Geheime Wege

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Filmdaten
Deutscher TitelGeheime Wege
OriginaltitelThe Secret Ways
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1961
Länge112 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegiePhil Karlson
DrehbuchJean Hazlewood
ProduktionRichard Widmark
MusikJohn Williams
KameraMutz Greenbaum
SchnittAaron Stell
Besetzung
Synchronisation

Geheime Wege (Originaltitel: The Secret Ways) ist ein US-amerikanischer Spionagefilm mit Richard Widmark, Sonja Ziemann und Senta Berger aus dem Jahr 1961. Als literarische Vorlage diente der Roman Jenseits der Grenze (The Last Frontier, 1959) von Alistair MacLean.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der US-amerikanische Geheimagent Michael Reynolds wird während des Kalten Kriegs damit beauftragt, in Ungarn einen antikommunistischen Professor namens Jancsi, der für eine Untergrundbewegung tätig ist, vor der Liquidierung durch die Geheimpolizei zu retten und ihn wohlbehalten in den Westen zu bringen. Zunächst reist Reynolds nach Wien, wo er Jancsis Tochter Julia kennenlernt, die er dazu überreden kann, ihm zu helfen und mit ihm nach Budapest zu fahren.

Als sie dort eintreffen, wird Reynolds von Widerstandskämpfern entführt und zum Versteck des Professors gebracht. Etwa zur gleichen Zeit gelingt es der ungarischen Geheimpolizei, einen von Jancsis treuen Gefolgsleuten festzunehmen und ihn zu zwingen, den Aufenthaltsort von Jancsi zu verraten. Daraufhin werden Jancsi, Julia und Reynolds von der Geheimpolizei festgenommen und in ein Gefängnis gebracht, wo sie von dem sadistischen Oberst Hidas gefoltert werden.

Gerettet werden sie schließlich von einem Widerstandskämpfer, der sich „Der Graf“ nennt, indem dieser den Kommunisten vorgaukelt, einer von ihnen zu sein, und die Gefangenen unter seine Aufsicht stellt. Die List fliegt jedoch auf und der Graf kommt ums Leben, während Reynolds, Jancsi und Julia zum Flughafen fliehen können. Dort wartet bereits ein Flugzeug auf sie, mit dem sie Ungarn verlassen. Oberst Hidas, der sie verfolgt hat, stirbt auf der Landebahn beim Versuch sie aufzuhalten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden 1960 in Wien und Zürich statt.

Im April 1961 kam der Thriller in die US-amerikanischen Kinos. In Deutschland wurde Geheime Wege erstmals am 31. August 1961 gezeigt. Im Oktober desselben Jahres wurde der Film auch in Österreich veröffentlicht.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Lexikon des internationalen Films war Geheime Wege „[e]in effektvoll inszenierter Spionage-Thriller mit stimmungsvoller Fotografie“.[1] Das Urteil von Cinema fiel ähnlich positiv aus: „Atmosphärische, ansehbare Agenten-Hatz“.[2]

Deutsche Fassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron nach dem Dialogbuch von Fritz A. Koeniger. Die Synchronregie hatte Klaus von Wahl inne.[3]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Michael Reynolds Richard Widmark Arnold Marquis
Julia Sonja Ziemann Sonja Ziemann
„Der Graf“ Charles Regnier Charles Regnier
Professor Jancsi Walter Rilla Walter Rilla
Elsa Senta Berger Senta Berger
Oberst Hidas Howard Vernon Gerd Martienzen
Minister Ferenc Sakenov Heinz Moog Walther Suessenguth
Hermann Scheffler Hubert von Meyerinck Hubert von Meyerinck
Bela Korver Oskar Wegrostek Stanislav Ledinek
Grenzbeamter Stefan Schnabel Curt Ackermann
Olga Kovac Elisabeth Neumann-Viertel Ursula Krieg
János Helmut Janatsch Hans Hessling
Peter Monar Walter Wilz Claus Wilcke
Miklos Terenyi Raoul Retzer Toni Herbert
Horvath Jochen Brockmann Benno Hoffmann

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geheime Wege. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. vgl. cinema.de
  3. Geheime Wege. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 20. September 2018.