Frühchristliche Baukunst

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Rom, Santa Sabina

Die Epoche der frühchristlichen Baukunst beginnt mit den ersten, im 3. Jahrhundert nach Christus errichteten Kirchen und endet mit dem Ende der Antike. Zeugnisse aus dieser Zeit haben sich überwiegend im Mittelmeerraum erhalten, sind aber häufig in späteren Zeiten überbaut oder erheblich verändert worden.

Anfänge des frühchristlichen Kirchenbaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten beiden Jahrhunderten n. Chr. waren Kirchengebäude nicht erforderlich. Aufgrund der geringen Größe der christlichen Gemeinden bestand kein Bedarf an eigens zu diesem Zweck errichteten Gottesdiensträumen. Außerdem verfügten die Gemeinden noch über keinen juristischen Status, der ihnen den Erwerb von Grundstücken oder Gebäuden rechtlich ermöglicht hätte. Nach dem Zeugnis der Bibel fanden die Gottesdienste vielmehr in den Privathäusern der reicheren Gemeindemitglieder statt. („(Sie) brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl“ Apg 2,46, ähnlich auch Apg 20,7, Röm 16,5 und Kol 4,15).[1]

Ein weiterer Grund für das Fehlen von Kirchengebäuden in den ersten beiden Jahrhunderten ist im christlichen Gottesbild zu suchen, welches sich deutlich von den damaligen Vorstellungen der anderen Religionen unterschied.[2] So waren für die heidnischen Einwohner Roms die Götter in den Standbildern persönlich anwesend, was dem Tempel eine derartige Heiligkeit verlieh, dass nur die zugehörigen Priester diesen sakralen Bereich betreten durften. Der Gottesdienst, der in der Regel aus der Präsentation von Opfergaben bestand, fand deshalb vor dem Tempel im Freien statt.

Plan der Kirche von Dura Europos

Diese Vorstellung, dass Gott dauerhaft in ihren Versammlungsräumen präsent ist, war den frühen Christen zunächst fremd und eine festgelegte architektonische Form folglich nicht erforderlich. Einer der ältesten erhaltenen Gottesdiensträume, die Kirche von Dura Europos (um 232 n. Chr.) in Syrien zeigt, dass die frühen Christen eher praktisch vorgingen, als in Folge des Wachstums der Gemeinden größere Versammlungsräume erforderlich wurden: Sie bauten bis dahin als Wohnhäuser genutzte Gebäude um, indem sie Wände entfernten oder Einbauten vornahmen. Noch fast einhundert Jahre später verfuhr man im ebenfalls syrischen Qirqbize auf die gleiche Weise. Man erkennt am Beispiel von Dura Europos ferner, dass – ähnlich wie in den Katakomben in Rom – bereits in dieser Frühzeit die Räume durch biblische Darstellungen an den Wänden verziert waren.

Solche „Hauskirchen“ sind auch für Rom belegt; in der Regel fehlen aber in den erhaltenen Ruinen eindeutige Zeugnisse für eine gottesdienstliche Nutzung. Auf den Fundamenten dieser Häuser wurden später reguläre Kirchen errichtet, die bis heute als „Titelkirche“ eine große Bedeutung in der katholischen Kirche haben. Jede dieser Kirchen wird einem der weltweit residierenden Kardinäle zugewiesen und damit seine Verbundenheit mit dem Papst zum Ausdruck gebracht. Hieraus leitet sich das Recht ab, an der Papstwahl teilzunehmen.

Spätestens am Ende des 2. Jahrhunderts, in größerer Zahl im 3. Jahrhundert, kam es zur Errichtung eigens zum Zweck der gottesdienstlichen Versammlung errichteter Gebäude. Erwähnungen finden sich bei christlichen Schriftstellern, aber auch in Beschlagnahmungsprotokollen in Folge der Christenverfolgungen. So schreibt der nordafrikanische Schriftsteller Tertullian († nach 220), dass die Versammlungsorte der Christen „hochaufragende Bauten“ seien.[3] Der heidnische Philosoph Porphyrios († vor 305) beklagt in seiner Schrift „Gegen die Christen“, dass diese gewaltige Häuser für ihre Gottesdienste bauten, obwohl sie doch in ihren eigenen Häusern beten könnten und Gott – der christlichen Lehre gemäß – diese Gebete auch dort erhören würde.[4] Kaiser Diokletian († um 312) war über die Größe einer christlichen Kirche, die er vom Palast in seiner neuen Residenzstadt Nikomedia aus sehen konnte, derart empört, dass er sie als Auftakt seiner Christenverfolgung zerstören ließ.[5]

