Gaisberg (Heidelberg)

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Gaisberg
Blick vom Gipfel des Königsstuhls nach Westen auf den Gipfel des Gaisbergs. Rechts der Neckar, der zu seinen Füßen den Odenwald verlässt und in die Oberrheinische Tiefebene eintritt.

Blick vom Gipfel des Königsstuhls nach Westen auf den Gipfel des Gaisbergs. Rechts der Neckar, der zu seinen Füßen den Odenwald verlässt und in die Oberrheinische Tiefebene eintritt.

Höhe 375,6 m ü. NHN [1]
Lage in Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Kleiner Odenwald
Dominanz 0,57 km → Königstuhl
Schartenhöhe 28 m ↓ Sprunghöhe
Koordinaten 49° 24′ 11″ N, 8° 42′ 17″ OKoordinaten: 49° 24′ 11″ N, 8° 42′ 17″ O
Gaisberg (Heidelberg) (Baden-Württemberg)
Gaisberg (Heidelberg)
Gestein Buntsandstein
Besonderheiten Gaisbergturm (AT)
pd4

Der Gaisberg – teilweise findet man auf offiziellen Karten auch die Schreibung Geißberg – ist ein Berg auf dem Gebiet der Stadt Heidelberg, der dem westlichen Hangabfall des Königstuhls aufsitzt und damit zum Kleinen Odenwald gehört. Er hat eine Höhe von 375,6 m ü. NHN[1] und überragt damit die Altstadt Heidelbergs im Neckartal zu seinen Füßen um über 250 m. Seine Spitze ist eine von Südost nach Nordwest etwas langgezogene, flache Kuppe, die vom Bergstock des Königstuhls durch einen etwa 30 m tiefer liegenden Sattel, die Sprunghöhe, getrennt ist. Unfern des höchsten Punktes steht der Gaisbergturm, der dank einer immer wieder ausgehauenen Lichtung unterhalb Ausblick in westliche bis nördliche Richtung gewährt.

Der größtenteils bewaldete Gaisberg erhebt sich über der am Rande der Oberrheinebene liegenden Heidelberger Weststadt und über den westlichen Teilen der Heidelberger Altstadt. Aus vielen Richtungen ist er auf teils steilen Pfaden zu erreichen. Östlich des Bergs liegt am Ende des Hauptanstiegs der Straße von Heidelberg nach Gaiberg an der sogenannten Blockhütte ein Parkplatz, von dem aus er auf einem Weg von nur etwa 1,7 km mit etwa 70 m Steigung zu Fuß erreichbar ist, der Weg mit den geringsten Höhenunterschieden (jeweils Hin- und Rückweg zusammen). Der kürzeste Anstieg aus der Altstadt unten im Tal beginnt am Stadtgarten und führt auf Serpentinenwegen von zusammen etwa 1,8 km Länge ebenfalls bis zum Turm, bei allerdings vielfacher Steigung (einfache Wegstrecke). Auf diesem Weg passiert man die Stelle, wo während des Böhmisch-pfälzischen Krieges das Befestigungswerk Trutzbayer stand, abseits in recht unwegsamem Gelände am Hang findet man auch noch Trümmer der anderen Befestigung Trutzkaiser. Von der Birkenbank am oberen nördlichen Bergabfall hat man einen vorzüglichen Blick über den Klingenteich hinweg auf die östliche Altstadt und den entgegenströmenden Neckar, hinter Baumwipfeln erkennt man in der vegetationsfreien Jahreszeit auch Teile des Heidelberger Schlosses. Weiter unten an diesem Abhang steht gleich unterhalb der Straße von der Altstadt zum Speyererhof der Riesenstein, ein großer Tischfelsen. Vor allem am nordwestlichen und westlichen Hang stehen zwischen anderen Laubbäumen viele Esskastanienbäume, was dem Berg im Frühjahr, von ferne aus der Rheinebene gesehen, das Gepräge einer golden überstäubten grünen Haube verleiht.

Unter dem Gaisberg und anderen, nördlichen Ausläufern des Königstuhlstocks verläuft in Richtung Südwest-Nordost der etwa 2,5 km lange Königstuhltunnel, der erste Tunnel der Neckartalbahn ab Heidelberg Hauptbahnhof. Weiter nördlich unterquert seinen Hangfuß in einer nicht ganz 300 m langen ehemaligen Eisenbahntunnelröhre die nach Osten führende südliche Spur der Friedrich-Ebert-Anlage, einer Südtangente der Altstadt.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gaisberg (Heidelberg) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)