Fella

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt den Fluss im Friaul, den Bach im Spessart siehe Fellach (Fluss), den Landmaschinenhersteller siehe Fella Werke.
Fella
Blick auf das Fellatal mit Autobahnbrücke bei Moggio Udinese

Blick auf das Fellatal mit Autobahnbrücke bei Moggio Udinese

Daten
Lage Friaul in Italien
Flusssystem Tagliamento
Abfluss über Tagliamento → Adria
Ursprung als Torrente Fella bei Camporosso
46° 31′ 14″ N, 13° 29′ 44″ O
Quellhöhe ca. 1000 m s.l.m.[1]
Mündung bei CarniaKoordinaten: 46° 21′ 31″ N, 13° 7′ 13″ O
46° 21′ 31″ N, 13° 7′ 13″ O
Länge 54 km
Abfluss MQ
54 m³/s
Linke Nebenflüsse Raccolana, Resia
Gemeinden Tarvis, Malborgeth, Pontafel, Pietratagliata, Dogna, Chiusaforte, Resiutta und Carnia

Die Fella (slowenisch Bela)[2] ist ein Fluss im Nordosten Friauls, Oberitalien und durchfließt das Val Canale (Kanaltal) von Tarvis-Camporosso (Saifnitz) bis Pontebba (Pontafel) sowie den Canal del Ferro (Eisental) als südliche Fortsetzung des Kanaltales bis Carnia, wo sie als Delta in den Tagliamento mündet. Der Name geht auf das hier Richtung Süden verschiffte Eisen aus Tarvis zurück, wo die Eisenproduktion im 15. Jahrhundert eine Blütezeit erlebte.

Die Fella entspringt als Torrente Fella (‚Fellabach‘) nordwestlich von Camporosso, strebt ostwärts an den Ortsrand, und wendet sich dort an der Wasserscheide Mittelmeer–Schwarzes Meer am Sella di Camporosso nach Westen. Ab hier spricht man von Kanaltal, und ab etwa hier oder etwas weiter Ugovizza (Uggowitz) von Fiume Fella (‚Fellafluss‘). Sie ändert ihre Fließrichtung bei Pontebba nach Süden, um bei Chiusaforte wieder westwärts zu fließen. Erst knapp vor der Deltamündung in den Tagliamento wendet sie sich nochmals nach Süden.

Die Bezeichnung Fellatal ist nur allgemeingeographisch für den Lauf der Fella im westlichen Kanaltal und durch das Eisental üblich, aber kein Landschaftsname. Zwei Seitentäler aus der Karnischen Region erreichen die Fella: das Tal des Wildbaches Pontebbana sowie das Aupatal bei Moggio Udinese. Drei weitere Seitentäler führen nach Osten in die Bergwelt der Julischen Alpen: Dognatal, Raccolanatal und Résiatal.

Die wichtigsten Ortschaften entlang des Flusses sind Camporosso, Malborghetto, Pontebba, Pietratagliata, Dogna, Chiusaforte, Resiutta und Carnia.

Durch das Kanal- und Eisental führen die Staatsstraße (Strada statale) SS13 Pontebbana, die Autobahn A23 Alpe–Adria sowie die Pontebbana, die Bahnlinie von Villach über Tarvis nach Udine. Die ursprünglich dem Tal folgende Bahnstrecke wurde durch eine Neubaustrecke ersetzt (Neue Pontebbana). Die Reste des alten Streckenverlaufs sind jedoch noch an vielen Stellen zu sehen.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur/Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Zanier con Claudio Canton e Roberto Carollo ed il contributo di Mauro Bigot: La strada ferrata della Pontebba, 2006 Senaus, Udine; ISBN 88-901571-5-1
  • Furio Bianco, Aldino Bondesan, Paolo Paronuzzi, Michele Zanetti e Adriano Zanferrati: Il Tagliamento, 2006 Università di Udine, Cierre edizioni, Circolo Menocchio; ISBN 88-8314-372-8
  1. ÖK/AMAP
  2. http://www.slovenia.info/?kolesarjenje=902

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Canal del Ferro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Fella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien