Goldingen SG

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SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Goldingen zu vermeiden.
Goldingen
Wappen von Goldingen
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: See-Gaster
Politische Gemeinde: Eschenbach SGi2
Postleitzahl: 8638
frühere BFS-Nr.: 3333
Koordinaten: 715633 / 236210Koordinaten: 47° 16′ 0″ N, 8° 58′ 0″ O; CH1903: 715633 / 236210
Höhe: 705 m ü. M.
Fläche: 22,11 km²
Einwohner: 1224 (1. Juli 2022)[1]
Einwohnerdichte: 55 Einw. pro km²
Website: www.goldingen.ch
Blick auf Goldingen von Haspel aus

Blick auf Goldingen von Haspel aus

Karte
Goldingen SG (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2013
Luftbild vom Dorf Goldingen und Egligen
Luftbild vom Dorf Goldingen und Egligen

Goldingen ist eine ehemalige politische Gemeinde und eine Ortschaft der Gemeinde Eschenbach im Wahlkreis See-Gaster im Kanton St. Gallen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Werner Friedli aus dem Jahr 1965

Goldingen liegt etwa fünf Kilometer östlich von Wald ZH und sechs Kilometer nordöstlich des Zürichsees. Die Gemeinde bestand aus den Dörfern Goldingen und Hintergoldingen und zahlreichen Weilern und Einzelhöfen. Im hinteren Goldingertal liegt der Atzmännig, ein beliebtes Ausflugsziel mit einer Rodelbahn und Skiliften, sowie einer Sesselbahn zum Oberatzmännig (1185 m ü. M.).

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Goldingen
Jahr 1850 1900 1950 1980 2000 2010 31. Dez. 2012
Einwohner 1053 885 1072 870 1045 1121 1129
Quelle [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältere Namensform ist Goldelingen, belegt ab 1266. Der Ortsname ist abgeleitet von einem Personennamen Goldilo. Die moderne Schreibung tritt ab 1379 auf.[3]

In der Helvetik 1798 bis 1803 gehörte Goldingen dem Distrikt Rapperswil des Kantons Linth an. Von 1803 bis 1831 gehörte Goldingen, das eine eigenständige politische Gemeinde war, dem sanktgallischen Kreis Eschenbach im Bezirk Uznach an. Seit der Bezirksreform 1831 gehörte Goldingen dem Seebezirk an. 2003 wurde Goldingen in den Wahlkreis See-Gaster eingegliedert. 2013 fusionierte Goldingen mit Eschenbach und St. Gallenkappel zur neuen Gemeinde Eschenbach.

Das Goldingertal, insbesondere das Dorf Goldingen und seine Käserei waren Schauplatz im Fernsehfilm «Die Käserei in Goldingen», der am 5. Dezember 2010 seine Premiere im Schweizer Fernsehen hatte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Rüegg (20. April 1847 in Goldingen; † 14. Oktober 1913 in Tübach), Bischof von St. Gallen.
  • Lilli Palmer (* 24. Mai 1914 in Posen, Preussen; † 27. Januar 1986 in Los Angeles), Schauspielerin, Autorin und Malerin, lebte von 1960 bis kurz vor ihrem Tod 1986 in Goldingen. Sie erhielt 1979 in Goldingen das Schweizer Bürgerrecht. Ihre Villa La Loma Welt-Icon wurde 1997 weitgehend abgerissen und neu gebaut.[4][5][6]
  • Carlos Thompson (1923–1990), argentinischer Schauspieler und Schriftsteller, lebte mit seiner Ehefrau Lilli Palmer in Goldingen.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Goldingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung pro PLZ (aktiver Filter: 8638). Auf Open Data Portal der Schweizer Post, abgerufen am 1. Juli 2022.
    Der Datensatz enthält die der Schweizerischen Post bekannte Bevölkerungszahl inklusive der Bewohner von Zweitwohnungen.
  2. Alois Stadler: Goldingen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  3. ortsnamen.ch
  4. Der Spiegel vom 15. August 1977: Der Vogel hat gut singen, abgerufen am 22. Mai 2014
  5. a b Neue Zürcher Zeitung vom 22. Mai 2014: Preussische Weltbürgerin, abgerufen am 22. Mai 2014
  6. Schweizer Radio und Fernsehen vom 10. Januar 2014: Illegal gebaut - und nichts passiert, abgerufen am 22. Mai 2014.