Flughafen Dortmund

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Flughafen DortmundLogo des Flughafens Dortmund
DTMTerminalInside.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDLW
IATA-Code DTM
Koordinaten

51° 31′ 10″ N, 7° 36′ 55″ OKoordinaten: 51° 31′ 10″ N, 7° 36′ 55″ O

130 m (427 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km östlich von Dortmund
Straße A1A40A44B1
Nahverkehr Buslinien:
  • Airport Express
  • Airport Express (Sonderfahrt)
  • Airport Shuttle
  • Buslinie 490
    • Do-Aplerbeck – Flughafen
    • Anschluss an U47 und Buslinie 440
  • Buslinie C41
Basisdaten
Eröffnung 1960
Betreiber Flughafen Dortmund GmbH
Fläche 220 ha
Terminals 1 Hauptterminal, 1 General Aviation
Passagiere 2.284.202 (2018)[1]
Luftfracht 6.457 t (2018)[1]
Flug-
bewegungen
33.466 (2018)[1]
Kapazität
(PAX pro Jahr)
ca. 3,5 Millionen[2]
Beschäftigte 1.791 (2017)[3]
Start- und Landebahn
06/24 2000 m × 45 m Asphalt

i1 i3


i7 i10 i12 i14

Der Flughafen Dortmund, eigener Name: Dortmund Airport 21, ist ein regionaler Verkehrsflughafen; er liegt im Osten Dortmunds an der Stadtgrenze zu Holzwickede und Unna. Gemessen an der Passagierzahl ist der Flughafen der drittgrößte Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen.[4] Deutschlandweit liegt er auf Platz 11.[5] Der Flughafen war 2018 einer der 10 pünktlichsten Flughäfen welt- und der pünktlichste deutschlandweit.[6]

Der Flughafen-Komplex erstreckt sich dabei heute vom 1987 ausgebauten General Aviation Terminal (GAT) im Westen bis zum im Jahre 2000 fertiggestellten heutigen Haupt-Terminal im Osten.

Ein Großteil des Flugbetriebs wird von Billigfluggesellschaften durchgeführt. Dazu kommt ein größerer Anteil an touristischem Linienverkehr, der Geschäftsreiseverkehr sowie die allgemeine Luftfahrt. Auf dem Gelände des Flughafens befindet sich eine Einsatzstaffel der Polizeiflieger Nordrhein-Westfalen und eine Station der DRF Luftrettung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Flughof“ Dortmund-Brackel (1927)

Der Dortmunder Flughafen war ursprünglich im Stadtteil Brackel angesiedelt. Dort gibt es auch heute noch die Flughafenstraße, was gelegentlich zu Verwirrung bei Ortsunkundigen führt. Ebenso hieß die in der unmittelbaren Nähe befindliche Station noch bis 1986 Bahnhof Dortmund-Flughafen, bevor sie umbenannt wurde.

Am 15. November 1917 sprach der damalige Dortmunder Oberbürgermeister Ernst Eichhoff das erste Mal öffentlich von dem Plan, nördlich des Dorfes Brackel ein Flugfeld einzurichten. Am 18. Mai 1918 wurde ein entsprechender Vertrag abgeschlossen und man begann, den Landeplatz zu realisieren, der, wie viele andere Flugplätze damals auch, kreisrund angelegt wurde.

Mit der Deutschen Aero Lloyd und der Junkers Luftverkehr AG wurde über einen Anschluss der Ruhrgebietsstädte an das internationale Streckennetz der Luftverkehrsgesellschaften verhandelt. Am 25. Mai 1925 nahm die Stadt Dortmund an der Gründungsversammlung der Luftverkehr Aktiengesellschaft Westfalen mit verschiedenen Ruhrgebietsstädten teil. Ziel der Gesellschaft war es, den Flugverkehr zu fördern.

Im Herbst des Jahres war allerdings zu erkennen, dass die Stadt die finanziellen Belastungen nicht weiter tragen konnte. So wurde am 16. April 1926 die Flughafen GmbH gegründet. Gesellschafter waren das Deutsche Reich, der Preußische Staat, der Provinzialverband Westfalen, der Stadt- und Landkreis Dortmund, die Industrie- und Handelskammer sowie einige Firmen.

Nach dem Zusammenschluss von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr AG im Januar 1926 zur Deutschen Luft Hansa AG starteten und landeten täglich zwölf Maschinen auf dem Dortmunder Flughafen.

Am 27. April 1925 wurde der Flugplatz mit der Einbindung in die Fluglinie Kopenhagen – Hamburg – Bremen – Dortmund – Frankfurt(M) – Stuttgart – Zürich in Betrieb genommen. In der laufenden Flugplanperiode kamen weitere Verbindungen hinzu und es konnten letztendlich die Städte Hannover, Berlin, Halle, Leipzig, Bremen, Hamburg und Amsterdam direkt erreicht werden. 1928 verzeichnete der Flughafen über 8000 Starts und Landungen und war damit neben Köln wichtigster Verkehrslandeplatz im Westen Deutschlands.

Am 10. August 1930 landete das Luftschiff Graf Zeppelin unter dem Zuspruch von 120.000 Menschen auf dem Brackeler Flughafen.

1939 wurde der zivile Luftverkehr eingestellt und das Militär übernahm die Anlage als Fliegerhorst Dortmund-Brackel. Am 28. März 1945 verließen die letzten Flieger den Flugplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen durch Bombenangriffe zerstört und nach dem Krieg von der Royal Air Force übernommen. Zwischen 1953 und 1959 wurde das Flugfeld in Brackel von der Sportfliegerei genutzt.

1950 gründeten die Gebrüder Theo und Hans Hengsbach mit anderen Flugbegeisterten den Aero-Club e.V. als Nachfolger des Dortmunder Luftfahrtvereins. Drei Jahre später startete wieder das erste deutsche Segelflugzeug in Brackel, 1955 machten die Gebrüder Hengsbach erste Rundflüge.

Am 5. Mai 1955 erhielt die Bundesrepublik die Lufthoheit zurück. Allerdings war der Dortmunder Flughafen nicht mehr im Netz der Lufthansa vertreten, weil für die neuen und größeren Maschinen in Brackel der Platz fehlte. Als 1959 eine Raketeneinheit der Britischen Rheinarmee in den Napier Barracks stationiert wurden, wurde der Flugbetrieb am Standort Brackel endgültig eingestellt. Die zivile Luftfahrt suchte nach einem neuen Standort und wurde im Ortsteil Wickede fündig.

Nach dem Abzug der Britischen Streitkräfte im Jahr 1995 erfolgte eine Umnutzung. Heute befindet sich am Standort Brackel ein Golfplatz, das Trainingsgelände des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund sowie ein Neubaugebiet. Nur noch wenige Hinweise wie Bunkeranlagen im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Buschei erinnern an die ehemalige Nutzung als Flughafen. Die letzten am Standort Brackel noch vorhandenen Flughafengebäude und ehemaligen militärischen Gebäude wurden ab 2007 eingeebnet, inzwischen erfolgte hier Wohnbebauung.

