PlanetRomeo

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Koordinaten: 52° 18′ 24,1″ N, 4° 57′ 2,1″ O

PlanetRomeo
PlanetRomeo logo.svg
www.planetromeo.com
Motto Make friends, get dates, have sex
Beschreibung Kontaktportal
Registrierung ja
Sprachen 25 Sprachversionen (darunter Deutsch) (Stand: 1. Oktober 2014)
Eigentümer PlanetRomeo B.V.
Urheber Jens Schmidt, Manuel Abraham
Erschienen Oktober 2002
Mitglieder 1,75 Mio.[1]

PlanetRomeo (früher bekannt als GayRomeo) ist mit – nach eigenen Angaben – knapp 1,8 Millionen[1] weltweit registrierten Benutzern das größte deutschsprachige soziale Netzwerk und Kontaktportal für homo-, bi- und transsexuelle Männer im Internet. Das Portal wurde im Oktober 2002 gegründet; seit September 2006 wird das Portal von der Amsterdamer Firma PlanetRomeo B.V. betrieben. Der Betreiber nennt als Grund für die Wahl des Standortes die Vermeidung möglicher strafrechtlicher Probleme, die aufgrund der im Vergleich zu anderen europäischen Ländern strengeren Jugendschutz­bestimmungen in Deutschland entstehen könnten.[2] GayRomeo wurde im Zuge der Internationalisierung von den Betreibern behutsam in PlanetRomeo umbenannt, da Domains, die das Wort gay enthalten, in einigen Ländern gesperrt sind.[3]

Das Portal kann auch in einer grafisch neutral gehaltenen Version aufgerufen werden, was an Computerplätzen mit eingeschränkter Intimsphäre oder potenzieller Datenüberwachung – etwa am Arbeitsplatz, im Hotel oder Internetcafé – sinnvoll sein kann. Darüber hinaus können Fotografien mit pornografischen Inhalten in einen Blind-Modus geschaltet werden, was das Surfen bei PlanetRomeo an den oben genannten Orten erleichtert. Des Weiteren existiert eine spezielle Version des Portals für mobile Endgeräte, die auch als kleiner, unauffälliger Messenger genutzt werden kann, sowie jeweils eine App für das iPhone sowie für Android.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Großteil der Benutzer kommt aus dem deutschsprachigen Raum. Aufgrund der hohen Mitgliederzahl wird PlanetRomeo manchmal auch das „schwule Einwohnermeldeamt“ oder in Anlehnung an das Branchenbuch die „Blauen Seiten“ genannt. PlanetRomeo erreicht nahezu alle sozialen und beruflichen Schichten. Die tageszeitung (taz) schrieb dazu bissig: „Die Rosa Listen sind wieder da“.[4] Der Verbreitungsgrad variiert, wie bei der allgemeinen Internetnutzung auch, je nach Altersgruppe, Bildungsstand und anderen Kriterien. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) nutzte die Möglichkeit, während des Bundestagswahlkampfes 2005 virtuelle Bürgersprechstunden abzuhalten. Die Verweildauer auf PlanetRomeo ist höher als bei anderen Online-Communitys. Eine GfK-Studie ermittelte im Jahr 2010 eine monatliche durchschnittliche Nutzungsdauer von zwölf Stunden.[5]

Internationale Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Übersetzung der Oberfläche in die englische, niederländische, französische, spanische, portugiesische, italienische, griechische, rumänische, schwedische, polnische, thailändische, serbische, russische, türkische, tschechische, chinesische, ungarische, vietnamesische, malaiische, japanische, indonesische Sprache sowie Tagalog und Hindi wird versucht, vermehrt internationale Benutzer zu gewinnen.[6] PlanetRomeo macht kein aktives internationales Marketing. Die Verbreitung folgt deswegen nach Ansicht des Betreibers den Freundes-Netzwerken und Reise-Routen der Deutschen. In Europa ist die Verbreitung sehr groß. In Großbritannien, Irland und Portugal liegt PlanetRomeo hinter dem dortigen Marktführer Gaydar zurück.[3]

