Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit

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Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e.V. ist eine deutsche Vereinigung für Datenschutz und Datenschutzbeauftragte.

Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e.V.
Logo
Zweck: Engagement für einen sinnvollen, vertretbaren und technisch realisierbaren Datenschutz
Vorsitz: Rolf Schwartmann (Vorsitzender), Rainer W. Gerling (stellv. Vorsitzender), Gabriela Krader (stellv. Vorsitzende)
Gründungsdatum: 1977
Mitgliederzahl: 2850(Stand: 10.01.2018)
Sitz: Bonn DeutschlandDeutschland Deutschland
Website: https://www.gdd.de

Der Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GDD wurde 1977 als Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung gegründet und hat ihren Sitz in Bonn. Mit über 2800 Mitgliedern ist sie die größte deutsche Datenschutz­vereinigung. Der Verein ist Mitunterzeichner der gemeinsamen Erklärung des AK Vorrat vom Januar 2007 zum Gesetzesentwurf über die Vorratsdatenspeicherung.
Am 18. November 2009 hat sich der als gemeinnützig eingetragene Verein durch Beschluss der Mitglieder in Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit umbenannt. Sie tritt für einen sinnvollen, vertretbaren und technisch realisierbaren Datenschutz ein und unterstützt Datenschutzbeauftragte und datenverarbeitende Stellen dabei, den Datenschutz und die Datensicherheit umzusetzen.

Die GDD ist Gründungsmitglied der im September 2011 gegründeten Confederation of European Data Protection Organisations (CEDPO), einer Dachorganisation europäischer Datenschutz­organisationen.[1] Die GDD richtet zusammen mit Datakontext-Tagungen die Datenschutzfachtagung DAFTA aus, die alljährlich im November in Köln stattfindet.

Vorstandsvorsitzender der GDD ist seit dem 21. November 2012 der u. a. Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht (an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Hochschule Köln) Rolf Schwartmann.[2]

GDD-Datenschutzpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaille zum GDD-Datenschutz­preis, gestaltet vom Kölner Bildhauer und Medailleur Heribert Calleen

Seit 2013 vergibt der Verein jährlich den GDD-Datenschutzpreis, mit dem „das persönliche Engagement sowie die Leistungen von Persönlichkeiten gewürdigt werden sollen, die sich in Zeiten von Big Data und zunehmender Digitalisierung couragiert für die Stärkung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung eingesetzt haben“.[3]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017[4]: Jörg Eickelpasch, Referatsleiter im Bundesministerium des Innern, für sein „persönliche[s] Engagement“ bei der von ihm „maßgeblich mitverantwortet[en]“ Anpassung des BDSG an das neue Europäische Datenschutzrecht
  • 2016[5]: Viviane Reding, für ihr „Engagement um die Schaffung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung“
  • 2015[6]: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, für ihr „ehrenhaftes und couragiertes Engagement“ gegen „großen Lauschangriff, Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren und überbordende Kommunikationsüberwachung durch Geheimdienste“
  • 2014[7]: Jan Philipp Albrecht, für „seine besonderen Verdienste zur Fortentwicklung des Datenschutzes auf europäischer Ebene“[3]
  • 2013[8]: Peter Schaar, für seinen „außerordentlichen und öffentlichkeitswirksamen Einsatz für das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, den er vor und während seiner zehnjährigen Amtszeit gezeigt hat.“[9]

Wissenschaftspreis der GDD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein vergibt jährlich den Bernd-Hentschel-Wissenschaftspreis der GDD sowie den Wissenschaftsförderpreis für Datenschutz und Datensicherheit. Mit dem GDD-Wissenschaftspreis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit ausgezeichnet, die alle Exzellenzkriterien erfüllen und einen hervorragenden Beitrag zur Fortentwicklung des Datenschutzrechts darstellen. Der Vorstand der GDD hat einen wissenschaftlichen Beirat eingerichtet, der für die Gesellschaft beratend und unterstützend tätig ist. Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus Experten in den Bereichen Datenschutz und IT-Sicherheit.[10]

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017[11]
    • Tobias Jacquemain für die Dissertation „Der deliktische Schadenersatz im europäischen Datenschutzprivatrecht: Unter besonderer Berücksichtigung der Schadensbemessung“
    • Thomas Schwenke für die Dissertation „Private Nutzung von Smartglasses im öffentlichen Raum“
    • Steffi Haag für die Dissertation „Shadow IT – Insights from Multiple Research Perspectives“
    • Förderpreis: Andreas Schütz für die Masterarbeit „Sensibilisierung der Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen für das Thema Informationssicherheit“
  • 2016[12]
    • Maximilian Schmidt, für die Dissertation „Datenschutz für “Beschäftigte” – Grund und Grenzen bereichsspezifischer Regelung“
    • Florian Tschorsch, für „Onions in the Queue: An Integral Networking Perspective on Anonymous Communication Systems“
    • Förderpreis: Nazia Sarwat Islam, für ihre Masterarbeit „Quantization Aspects in LDPC Decoding for Key Reconciliation Methods for a Reciprocal Channel“
  • 2015[13]
    • Steffen Kroschwald, für die Arbeit: „Informationelle Selbstbestimmung in der Cloud – Datenschutzrechtliche Bewertung und Gestaltung des Cloud Computing aus dem Blickwinkel des Mittelstands“
    • Tilman Frosch, für die Arbeit: „On Mitigation of Client-Side Attacks and Protection of Private Data“
    • Förderpreis: Céline Fabienne Lücken, für die Arbeit „Diskrepanz zwischen Datenschutz­maßnahmen und Datenschutzwahrnehmung in E-Administration – Lösungsansätze zur Überwindung von Informationsasymmetrien am Beispiel der Stadt Düsseldorf“
  • 2014[14]
    • Stefan Drackert, für die Arbeit: „Die Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten – Eine Untersuchung zu den Grundlagen des Datenschutzrechts“
    • Yoan Hermstrüwer, für die Arbeit: „Informationelle Selbstgefährdung – Zur rechtsdogmatischen, spieltheoretischen und empirischen Rationalität der datenschutzrechtlichen Einwilligung“
    • Dominik Herrmann, für die Arbeit „Beobachtungsmöglichkeiten im Domain Name System: Angriffe auf die Privatsphäre und Techniken zum Selbstdatenschutz“
    • Förderpreis: Robin Fay, für die Arbeit „Analyse von alignmentunabhängigen Feature-Extraction-Verfahren in der Finger- und Venenbiometrie“
  • 2013
    • Stephan Pötters, für die Arbeit: „Grundrechte und Beschäftigtendatenschutz“
    • Christina Brzuska, für die Arbeit: „On the Foundations of Key Exchange“
    • Förderpreis: Raoul Kirmes, für die Arbeit: „Private IT-Forensik und private Ermittlungen; zwei Seiten einer Medaille?“
  • 2012
    • Thomas Schneider, für seine Arbeit: „Engineering Secure Two-Party Computation Protocols - Advances in Design, Optimization, and Applications of Efficient Secure Function Evaluation“
  • 2011
    • Simon Bohnen für die Arbeit „Die BDSG-Novellen 2009/2010“
    • Andriy Panchenko für die Arbeit: „Anonymous Communication in the Age of the Internet“
    • Förderpreis:
    • Jasmin Fladung für ihre Arbeit: „Compliance, Datenschutz und Social Media – Besonderheiten und Risiken im Rahmen der Personalarbeit“
  • 2010
    • Julia Gerhards für die Arbeit: „(Grund-)Recht auf Verschlüsselung“
    • Anja Lehmann für die Arbeit: „On the Security of Hash Function Combiners“
    • Förderpreise: Andreas Dewald für seine Arbeit: „Detection and Prevention of Malicious Websites“, Sebastian Gerling für seine Arbeit: „Acoustic Side-Channel Attacks on Printers“