Neuer Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tower

Der Dortmunder Flughafen ist heute im Stadtteil Wickede angesiedelt.

Beginn in Wickede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zivile Nutzung des Dortmunder Flughafens am neuen Standort wurde mit der Landung einer Sportmaschine im Jahre 1960 auf einer Graslandebahn eingeweiht. Bereits drei Jahre später erhielt der Flughafen am 1. Februar 1963 durch den Regierungspräsidenten in Münster die Genehmigung für Segel- und Motorflugzeuge.[7]

Die Weichen für den Generalausbau des Flughafens wurden vom Rat der Stadt Dortmund am 24. Februar 1969 mit dem Beschluss des Baus einer Start- und Landebahn von 850 Metern Länge gestellt. Gleichzeitig beschloss der Rat auch den Ausbau des Flughafens mit allen notwendigen Nebeneinrichtungen und die Wiedereinsetzung der alten Betreiberin. Knapp zwei Jahre später am 1. April 1971 wurde die Flughafen Dortmund GmbH als kommunale Eigengesellschaft der Stadt wieder aktiv.

Das Aus für die Segelflieger, die den Standort Wickede aufgebaut hatten, kam 1973. Es folgte die Ansiedlung kleiner, regional agierender Fluggesellschaften, unter anderen die Aerowest, dem zu dieser Zeit größten Cessna-Händler in Europa und Anbieter von Charter-, Foto- und Rundflügen. Professionalisiert wurde der Flughafen 1974 mit dem Ausbau der 650 Meter langen und 20 Meter breiten Graspiste, die mit Asphalt versehen und in Betrieb genommen wurde. 1975 folgte die Realisierung einer ersten 850-Meter-Bahn.

1979 wurden erste Linienflüge von der RFG – Reise- und Industrieflug, der späteren Eurowings, mit der Eröffnung der Strecke Dortmund – München eingerichtet. Die neu erbaute 850 m lange Start- und Landebahn (plus jeweils 100 Meter befestigte Stoppflächen) mit 30 Metern Breite hieß nun Startbahn Ruhrgebiet und wurde 1983 durch den Ministerpräsidenten Johannes Rau eröffnet. Bereits vier Jahre später erfolgte 1987 die Erweiterung des Abfertigungsgebäudes die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 1050 Meter (plus jeweils 200 Meter betonierte Stoppflächen).

Um auch größeren Flugzeugen Landungen in Dortmund zu ermöglichen, wurde 1997 die Start- und Landebahn unter Einbezug der Stoppflächen auf 1450 m verlängert (BAe 146/Avro). Dadurch konnten auch die Nutzlastbeschränkungen der vornehmlich eingesetzten ATR-Turboprops deutlich verringert werden.

2000er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die abschnittsweise Verlängerung der Start- und Landebahn ging weiter. Im Jahr 2000 begann der Ausbau der Start- und Landebahn auf 2000 Meter Länge und 45 Meter Breite. Im selben Jahr wurde nach etwa zweieinhalb Jahren Bauzeit ein neues Terminal für bis zu 2,5 Millionen Passagiere jährlich eröffnet.

2001 verzeichnete der Flughafen erstmals über eine Million Passagiere.

2002 wurde in Dortmund eine Unterflurbetankung installiert (siehe Flughafenanlage).

Da durch die Terroranschläge am 11. September 2001 die Passagierzahlen sanken, warb man Billigflieger an. Dadurch steigerte man die Passagierzahlen bis Ende 2005 um knapp 600.000. Damit war man der drittgrößte Flughafen in NRW. Auch als Arbeitgeber war der Airport inzwischen von Bedeutung: Über 1500 Menschen hatten zu diesem Zeitpunkt am Flughafen Dortmund ihren Arbeitsplatz. Die Firma Dauair wählte Dortmund zur operativen Basis mit mehreren stationierten Flugzeugen, stellte aber kurz darauf den Betrieb ein.

2006 verzeichnete man erstmals über 2 Millionen Passagiere.

Aufgrund des stetigen Passagierzuwachses begann im Oktober 2007 eine Baumaßnahme für weitere Warteräume. Das Gebäude dafür schließt sich auf der Westseite an die Bebauung an.

Die Erweiterung im Westen des Terminals konnte am 28. Juni 2008 eröffnet werden. Im östlichen Teil des Geländes wurde ein neuer Parkplatz P3 angelegt, der insgesamt 800 Fahrzeuge fasst. Das Transportvermögen der alten Gepäckförderanlage von 240.000 Stück wurde durch Erneuerung der Anlage auf etwa das Doppelte gesteigert.

2008 und auch die Jahre darauf stellten viele Fluggesellschaften mehrere Linien ein, wodurch die Passagierzahlen deutlich sanken. Neu aufgenommene Linien anderer Billigfluggesellschaften sorgten für eine langsame Kompensation der weggefallenen Linien.

2010er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 baut vor allem Wizz Air seine Kapazitäten aus, die von knapp über 700.000 Passagieren im Jahr 2010 auf knapp 1,2 Millionen im Jahr 2018 stiegen. Allein im Jahr 2018 nahm Wizz 10 neue Ziele ins Programm.[8] Von 2016 bis 2017 wurde das ILS (siehe Flughafenanlage) erneuert.

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlustübernahmen durch die Stadt Dortmund

Die Flughafen Dortmund GmbH ist zu 26 % im Besitz der Stadt Dortmund und zu 74 % im Besitz der Dortmunder Stadtwerke AG, die wiederum zu 100 % im Besitz der Stadt Dortmund ist. Der Flughafen erreichte 2018 in etwa wieder das Passagierniveau von 2008 und war damit im Jahr 2018 der am stärksten wachsende Flughafen in Deutschland. Das Jahresdefizit wird vollständig von den Gesellschaftern getragen.

Seit 1998 arbeitet der Flughafen durchgehend defizitär.

2000 bis 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terminal 1

Bau des Terminals und der Start- und Landebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Dortmund bekam für die Baumaßnahmen zum Ausbau der Start-/Landebahn und zur Erweiterung des Terminals etwa 20 Mio. Euro Fördermittel von Land, Bund und EU. Der im Herbst 2000 abgeschlossene Ausbau war planerisch eng auf die damaligen Bedürfnisse der Eurowings Luftverkehrs AG zugeschnitten und führte in der Folgezeit zu Einschränkungen im Flugbetrieb, die später in erneute Ausbaudiskussionen mündeten (siehe „Pläne für die Zukunft“).

Das Jahresdefizit stieg nach dem Ausbau im Jahr 2000 von anfänglich etwa 9 Mio. Euro auf 28,3 Mio. Euro (2004) an und war seitdem bis 2007 (19,9 Mio. Euro) rückläufig. Hauptursächlich dafür war zunächst die schrittweise Verlagerung von Strecken der Fluggesellschaft Eurowings (nach dem Einstieg der Lufthansa mit heutigem 49-Prozent-Anteil) sowie der allgemeine Einbruch des Luftfahrtmarktes in den Jahren 2001 bis 2004.

