Gottfried Pulian

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Gottfried Pulian (* 27. Juli 1809 in Meißen; † 4. März 1875 in Düsseldorf) war ein deutscher Landschafts- und Architekturmaler.[1]

Gottfried Pulian: Landschaft bei Cochem an der Mosel, 1858

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stich der Zwickauer Marienkirche von Christian Gottlob Hammer nach einer Vorlage von Pulian

Pulian besuchte ab 1826 die Staatliche Zeichenschule in Meißen, wo er auch von 1828 bis 1829 Schüler von Adrian Ludwig Richter war. Anschließend studierte Pulian bis 1832 an der Kunstakademie Dresden bei Carl August Richter. Von 1838 bis 1842 setzte er seine Studien an der Kunstakademie Düsseldorf bei Johann Wilhelm Schirmer fort.

Der Künstler wirkte bis zu seinem Tod 1875 in Düsseldorf. Pulian war Gründungsmitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten, mit dem er zwischen 1848 und 1875 gemeinschaftlich ausstellte.

Er malte Ansichten der Landschaften am Mittel- und Niederrhein, der belgischen Niederlande, Oberbayerns und des Salzburger Landes. Wie es für Vertreter der Düsseldorfer Schule üblich war, malte Pulian in plein-air, meistens Ölskizzen, auf deren Basis er in seinem Atelier später das einzelne Werk ergänzte.

Galerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Werke Pulians sind u.a. im Besitz des Düsseldorfer Kunstmuseums, von Museen in Aachen, Bonn, Kiel, Mönchengladbach sowie in der Nationalgalerie Berlin und im Kunsthaus Zürich.[2] Das vermutlich größte Konvolut an Werken Pulians bewahrte bis 1942 das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen. Zum Schutz vor Bombenangriffen ab 1942 in die Albrechtsburg nach Meißen ausgelagert, gelangten sie nach dem Zweiten Weltkrieg auf unbekannten Wegen in die Sowjetunion und galten bisher als verschollen.[3][4] Mindestens 30 Werke tauchten 2008 im Kunstmuseum Simferopol in einer Beutekunst-Ausstellung auf und sind seitdem dort zu sehen.[5][6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gottfried Pulian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag bei der Deutschen Fotothek
  2. Lebenslauf Pulians
  3. Schattengalerie des Suermondt-Ludwig-Museums: Bild Nr. 253 Das Aachener Münster von J. G. Pulian
  4. Der Spiegel (7. November 2008): Verschollene Beutekunst – Streit um Gemälde in der Ukraine
  5. Andreas Rossmann: Dreißig plus. In: FAZ.net. 18. November 2008; abgerufen am 6. August 2017.
  6. FAZ.net (18. November 2008): Beutekunst. Eigentum aufgeben, Besitz erhalten, Andreas Rossmann