Gianni Ferrio

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Giovanni Achille Ferrio (* 16. November 1924 in Vicenza; † 21. Oktober 2013[1]) war ein italienischer Filmkomponist, Arrangeur und Orchesterleiter.

Leben[Bearbeiten]

Nach einem abgebrochenen Medizin- und seinem Musikstudium arbeitete Ferrio zunächst mit Sängern wie Teddy Reno und schrieb Lieder und Schlager sowie für Radiosendungen, bis er ab 1958 als Komponist von etwa 120 Filmmusiken bekannt wurde. Sein Stil war vom Einsatz von E-Gitarre, Schlagzeug und leichten Blasinstrumenten geprägt. Häufig bei Filmen mit Giuliano Gemma engagiert, war er eine der ersten Adressen für Italowestern; später war er oft für Sexy Comedies tätig.

Auch für das Fernsehen arbeitete Ferrio häufig. Eine seiner letzten Arbeiten war der Score zu Labyrinthus aus dem Jahr 2008. Einem jüngeren Publikum wurde er durch die Verwendung seiner Komposition in Kill Bill – Volume 1 bekannt.

Weitere Arbeiten finden sich auf Platten von Johnny Dorelli, Anna Moffo und vor allem Mina, mit der er bei fast allen Aufnahmen zusammenarbeitete. Mehrere Male dirigierte er das Orchester beim Sanremo-Festival.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Addio a Gianni Ferrio
  2. Ulrich P. Bruckner: Für ein paar Leichen mehr, München 2006, S. 519