NERES Förderprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation wurde 2004 das Förderprogramm NERES eingeführt, das dem Passagierwachstum dienen soll. Es ermöglicht den Fluggesellschaften bei der Aufnahme neuer Flugziele ermäßigte Start- und Landegebühren (vom 1. Juli 2004 bis zum 30. Juni 2009). Einhergehend mit Einführung dieser Maßnahme erwirtschaftet der Flughafen auch Verluste im operativen Bereich, allerdings werden diese langsam reduziert. Im Juli 2007 begann die EU-Kommission das NERES-Programm juristisch zu überprüfen, um die Gewährung unzulässiger staatlicher Beihilfen auszuschließen. Im Jahr 2012 wurde das Programm für rechtens erklärt.[9]

Seit 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 bis 2012 – Abzug vieler Strecken und Airlines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 verlagerten die Kunden easyJet und Germanwings aufgrund der nicht marktgerechten Betriebszeiten insgesamt drei Flugzeuge zu anderen Basen, wodurch ein starker Passagier- und Ergebnisrückgang verursacht wurde. 2009 stieg das Defizit auf 24,5 Mio. Euro.

2012 erwirtschaftete der Flughafen bei einem Umsatz von 22 Millionen Euro einen Verlust von 18,5 Millionen Euro.[10]

2012 – Klage der EU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. März 2012 forderte die Europäische Kommission die Bundesrepublik Deutschland auf, zu Beschwerden gegen die Neue Entgeltordnung (NEO) des Flughafens Dortmund Stellung zu nehmen. Die Kommission zweifelte an der Vereinbarkeit des wirtschaftlichen Handelns des Flughafens Dortmund mit den Regeln des Europäischen Binnenmarktes.[11] Im Jahr 2012 wurde die NEO für rechtens erklärt.[9]

2016 fortlaufend – Weiterer Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen kann zwar seine Aviation-Erlöse seit 2016 kontinuierlich steigern, diese werden aber durch Sondereffekte, Rückstellungen und die aktuelle Zinsentwicklung negativ beeinflusst. So konnte der Flughafen seit 2016 in seiner Aviation-Sparte jährliche Zugewinne in siebenstelliger Höhe verzeichnen, diese hatten aber durch die Sondereffekte quasi keinen Einfluss auf das Jahresergebnis.[8] Das Jahresergebnis wird seit 2013 hauptsächlich durch diverse Einsparungen im Betrieb beeinflusst. So sanken die Ausgaben des Flughafens beispielsweise von 2015 bis 2017 um über 5 Millionen €.[12][13]

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prognosen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen rechnet 2019 mit 2,5 Millionen Passagieren und damit mit weiter steigenden Einnahmen.

Er will bis 2024 mindestens ein ausgeglichenes Betriebsergebnis verzeichnen.[8]

Beihilfe Richtlinien der EU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2014 muss der Flughafen bis Anfang des Jahres 2024 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erzielen. Der Finanzausgleich bzw. die Subvention durch die öffentliche Hand ist dann ab 3 Mio. Passagieren nicht mehr gestattet. Zwischen 700.000 und 3 Millionen Passagieren wären noch bis zu 50 % Betriebsbeihilfen gestattet. 2018 betrug das Betriebsergebnis ca. −1.900.000 €.[14]

Erlaubte Betriebsbeihilfen
PAX pro Jahr Erlaubte Beihilfe
Über 3 Millionen Keine
0,7 bis 3 Millionen Bis max. 50 %
Unter 0,7 Millionen Bis max. 80 %
Quelle: Airliners.de [14]
Erlaubte Investitionsbeihilfen
PAX pro Jahr Erlaubte Beihilfe
Über 5 Millionen Nur in Ausnahmefällen
3 bis 5 Millionen Bis max. 25 %
1 bis 3 Millionen Bis max. 50 %
Unter 1 Millionen Bis max. 75 %
Quelle: Airliners.de[14]

Wirtschaftliche Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Passagiere Gesamterträge Aufwendungen

(Ausgaben)

Betriebsergebnis Jahresergebnis Aufwands-

deckungsgrad

Quelle
2004 1.179.028 20.995.000,00 € 49.259.000,00 € - 28.264.000,00 € 42,6 % [15]
2005 1.742.911 24.110.000,00 € 49.975.000,00 € - 25.865.000,00 € 48,2 % [15]
2006 2.019.651 25.549.000,00 € 46.864.000,00 € - 21.315.000,00 € 54,5 % [15]
2007 2.155.057 28.093.000,00 € 47.994.000,00 € - 19.901.000,00 € 58,5 % [15]
2008 2.329.440 27.764.000,00 € 48.411.000,00 € - 20.647.000,00 € 57,4 % [15]
2009 1.716.516 23.450.000,00 € 47.985.000,00 € - 3.849.934,87 € - 24.534.492,77 € 48,9 % [15]
2010 1.740.642 25.371.000,00 € 45.148.000,00 € - 3.347.609,67 € - 19.776.850,68 € 56,2 % [16]
2011 1.814.246 25.507.000,00 € 45.000.000,00 € - 2.583.326,97 € - 19.492.834,55 € 56,7 % [17]
2012 1.896.885 27.037.000,00 € 45.536.000,00 € - 2.356.804,96 € - 18.499.047,61 € 59,4 % [18]
2013 1.924.313 29.858.000,00 € 47.961.000,00 € - 2.080.508,35 € - 18.103.123,20 € 62,3 % [19]
2014 1.965.802 28.578.000,00 € 45.992.000,00 € - 2.195.386,01 € - 17.414.310,71 € 62,1 % [20]
2015 1.985.370 27.673.000,00 € 45.514.000,00 € - 2.370.231,91 € - 17.841.312,41 € 60,8 % [21]
2016 1.918.843 27.347.000,00 € 42.095.000,00 € - 1.661.668,70 € - 14.748.352,67 € 65,0 % [12]
2017 2.000.695 26.610.000,00 € 40.361.000,00 € - 2.087.280,32 € - 13.751.241,99 € 65,9 % [13]
2018 2.284.176 29.029.804,54 € 43.147.588,27 € - 2.115.571,99 € - 13.796.379,32 € 67,3 % [22]

Entwicklung des Flugverkehrs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebszeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Start des Flugbetriebs ist immer ab 6:00 Uhr.

