Groove Attack

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Groove Attack GmbH
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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1990
Sitz Köln, Deutschland
Branche Musikvertrieb
Website www.grooveattack.com

Groove Attack ist ein deutscher Independent-Musikvertrieb, mit Schwerpunkt in den Genres Hip Hop und Drum and Bass; der Sitz der GmbH ist Köln-Ossendorf. Zu Groove Attack gehören auch mehrere eigene Labels (Groove Attack Productions (GAP), Krush Grooves, Superrappin). Der ehemals angegliederte Plattenladen im Kölner Belgischen Viertel wurde inzwischen verkauft, trägt aber noch denselben Namen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründer, der damalige Label-Manager Oliver von Felbert und seine beiden Geschäftsführer Heribert „Mue“ Meuser und Frank Stratmann, hatten 1988 als DJs im Wuppertaler Musik-Club Beat Box begonnen.[1] Als dessen Ableger in Form eines Plattenladens wurde Groove Attack 1990 gegründet[2] und zog 1992 nach Köln.[3] 1993 erschien die erste Veröffentlichung des Labels Groove Attack Productions.[4] 2000 zog der Vertrieb nach Köln-Mülheim um; es wurden Dependancen in Los Angeles und New York gegründet.[5] Zunächst gewann man die DJ-Szene als Abnehmer, später wurden auch große Handelsketten beliefert.[1] Ende der 1990er lag der Absatz der Maxi-Singles zwischen 3.000 und 5.000 Einheiten, die LP-Verkäufe lagen bei 8.000 bis 12.000 Stück.[1] Die Mitarbeiterzahl betrug zu dieser Zeit 37, wobei 20 fest angestellt waren.[1] 2001 hatte die Firma knapp 100 Mitarbeiter, aufgrund eines Umsatzeinbruches um 30 % im Folgejahr reduzierte sich diese Zahl jedoch um die Hälfte.[6] In der Folgezeit konnte sich Groove Attack jedoch finanziell erholen, nicht zuletzt durch die Erfolge des exklusiv vertriebenen Labels Aggro Berlin. Zugleich baute Groove Attack sein Geschäft im Bereich MP3-Vertrieb aus. Dieser Bereich wird unter dem Namen ga digital vermarktet. Im April 2008 übernahm Groove Attack den damals in Herne ansässigen Independent-Vertrieb Rough Trade Distribution, vorher eine Tochter der Bertelsmann-Firmengruppe. Damit entstand einer der größten Independent-Vertriebe in Europa.[7] Die Logistik wurde im gleichen Zuge an die Bertelsmann-Tochterfirma arvato ausgegliedert.

Independentlabels, die Groove Attack vertreibt (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt vertreibt Groove Attack hunderte von Labels, für die vollständige Liste siehe Webseite (unten)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Groove Attack. Erfolg mit DJ-Musik. In: MusikWoche. Das Nachrichtenmagazin für die Musikbranche. Nr. 25/1998, 15. Juni 1998, Firmenporträt, S. 12.
  2. @1@2Vorlage:Toter Link/www.grooveattack.com Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: grooveattack.com
  3. @1@2Vorlage:Toter Link/www.grooveattack.com Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: grooveattack.com
  4. @1@2Vorlage:Toter Link/www.grooveattack.com Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: grooveattack.com
  5. @1@2Vorlage:Toter Link/www.grooveattack.com Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: grooveattack.com
  6. @1@2Vorlage:Toter Link/www.stadtrevue.de Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: Big Bizness. Artikel In: StadtRevue. 12/2003.
  7. intro.de