Gourbesville

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Gourbesville
Wappen von Gourbesville
Gourbesville (Frankreich)
Gourbesville
Gemeinde Picauville
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Cherbourg
Koordinaten 49° 25′ N, 1° 25′ WKoordinaten: 49° 25′ N, 1° 25′ W
Postleitzahl 50480
ehemaliger INSEE-Code 50212
Eingemeindung 1. Januar 2016
Status commune déléguée

Gourbesville ist eine ehemalige französische Gemeinde mit zuletzt 170 Einwohnern (Stand 2013) im Département Manche in der Region Normandie. Sie gehörte zum Arrondissement Cherbourg und zum Kanton Sainte-Mère-Église.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurden die früheren Gemeinden Amfreville, Cretteville, Gourbesville, Houtteville und Vindefontaine mit der Gemeinde Picauville fusioniert und damit eine Commune nouvelle dieses Namens geschaffen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gourbesville gehört zum Regionalen Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin, es liegt 2,4 Kilometer östlich von Orglandes, 6,1 Kilometer westlich von Neuville-au-Plain und etwa 30 Kilometer südöstlich von Cherbourg-Octeville in der Bocage im Cotentin, etwa elf Kilometer westlich der Atlantikküste. Der Merderet fließt durch das Gebiet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss La Cour de Gourbesville wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Aus jener Zeit ist jedoch nur noch das Eingangsportal erhalten. Ein Pavillon stammt aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Schloss und Taubenhaus zerstört. Um 1907 wurden die Stallungen in Wohngebäude umgebaut, brannten jedoch 1944 nieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss restauriert. Es befindet sich heute im Privatbesitz.[1]

Ältester erhaltener Teil der Kirche Saint-Hermeland ist der Chor aus dem 18. Jahrhundert. Der Altar der Kirche stammt allerdings aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ist seit 1982 als Monument historique klassifiziert.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bild der Gemeinde ist von Weiden geprägt, die von Hecken und Baumreihen gesäumt werden. Diese Form der Parzellierung wird Bocage genannt. Haupterwerbszweige der Gourbesvillais sind die Zucht von Hausrindern und Hauspferden. Örtliche Freizeitbeschäftigungen sind Reitsport, Jagd, Angeln und Wandern.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gourbesville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gourbesville in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 26. Oktober 2009.
  2. Gourbesville in der Base Palissy (französisch) Abgerufen am 26. Oktober 2009.
  3. Gourbesville auf quid.fr (Memento vom 12. März 2007 im Internet Archive) (französisch) Abgerufen im Februar 2010