Betriebszeiten seit 2005
2005

bis

22.05.2014

23.05.2014

bis

03.12.2015

04.12.2015

bis

22.03.2018

Seit 23.08.2018
Planmäßige Starts 6:00 – 22:00 Uhr 6:00 – 22:30 Uhr 6:00 – 22:00 Uhr 6:00 – 22:00 Uhr
Planmäßige Landungen 6:00 – 22:00 Uhr 6:00 – 23:00 Uhr 6:00 – 22:00 Uhr 6:00 – 23:00 Uhr (b)
Verspätete Starts Keine Bis 23:00 Uhr (a) Keine Bis 22:30 Uhr (c)
Verspätete Landungen Bis 23:00 Uhr (a) Bis 23:30 Uhr (a) Bis 23:00 Uhr (a) Bis 23:30 Uhr (c)

(a): Summe aus verspäteten Starts und Landungen maximal 20 pro Monat

(b): Zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr limitiert auf 4 Landungen täglich

(c): Summe aus verspäteten Starts und Landungen maximal 16 pro Monat

Ab 2005

Im Jahr 2005 waren Starts und Landungen bis 22:00 Uhr gestattet. Des Weiteren waren 20 verspätete Landungen bis 23:00 Uhr erlaubt.[23]

Mitte 2014 bis Ende 2015

Am 18. November 2010 stimmte der Rat der Stadt Dortmund mehrheitlich für eine Verlängerung der Betriebszeiten am Dortmunder Flughafen. So wurde, unter großem Zuschauerandrang seitens der Flughafengegner und Befürworter, in der Ratsversammlung beschlossen, dass ein Antrag bei der Bezirksregierung Münster gestellt wird. Dieser Antrag sieht vor, die Betriebszeiten bis 22:30 Uhr und einer Verspätungstoleranz bis 23 Uhr, auszuweiten. Für Fluggesellschaften, die ihre Maschinen am Flughafen Dortmund stationiert haben, soll die Regelung jeweils eine halbe Stunde länger gelten. So wird es in Zukunft möglich sein, dass Flugzeuge bis 23:30 Uhr in Dortmund landen.[24] Dem Antrag wurde von der Bezirksregierung Münster im Mai 2014 stattgegeben.[25] Vom 23. Mai 2014 an waren Starts bis 22:30 Uhr und Landungen bis 23 Uhr erlaubt. Maximal 20 Verspätungen bis zu 30 Minuten waren pro Monat gestattet.[26]

Das Oberverwaltungsgericht Münster kippte am 3. Dezember 2015 die Betriebszeiten und erklärte sie für rechtswidrig.[27]

Ende 2015 bis August 2018

Die Betriebszeiten wurden auf die Regelungen von ab 2005 zurückgesetzt.

Seit August 2018

Am 23. August 2018 gestattete die Bezirksregierung Münster neue Betriebszeiten. Die gestatteten Betriebszeiten wichen dabei allerdings von den vom Flughafen gewünschten ab. Der Flughafen hatte verspätete Starts bis 23:00 Uhr und unlimitierte Landungen bis 23:00 Uhr gefordert. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN Dortmund haben gegen diese Entscheidung eine Klage eingereicht.[28]

Gestattet wurden weiterhin nur Starts bis 22:00 Uhr. Allerdings sind nunmehr verspätete Starts bis 22:30 Uhr möglich. Landungen sind weiterhin bis 22:00 Uhr möglich. Weitere vier tägliche planmäßige Landungen sind bis 23:00 Uhr möglich. Verspätete Landungen sind bis 23:30 Uhr möglich. Dabei sind maximal 16 Verspätungen im Monat erlaubt.

Passagier- und Airlineentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fluggastentwicklung seit 1998 in Dortmund

2000 bis 2005 – Anstieg der Passagierzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 überschritten die Fluggastzahlen erstmals die Millionengrenze. Insgesamt nutzten 1.064.153 Passagiere den Flughafen. Doch bereits ein Jahr später musste auch der Flughafen Dortmund mit der Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 fertigwerden. Die Passagierzahlen gingen auf 994.508 zurück.

Um die Passagierzahlen wieder zu steigern, hielt 2004 am Dortmund Flughafen das Segment der Billigfluggesellschaften Einzug: Die Airline easyJet verband den Flughafen mit vielen europäischen Zielen und stationierte mehrere Flugzeuge. Auch die Fluggesellschaft Wizz Air nahm ihre Linienflüge nach Osteuropa auf.

Schon im Jahr 2005 konnte der Flughafen mit jährlich mehr als 30.000 Starts und Landungen und über 1,7 Millionen Passagieren eine deutliche Steigerung verbuchen. Dies machte Dortmund erstmals zum drittgrößten Verkehrsflughafen in NRW. Die Firma Dauair wählte Dortmund zur operativen Basis mit mehreren stationierten Flugzeugen.

2006 bis 2010 – Passagierrekord und tiefer Fall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei-Millionen-Passagiere-Marke wurde 2006 erstmals übertroffen. In diesem Jahr nutzten 2.019.666 Passagiere den Flughafen. Dauair stellte seinen Flugbetrieb ein. Das Segment der Billigfluggesellschaften wuchs weiter. Die Fluggesellschaft Germanwings machte Dortmund im Sommer zu einer ihrer Basen und stationierte zuerst eine, zum Winterflugplan eine zweite Maschine.

Neu war auch Sterling Airlines, die ab dem Winterflugplan 2007/2008 drei Ziele in Skandinavien anbot. Wizz Air erweiterte ebenfalls ihren Flugplan. Mit 2.155.064 beförderten Passagieren schloss der Flughafen das Jahr 2007 mit einem leichten Passagierzuwachs ab.

Germanwings baute 2008 ihr Engagement mit drei neuen Zielen aus und die OLT nahm Heringsdorf in den Dortmunder Sommerflugplan auf. Sterling Airlines stellte ab dem 26. Mai ihre Flugverbindungen nach Dortmund ein. Des Weiteren stellte Lufthansa ihre Flüge nach München zum 31. Mai 2008 ein. Zum Winterflugplan (ab 26. Oktober) strich auch easyJet einige Ziele. Ab Dezember verband Wizz Air Dortmund mit drei neuen Zielen. Durch den Wegfall der Fluglinien brachen die Passagierzahlen am Flughafen Dortmund massiv ein. Erst im Oktober 2009 stabilisierten sie sich auf niedrigerem Niveau.

2011 bis 2015 – Abzug vieler Fluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2012 gab easyJet bekannt, ihre Basis in Dortmund zu schließen und bis auf London alle Routen zum Herbst 2012 einzustellen.[29] Air Berlin schloss seine Basis in Dortmund Anfang November 2012 und zog das hier beheimatete Flugzeug sowie die 43 Mitarbeiter ab. Grund sei neben dem eigenen Sparprogramm auch der Rückgang der Nachfrage wegen der Luftverkehrssteuer.[30]

Ab März 2013 startete Ryanair ab Dortmund, so dass zumindest ein Teil der Streckenstreichungen der anderen Airlines aufgefangen werden konnten.[31]

Des Weiteren strich Wizz Air 2014 die Ziele Lemberg und Donezk wegen der politischen Unruhen in der Ukraine.[32]

Im Jahr 2015 gab Air Berlin bekannt, dass der Flughafen Dortmund ab dem Sommerflugplan 2015 gar nicht mehr bedient werden solle.[33] Seit 2015 werden die Flüge der Germanwings unter dem Namen der Eurowings durchgeführt.

2016 bis 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A320-232 der Wizz Air am Dortmunder Flughafen

Im Jahr 2017 wickelten drei Fluggesellschaften (Wizz Air, Eurowings und Ryanair) über 92,4 % des Verkehrs in Dortmund ab.[13] Im Jahr 2018 bot Wizz Air zehn neue Strecken ab Dortmund an.