  • 2009
    • Ivan Martinovic für die Arbeit: „Security in Wireless Networks: A fresh Approach“
    • Britta Alexandra Mester für die Arbeit „Arbeitnehmerdatenschutz - Notwendigkeit und Inhalt einer gesetzlichen Regelung“
    • Nils Haag für die Arbeit „Rechtskonformes Direktmarketing auf Grundlage von Bonusprogrammen“
    • Förderpreis: Doris Schiöberg für ihre Arbeit: „A Peer-to-Peer Infrastructure for Social Networks“
  • 2008
    • Silke Jandt für die Arbeit: „Vertrauen im Mobile Commerce - Vorschläge für die rechtsverträgliche Gestaltung von Location Based Services“
    • Achim Büllesbach für die Arbeit: „Transnationalität und Datenschutz - Die Verbindlichkeit von Unternehmensregelungen“
    • Förderpreis: Dominik Herrmann für seine Arbeit: „Analyse von datenschutzfreundlichen Übertragungstechniken hinsichtlich ihres Schutzes vor Datenverkehrsanalysen im Internet“
  • 2007
    • Christian Schröder für die Arbeit: „Die Haftung für Verstöße gegen Privacy Policies und Codes of Conduct nach US-amerikanischem und deutschem Recht“
    • Erik-Oliver Blaß für die Arbeit: „Sicherer, aggregierender Datentransport in drahtlosen Sensornetzen“
    • Förderpreis: Stephanie Kesten für die Arbeit: „RFID aus Sicht der Konsumenten: Aspekte des Daten- und Verbraucherschutzes“
  • 2006
    • Jörg Hladjk für seine Arbeit „Online-Profiling und Datenschutz - Eine Untersuchung am Beispiel der Automobilindustrie“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • www.gdd.de Offizielle Website der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e. V.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 24. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cedpo.eu
  2. Zulässigkeit des Tracking nach der DS-GVO laut gdd.de , am 8. Mai 2018
  3. a b Datenschutzpreis für Jan Philipp Albrecht. In: gdd.de. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  4. „Das Wunder von Jörg“ – GDD vergibt Datenschutzpreis. In: gdd.de. November 2017, abgerufen am 22. November 2017.
  5. Viviane Reding erhält GDD-Datenschutzpreis 2016. In: gdd.de. 18. November 2016, abgerufen am 22. November 2016.
  6. GDD-Datenschutzpreis für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. In: gdd.de. 19. November 2015, abgerufen am 22. November 2016.
  7. Datenschutzpreis für Jan Philipp Albrecht, MdEP. In: RDV online — Recht der Datenverarbeitung. 21. Oktober 2015, archiviert vom Original am 22. November 2015; abgerufen am 22. Oktober 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rdv-online.com
  8. Peter Schaar erhält den GDD-Datenschutzpreis 2013. In: RDV online — Recht der Datenverarbeitung. 11. November 2013, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 22. Oktober 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rdv-online.com
  9. Peter Schaar erhält den GDD-Datenschutzpreis 2013. In: gdd.de. 15. November 2013, abgerufen am 9. März 2015.
  10. Wissenschaftlicher Beirat. In: gdd.de. Abgerufen am 29. Dezember 2015.
  11. GDD-Wissenschaftspreise 2017. In: gdd.de. Abgerufen am 21. November 2017.
  12. GDD-Wissenschaftspreise 2016. In: gdd.de. 18. November 2016, abgerufen am 18. November 2016.
  13. GDD-Wissenschaftspreise 2015. In: gdd.de. 20. November 2015, abgerufen am 21. November 2015.
  14. Mehrere Arbeiten mit dem GDD-Wissenschaftspreis 2014 ausgezeichnet — GDD e.V. In: gdd.de. 20. November 2014, abgerufen am 9. März 2015.