016)
Mitarbeiter 1445 (inklusive Lehrbeauftragte)
davon Professoren 250
Website frankfurt-university.de

Die Frankfurt University of Applied Sciences (bis 30. Juni 2014 Fachhochschule Frankfurt am Main) ist eine am 1. August 1971 gegründete staatliche Fachhochschule in Frankfurt am Main. Träger der Hochschule ist das Land Hessen[1]. Als offizielle Abkürzungen werden FRA-UAS oder (seltener) Frankfurt UAS verwendet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht vom Nibelungenplatz

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachhochschule entstand am 1. August 1971 durch die Vereinigung verschiedener Vorgängereinrichtungen. Sie hatte zunächst 12 Fachbereiche an zwei Standorten.

Als 13. Fachbereich kam 1993 noch C (Care=Pflege und Gesundheit) hinzu. Diese 13 Fachbereiche waren auf zwei Standorte verteilt, am Nibelungenplatz und im Nordwestzentrum.

  • Nibelungenplatz: Auf der einen Seite der Kleiststraße im alten Gebäude der „Staatsbauschule“ saßen die Fachbereiche A, B, G und SuK, auf der anderen Seite in der alten „Ingenieurschule“ die Fachbereiche E, F, M, V und MND. Die beiden Seiten der Kleiststraße lagen mental kaum weniger weit auseinander als der Nibelungenplatz und die Nordweststadt.
  • Nordweststadt: Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Pflege und Wirtschaft.

1995 zogen der Fachbereich Wirtschaft und 1998 die Sozialfachbereiche aus der Nordweststadt an den Nibelungenplatz.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2001 wurden die damaligen Fachbereiche zu vier neuen Fachbereichen zusammengefasst: FB 1 (Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik), FB 2 (Informatik und Ingenieurwissenschaften), FB 3 (Wirtschaft und Recht), FB 4 (Soziale Arbeit und Gesundheit).

Fusionsgespräche mit der Fachhochschule Wiesbaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Präsidenten der Fachhochschulen Frankfurt und Wiesbaden vereinbarten im September 2005 eine Strategische Partnerschaft der beiden Fachhochschulen. Begründet wurde dies durch die Veränderungen im bundesdeutschen Hochschulsystem infolge des Bologna-Prozesses und den dadurch wachsenden Wettbewerb zwischen den Fachhochschulen, Universitäten und Berufsakademien. Am 14. September 2007 legte eine von den Präsidenten eingerichtete Steuerungsgruppe ein Eckpunktepapier für die Zusammenführung der beiden Hochschulen als Hochschule Rhein Main – Universität für angewandte Wissenschaften vor. Die Fusion wurde jedoch am 12. Dezember 2007 mit großer Mehrheit vom Senat der Fachhochschule Frankfurt am Main abgelehnt, obwohl zuvor der Senat der Fachhochschule Wiesbaden dieser zugestimmt hatte.

Rektoren / Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leitbild und Entwicklungsplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frankfurt University of Applied Sciences (Fachhochschule) ist durch ihren urbanen Standort und ihre Internationalität gekennzeichnet. So stammen die über 10.000 Studierenden aus ca. 100 Nationen. Auch die Lehre und das Lehrangebot weisen eine internationale Orientierung aus, z. B. durch Doppelabschlüsse mit ausländischen Partnerhochschulen, umfangreiche Austauschangebote für Studierende und Lehrende und internationale Wochen. Im Hinblick auf die internationalen Orientierung beschlossen im Dezember 2013 Senat und Hochschulrat, die Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences mit Wirkung vom 1. Juli 2014 in Frankfurt University of Applied Sciences umzubenennen.[3] Sie folgten damit dem Beispiel anderer hessischer Fachhochschulen. Als Abkürzung wird, auch offiziell, FRA-UAS verwendet.

Bauliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das im Jahr 2006 neu bezogene Gebäude 1
Innenhof des Gebäudes 1
Der Campus auf der ehemaligen Kleiststraße mit den Gebäuden 8, 5 und 4 (v.l.n.r.)
Das neue Hauptgebäude in der Dämmerung

Campusbebauung 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Fertigstellung der „Campusbebauung 1“ mit einem Gesamtaufwand von ca. 53 Millionen Euro konnte die Anmietung des BCN-Gebäudes zum damaligen Zeitpunkt beendet werden. Außerdem ermöglichte sie strukturelle Verbesserungen wie die Schaffung eines Informatikzentrums, Rechnerräume und Räume für Forschungsprojekte sowie Ersatzräume für die abzureißenden Flächen aus den Gebäuden 2, 3 und 4. Das Raumprogramm umfasst ca. 12.000 m² Hauptnutzfläche, die in einem neuen Gebäude (Gebäude 1) und einem Anbau an das bestehende Gebäude 2 realisiert wurden. Inzwischen wurden - bedingt durch das Wachstum der Hochschule - größere Flächen im BCN wieder angemietet.