Über die konkrete Gestalt dieser ersten Kirchen können nur Vermutungen angestellt werden. Möglicherweise handelte es sich bei ihnen bereits – wie bei den römischen Markthallen als Vorbilder und den Kirchenbauten Konstantins im folgenden 4. Jahrhundert – um rechteckige, längsgestreckte Bauten, bei denen aus praktischen Gründen Nebenräume zur Vorbereitung der Gottesdienste angenommen werden können. Sicher wird es örtliche Besonderheiten gegeben haben.

Auch ist die Bezeichnung dieser Gebäude noch nicht einheitlich: „domus ecclesiae“ (Haus der Gemeinde) findet sich ebenso wie „basilica“, womit aber noch nicht die Form, sondern eher die Funktion als Versammlungsort beschrieben wird: Basilika war ursprünglich der Name großer, zu Gerichtssitzungen und Handelsgeschäften (zum Beispiel Markthalle) bestimmter Prachtgebäude, von denen sich mit der Basilica Iulia und der Basilica Aemilia Reste auf dem Forum Romanum in Rom erhalten haben.

Im 3. Jahrhundert stößt man erstmals auf die Bezeichnung „domus dei“ (lat.) bzw. „oikos theou“ (griech.) = „Haus Gottes“, womit ein Bedeutungswandel der kirchlichen Gebäude erkennbar wird. Die Kirchen wandeln sich von reinen Versammlungsräumen nach und nach zu heiligen Orten, wovon in den Anfangsjahren des Christentums noch keine Rede war. Zeuge für diesen Wandel ist unter anderem der griechische Schriftsteller Origenes († 254), der den Gemeindemitgliedern empfahl, in der Kirche zu beten, da hier die Kraft des Herrn besonders spürbar sei.[6]

Die erste Phase des frühchristlichen Kirchenbaus endete mit der Christenverfolgung unter Diokletian, bei der reichsweit Gottesdiensträume zerstört oder konfisziert wurden.

Kirchenbauten nach der konstantinischen Wende (313 n. Chr.)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Recht wird die Herrschaft Kaiser Konstantins († 337) als Zeit der „Wende“ beschrieben. Konstantin betrieb eine völlig entgegengesetzte Kirchenpolitik als seine Vorgänger. Gemeinsam hatte er im Jahre 313 mit Licinius, dem Kaiser des Ostreiches, in der Mailänder Vereinbarung den Christen die freie Religionsausübung gestattet. Bereits Licinius‘ Vorgänger Galerius hatte zwei Jahre zuvor die Christenverfolgungen beendet.

Santa Maria Sopra Minerva in Assisi

Die erkennbare Sympathie des Kaisers für die christliche Religion hatte zur Folge, dass die Zahl der Christen sprunghaft anstieg, was den Bau von Kirchen im großen Stil erforderlich machte. Kaiser Konstantin selbst ergriff hierzu die Initiative. Dabei stellte sich zunächst die Frage nach dem geeigneten Gebäudetyp. Die klassischen römischen Tempel erwiesen sich wegen ihrer Bauform als wenig geeignet. In der Tat gibt es nur eine Handvoll Tempel, die zu Kirchen umgebaut worden sind (so z. B. die Kirche Santa Maria sopra Minerva in Assisi oder der Tempel des Antoninus Pius und der Faustina in Rom). Vielmehr wurden die nicht mehr benötigten und nun leer stehenden Tempel als „Steinbruch“ verwendet: Säulen, Kapitelle und Wandverkleidungen wurden herausgebrochen und in den Kirchen einer neuen Verwendung zugeführt.