Im Jahr 2018 war man mit einer Pünktlichkeitsquote von 85 % einer der zehn pünktlichsten Flughäfen weltweit. In Deutschland war man der pünktlichste. Ein Flug zählt als unpünktlich, wenn er mehr als 15 Minuten zu spät war.[34]

Aktuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2019 fliegen regelmäßig fünf Airlines ab Dortmund.

Der Flughafen verzeichnete in den letzten Jahren im Vergleich zum selben Monat im Jahr zuvor häufig Wachstumsraten von 15 % bis über 25 % und war damit der wachstumsstärkste Flughafen Deutschlands.[35] Diese Wachstumsraten wurden ohne nennenswerte Verluste durch Airline-Pleiten im Vorjahresmonat erreicht. So „profitierten“ beispielsweise Berlin-Tegel und Düsseldorf bei den Wachstumsraten von der Air Berlin-Pleite im Jahr 2017, in dem in mehreren Monaten seit Oktober 2017 viele Flüge ausgefallen sind, die dann ein Jahr später durch eine andere Gesellschaft wieder angeboten wurden. Unter diesem Aspekt sind die dauerhaft hohen Wachstumsraten im letzten Jahr deutschlandweit nahezu einzigartig. Lediglich der Flughafen in Memmingen konnte dieses Wachstum auch erreichen oder gar übertreffen. Ohne den Air-Berlin-Effekt waren die Flughäfen Dortmund und Memmingen in den vorangegangenen neun Monaten (Stand: April 2019) jeden Monat die wachstumsstärksten Flughäfen mit größerem Flugangebot. Im 1. Quartal 2019 verzeichnete Dortmund weiterhin Wachstumsraten in Höhe von 21,5 %, 19,2 % und 17,2 %[36] im Vergleich zum Vorjahresmonat. Beachtenswert bei den 17,2 % zum März ist der Fakt, dass die Osterferien im Jahr 2019 vollständig in den April gefallen sind, während sie 2018 zur Hälfte im März lagen. Während der Osterferien 2019 verzeichnete man 29,8 % mehr Passagiere und 30,5 % mehr Flüge als in den Osterferien im Jahr 2018.[37]

Das geplante Ziel für 2019 liegt bei 2,5 Millionen Passagieren, was eine Steigerung zum Vorjahr um ca. 10 % wäre.[35]

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passagierzahlen der letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fluggastaufkommen Flugbewegungen Frachtgut
(Tonnen)
2001 1.064.149 37.393 257
2002 994.478 33.812 289
2003 1.023.329 29.788 96
2004 1.179.028 25.743 75
2005 1.742.911 30.672 58
2006 2.019.651 32.785 37
2007 2.155.057 32.223 40
2008 2.329.440 29.555 35
2009 1.716.516 24.043 21
2010 1.740.642 24.232 33
2011 1.814.246 26.391 26
2012[38] 1.896.885 22.634 5.663[39]
2013[40] 1.924.313 31.981 5.903[41]
2014[42] 1.965.802 30.274 6.824[43]
2015[44] 1.985.370 19.316 5.637[45]
2016[46] 1.918.843 21.719 6.627[47]
2017 2.000.695 21.931 7.383[48]
2018 2.284.202 25.523 6.457[49]
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (2001–2009)[50]
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (2010)[51]
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (2011)[52]
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (2012)[53]
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (2017-2018)[1]

Passagierzahlen nach Strecken ab DTM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsreichste Flugstrecken ab DTM[54]
Rang Ziel Passagiere
2018
Veränderung Passagiere
2017
Starts
2018
Veränderung Starts
2017
1 PolenPolen Kattowitz 128.513 10,26 % 116.550 788 6,78 % 738
2 DeutschlandDeutschland München 109.044 16,76 % 93.391 1.122 22,89 % 913
3 SpanienSpanien Palma de Mallorca 82.694 -9,76 % 91.640 584 -9,6 % 646
4 RumänienRumänien Bukarest-Otopeni 60.226 2,87 % 58.548 363 1,4 % 358
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London-Stansted 59.375 0,32 % 59.184 364 1,96 % 357
6 BulgarienBulgarien Sofia 57.200 1,44 % 56.387 345 -1,71 % 351
7 PolenPolen Danzig/Gdańsk 52.205 0,51 % 51.941 328 -0,3 % 329
8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London-Luton 50.476 7,87 % 46.795 409 9,65 % 373
9 UngarnUngarn Budapest 39.006 -3,4 % 40.378 244 -3,94 % 254
10 UkraineUkraine Kiew-Schuljany 34.166 31,2 % 26.042 204 28,3 % 159
11 PolenPolen Krakau/Krakow 33.119 -2,28 % 33.893 200 -1,96 % 204
12 RumänienRumänien Cluj-Napoca 31.958 0,9 % 31.673 208 -0,95 % 210
13 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Tuzla 29.877 21,32 % 24.626 183 19,61 % 153
14 SerbienSerbien Belgrad 29.411 14,5 % 25.687 180 13,21 % 159
15 RumänienRumänien Sibiu 27.701 26,02 % 21.982 172 25,55 % 137
16 NordmazedonienNordmazedonien Skopje 25.845 1,42 % 25.482 155 -0,64 % 156
17 RumänienRumänien Timisoara 21.602 15,49 % 18.704 138 7,81 % 128
18 GeorgienGeorgien Kutaissi 19.167 41,11 % 13.583 128 34,74 % 95
19 LitauenLitauen Vilnius 19.113 10,13 % 17.355 125 7,76 % 116
20 GriechenlandGriechenland Thessaloniki 17.740 31,24 % 13.517 103 28,75 % 80
21 PortugalPortugal Porto 17.626 -6,03 % 18.758 101 -6,48 % 108
22 BulgarienBulgarien Varna 17.274 Route neu 0 103 Route neu 0
23 SpanienSpanien Malaga 17.250 26,55 % 13.631 106 26,19 % 84
24 LettlandLettland Riga 16.604 1,55 % 16.351 106 1,92 % 104
25 SerbienSerbien Nis 16.201 1,4 % 15.978 103 -6,36 % 110
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Passagierzahlen nach Ländern ab DTM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsreichste Flugstrecken nach Ländern ab DTM[54]
Rang Ziel Passagiere
2018
Veränderung Passagiere
2017
Starts
2018
Veränderung Starts
2017
1 PolenPolen Polen 253.978 16,41 % 218.173 1.598 15,8 % 1.380
2 RumänienRumänien Rumänien 159.839 22,1 % 130.907 1.001 20,17 % 833
3 DeutschlandDeutschland Deutschland 111.153 14,63 % 96.966 5.633 24,29 % 4.532
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 110.225 3,75 % 106.236 845 8,61 % 778
5 SpanienSpanien Spanien 100.168 -5,23 % 105.693 707 -6,48 % 756
6 BulgarienBulgarien Bulgarien 74.474 16,5 % 63.927 448 12 % 400
7 UkraineUkraine Ukraine 58.964 121 % 26.681 362 120,73 % 164
8 SerbienSerbien Serbien 45.612 9,47 % 41.665 283 5,2 % 269
9 UngarnUngarn Ungarn 39.866 -1,27 % 40.378 253 -0,39 % 254
10 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 29.877 21,32 % 24.626 183 19,61 % 153
11 NordmazedonienNordmazedonien Mazedonien 25.845 1,42 % 25.482 155 -0,64 % 156
12 GeorgienGeorgien Georgien 19.168 41,12 % 13.583 129 35,79 % 95
13 LitauenLitauen Litauen 19.113 0,55 % 19.008 126 0 % 126
14 PortugalPortugal Portugal 17.781 -6,69 % 19.055 106 -7,83 % 115
15 GriechenlandGriechenland Griechenland 17.743 31,23 % 13.521 110 30,95 % 84
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Passagierzahlen nach Fluggesellschaft ab DTM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anteile der Airlines am Flugverkehr in DTM 2018.png
Fluggesellschaften
Fluggesellschaft Passagiere 2018 Anteil am Gesamtverkehr (a) Veränderung Passagiere 2017 Anteil am Gesamtverkehr (a)
Wizz Air 1.455.156 63,71 % 263.974 1.191.182 59,54 %
Eurowings 363.668 15,92 % 28.443 335.225 16,76 %
Ryanair 336.285 14,72 % 12.893 323.392 16,16 %
easyJet 100.582 4,40 % 6.281 94.301 4,71 %
Sun Express 16.882 0,74 % - 3.667 20.549 1,03 %
Germania 0 0,00 % - 20.421 20.421 1,02 %
Corendon 0 0,00 % - 1.663 1.663 0,08 %
Onur Air 0 0,00 % - 965 965 0,05 %
Luxair 0 0,00 % - 946 946 0,05 %
Air Alsie 0 0,00 % - 624 624 0,03 %
Sonstige 11.603 0,51 % 176 11.427 0,57 %
Gesamt 2.284.176 100 % 283.481 2.000.695 100 %

(a): Gerundet

(b): Enthält Rundungsfehler

Flughafenanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terminal 1 mit Gates 3 und 4

Fluggastgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terminal 1 – Fluggast-Terminal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Terminal ist als sogenanntes "Terminal der kurzen Wege" konzipiert. Das heißt es gibt keine größeren Konsumflächen.

Infrastruktur zur Abfertigung

  • 13 Abstellpositionen
    • Zehn Gates (Gate 3 bis 12)
    • Drei Parkpositionen (Gate 0 bis 2)
  • Drei Gepäckbänder
  • 28 Check-In-Counter
  • Zwei Sicherheitskontrollen
Ankunftsbereich

Aufbau

Öffnungszeiten des Terminals: 3:30 bis 0:00 Uhr Ortszeit

Ebene 0 (Ankunft):

  • Gepäckhalle
Abflughalle

Ebene 1 (Abflug):

  • Sicherheitskontrolle
  • Check-In Schalter
  • Information
  • Konsumfläche
    • Duty Free Shop
    • Zwei Bars
    • Cafe
    • Confiserie/Gebäck

Ebene 2 (Galerie):

  • Besucherterrasse (Eintritt frei)
  • Restaurant
GAT (General Aviation Terminal)

GAT – Privat-Terminal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das GAT (General Aviation Terminal) dient zur Abfertigung privaten Flugverkehrs. Hierunter fällt der private, der geschäftliche und der sportliche Flugverkehr mit eigenen oder gecharterten Flugzeugen. Das GAT arbeitet völlig autark vom Terminal 1. Er bietet Abstellmöglichkeiten für private Flugzeuge bis 24 Tonnen für einen Tag oder monatsweise.[55]

Start- und Landebahn

Start- und Landebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Start- und Landebahn in Wickede
Indienststellung Länge Breite Sonstiges Belag
Bis 1974 n.a. n.a. Gras
Ab 1974 650 Meter 20 Meter Asphalt
Ab 1983 850 Meter 20 Meter Asphalt
Ab 1987 1050 Meter 20 Meter Beidseitig zusätzlich jeweils 200 Meter Stoppbahn Asphalt
Ab 2000 2000 Meter 45 Meter 1.) +120 Meter (60 Meter pro Seite) Sicherheitsbereich

2.) Die Strecke zur Landung beträgt durch nach vorne verlegte Landeschwellen 1700 Meter

Asphalt mit ANTISKID-Belag

Die Bahn wurde im Jahr 2000 neu gebaut. Die alte wurde zur Rollbahn umfunktioniert.[56] Ausrichtung der Bahn: 061°/241°

Instrumentenlandesystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ILS: Anflug nach Allwetterflugbetriebsstufe CAT II
  • 2016 und 2017 wurde es erneuert[57]

Unterflurbetankung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland einmalig ist das System der in Dortmund verwendeten Unterflurbetankung, welches 2002 installiert wurde. Dabei wird das Kerosin dezentral in zwei Tanks gelagert und durch entsprechende Sicherheitsvorrichtungen durch unterirdische Leitungen zu den Positionen der Flugzeuge an den Gates gepumpt. An jedem Gate ist auf dem Vorfeld eine Vorrichtung installiert, die den sogenannten Dispenser ersetzt und das Kerosin in den Tank des Flugzeuges pumpt. Diese Vorrichtung ist im Boden versenkbar. Das System hat den Vorteil, dass es den Verkehr auf dem Flugfeld verringert, damit die Sicherheit erhöht und das Flugzeug vergleichsweise schnell betankt werden kann. Das System betankt ein Flugzeug mit 1000 Litern Kerosin pro Minute und kann vier Flugzeuge zeitgleich betanken.[58]

Flughafenfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flughafenfeuerwehr besteht aus einer nebenamtlichen und hauptamtlichen Feuerwehr.

Hauptamtliche Flughafenfeuerwehr

Die hauptamtliche Flughafenfeuerwehr besteht aus 21 Mitarbeitern, von denen jeweils fünf im 24-Stunden-Schichtdienst arbeiten.

Nebenamtliche Flughafenfeuerwehr

Die nebenamtliche Feuerwehr besteht aus 40 Mitarbeitern des Flughafens, die eine Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehr absolviert haben. Sechs Mitarbeiter sind während ihrer Arbeitszeit bei der Feuerwache auf Abruf. Bei einem Brandfall ordnen sie sich der hauptamtlichen Flughafenfeuerwehr unter.

Allgemein

Die Feuerwehr ist somit ständig mit elf Mitarbeitern besetzt.[59] Die Flughafenfeuerwehr setzt als eine der wenigen in Deutschland nur fluorfreie Schaummittel ein. Fluorhaltige Schaummittel sind schlecht abbaubar und schädlich für Mensch und Umwelt.[60]

Rosenbauer Panther 6x6

Fahrzeuge

  • Flugfeldlöschfahrzeug
    • Rosenbauer Panther 6×6 (FLF 2)
    • Rosenbauer Panther 8×8 (FLF 5)
    • Rosenbauer Panther 8×8 (FLF 6)
  • Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug
    • Mercedes-Benz (HLF 3)
  • Kleinlöschfahrzeug
    • Mercedes-Benz Vito (KLF 9)
  • Einsatzleitfahrzeug
    • Nissan Pathfinder (ELW 1)
  • Krankentransportwagen
    • Mercedes-Benz Sprinter (KTW 8)[59]
Christoph Dortmund

DRF Luftrettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen ist ein Standort der DRF Luftrettung. Stationiert ist der Hubschrauber Christoph Dortmund.

Imkerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen hat drei Bienenvölker mit insgesamt ca. 150.000 Bienen, um im Honig die Umweltqualität am Flughafen zu messen. Zuständig für die Imkerei ist die Feuerwehr am Flughafen. Der Honig kann am Airport käuflich erworben werden.[61]

Gelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gelände des Flughafens ist 220 ha groß, davon sind 135 ha Grünfläche. Damit ist der Flughafen die größte zusammenhängende Grünfläche der Stadt Dortmund.[61] Auf dem Gelände leben 97 verschiedene Vogelarten, darunter auch vom Aussterben bedrohte.[62]

Unternehmen auf dem Flughafengelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugschule Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Dortmunder Flughafen ist das Flugausbildungszentrum Dortmund ansässig, die größte Privatflugzeugführerschule in NRW.[63]

Die Flugschule bietet zwei Redbird Flugsimulatoren zur Benutzung an.

Star Wings – Fluggesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Star Wings ist eine Fluggesellschaft mit drei Flugzeugen (Stand 2017), die Geschäftsflüge anbietet. Dazu besitzt sie mit dem "Cessna Citation CJ3 Full Flight Simulator (Level D)" den einzigen Simulator für diesen Flugzeugtyp innerhalb Europas.[64]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen liegt direkt an der B1. Von Osten her ist die Zufahrt auf die B1 über die A44 möglich, von Norden und Süden über die A1 oder B236. Im Westen kommt man von der A40 auf die B1. Damit liegt der Flughafen in unmittelbarer Nähe großer und bedeutender Verkehrsachsen des Straßenverkehrs.

Parken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen verfügt über 4700 Parkplätze, davon sind 50 % überdacht. Mit einem minimalen Preis für 14 Tage parken von 19 € (eventuell +2,90 € für den Bus zum Terminal) ist Dortmund in NRW am billigsten. Der Preis ist lediglich über die Online-Buchung zu erzielen.

Der bestgelegene kostenfreie P+R Parkplatz liegt an der U-Bahn Haltestelle Hauptfriedhof der U47. Die Fahrtzeit zum Flughafen beträgt 22 Minuten. Es muss einmal zwischen der U47 und der 490 umgestiegen werden. Es gilt der VRR Tarif, für einen Erwachsenen sind 2,90 € fällig.

Halten in der Kiss&Fly Zone ist für 15 Minuten kostenfrei. Dort Parken hingegen ist kostenpflichtig. Maximale Halte- und Parkdauer sind 30 Minuten.

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen besitzt keinen direkten Anschluss an das Netz der Bahn oder der Stadtbahn Dortmund. Die „letzte Meile“ wird also mit einem Bus zurückgelegt.

Wichtigste Verbindungen
Abfahrtsort Linie(n) Umstieg Fahrtzeit Takt Verbund Preis (Erwachsener) Sonstiges
Dortmund Hbf Airport Express 22 Minuten 30 oder 60 minütlich Sondertarif 9,00 €
Dortmund Hbf U47 und 490 Dortmund Aplerbeck 38 Minuten 20 oder 30 minütlich VRR 2,90 € Verbindung mit Umstieg
Dortmund Aplerbeck 490 13 Minuten 20 oder 30 minütlich VRR 2,90 €
Holzwickede Bahnhof Airport Shuttle 6 Minuten 2 bis 4-mal pro Stunde Sondertarif 3,00 € Verbindung für Rail&Fly Kundem
Unna Bahnhof C41 24 Minuten Stündlich WestfalenTarif 4,00 €

Des Weiteren fährt mit der Buslinie 440 ein Bus durch den Dortmunder Westen und Süden und schließt dann in Aplerbeck an die 490 an. Ab Oespel verkehrt er meistens im 10-Minuten-Takt, ab Lütgendortmund im 20-Minuten-Takt.

Wird ein Rail&Fly Ticket gekauft, so handelt es sich um eine Verbindung nach Holzwickede Bahnhof in Kombination mit dem dort verkehrenden Airport Shuttle. Der Preis des Shuttles ist bei Rail&Fly schon enthalten.

Der Airport Express fährt bei internationalen Messen auch die Westfalenhallen an. Der Preis bleibt gleich.

Kritik am Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuen Erweiterungsabsichten sind politisch umstritten, sowohl bei den im Stadtrat vertretenen politischen Parteien, als auch im gesellschaftlichen Umfeld (Anwohner, Flughafen- und Fluglärmgegner). Z. B. wird vom Verein Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund – Kreis Unna, der seit Jahren die Entwicklung kritisiert, auf den entstehenden Fluglärm hingewiesen und die Notwendigkeit der ehemaligen und zukünftigen Ausbaumaßnahmen kritisch betrachtet. Der Verein sammelt eigene Fluglärmdaten und veröffentlicht diese.

Am 2. Februar 2010 äußerte sich der Vorsitzende der Vorstände der in Dortmund ansässigen Versicherungsgruppe Signal-Iduna, Reinhold Schulte, öffentlich kritisch zum Flughafen Dortmund in den Medien Ruhr-Nachrichten[65] und WAZ.[66] Schulte würde den Flughafen sofort schließen. Er führte wirtschaftliche Gründe und mangelnde Attraktivität an. Auch kritisierte er die Quersubventionierung durch die Dortmunder Stadtwerke, ohne die Gas und Wasser billiger abgegeben werden könnten. Die Kosten-Nutzen-Rechnung würde nicht stimmen. „Unternehmen rechnen da anders. Die hätten schon längst die Bremse gezogen.“ Schulte räumte ein, dass er eine Minderheitenmeinung in der Spitze der IHK vertritt.

Weiterhin steht der Flughafen auch wegen seiner kurzen Landebahn in der Kritik.

Kritisiert wird weiterhin, dass der Flughafen jedes Jahr einen Verlust erwirtschaftet, der durch die Besitzer ausgeglichen werden müsse. Diese Verluste werden durch höhere Preise in anderen Bereichen der DSW21 (z. B. Wasser) oder durch Einsparungen im ÖPNV Netz ausgeglichen. So wurde im Jahr 2016 ein Betriebsergebnis von Minus 1,87 Millionen Euro erzielt. Der Verlust inklusive der laufenden Abschreibungen und Zinsen für den Bau des Terminals sowie Kosten für die Flugsicherung lag bei 14,9 Millionen Euro.[67]

Klagen gegen den Flughafen

  • 2014: Klage gegen die ab 23. Mai 2014 geltenden Betriebszeiten (erfolgreich, Ende 2015)
  • 2018: Klage gegen die ab 23. August 2018 geltenden Betriebszeiten, eingereicht Ende 2018 (laufend, Stand 6. April 2019)

Pläne für die Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlegung der Landeschwellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landeschwellen sollen um 300 Meter versetzt werden (zuerst die östliche, später die westliche), um größeren bzw. neueren Flugzeugtypen die Landung in Dortmund zu ermöglichen. Insbesondere Wizz Air, der Hauptkunde des Flughafens, baut seine Flotte ausschließlich mit A321neo aus. Dieser Flugzeugtyp kann zwar grundsätzlich in Dortmund landen und starten, allerdings nicht bei widrigen Bedingungen wie beispielsweise Nässe oder Glätte.[8]

Der Flughafen selbst argumentiert für eine verlängerte Landebahn vor allem mit Vorteilen für die Anwohner, wie z. B. dass neuere Flugzeuge (wie der A321neo) auch leisere Triebwerke besitzen. Kritiker (vor allem Anwohner) sind der Meinung, dass das Argument der leiseren Triebwerke eine „Salamitaktik“ sei. Sie befürchten eine höhere Zahl an Maschinen und tiefere Landeanflüge, bedingt durch die Verlegung der Landeschwellen.[68] Die Maßnahme soll 2019 geprüft werden.