Campusbebauung 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der „Campusbebauung 2“ wurde weitere räumliche Überlast der Frankfurt University of Applied Sciences abgebaut. Daneben wurde aus dem früheren Gelände der Fachhochschule und dem ehemaligen Gelände der „Philipp-Holzmann-Schule“ unter Einbeziehung der Kleiststraße zwischen Alleenring und Gleimstraße ein zusammenhängender Campusbereich geschaffen. Hierfür wurde die Kleiststraße für den öffentlichen Verkehr entwidmet und in den Campus integriert. Entsprechende Beschlüsse wurden von den zuständigen Gremien der Stadt Frankfurt a.M. bereits im Jahr 2002 verabschiedet.

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fachbereiche der Frankfurt University of Applied Sciences:

  1. Fachbereich 1 ArchitekturBauingenieurwesenGeomatik
  2. Fachbereich 2 Informatik und Ingenieurwissenschaften
  3. Fachbereich 3 Wirtschaft und Recht
  4. Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit

Studiengänge und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengang[4] Abschluss
Angewandte Biowissenschaften (dual) Bachelor of Science
Architektur Bachelor of Arts
Bauingenieurwesen Bachelor of Engineering
Bauingenieurwesen (dual) Bachelor of Engineering
Betriebswirtschaft Bachelor of Arts
Betriebswirtschaft Doppelabschluss Bachelor of Arts (Doppelabschluss)
Bioverfahrenstechnik Bachelor of Engineering
Business Information Systems - Wirtschaftsinformatik (international) Bachelor of Science
Business Information Systems - Wirtschaftsinformatik (transnational) Bachelor of Science (auslaufend)
Elektrotechnik und Informationstechnik Bachelor of Engineering (auslaufend)
Elektrotechnik und Kommunikationstechnik Bachelor of Engineering
Energieeffizienz und erneuerbare Energien - Elektrotechnik Bachelor of Engineering
Energieeffizienz und erneuerbare Energien - Elektrotechnik (dual) Bachelor of Engineering
Energineering Business Information Systems Bachelor of Science
Geoinformation und Kommunaltechnik Bachelor of Engineering
Informatik Bachelor of Science
Informatik - mobile Anwendung Bachelor of Science
Informationssystemtechnik Bachelor of Engineering
Ingenieur-Informatik Bachelor of Engineering (auslaufend)
International Business Administration Bachelor of Arts
International Finance Bachelor of Science
Luftverkehrsmanagement - Aviation Management Bachelor of Arts
Maschinenbau Bachelor of Engineering
Maschinenbau/Ingeniero Técnico Industrial en Mecánica (Doppelabschluss) Bachelor of Engineering (Doppelabschluss)
Maschinenbau (Online-Studiengang) Bachelor of Engineering
Mechatronik Bachelor of Engineering
Pflege Bachelor of Science
Pflege- und Case Management Bachelor of Science
Produktentwicklung und Technisches Design Bachelor of Engineering
Public Administration Bachelor of Arts
Public und Non Profit Management Bachelor of Arts
Service Engineering - Maschinenbau Bachelor of Engineering
Soziale Arbeit Bachelor of Arts
Soziale Arbeit: transnational Bachelor of Arts
Tourismusmanagement - Tourism Management Bachelor of Arts
Wirtschaftsingenieurwesen (Online-Studiengang) Bachelor of Engineering
Wirtschaftsrecht - Business Law Bachelor of Laws

Master[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengang[5] Abschluss
Accounting und Finance Master of Science
Allgemeiner Maschinenbau Master of Engineering
Architektur Master of Arts
Aviation and Tourism Management MBA Master of Business Administration
Barrierefreie Systeme (BaSys) Master of Science
Beratung in der Arbeitswelt - Coaching, Supervision und Organisationsberatung Master of Arts
Bio- und Umwelttechnik Master of Engineering
Diversität und Inklusion Master of Arts
Entrepreneurship & Business Development Master of Business Administration
Forschung in der Sozialen Arbeit Master of Arts
Geoinformation und Kommunaltechnik Master of Engineering
Global Logistics Master of Science
High Integrity Systems Master of Science
Information Technology Master of Engineering
Infrastrukturmanagement Master of Engineering
Konstruktiver Ingenieurbau/ Baumanagement Master of Engineering
Leadership Master of Arts
Mechatronik und Robotik Master of Science
Performative Künste in sozialen Feldern Master of Arts
Pflege - Advanced Practice Nursing Master of Science
Pflege und Gesundheitsmanagement Master of Arts
Psychosoziale Beratung und Recht Master of Arts
Strategisches Informationsmanagement - Strategic Information Management Master of Science
Suchttherapie und Sozialmanagement in der Sozialhilfe Master of Arts
Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen Master of Engineering
Urban Agglomerations Master of Science
Verhandeln und Gestalten von Verträgen - Negotiating and Designing Contracts Master of Laws
Wirtschaftsinformatik Master of Science
Wirtschaftsingenieurwesen - Industrial Engineering and Management Master of Science
Zukunftssicher Bauen Master of Engineering

Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die FRA-UAS bietet eine Reihe von überwiegend berufsbegleitenden Zertifikatsprogrammen an, die nicht mit dem Hochschulgrad eines Bachelor oder Master abschließen, gleichwohl aber Weiterbildung auf Hochschulniveau mit beruflich qualifizierendem Abschluss ermöglichen. Es existieren Angebote in den Bereichen Führung und Kommunikation, IT und Technik, Ingenieurwesen, Wirtschaft und Management sowie Gesundheit und Soziale Arbeit.[6]

Familiengerechte Hochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste hessische Hochschule erwarb die Fachhochschule Frankfurt am Main am 19. Juni 2007 das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Im Mittelpunkt der Bemühungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familienpflichten stand von Anfang an die Erarbeitung eines Konzepts für bedarfsgerechte und flexible Angebote der Kinderbetreuung. Die Zertifizierung beruht auf einem Prozess der Auditierung unter Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Professorinnen und Professoren sowie Studentinnen und Studenten.

Die wichtigsten im Familien-Audit vereinbarten Ziele:

  • Bau eines „forschungsorientierten Kinderhauses“ auf dem Campus (2016 fertiggestellt)
  • Eltern-Kind-Zimmer mit Arbeitsmöglichkeiten für Eltern
  • Infomaterial und Beratung zum Thema Studieren und Arbeiten mit Kind an der Fachhochschule Frankfurt
  • Informationsmaterial zum Thema Pflege von Angehörigen
  • Informationssammlung und Absprachen über Möglichkeiten des Auslandsstudiums mit Kind
  • Familiengerechte Organisation von Lehrveranstaltungen und Prüfungen
  • Verbesserung der Wiedereingliederung beurlaubter Beschäftigter
  • Implementierung von Familiengerechtigkeit in das Qualitätsmanagement
  • Implementierung von Familiengerechtigkeit in die Personalentwicklung
  • Fortbildungen für Führungskräfte
  • Flexibilisierung von Arbeitszeiten

Einrichtungen und angeschlossene Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studentische Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Café1
  • Café Kurzschlusz
  • Café Profitratte

Wissenschaftliche Einrichtungen, Forschungsinstitute und Forschungszentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Center for Applied European Studies (CAES)
  • Center for BioMedical Engineering (CBME)
  • Fachsprachenszentrum
  • Forschungszentrum Demographischer Wandel (FZDW)
  • Frankfurter Forschungsinstitut für Architektur Bauingenieurwesen Geomatik (FFin)
  • Frankfurter Technologiezentrum Medien (FTzM)
  • Gender- und Frauenforschungszentrum der Hessischen Hochschulen (gFFZ)
  • Hessisches Institut für Pflegeforschung (HeSSIP)
  • Hessisches Zentrum für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement (HZQ)
  • Institut für angewandte Wirtschaftswissenschaften (IaW) e.V.
  • Institut für Entrepreneurship (IFE)[7]
  • Institut für interdisziplinäre Technik (IiT)
  • Institut für Materialwissenschaften (IfM)
  • Institut für Migrationsstudien und interkulturelle Kommunikation (IMiK)
  • Institut für professionelle Informatikanwendungen in der Gesellschaft (IPIAG)
  • Institut für Public Management (IPM)
  • Institut für Stadt- und Regionalentwicklung (ISR)
  • Institut für Suchtforschung (ISFF)
  • Institut für Vertragsgestaltung und Konfliktlösung (IVK)
  • Institut für wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Forschung Frankfurt (IWRF)
  • Zentrum für Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsrecht (ZGWR)
  • Zentrum für Logistik, Mobilität und Nachhaltigkeit (ZLMN)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fachhochschule Frankfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Hochschulgesetz §2 (1)
  2. Frank Dievernich ist gewählt, Pressemitteilung vom 2. Juli 2014
  3. Fachhochschule Frankfurt benennt sich um, Pressemitteilung vom 31. Januar 2014
  4. Übersicht der Studiengänge der FRA-UAS
  5. Übersicht der Studiengänge der FRA-UAS
  6. Weiterbildungsangebote der FRA-UAS
  7. Informationen zum IFE auf der Website der FRA-UAS

Koordinaten: 50° 7′ 49,2″ N, 8° 41′ 32,9″ O