Baptisterium des Lateran in Rom, Anfang 4. Jahrhundert

Für die Kirchenneubauten, die er zum großen Teil aus seinem eigenen Vermögen finanzierte, entschied sich Konstantin für zwei andere, ganz in der römischen Tradition stehende Bauformen: die Basilika und den Zentralbau. Bereits die ersten von ihm in Auftrag gegebenen Bauwerke bezeugen dies: die vermutlich zwischen 312 und 324[7] errichtete Lateranbasilika in Rom, das wohl gleichzeitig oder kurz danach fertig gestellte, benachbarte Baptisterium sowie die Grabeskirche, die er zwischen 326 und 335 in Jerusalem bauen ließ.

Konstantin entfaltete eine rege Bautätigkeit. Außer der Lateranbasilika gehen unter anderem folgende Kirchen auf ihn zurück:

  • San Paolo fuori le mura. Der heutige Bau ist eine Rekonstruktion der vermutlich 324 geweihten Kirche nach dem Brand von 1823.
  • Alt Sankt Peter in Rom. Dieser um 333[8] fertiggestellte Vorgängerbau der heutigen Peterskirche ist nicht erhalten.
  • Grabeskirche in Jerusalem. Vom ursprünglichen Bau, der nach 326 begonnen und 335 geweiht worden war, sind trotz der weitgehenden Zerstörung im Jahr 1009 und späteren Erweiterungsbauten noch wichtige Teile erhalten.
  • Geburtskirche in Bethlehem. Diese vor 335 geweihte Kirche wurde in der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts nach einem Erdbeben (?) weitgehend neu errichtet.
  • Apostelkirche in Konstantinopel. Diese spätestens 337 fertiggestellte Kirche in seiner neuen Hauptstadt wurde bereits unter Justinian I. († 565) weitgehend umgestaltet und 1461 abgerissen.
Grundriss einer frühchristlichen Basilika

Die frühchristlichen Kirchen weisen einige stilistische Gemeinsamkeiten auf. Zwar waren sie von ihrer Größe her durchaus als repräsentative Bauten angelegt, die das neu gewonnene Selbstbewusstsein der Christen sichtbar zum Ausdruck bringen sollten (so weist die Lateranbasilika eine ähnliche Größe auf wie die Basilica Iulia auf dem Forum Romanum), doch war die Gestaltung der Außenwände eher schlicht – zumindest in Rom. Nicht selten wurde auf fast jeden Schmuck verzichtet; nur das Ziegelmauerwerk war zu sehen.

Den Kirchen war als Bindeglied zur Außenwelt häufig ein annähernd quadratisches Atrium vorgelagert. In dessen Mitte befand sich ein „Cantharus“ genannter Brunnen zum Reinigen der Hände als Sinnbild der Reinigung der Seele. Zwischen dem Atrium und der eigentlichen Kirche lag häufig eine querrechteckige Vorhalle (Narthex). Hier konnten sich während des Gottesdienstes die noch nicht getauften Katechumenen, denen die Teilnahme an der Messe verwehrt war, sowie Sünder, die aufgrund ihrer Verfehlungen zeitweise von der Teilnahme an der Feier ausgeschlossen waren, aufhalten.

In ihrem Grundriss orientierten sich die frühchristlichen Kirchen am Vorbild der römischen Markt-, Gerichts- und Audienzhallen. Wie diese waren sie durch Säulenreihen in eine ungerade Zahl von Schiffen, meist drei oder fünf, geteilt. Die hierzu benötigten Säulen, Basen und Kapitelle wurden überwiegend als Spolien aus nicht mehr benötigten Tempeln oder anderen leer stehenden römischen Gebäuden entnommen. Da die Seitenschiffe in der Regel niedriger waren als das zentrale Mittelschiff, konnten dort in der Höhe Fenster für ausreichende Helligkeit sorgen. Diese Fenster waren meist aus mehreren kleinen, geometrisch geformten Glasscheiben zusammengesetzt, aber auch Alabaster wurde verwendet. Der darüberliegende, entweder flach gedeckte oder offene Dachstuhl ließ die Holzbauweise erkennen.

Das Mittelschiff endete bei den römischen Vorbildern in einer halbrunden Apsis, in der in der Regel ein Standbild stand oder sich der Sitz einer herausragenden Persönlichkeit befand. Diese Idee wurde in den frühchristlichen Basiliken aufgegriffen; dort wurden nun die Cathedra, der Sitz des Bischofs, flankiert von Sitzmöglichkeiten der anderen Geistlichen, platziert. Bereits in den frühesten Kirchen (San Giovanni im Lateran, Alt Sankt-Peter) wurden am Ende der Seitenschiffe Räume angebaut, die über die Außenwand hinausragten, so dass sich von oben gesehen die Form eines lateinischen Kreuzes ergab – ein Modell, das prägend für Tausende von Kirchen bis in die heutige Zeit werden sollte.