Ausbau der Start- und Landebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 war langfristig eine Verlängerung um 800 Meter Richtung Westen vorgesehen. Aktuellere Planungen sehen vor, ab 2030 die Verlängerung der Start- und Landebahn um 300 Meter (150 Meter in jede Richtung) zu prüfen.[69]

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren mehrere Pläne zur besseren Anbindung des Flughafens an das Schienennetz. 2008 wurden mehrere Vorschläge überprüft, die alle ein negatives Ergebnis hervorbrachten. Mitte Juni 2019 brachten Wirtschaftsförderer im Ruhrgebiet erneut eine Anbindung über die Schiene ins Gespräch und gaben eine Machbarkeitsstudie für 250.000 € in Auftrag.[70]

Erweiterung der Stammstrecke der U47[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um eine Verbindung der Stadtbahn mit dem Flughafen zu realisieren sieht eine Planung vor, hinter der Haltestelle Hauptfriedhof in der Unterführung der B1 eine eingleisige Abzweigung zu bauen, nördlich der B1 wieder an die Oberfläche zu kommen und die Strecke entlang der B1 und der Straße „Wickeder Chaussee“ zum Flughafen zu führen. Der Bahnhof wäre unterirdisch. Die Strecke würde weiter zum Holzwickeder Bahnhof führen und dort enden. Aufgrund eines negativen Kosten-Nutzen Quotienten wurde lediglich eine Trassensicherung verfolgt. Mehrkosten in Höhe von über 3 Millionen € wurden erwartet.

H-Bahn Holzwickede Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Idee war es den Holzwickeder Bahnhof mit dem Flughafen über eine H-Bahn anzubinden. Da dieser Vorschlag zur damaligen Zeit ebenfalls einen zu geringen (aber positiven) Nutzen-Kosten Quotienten aufwies (0,36), wurde auch dieser Vorschlag nicht weiter verfolgt. Es wurden zusätzlich notwendige Ausgaben in Höhe von 80.000 € pro Jahr für diese Variante erwartet.[71]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am Abend des 20. November 1985 stürzte eine aus Wien kommende private Cessna 421 bei schlechtem Wetter im Landeanflug rund 1 Kilometer vor der Landebahn ab. Die vier Insassen der Maschine kamen dabei ums Leben.[72]
  • Am 25. März 2011 wurde der Flugverkehr am Mittag wegen eines Zwischenfalls mit einem historischen Kleinflugzeug eingestellt. Gegen 16 Uhr wurde er wieder geöffnet. Die Flüge waren entweder verspätet oder sie wurden nach Münster/Osnabrück oder Paderborn/Lippstadt umgeleitet.[73]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückwärts eingeparkter Airbus der Germanwings

Erreicht ein Luftfahrzeug ab einer gewissen Größe (zum Beispiel Airbus A319, Boeing 737) eine der Parkpositionen 5–12, wird dieses rückwärts in seine Parkposition geschoben. Dabei sind die Triebwerke abgestellt. Selbständig vorwärts einparkende Jets dieser Größe würden mit ihrem Leitwerk die Hindernisfreiflächen, in diesem Fall der seitlichen Übergangsfläche, durchstoßen. Das wiederum hätte eventuell eine Erhöhung der Hindernisfreigrenzen OCA/H (obstacle clearance altitude/height) zur Folge.

Planespotting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen ist aufgrund mehrerer Beobachtungspunkte um den Flughafen rum und der allgemeinen Nähe zur Landebahn und der freien Sicht auf diese bei Planespottern sehr beliebt.[61]

Lufthansa Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lufthansa Dortmund

Die Lufthansa benennt ihre Flugzeuge nach deutschen Bundesländern und Städten und weiht diese in einer Zeremonie am Flughafen ein. Da der A350-900 der Lufthansa nicht auf dem Flughafen landen konnte, vollzog dieser an seiner Taufe am 29. Mai 2018 einen doppelten "Low-Approach", bei dem dieser 2-mal in niedriger Höhe über den Flughafen flog.[74]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beiträge die komplett oder zum überwiegenden Teil den Flughafen Dortmund behandeln:

  • WDR, 2016: Faszination Flughafen – Dortmund: Der Ruhrgebiets-Airport[75]

Beiträge die zu einem Teil den Flughafen Dortmund behandeln:

  • ZDF, zoom, 2014: Deutschland im Flughafen-Wahn[76]
  • WDR, 2018: Faszination Flughafen – Von Nordrhein-Westfalen in die Welt[77]
  • WDR, Markt, 2019: Flughäfen in NRW: Von wo aus reist es sich am besten?[78]
  • WDR, Markt, 2019: Flughäfen in NRW: Konkurrenzkampf[78]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Walz: Die Stadt, der Flugplatz, die Planung und die Bewohner. In: Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark. 92/93. Klartext, Essen 2001/2002 (2002), S. 221–272, ISBN 3-89861-147-7, ISSN 0405-2021.
  • Karl-Peter Ellerbrock, Günther Högl: „Horizonte“ – Zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte des westfälischen Luftverkehrs. Essen 2001, ISBN 3-89861-030-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund Airport – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Flughafen Dortmund – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d ADV-Verkehrszahlen. (PDF) Abgerufen am 11. Februar 2019.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 24. Juli 2018.
  3. Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 6. April 2019.
  4. Drittgrößter Airport in NRW. In: dortmund-airport.de. 5. Februar 2015, abgerufen am 30. März 2017.
  5. Der drittgrößte Flughafen heißt jetzt Berlin-Tegel. Abgerufen am 3. Mai 2019.
  6. Dortmund Airport ist pünktlichster Flughafen Deutschlands. Abgerufen am 2. Juli 2019.
  7. Kirchhoff/Liesenberg: 1100 Jahre Aplerbeck. Verlag Klartext, Essen 1998, ISBN 3-88474-735-5, S. 101.
  8. a b c d Interview - "Wir sprechen nicht nur mit Wizz Air über eine Basis". Abgerufen am 6. April 2019.
  9. a b Artikel - einundzwanzig.de. Abgerufen am 4. April 2019.
  10. Jens Koenen, Sven Prange: Der Unfug mit den Geisterflughäfen. In: Handelsblatt. Nr. 65, 4. April 2013, ISSN 0017-7296, S. 12.
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