Am 18. März 2009 wurden die internationale Schwulengemeinschaft Guys4Men gekauft und deren Mitglieder mit PlanetRomeo zusammengeführt. Dadurch konnte PlanetRomeo nach eigenen Angaben einen Zuwachs von 380.000 Mitgliedern verbuchen. Die neuen Mitglieder kamen hauptsächlich aus den Philippinen, den Vereinigten Staaten, Indien, Malaysia, Singapur, Südafrika und Australien. So konnte PlanetRomeo seinen Plan, die schwule Gemeinschaft besser zu vernetzen und internationaler zu machen, in großem Umfang verwirklichen. Allerdings haben sich zahlreiche Benutzer aus den Vereinigten Staaten in den Folgemonaten abgemeldet. In Europa und Asien wächst die Gemeinschaft hingegen weiter. In Nord- und Südamerika fasst PlanetRomeo aufgrund der dortigen Anbieter Manhunt.net und Adam4Adam nur schwer Fuß.[3]

Verteilung der Nutzer nach Kontinent bzw. Region (Stand: 11. Mai 2016)
Verteilung der Nutzer nach Land (Stand: 11. Mai 2016)

Die unten stehenden Tabellen geben die Anzahl angemeldeter Nutzer nach den häufigsten Ländern wieder (Stand: 11. Mai 2016). Die „DACH+“-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein) sind gelb hervorgehoben.

Nutzer nach Ländern[1]
Land Mitglieder
DeutschlandDeutschland Deutschland 442.517
ItalienItalien Italien 150.377
IndienIndien Indien 138.523
PhilippinenPhilippinen Philippinen 124.679
FrankreichFrankreich Frankreich 118.989
SpanienSpanien Spanien 65.385
SchweizSchweiz Schweiz 45.065
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 37.967
OsterreichÖsterreich Österreich 37.558
GriechenlandGriechenland Griechenland 36.658
NiederlandeNiederlande Niederlande 35.955
BelgienBelgien Belgien 35.530
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 34.940
ThailandThailand Thailand 30.019
MalaysiaMalaysia Malaysia 27.599
RumänienRumänien Rumänien 23.244
PolenPolen Polen 22.647
UngarnUngarn Ungarn 22.232
TurkeiTürkei Türkei 20.737
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 166
Nutzer nach Kontinenten[1]
Kontinent Mitglieder
Europa 1.201.730
Asien 371.036
Nordamerika 52.936
Afrika 51.664
Südamerika 32.008
Naher Osten 27.936
Australien und Ozeanien 8.179
Mittelamerika 7.877
weltweit 1.753.366

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mutterfirma von PlanetRomeo ist die niederländische PlanetRomeo BV, die alle nicht-technischen Aspekte der Seite verwaltet. Daneben existiert die Berliner Erasys GmbH, die als Auftragnehmer die technische Betreuung und Entwicklung der Seite übernimmt.[7] Beide Firmen arbeiten nach Aussagen des Betreibers Jens Schmidt unabhängig voneinander, Schmidt ist aber bei beiden Firmen Gesellschafter. In beiden Firmen arbeiten insgesamt etwa 60 Leute.[3]

Die PlanetRomeo-Foundation[8] ist eine gemeinnützige Stiftung nach niederländischem Recht. Sie hat sich auf internationale Schwulenrechte spezialisiert. Sie wurde im Jahr 2009 gegründet.[9] Grund war, dass die PlanetRomeo BV so einfacher Geld an ausländische Organisationen spenden könnte, deren Gemeinnützigkeit ansonsten jedes Mal erst in den Niederlanden anerkannt werden müsste. Zudem ruft die PlanetRomeo BV die Nutzer zu eigenen Spenden auf. In den Jahren 2011 und 2012 hat die BV der Stiftung nach Aussagen von Schmidt 60.000 Euro zur Verfügung gestellt.[3]

