Franz Roubaud

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Franz Roubaud: Berittener Tscherkesse
Prinzregent Luitpold und seine Schwester Adelgunde von Modena-Este auf den Priener Schären (1913)

Franz Roubaud (russisch Франц Алексеевич Рубо/ Franz Aleksejewitsch Rubo, wiss. Transliteration Franc Alekseevič Rubo; * 5.jul./ 17. Juni 1856greg. in Odessa am Schwarzen Meer; † 11. März 1928 in München; auch François Iwan Roubaud oder Frants Roubaud) war ein russischer Maler. Roubaud wurde bekannt als Schlachtenmaler und mit Bildern aus dem Leben des Kaukasus.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war das dritte von neun Kindern des aus Marseille emigrierten Kaufmanns Alexis Roubaud und der aus Clermont-Ferrand stammenden Schneiderin Madeleine Sénèque.

Bereit im Alter von sechs Jahren begann er die ersten Zeichenstudien, später folgten Studienaufenthalte im Kaukasus. 1877–78 studierte er bei Carl Theodor von Piloty, Otto Seitz und Wilhelm von Diez in München, anschließend auch beim Soldatenmaler Joseph von Brandt. 1889 erhielt er den Adelstitel und wurde durch die Zaren Alexander III. und Nikolaus II. besonders gefördert. 1895 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille. Es folgten Aufenthalte in Paris und Sankt Petersburg. Dort war er in den Jahren 1903 bis 1912 Professor an der Kunstakademie. Sein Grab liegt auf dem Friedhof Frauenchiemsee.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Roubaud: Die Belagerung von Sewastopol, Ausschnitt

Bekanntestes Werk ist das 100 Meter lange Panoramagemälde Die Belagerung von Sewastopol (1904), für das in Sewastopol ein eigenes Museum errichtet wurde. Weitere Panoramagemälde sind die Schlacht von Borodino (1912; seit 1962 ausgestellt im Moskauer Panoramamuseum der Schlacht von Borodino) und die Erstürmung des Auls Achulgo (1891).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Over in: Trödler & Sammler Journal. Oktober 2004, S. 56–61 (mit 16 farbigen Gemäldeabbildungen).
  • Franz Schiermeier: Panorama München. Illusion und Wirklichkeit. München als Zentrum der Panoramaherstellung. München 2009, S. 79, 82, 101.
  • Olga Sugrobova-Roth und Eckart Lingenauber: Franz Roubaud Catalogue Raisonné – Werkverzeichnis. Köln, Vam Ham Art Publications 2013 (deutsch/russisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franz Roubaud – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerd Otto-Rieke: Gräber in Bayern. München 2000. S. 112.