Gottlieb Scholtze

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Gottlieb Scholtze (* 1713; † 6. April 1783) war ein deutscher Orgelbauer. Seine Werkstatt hatte er seit 1740 in Ruppin. Er war ein Schüler von Joachim Wagner. Neben Ernst Julius Marx und Johann Wilhelm Grüneberg gilt er als bedeutendster märkischer Orgelbauer in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Insgesamt 32 Neubauten sind von ihm erfasst, darunter auch die Orgel der Pfarrkirche in Küstrin.

Orgelbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1749 Groß Schönebeck Immanuelkirche Scholtze-Orgel Groß Schönebeck.jpg I/P 16 2009 von Alexander Schuke Potsdam Orgelbau restauriert
1754 Havelberg Stadtkirche St. Laurentius Havelberg-StLaurentiusOrgel1-Asio.jpg II/P 32 2014 gründete sich ein Förderverein, um die derzeit nicht spielbare Scholtze-Orgel restaurieren zu können.[1]
1756 Vehlefanz Dorfkirche Vehlefanz
1759 Lenzen (Elbe) St. Katharinen, Wiederaufbau Lenzen Stadtkirche Orgel.jpg II/P 59 2007 von Reinhard Hüfken restauriert und auf den Originalzustand zurückgeführt, enthält Pfeifenmaterial aus den Vorgängerorgeln von Hans Scherer dem Jüngeren (1627/28) und von Arp Schnitger (1707/08)[2][3]
1760 Plessow Dorfkirche 1 9 2000 renoviert[4]
1764 Schmetzdorf bei Milow
1764 Zollchow bei Milow
1765 Kotzen (Havelland)
1767 Rheinsberg St. Laurentius Rheinsberg St. Laurentius Orgel (2).jpg I/P 13 mehrfach umgebaut, Gehäuse und einige Register erhalten
1770 Schönhausen (Elbe) Dorfkirche St. Marien und Willebrord I/P 14 2010 Restaurierung und Rekonstruktion durch Orgelbau Reinhard Hüfken auf ursprünglichen Zustand
1772 Fürstenwalde/Spree Dom St. Marien Fürstenwalde im April 1945 vernichtet
1772 Müllrose Kirche Müllrose gestiftet: Gehäuse erhalten.[5]
1777 Havelberg Dom
Havelberg-StMarienOrgel2-Asio.jpg
II/P 34 Orgel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Orgelverein erhält Startkapital. 19. Juni 2014, abgerufen am 12. September 2015.
  2. Die Orgel auf der Webseite von Orgelbau Reinhard Hüfken, abgerufen am 28. Mai 2017
  3. Lenzen, St. Katharinen. Abgerufen am 12. September 2012.
  4. Denkmale in Brandenburg, Potsdam-Mittelmark, Teil 1: Nördliche Zauche, Marie-Luise Buchinger und Marcus Cante, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, 2009, ISBN 978-3-88462-285-8, Seite 448
  5. Martin Schulze, Wolf Bergelt (Hrsg.): Orgelhandbuch Brandenburg, Band 5: Oder-Spree, ISBN 978-3-937378-11-4, S. 234