Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit

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Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e. V. ist eine deutsche Vereinigung für Datenschutz und Datenschutzbeauftragte.

Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e. V.
Logo
Zweck: Engagement für einen sinnvollen, vertretbaren und technisch realisierbaren Datenschutz
Vorsitz: Rolf Schwartmann (Vorsitzender), Astrid Breinlinger (stellv. Vorsitzende), Rainer W. Gerling (stellv. Vorsitzender)
Gründungsdatum: 1977
Mitgliederzahl: 2624(Stand: 12.11.2014)
Sitz: Bonn DeutschlandDeutschland Deutschland
Website: https://www.gdd.de

Der Verein[Bearbeiten]

Die GDD wurde 1977 als Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung gegründet und hat ihren Sitz in Bonn. Sie hat über 2600 Mitglieder und ist damit die größte deutsche Datenschutzvereinigung. Sie hat sich am 18. November 2009 durch Beschluss der Mitglieder in Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit umbenannt. Vorstandsvorsitzender der GDD ist der Fachhochschullehrer und Autor Rolf Schwartmann (seit dem 21. November 2012). Sie tritt als gemeinnütziger eingetragener Verein für einen sinnvollen, vertretbaren und technisch realisierbaren Datenschutz ein und unterstützt Datenschutzbeauftragte und datenverarbeitende Stellen dabei, den Datenschutz und die Datensicherheit umzusetzen. Zusammen mit Datakontext-Tagungen richtet die GDD die Datenschutzfachtagung DAFTA aus, die alljährlich im November in Köln stattfindet.

Außerdem ist die Gesellschaft Mitunterzeichner der gemeinsamen Erklärung des AK Vorrat zum Gesetzesentwurf über die Vorratsdatenspeicherung.

Die GDD ist Gründungsmitglied der September 2011 gegründeten Confederation of European Data Protection Organisations (CEDPO), einer Dachorganisation europäischer Datenschutzorganisationen.[1]

Wissenschaftspreis der GDD[Bearbeiten]

Der Verein vergibt jährlich den Bernd-Hentschel-Wissenschaftspreis der GDD sowie den Wissenschaftsförderpreis für Datenschutz und Datensicherheit. Mit dem GDD-Wissenschaftspreis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit ausgezeichnet, die alle Exzellenzkriterien erfüllen und einen hervorragenden Beitrag zur Fortentwicklung des Datenschutzrechts darstellen. Der Vorstand der GDD hat einen wissenschaftlichen Beirat eingerichtet, der für die Gesellschaft beratend und unterstützend tätig ist. Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus Experten in den Bereichen Datenschutz und IT-Sicherheit.

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates[Bearbeiten]

Preisträger[Bearbeiten]

  • 2014[2]
    • Stefan Drackert, für die Arbeit: „Die Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten – Eine Untersuchung zu den Grundlagen des Datenschutzrechts”
    • Yoan Hermstrüwer, für die Arbeit: „Informationelle Selbstgefährdung – Zur rechtdogmatischen, spieltheoretischen und empirischen Rationalität der datenschutzrechtlichen Einwilligung“
    • Dominik Herrmann, für die Arbeit „Beobachtungsmöglichkeiten im Domain Name System: Angriffe auf die Privatsphäre und Techniken zum Selbstdatenschutz“
    • Förderpreis: Robin Fay, für die Arbeit „Analyse von alignmentunabhängigen Feature-Extraction-Verfahren in der Finger- und Venenbiometrie“
  • 2013
    • Stephan Pötters, für die Arbeit: „Grundrechte und Beschäftigtendatenschutz“
    • Christina Brzuska, für die Arbeit: „On the Foundations of Key Exchange“
    • Förderpreis: Raoul Kirmes, für die Arbeit: „Private IT-Forensik und private Ermittlungen; zwei Seiten einer Medaille?“
  • 2012
    • Thomas Schneider, für seine Arbeit: „Engineering Secure Two-Party Computation Protocols - Advances in Design, Optimization, and Applications of Efficient Secure Function Evaluation“
  • 2011
    • Simon Bohnen für die Arbeit „Die BDSG-Novellen 2009/2010“
    • Andriy Panchenko für die Arbeit: „Anonymous Communication in the Age of the Internet“
    • Förderpreis:
    • Jasmin Fladung für ihre Arbeit: „Compliance, Datenschutz und Social Media – Besonderheiten und Risiken im Rahmen der Personalarbeit“
  • 2010
    • Julia Gerhards für die Arbeit: „(Grund-)Recht auf Verschlüsselung“
    • Anja Lehmann für de Arbeit: „On the Security of Hash Function Combiners“
    • Förderpreise: Andreas Dewald für seine Arbeit: „Detection and Prevention of Malicious Websites“, Sebastian Gerling für seine Arbeit: „Acoustic Side-Channel Attacks on Printers“
  • 2009
    • Ivan Martinovic für die Arbeit: „Security in Wireless Networks: A fresh Approach“
    • Britta Mester für die Arbeit „Arbeitnehmerdatenschutz - Notwendigkeit und Inhalt einer gesetzlichen Regelung“
    • Nils Haag für die Arbeit „Rechtskonformes Direktmarketing auf Grundlage von Bonusprogrammen“
    • Förderpreis: Doris Schiöberg für ihre Arbeit: „A Peer-to-Peer Infrastructure for Social Networks“
  • 2008
    • Silke Jandt für die Arbeit: „Vertrauen im Mobile Commerce - Vorschläge für die rechtsverträgliche Gestaltung von Location Based Services“
    • Achim Büllesbach für die Arbeit: „Transnationalität und Datenschutz - Die Verbindlichkeit von Unternehmensregelungen“
    • Förderpreis: Dominik Herrmann für seine Arbeit: „Analyse von datenschutzfreundlichen Übertragungstechniken hinsichtlich ihres Schutzes vor Datenverkehrsanalysen im Internet“
  • 2007
    • Christian Schröder für die Arbeit: „Die Haftung für Verstöße gegen Privacy Policies und Codes of Conduct nach US-amerikanischem und deutschem Recht“
    • Erik-Oliver Blaß für die Arbeit: „Sicherer, aggregierender Datentransport in drahtlosen Sensornetzen“
    • Förderpreis: Stephanie Kesten für die Arbeit: „RFID aus Sicht der Konsumenten: Aspekte des Daten- und Verbraucherschutzes“
  • 2006
    • Jörg Hladjk für seine Arbeit „Online-Profiling und Datenschutz - Eine Untersuchung am Beispiel der Automobilindustrie“

Weblinks[Bearbeiten]

  • www.gdd.de Offizielle Website der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e. V.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cedpo.eu/pages/114336/About_CEDPO.html
  2. Mehrere Arbeiten mit dem GDD-Wissenschaftspreis 2014 ausgezeichnet — GDD e.V. In: gdd.de. 20. November 2014, abgerufen am 9. März 2015.