Gutenbach (Schwarzer Kocher)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gutenbach
Langertbach
Der Gutenbach in Oberkochen

Der Gutenbach in Oberkochen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23861122
Lage Albuch und Härtsfeld

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Schwarzer Kocher → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Ein Hungerbrunnen im Wolfertstal
48° 48′ 11″ N, 10° 5′ 30″ O
Quellhöhe 526 m ü. NHN[1]
Mündung in Oberkochen in den Mühlkanal links des Schwarzen KochersKoordinaten: 48° 47′ 5″ N, 10° 6′ 41″ O
48° 47′ 5″ N, 10° 6′ 41″ O
Mündungshöhe ca. 486 m ü. NHN[2]
Höhenunterschied ca. 40 m
Länge ca. 3,1 km[3] ab Hungerbrunnen
ca. 2,3 km[4] ab Neubrunnen
Einzugsgebiet 12,315 km²[2]

Der Gutenbach (vorne links) mündet in den linken Arm des Schwarzen Kochers (von vorne rechts nach hinten)

Der Gutenbach (vorne links) mündet in den linken Arm des Schwarzen Kochers (von vorne rechts nach hinten)

Der Gutenbach oder auch Langertbach ist ein Zufluss eines Mühlkanals links des Schwarzen Kochers in Oberkochen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutenbachquellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprung des Gutenbachs sind drei Karstquellen im sich in einem Rechtsbogen im Norden um den Volkmarsberg legenden Wolfertstal, an denen der Naturlehrpfad Karstquellenweg vorbeiführt. Alle schütten aus dem Seichten Karst im Übergangsbereich der Oxfordkalke zu den Oxfordmergeln. Oberhalb der ersten Quelle ist das Wolfertstal ein Trockental.

Hungerbrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der schüttende Hungerbrunnen im Wolfertstal

Die offizielle Quelle des Gutenbaches ist ein – auch so genannter – Hungerbrunnen fast am nördlichsten Punkt der gebogenen Talmittenlinie wenig östlich des Lothringer Kreuzes auf etwa 526 m ü. NHN. Er schüttet nur nach der Schneeschmelze und bei hohen Niederschlägen. Am Beginn des Bachbetts sammelt sich dann von mehreren Seiten Wasser. Der Hungerbrunnen wurde durch Erdauffüllungen und die hier verlaufenden Leitungen der Landeswasserversorgung stark verändert.

Neubrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der auf etwa 518 m ü. NHN[5] liegende Neubrunnen im Wolfertstal ist eine beständige Quelle, die etwa 4 l/s schüttet. Er liegt weniger als 200 Meter vor dem ersten Haus von Oberkochen an einer geologischen Verwerfung; durch den Versatz wasserführender Kalkschichten gegen stauende Mergel kommt es hier zum unterirdischen Wasserstau mit Quellaustritt. Der abfließende Bach des früher offenen Brunnens läuft heute seitlich in den Gutenbach.

Langertbrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Langertbrunnen

Der Langertbrunnen oder die Schlachtquelle ist die größte Quelle des Gutenbaches. Sie liegt auf etwa 520 m ü. NN.[5] Es handelt sich um ein gefasstes Quellbecken, das zum Wassertreten genutzt wird. Das Wasser fließt nach kurzem Lauf vom linken Talhangfuß am Nordrand von Oberkochen in den Gutenbach. Der Langertbrunnen liegt an der Schichtgrenze von Weißjura Alpha zu den aufliegenden wasserdurchlässigen Beta-Kalken. Die Quelle versiegt bei niedrigem Grundwasserstand. Ihr Einzugsgebiet ist der Langert, eine größtenteils schon zu Aalen gehörende, bewaldete Hochfläche vom dem Einschnitt des Wolfertstals nordwärts bis zum Albtrauf.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gutenbach fließt nach der Speisung aus dem Langertbrunnen erst in südliche Richtung. In Oberkochen wird er vom Luggenlohbrunnen verstärkt, einer für die Trinkwasserversorgung gefassten Quelle am rechten Hangfuß, wonach er auf Südostlauf wechselt. Im Stadtgebiet ist schon vor der Aalener Straße verrohrt. Nach insgesamt 3,1 km ab dem Hungerbrunnen und 2,3 km nach dem Neubrunnen mündet er hier bald nach der Aalener Straße und nur wenige Schritte vor dessen Rücklauf von links in einen Mühlkanal neben dem Schwarzen Kocher.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „GK25“: Geologische Karte 1:25.000 von Baden-Württemberg, Blatt Nr. 7126 Aalen, Erläuterungsheft. Herausgegeben vom Geologischen Landesamt und dem Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1980.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gutenbach (Schwarzer Kocher) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höhe nach Beschriftung in schwarz auf dem Layer Topographische Karte auf: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  2. a b Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet auf: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  3. Länge nach dem Layer Gewässernetz auf: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  4. Länge nach dem Layer Gewässernetz abzüglich des auf dem Layer Topographische Karte abgemessenen Stücks von Hinter- zu Neubrunnen, beides auf: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  5. a b Höhe nach dem Höhenlinienbild des Layers Topographische Karte auf: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise) und des Layers WMS ATKIS Digitale Topographische Karte auf: Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise)