Elbjazz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Elbjazz
Elbjazz
Allgemeine Informationen
Ort Hamburg
Genre Jazz, Blues, Swing, Pop
Website www.elbjazz.de

Elbjazz ist ein zweitägiges, internationales Musikfestival im Hamburger Hafen und in der Hamburger HafenCity, das seit 2010 an zwei Tagen, meist am Pfingstwochenende, veranstaltet wird (2016 hat das Festival pausiert).[1]

Veranstaltungsorte und Transfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bühnen des Elbjazz lassen sich zwei Festivalzentren zurechnen: Der Elbphilharmonie mit dem angrenzenden Areal in der HafenCity und dem Werftgelände von Blohm+Voss. In den vergangenen Festivaljahren waren so u. a. Hauptkirche St. Katharinen, Hafenmuseum, MS Stubnitz, MS Bleichen, Louisiana Star, Fischauktionshalle und der Mojo Club Veranstaltungsorte beim Elbjazz Festival.

In Kooperation mit dem Theater der Welt fanden 2017 Konzerte im Thalia Zelt am Baakenhöft statt. Auf der Bühne HfMT Young Talents auf dem Platz der Deutschen Einheit präsentieren sich traditionell Studenten, Absolventen und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Es gibt mehrere Möglichkeiten zwischen der Elbphilharmonie und Blohm+Voss hin und her zu kommen. Der schnellste Weg führt nach Angaben des Veranstalters zu Fuß durch den St. Pauli-Elbtunnel. Alternativ können die Besucher über den Wasserweg per Barkasse, oder mit dem Busshuttle über die Elbbrücken zwischen der Elbphilharmonie und Blohm + Voss pendeln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbjazz wurde 2010 durch Tina Heine und Nina Sauer gegründet und erstmals durchgeführt. Bei seiner Premiere 2010 wurde das Festival von nahezu 10.000 Gästen besucht; das Hamburger Abendblatt verkündete daraufhin: „So ein Festival hat die Stadt noch nicht gehabt, und sie wird es fortan nicht mehr missen wollen.“[1] Mit einer Steigerung auf 15.000 Besucher im Jahr 2011 entwickelte sich Elbjazz innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten Jazz-Festivals in Deutschland.[1] Aufgrund von Problemen mit den Barkassen[2] wurden weitere Transfermöglichkeiten, zunächst von den Besuchern selbst, erschlossen.[3] Dennoch führt „die Elbe als Hürde und das Warten auf Transport“ mit dem Elbtunnelaufzug oder dem Shuttleservice (Bussen und Barkassen) zwischen den Bühnen dazu, dass sich die Besucher kennenlernen und auch der Transfer zum Erlebnis wird.[4]

Das Elbjazz Festival beruht ähnlich wie das Montreux Jazz Festival auf einer „Kombination von Kultur und Tourismus“.[5] Neben öffentlicher Förderung erfährt das Festival eine starke privatwirtschaftliche Unterstützung. Zu den Hauptsponsoren und Förderern gehören unter anderem Audi, die Hamburger Volksbank, Blohm + Voss, Jever, HafenCity und die Hamburgische Kulturstiftung.

Nachdem sich aufgrund der fehlenden Subventionen bis 2015 das Defizit auf eine Million Euro aufgehäuft hatte, stieg die Gründerin und Geschäftsführerin des Festivals Tina Heine im Dezember 2015 aus.[6][7] Unter Leitung von Alexander Schulz (Reeperbahn Festival) und den verbleibenden Gesellschaftern Karsten Jahnke und Folkert Koopmans (FKP Scorpio) und Nina Sauer fand das Festival 2017 nach einjähriger, strukturell bedingter Pause wieder statt.[8][9] Das Elbjazz 2018 brachte einen Besucherrekord. Es fand mit neun Spielstätten und rund 50 Konzerten statt; 28.000 Karten wurden bereits im Vorverkauf abgesetzt.[10]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Bericht vom elbjazz 2011. (Memento vom 24. Januar 2012 im Internet Archive) In: Musikmarkt
  2. a b Regen trübt Stimmung auf dem Elbjazz-Festival. Welt Online, 27. Mai 2013
  3. Hamburger Elbjazz Festival: Swinging in the Rain. Hamburger Abendblatt, 27. Mai 2013
  4. a b Perlen vor die Schiffe werfen. In: Die Zeit. 2. Juni 2019, abgerufen am 30. Januar 2020.
  5. a b Stefan Hentz Konzertreigen an Hafenrundfahrt Frankfurter Rundschau, 4. Juni 2010
  6. Heinrich Oehmsen: Elbjazz Festival macht 2016 Zwangspause. Abgerufen am 6. April 2017.
  7. Hamburg: Fortsetzung des „Elbjazz“-Festivals erst 2017 – WELT. Abgerufen am 6. April 2017.
  8. "Elbjazz": Reeperbahn-Festival-GF Alexander Schulz wird neuer Leiter. In: Musikmarkt. 6. April 2017 (musikmarkt.de).
  9. Hamburger Elbjazz-Festival kehrt 2017 zurück. NDR, abgerufen am 6. April 2017.
  10. a b Besucherrekord beim Hamburger Elbjazz Festival 2018. In: Jazzzeitung. 7. Juni 2018, abgerufen am 30. Januar 2020.
  11. Live: Elbjazz im Hafen Hamburg. In: Jazzthetik. Nr. 7/8 2012.
  12. Das Elbjazz-Festival zeigt Jazz von seiner verwegensten Seite
  13. Gänsehautmomente beim Elbjazz-Festival Hamburger Abendblatt, 6. Juni 2017
  14. Elbjazz 2017 endet mit Rekord-Besuch (NDR)
  15. Eine Riesensause: Elbjazz Festival 2019. In: Jazzzeitung. 5. Juni 2019, abgerufen am 30. Januar 2020.