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Registrierung und interne Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl die Registrierung als auch die laufende Nutzung von PlanetRomeo erfolgen anonym und kostenlos. Bei der Anmeldung wird anhand einer Eingabemaske ein individuelles Profil erstellt, das Angaben zur eigenen Person sowie ein oder mehrere Bilder enthalten kann. Es können optional sowohl sexuelle Vorlieben als auch kulturelle Interessen angezeigt werden. Daneben kann der Inhaber eines Profils einen frei gestalteten Text über sich und seine Interessen einstellen. Nicht erlaubt sind gesetzwidrige oder überwiegend kommerziell ausgerichtete Profile. PlanetRomeo steht ausschließlich volljährigen schwulen, bi- und transsexuellen Männern zur Verfügung. Profile, bei denen die Angaben diesen Kriterien offensichtlich nicht entsprechen, werden gelöscht. Zuvor erhält der jeweilige Nutzer eine Anmerkung auf seinem Profil, dass ein Admin dieses abgelehnt hat. Der Inhaber des Profils erhält eine E-Mail, in der er aufgefordert wird, seinen Personalausweis zu kopieren und diesen an eine E-Mail-Adresse zu senden. Sobald ein Administrator diese Mail bestätigt hat, erhält der Profilinhaber eine Mitteilung, dass sein Profil nun wieder öffentlich einsehbar ist. Geschieht dieser Altersnachweis nicht innerhalb von zehn Tagen, wird das Profil automatisch und unwiderruflich gelöscht. Ziel des Profils sind die Vorstellung der eigenen Person und die virtuelle Kontaktaufnahme. Viele Benutzer sehen PlanetRomeo nicht nur als Portal zur Anbahnung von Sexkontakten, sondern als interaktives Medium oder schwules Netzwerk, um freundschaftliche Kontakte zu pflegen und zu knüpfen, mögliche Partner für längerfristige Beziehungen zu finden oder auch nur um einen Smalltalk mit einem Unbekannten zu halten.

PlanetRomeo ist kein Chatroom, da gesendete Nachrichten nicht von allen angemeldeten Benutzern gelesen werden können. Nachrichten und eigene Bilder können nur vom jeweiligen Benutzer an andere individuelle Profile gesendet werden. Eigene freigegebene Bilder sind nur auf der Profilseite für alle einsehbar. Die Seite funktioniert also eher als Messenger. Von besonderer Bedeutung ist PlanetRomeo dabei für viele Schwule in Kleinstädten und ländlichen Regionen, da hier meist keine etablierten Treffpunkte bestehen.

Clubs und Branchenbucheinträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Nachrichtenfunktion bietet PlanetRomeo die Möglichkeit, über die Mitgliedschaft in virtuellen Clubs oder über Branchenbucheinträge auf Gleichgesinnte zu treffen. So kann die Stammklientel einer Kneipe oder Sauna ihre Profile mit einem Eintrag dieser Institution verlinken, sich in einem Forum miteinander austauschen oder ihre Unterstützung für die Institution öffentlich kundtun.

Es gibt ebenfalls Clubs, die sich an Anhänger bestimmter Parteien, Glaubensrichtungen, sexueller Vorlieben, Fetische oder Freizeitinteressen richten. Auch die Fans prominenter Personen oder die Anhänger verschiedener Musikrichtungen können sich so zusammenfinden. Mit diesen Funktionen können Benutzer auch in ihrem Profil bestimmte Merkmale setzen, damit sie schneller von anderen Benutzern, die nach diesen Merkmalen suchen, gefunden werden können. Grundsätzlich steht es jedem Benutzer frei, einen Club bei PlanetRomeo zu gründen.

Zusatzangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PlanetRomeo beinhaltet neben diesen Grundfunktionen noch weitere Angebote wie Informationen zu Safer Sex und Links zu Zeitschriften für Schwule. Bestimmte Funktionen, wie etwa die grafische Gestaltung des eigenen Profils, die Suche nach kürzlich hochgeladenen Bildern und die Möglichkeit, die Seite SSL-verschlüsselt aufzurufen, können die Benutzer gegen ein monatliches Entgelt nutzen.

In Ländern, in denen Homosexualität unter Strafe steht, müssen Schwule mit Strafverfolgung rechnen, wenn eine Mitgliedschaft bei PlanetRomeo bekannt wird, zum Beispiel wenn eine Kreditkartenabbuchung zurückverfolgt würde. Als Unterstützung stellten die Portalbetreiber im November 2008 für schon angemeldete Benutzer aus diesen Ländern 27.000 Premium-Zugänge kostenlos zur Verfügung, damit diese die SSL-Verschlüsselung verwenden können.

Zusätzlich bietet PlanetRomeo eine Plattform für Prostitution über dort ebenfalls enthaltene Escort-Profile.

Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 25. August 2008 verzichtete der Betreiber auf die Einblendung von Werbung. Diese fand sich ausschließlich auf selten genutzten Seiten. Diese Strategie, die die Plattform in der Vergangenheit von allen relevanten Mitbewerbern deutlich abhob, wurde am 25. August 2008 aufgegeben. Nunmehr wird auch in der Benutzersuche, einer von vielen Benutzern häufig genutzten Funktion, Werbung – unter anderem für Erotik-Angebote – eingeblendet. Die Einblendung von Werbung lässt sich von Benutzern gegen ein monatliches Entgelt abschalten. Die Werbevermarktung erfolgt unter anderen über die schwulen Medienunternehmen Bruno Gmünder Verlag[10] und Blu Media Network,[11] da den PlanetRomeo-Betreibern das Know-how dafür fehlt.[3]

Kontroversen zu PlanetRomeo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fakerproblematik und Realität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schutz gegen Betrüger bietet PlanetRomeo ein Bestätigungssystem, bei dem Benutzer, welche sich persönlich kennen, ihre Profile entsprechend markieren und je nach Bekanntheitsgrad die Glaubwürdigkeit ihres Benutzerprofils erhöhen können. Wer einen kostenpflichtigen Zugang – der Zusatzleistungen enthält – besitzt, hat den Status Plus-User. Durch die Kostenpflichtigkeit wird ein Teil der Anonymität gegenüber dem Betreiber der Plattform aufgehoben, sodass ein gewisser Schutz anderer Anwender gegen Betrüger gegeben ist. Verbreiteter als das Vortäuschen einer anderen Identität sind jedoch falsche Angaben zu Alter, Körperbau, Safer-Sex-Verhalten oder das Zeigen von veralteten oder falschen Fotos. Es kommt auch vor, dass eine reale Person sich mehrere Steckbriefe unter verschiedenen Pseudonymen anlegt und sich je nach Motivation mit einem anderen Profil anmeldet. Der Betreiber ahndet, auch durch aktive Mithilfe sämtlicher Benutzer, solche Vorgehensweisen mit einer Sperre des Profils.

Safer Sex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werben und gezielte Suchen für Treffen zu sogenanntem Bareback-Sex wird von den Betreibern von PlanetRomeo trotz häufiger Kritik geduldet und durch entsprechende Funktionen unterstützt. In Benutzerprofilen können gezielte Angaben zur Suche nach ungeschütztem Sex gemacht werden. Einige Bareback-Clubs haben teilweise deutlich über 1000 Mitglieder. PlanetRomeo informiert allerdings auch umfassend über die Risiken des Barebacking. Seit dem 1. Februar 2007 bietet PlanetRomeo, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Deutschen AIDS-Hilfe, Information und Online-Beratung durch besonders geschulte Mitarbeiter verschiedener Präventionsprojekte zu den Themen Safer Sex, HIV und AIDS, Hepatitis und andere sexuell übertragbare Erkrankungen an. Es finden jedoch keine redaktionellen Eingriffe in Clubs und Benutzerprofile statt, um eine offene Propagierung ungeschützten Geschlechtsverkehrs zu verhindern. Der PlanetRomeo-Gründer meinte dazu: „Ich denke aber, dass es ist nicht an uns als einer Firma ist, über das sexuelle Verhalten zu urteilen und einzugreifen. Ein Eingreifen würde bei einer konsequenten Umsetzung leider zwangsläufig zu einer kompletten Überwachung des Nutzers führen.“[3] In einem Interview mit dem Spiegel[12] gaben die Betreiber an, dass 30 Prozent der Bareback-Clubmitglieder HIV-positiv seien. In der Schwulenszene ist diese Art des Umgangs mit sexuell übertragbaren Krankheiten umstritten.[13]

Neue Nutzungsbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte September 2011 forderte PlanetRomeo seine bestehenden Nutzer beim Anmelden auf, neue Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Diese neuen „Terms of Use“ und die Ergänzung „Privacy Statement“ waren lediglich in englischer Sprache ausgefertigt. Nach kontroversen Diskussionen und Protesten der vielen deutschsprachigen Nutzer reagierte der Betreiber am 23. September mit einer geänderten Fassung der „Terms of Use“, in denen der von vielen Benutzern beanstandete pauschale Übergang der Nutzungsrechte an vom Benutzer generierten Inhalten auf den Betreiber nicht mehr enthalten ist, während die ebenso kritisierten Absätze zum schwammig formulierten Verbot von Verstößen gegen „Moral oder öffentliche Ordnung“ („morality or public order“) und das undifferenzierte, pauschale Verbot (bereits der Befürwortung) auch einvernehmlicher Sado/Maso-Praktiken („physical harm“) beibehalten wurden.

Kulturelle Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kabarettist Holger Edmaier setzt sich in der deutschen und englischen Version von romeo4ever ironisch mit den kleinen Profilanpassungen bis zur Fakerproblematik auseinander.[14][15]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl der Name GayRomeo von den Betreibern nicht mehr verwendet wird, gab es bis Ende 2014 mehr Suchanfragen zu GayRomeo als PlanetRomeo.[16]

PlanetRomeo Foundation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PlanetRomeo Foundation wurde 2009 von der PlanetRomeo BV in den Niederlanden gegründet, um einen Beitrag zur Erlangung gleicher Rechte und Chancen lesbischer, schwuler, bisexueller, transsexueller und intersexueller Menschen zu leisten. Die PlanetRomeo Foundation hat die Vorstellung von einer Welt ohne Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, in der LGBTI-Menschen die gleichen Rechte und Chancen wie jeder andere haben und die Unterschiede in der sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität und -bekundung schätzt und respektiert. Die Stiftung unterstützt Projekte, deren Ziel es ist, die Lage von LGBTI Menschen weltweit, mit Schwerpunkt auf die am stärksten benachteiligten Gemeinschaften und Standorte, zu verbessern. Die Projekte konzentrieren sich dabei auf drei Schwerpunktthemen: Sicherheit & Schutz, Bildung und Sport & Kultur. In ihrer Förderpolitik zeigt die Stiftung ihre Präferenz für kleine, aufstrebende Basisprojekte „für die Gemeinschaft, durch die Gemeinschaft“, deren Ziel es ist, eben diese Gemeinschaft einzubeziehen, zu mobilisieren und zu aktivieren. Auch wird ein Schwerpunkt auf Organisationen oder Initiativen mit wenig oder keinem Zugang zu allgemeinen Finanzierungsquellen gelegt. Die Mindesthöhe der Finanzhilfe, die beantragt werden kann, ist € 500, der maximale Zuschuss beträgt € 5.000. Die Stiftung ist eine unabhängige, eingetragene, gemeinnützige Organisation mit einem Vorstand und einem Aufsichtsrat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Benutzerübersicht von GayRomeo (Deeplink für angemeldete Benutzer. Unangemeldet einsehbar unter www.gayromeo.com → User → Online Länderliste. Stand: 5. Januar 2016)
  2. PlanetRomeo, das Märchen (Eigenangabe der Betreiber)
  3. a b c d e f g Stefan Mey: Blauer Planet Gayromeo. Interview mit dem PlanetRomeo-Betreiber Jens Schmidt in Siegessäule, Oktober 2012
  4. taz.de: Gefährlich hoher Datingfaktor
  5. GfK: Spiele und Soziale Netzwerke fesseln ans Internet, 14. Oktober 2010 (PDF-Datei; 93 kB)
  6. www.planetromeo.com
  7. Das Unternehmen, erasysde
  8. Planet Romeo Foundation
  9. Dennis Klein, Christian Scheuß: Mutti hat die Spendierhosen an, queer.de, 18. November 2011
  10. Vermarktung durch den Bruno-Gmünder-Verlag: Planetromeo Mediadaten 2012 (PDF; 2,1 MB)
  11. Vermarktung durch das Blu Media Network: Planetromeo Mediadaten 2012 (PDF; 1,2 MB)
  12. Der Spiegel: Schwul mit Hund sucht Flugbegleiter (keine Rezension des gleichnamigen, in der Literaturliste angegeben Buchs)
  13. Christian Scheuß, Norbert Blech: Barebacker raus aus den Internetportalen?, queer.de, 12. Oktober 2004
  14. romeo4ever, youtube.com (Nach Seherwunsch nur für angemeldete Benutzer über 18 Jahre)
  15. Gayromeo und das wahre Leben, MyVideo.de (Ohne Altersbeschränkung)
  16. Abfrage im Vergleich der Such-Häufigkeit der beiden Webseitennamen bei Google Trends, englisch, abgerufen am 5. Februar 2013