Ein besonderes Charakteristikum der frühchristlichen Kirchen sind die steinernen Chorschranken. Durch diese hüfthohe Mauer wurde der Bereich der Geistlichen, Sänger und Lektoren von dem der Gemeinde abgetrennt.

Das wesentliche Erkennungsmerkmal frühchristlicher Kirchen besteht jedoch in ihrer Ausschmückung im Inneren. Ganz im Gegensatz zur eher schlichten Gestaltung der Außenmauern waren die Innenwände sehr aufwendig gestaltet. An den Wänden fanden sich Marmorinkrustationen; die oberen Bereiche der Seitenwände, vor allem aber die Apsiskalotte waren nach römischem Vorbild mit großflächigen Mosaiken verziert. Einfachere Mosaike schmückten zudem die Fußböden.

Wie erwähnt, waren eine Reihe von Gotteshäusern nicht in Form einer Basilika, sondern als Zentralbau geplant. Auch dies stand ganz in der römischen Tradition, wie bis heute das Pantheon, die Engelsburg, der Vesta-Tempel oder das Grabmal der Caecilia Metella in Rom dokumentieren. Die üblichen christlichen Grundrissformen waren Kreis, Quadrat, Griechisches Kreuz und Vieleck, wobei das Achteck dominiert (die Zahl Acht hatte einen hohen Symbolwert: als Summe der sieben Schöpfungstage + dem Auferstehungstag Jesu galt sie als Zahl der Vollkommenheit).

San Lorenzo Maggiore in Mailand

Die genannten Formen kamen in beliebigen Kombinationen vor. Dabei wiesen die Zentralbauten durchaus Merkmale der basilikalen Gotteshäuser auf: Das Beispiel von San Lorenzo Maggiore in Mailand (ab 372) zeigt, dass auch hier Atrium und Narthex dem eigentlichen Kirchenbau vorgelagert waren. Noch ein Jahrhundert später wurde in Rom die Kirche Santo Stefano Rotondo (Weihe vor 483) ebenfalls als Zentralbau errichtet. Wie die Basiliken lassen sich die Zentralbauten im gesamten Reichsgebiet nachweisen – auch nördlich der Alpen waren sie anzutreffen; bis heute unter anderem in Sankt Gereon in Köln. Besonders verbreitet waren sie im Osten des Reiches und prägten die Baukunst über Jahrhunderte – so ausgehend von der Sergios und Bacchos-Kirche in Konstantinopel (vor 536) über San Vitale in Ravenna (vor 547) bis hin zum Aachener Dom (vor 803).

Im Westen hingegen wurde bei den Kirchen die Basilika-Form bevorzugt. Anders sah es bei den Baptisterien aus, die im ganzen Reichsgebiet fast immer als Zentralbau errichtet wurden. Die zahllosen erhaltenen Beispiele in Rom und Ravenna (Baptisterium der Orthodoxen, Baptisterium der Arianer), Ephesus (Marienkirche, Johanneskirche), aber auch im damaligen Gallien (Fréjus, Poitiers) bezeugen die Verbreitung dieses Bautyps.

Neben den oben erwähnten Kirchen ließ Konstantin noch einen weiteren Typus errichten: die Umgangsbasilika. Hierbei handelte es sich um große, längsgestreckte Bauten über den Gräbern von Märtyrern, die vor allem als Begräbnisstätte genutzt wurden. Bekannte Beispiel sind:

  • Sancti Marcellino e Pietro. Von dieser möglicherweise um 329 vollendeten Kirche sind nur noch die in der Erde verborgenen Grundmauern erhalten. Zum Baukomplex gehörte aber auch das Helenamausoleum, in dem Helena, die Mutter Konstantins, bestattet worden war. Teile der Ruine sind heute noch vorhanden.
  • San Sebastiano fuori le mura. Die wohl in die Zeit vor 330 zurückreichende Kirche ist in ihrer Substanz vollständig erhalten, allerdings 1612 barock umgestaltet worden, so dass nur noch im Chorumgang und der Außenwand der Apsis die ursprüngliche Bausubstanz zu Tage tritt.

