Flughafen Brașov-Ghimbav

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Aeroportul Internațional Brașov-Ghimbav
Flughafen Brașov-Ghimbav (Rumänien)
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Kenndaten
ICAO-Code LRBC
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 6 km nordwestlich von Brașov
Straße DN1 (geplante A3) / E574Vorlage:RSIGN/Wartung/EU-E-Einbindung
Basisdaten
Eröffnung 2020
Start- und Landebahn
04/22 2820 m × 45 m Beton

Der Flughafen Brașov-Ghimbav, rumänisch Aeroportul Internațional Brașov-Ghimbav, ist ein Flughafen bei Brașov/Kronstadt im Südosten der historischen Region Siebenbürgen in Rumänien. Er liegt nordöstlich zwischen den Gemeinden Ghimbav/Weidenbach und Codlea/Zeiden im Kreis Brașov/Kronstadt, zirka 6 km nordwestlich der Kreisstadt.

Das früher auch als Militärflugplatz genutzte Areal wird zur Zeit zu einem Verkehrsflughafen ausgebaut, der 2020 eröffnen soll.

Der Flughafen ist auch ein Standort der Luftfahrtindustrie. Die rumänische Firma Întreprinderea Aeronautică Română (IAR) wurde bereits 1925 in Brașov gegründet und Anfang der 2010er Jahre siedelte sich Airbus hier mit Werken aus zwei Geschäftsbereichen (Airbus Helicopters, Premium Aerotec) an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1925 bis 1927 entstand der heutige Flughafen als Werksflugplatz der Firma IAR sowie als Militärflugplatz für die Rumänischen Luftstreitkräfte. Hier wurden unter anderem die Jagdflugzeuge IAR-80 und 81 gebaut.

Während des Zweiten Weltkriegs lagen in Ghimbav zeitweise der Stab des 1. rumänischen Bombergeschwaders sowie die IV. und V. Bombergruppe.

Den Flugplatz nutzte auch die deutsche Luftwaffe zur Ausbildung rumänischer Jagdflugzeugführer (Jagdschule Kronstadt) und auch Flak-Personal (Ausbildungsstab für rumänische Flak). Im Verlauf des Krieges waren hier insbesondere nichtfliegende Verbände der Luftwaffe stationiert. IAR montierte Messerschmitt Bf 109 in Lizenz.

Eine befesteigte Start- und Landebahn gab es während des Krieges noch nicht. Lediglich vor zwei großen und vier kleineren Hangaren im militärischen Bereich im Nordwesten gab es ein befestigtes Vorfeld und im Südwesten befanden sich drei Hallen der Firma IAR.

Im April und Mai 1944 waren Brașov und sein Flugplatz zweimal das Ziel von Bombenangriffen der Eighth Air Force der United States Army Air Forces.

Am Ende des Kalten Kriegs war hier das 58. Helikopter-Regiment stationiert. Dessen 1. und einzige Staffel war mit am Platz bei IAR montierten IAR-316 ausgerüstet.

Nach dem Ende des Kalten Kriegs wurde 1995 im Stadtzentrum Brașovs die „Henri Coandă “Luftwaffenakademie gegründet. Die militärische Nutzung des Flugplatzes selbst endete Anfang des 21. Jahrhunderts, zuletzt lagen hier bis Ende 2003 IAK-52-Schulflugzeuge.

Der Startschuss zum Ausbau zu einem Verkehrsflughafen erfolgte 2005 und der offizielle Baubeginn erfolgte 2008 durch den Generalunternehmer Intelcan. Der erste Bauabschnitt war in den Jahren 2013/14 der Neubau der Start- und Landebahn. Nach einer Pause erfolgten 2018 weitere Auftragsvergaben sowie die Ausschreibung für den Bau des Passagierterminals[1].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Works on Brasov airport to resume in April, could be completed by 2020, Business Review, 5. März 2018