Georg Gallus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Georg Gallus, 1987
Alfred Gomolka mit Georg Gallus, dahinter links Egbert Mroch, rechts Angela Merkel, 1991

Georg Gallus (* 6. Juli 1927 in Hattenhofen) ist ein deutscher Politiker. Er war bis April 2012 Mitglied der FDP. Er war von 1976 bis 1993 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule nahm Gallus, der evangelischen Glaubens ist, ab 1944 als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft begann er 1945 eine landwirtschaftliche Lehre und besuchte anschließend die Landwirtschaftsschule in Göppingen. Danach absolvierte er noch eine Ausbildung zum Agraringenieur an der Ingenieurschule für Landbau in Nürtingen. Von 1968 bis 1976 war er stellvertretender Vorsitzender des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg.

Georg Gallus ist verwitwet und hat fünf Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Gallus trat 1952 der FDP bei. Er gehörte über lange Jahre dem FDP-Landesvorstand in Baden-Württemberg sowie dem FDP-Bundesvorstand an. Von 1974 bis 1985 und 1988 bis 1990 war er stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg. Nach dem Rücktritt von Friedrich-Wilhelm Kiel war er von Juli 1990 bis Januar 1991 kommissarischer Landesvorsitzender der schwäbischen Liberalen. Im April 2012 trat Gallus aus der FDP aus, nachdem diese das vollständige Adoptionsrecht für Lebenspartner als Forderung in ihr neues Grundsatzprogramm aufgenommen hatte.[1] Im Wahlkampf für die Bundestagswahl 2017 engagierte sich Gallus für die Alternative für Deutschland (AfD).[2]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1956 bis 1972 war Gallus Gemeinderat in Hattenhofen. Von 1959 bis 1979 war Gallus zudem Mitglied des Kreistages im Landkreis Göppingen. Am 10. September 1970 trat Gallus für den ausgeschiedenen Abgeordneten Ralf Dahrendorf in den Bundestag ein. Er war dann bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages. Georg Gallus ist stets über die Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag eingezogen.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Dezember 1976 wurde Gallus als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in die von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführte Bundesregierung berufen. Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition schied er am 17. September 1982 zunächst aus dem Amt.

Nach der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler wurde Gallus schon am 4. Oktober 1982 erneut zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ernannt. Gallus schied dann am 21. Januar 1993 gleichzeitig mit dem bisherigen Bundesminister Ignaz Kiechle aus der Regierung aus.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Georg Gallus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gallus gibt FDP-Parteibuch ab. Südwestpresse, 24. April 2012, abgerufen am 26. April 2012.
  2. Alice Weidel sorgt in Uhingen für volles Haus „Der Kampf für die AfD ist dringend notwendig“, Südwestpresse, 13. September 2017, abgerufen am 14. September 2017.
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB).