Gregory Porter

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Gregory Porter, Pittsburgh Jazz Live 2013
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Liquid Spirit
  DE 8 Platin 13.09.2013 (70 Wo.)
  AT 25Platin 13.09.2013 (32 Wo.)
  CH 63 15.09.2013 (6 Wo.)
  UK 9 Platin 21.09.2013 (100 Wo.)
  US 187 28.09.2013 (2 Wo.)
Issues of Life – Features and Remixes
  DE 72 26.09.2014 (2 Wo.)
Take Me to the Alley
  DE 8 13.05.2016 (18 Wo.)
  AT 11 20.05.2016 (11 Wo.)
  CH 11 15.05.2016 (4 Wo.)
  UK 5 Gold 19.05.2016 (… Wo.)
  US 82 28.05.2016 (1 Wo.)
Live in Berlin
  AT 50 02.12.2016 (1 Wo.)
Singles[1][2]
Holding On (mit Disclosure)
  UK 46 06.06.2015 (11 Wo.)
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Gregory Porter (2013)

Gregory Porter (* 4. November 1971 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Sänger und Komponist des Jazz mit Einflüssen von Soul, Gospel und Rhythm & Blues.

Porters Markenzeichen ist eine dunkle Ballonmütze über einem Schlauchschal, der den gesamten Kopf mit Ausnahme des Gesichtes verhüllt.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porter wuchs in Bakersfield auf. Als Kind sang er mit seiner Mutter in der Kirche Gospel. Zu seinen frühen Einflüssen zählt außerdem Soul und Rhythm & Blues. Als Vorbilder nannte er Nat King Cole, Leon Thomas und Nina Simone.[3] Er hatte ein Football-Stipendium für die San Diego State University, musste aber wegen einer Schulterverletzung seine Karriere beenden. Er gehörte im Jahr 1999 als Sänger zur Besetzung der Broadway-Show It Ain't Nothin’ But the Blues. Der Bariton trat im Raum San Diego auf und machte bei einem Nat-King-Cole-Tribute von Hubert Laws auf sich aufmerksam. Er lebt in Brooklyn.

Porter hatte im Jahr 2010 seinen Durchbruch mit seinem Debütalbum Water (Motéma Music), das für den Grammy nominiert wurde (Best Jazz Vocal). Im Jahr 2012 folgte das Album Be Good (ebenfalls für einen Grammy nominiert in der Crossover-Rhythm-&-Blues-Kategorie), mit den Single-Auskopplungen Be Good (Lion’s Song), On My Way to Harlem und Real Good Hands. 2013 erhielt er einen Vertrag bei Blue Note Records, wo sein drittes Album Liquid Spirit veröffentlicht wurde.[4] Wie schon Be Good wurde auch dieses Album von Brian Bacchus produziert, der u. a. mit Steve Turre und Randy Weston zusammenarbeitete, an Terry Calliers Comeback beteiligt war, sowie als A&R-Manager an Norah Jones' Debütalbum Come Away with Me.[5]

In seinen Liedern thematisiert er auch das Rassenproblem in den USA (sein eigener Bruder wurde 1980 angeschossen, als er sich nach Porters Worten in einem überwiegend „weißen“ Stadtviertel aufhielt, und auch seine Familie wurde in dieser Zeit Opfer rassistischer Ausschreitungen).[3]

Er trat nach seinem Plattenerfolg bei vielen großen Jazzfestivals auf, so 2011 auf dem Elbjazz Festival (auch 2014) und dem Blue Note Jazz Festival, 2012 auf dem Chicago Jazz Festival, dem Charlie Parker Festival und dem North Sea Jazz Festival.[6] Er ist auch in England populär, seit ihn 2011 und 2012 Georgia Mancio zu ihrem Revoice Festival holte und er Auftritte mit Jamie Cullum hatte.

Gregory Porter beim Kunstflecken (2013)

2013 erschien sein drittes Album Liquid Spirit, mit dem er international seinen Durchbruch schaffte. Es platzierte sich weltweit in den Charts und kam insbesondere in Deutschland und den Niederlanden sogar bis in die Top Ten. Im September 2013 trat er beim Kulturfestival Kunstflecken auf.

Ende 2013 trat er in Max Herres MTV Unplugged Kahedi Radio Show auf und sang mit ihm die Titel Vida und So wundervoll. Im Mai 2014 wurde eine Begegnung von ihm und Cassandra Wilson in Harlem bei arte gesendet.[7] Im Dezember des Jahres 2016 sang er ein Duett mit Helene Fischer in deren Weihnachtsshow.[8]

Musikalischer Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Begleitband bietet jazzigen Mainstream, in den sein „cremig klingender“ Bariton nah an die Texte gebundenen Legatogesang bettet. Die Musikkritikerin des Wiener Standard lobt beim ihm Intensität, „herb-sanften Sound, elastische Phrasierung und souveränes Timing“.[9]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porter wurde 2013 mit dem Down Beat Poll in der Kategorie Rising Star als Jazzmusiker des Jahres und als bester Sänger ausgezeichnet. 2014 wurde er Jazzmusiker des Jahres in den Down Beat Kritiker-Polls und bester Sänger im Kritiker Poll sowohl bei etablierten Künstlern als auch in der Rising Star Kategorie. Für sein Album Liquid Spirit bekam er 2014 den Grammy für das beste Jazz-Gesangsalbum des Jahres. 2014 erhielt er zudem einen ECHO Jazz in der Kategorie bester internationaler Sänger/in.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigene Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Water (2011)
  • Be Good (2012)[10] – Single-Auskopplungen: Be Good (Lion’s Song), On My Way to Harlem und Real Good Hands
  • Liquid Spirit (2. September 2013)
  • Issues of Life – Features and Remixes (2014)[11]
  • Take Me to the Alley (2016)
  • Live in Berlin (2016)

Mitwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gregory Porter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Deutschland - Österreich - Schweiz - UK - USA
  2. Auszeichnungen: DE AT UK
  3. a b Josef Engels, Mit Gospel und Soul gegen brennende Kreuze, Die Welt, 8. September 2013
  4. Album-Premiere Gregory Porter: Und dann flippten die Leute aus, Der Spiegel 27. August 2013
  5. Vgl. Brian Bacchus-Eintrag bei Discogs.com
  6. North Sea Jazz Festival 2012
  7. Durch die Nacht mit Gregory Porter und Cassandra Wilson, arte, 4. Mai 2014
  8. „Die Helene Fischer-Show“ mit Tom Jones, Gregory Porter, Olly Murs und Grace Capristo / ZDF präsentiert die große Personality-Show am ersten Weihnachtsfeiertag: ZDF Presseportal. In: presseportal.zdf.de. Abgerufen am 25. Dezember 2016.
  9. Ljubisa Tosic: Gregory Porters Tagtraum von einer besseren Welt, Der Standard vom 24. November 2016, abgerufen 6. Dezember 2016
  10. Die swingende Eleganz der Helden (Besprechung), Die Zeit (2012)
  11. Superstar Gregory Porter: Jazzerweckung mit Kopfbedeckung (Besprechung), Der Spiegel (2014)
  12. Heavenly Sweetness: Gogo Soul Video Is Here!!