(Vgl. hierzu den Hauptartikel Umgangsbasilika.)

Bauperiode nach dem Untergang des weströmischen Reiches (476 n. Chr.)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Untergang des Römischen Reiches im Zuge der Völkerwanderung ging im Westen des ehemaligen Weltreichs eine Zäsur auch in der Baukunst einher. Die germanischen Eroberer verfügten nicht über die künstlerischen Fähigkeiten, vergleichbare Gebäude zu errichten. Erst in der späteren Zeit der Romanik kam es wieder zu Neubauten von Kirchen im großen Umfang.

Die erhaltenen Bauten aus dieser Zeit zeigen zwar Merkmale des im ganzen Reich einheitlichen, architektonischen Formenschatzes der römischen Kirchen, waren aber darüber hinaus durch deutliche regionale Eigenarten geprägt, aus denen sich eigenständige Stile entwickelten. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür sind die in Spanien und Südfrankreich anzutreffenden Bauten der Westgoten.

(Vgl. hierzu den Hauptartikel Westgotische Architektur.)

Baukunst im byzantinischen Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ostreich hingegen lebte die römische in der byzantinischen Kunst fort und erreichte eine neue, lang anhaltende Blüte. Nach der Rückeroberung Italiens durch den oströmischen Kaiser Justinian I. im Jahre 476 gelangte diese Kunst erneut nach Italien, wovon zahlreiche Gebäude vor allem in Ravenna bis heute Zeugnis ablegen.

(Vgl. hierzu den Hauptartikel Byzantinische Architektur.)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brotbrechen“ ist die in der Anfangszeit der Kirche gängige Bezeichnung für die sonntäglichen Zusammenkünfte der jungen Gemeinde in Anlehnung an das letzte Abendmahl Jesu, das dieser am Vorabend seiner Hinrichtung mit seinen Aposteln gefeiert hatte und das in der Kirche als erste Heilige Messe angesehen wird.
  2. Vgl. hierzu Hugo Brandenburg: Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. 2. Auflage, Schnell und Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1656-6, S. 11.
  3. Tertullian, Adversus Valentinum 2,3.
  4. Porphyrios, Adversus Christianos, Fragment 76.
  5. zitiert nach Hugo Brandenburg: Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. 2. Auflage, Schnell und Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1656-6, S. 13.
  6. Origenes, De Oratione 31,5.
  7. Vgl. Hugo Brandenburg: Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. 2. Auflage. Schnell und Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1656-6, S. 20.
  8. Vgl. Hugo Brandenburg: Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7. Jahrhundert. 2. Auflage, Schnell und Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1656-6, S. 94.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xavier Barral i Altet: Frühes Mittelalter: von der Spätantike bis zum Jahr 1000. Taschen, Köln 1997, ISBN 3-8228-8202-X.
  • Martin Biddle u. a.: Die Grabeskirche in Jerusalem. Belser, Stuttgart 2000, ISBN 3-7630-2379-8.
  • Hugo Brandenburg: Die frühchristlichen Kirchen Roms vom 4. bis zum 7.Jahrhundert. 2. Auflage, Schnell und Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1656-6.
  • Peter C. Claussen und Darko Senekovic: S. Giovanni in Laterano. Mit einem Beitrag von Darko Senekovic über S. Giovanni in Fonte (= Corpus cosmatorum. Band II,2). Franz Steiner, Stuttgart 2008, ISBN 3-515-09073-8.
  • Arne Effenberger: Frühchristliche Kunst und Kultur. Von den Anfängen bis zum 7. Jahrhundert. Koehler und Amelang, Leipzig 1986, ISBN 3-7338-0010-9, S. 87–89.
  • August Heisenberg: Grabeskirche und Apostelkirche. Zwei Basiliken Konstantins. Zweiter Teil: Die Apostelkirche in Konstantinopel. Hinrich, Leipzig 1908.
  • Ulrich Mell: Christliche Hauskirche und Neues Testament. Die Ikonologie des Baptisteriums von Dura Europos und das Diatessaron Tatians (= Novum Testamentum et Orbis Antiquus. Band 77). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-525-53394-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frühchristliche Kirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien