Oberkochen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberkochen
Oberkochen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberkochen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 47′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 496 m ü. NHN
Fläche: 23,57 km2
Einwohner: 7839 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 333 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73447
Vorwahl: 07364
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 050
Adresse der
Stadtverwaltung:
Eugen-Bolz-Platz 1
73447 Oberkochen
Website: www.oberkochen.de
Bürgermeister: Peter Traub (Freie Wähler Ostalbkreis)
Lage der Stadt Oberkochen im Ostalbkreis
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Über dieses Bild
Oberkochen mit Stadtteil Heide vom Rodstein aus südlicher Richtung gesehen

Oberkochen ist eine Stadt im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberkochen liegt zwischen Albuch im Westen und Norden und Härtsfeld im Osten in und über den Tälern des Schwarzen Kochers und des dort in ihn mündenden Gutenbachs. Der höchste Punkt der Markung befindet sich auf dem Gipfel des Volkmarsbergs (743 m ü. NN).

Wenig südwestlich der Stadt liegt auf 499,2 m ü. NN der Ursprung des Schwarzen Kochers. Von dieser kräftigen Karstquelle aus durchfließt der Kocher das Stadtgebiet in nordöstlicher Richtung und hat dort folgende Zuflüsse:

  • Der nur 150 Meter lange Rote Kocher, der ab seiner Quelle im Ölweiher, die sich im Leitz-Firmengelände befindet, vollständig verdolt ist.
  • Der 735 Meter lange südwestlich vom Städtischen Friedhof entspringende Katzenbach, dessen Unterlauf ab der Feigengasse verdolt ist.
  • Der 3,1 Kilometer lange Gutenbach, dessen Quellen im Wolfertstal liegen.
  • Der 700 Meter lange Edlenbach, der als Einziger der vier von der rechten Härtsfeldseite kommt und in der Gärtnerei im Langen Teich entspringt.

Die Stadt besteht im Wesentlichen aus zwei separaten Siedlungsteilen, der Innenstadt, mit der die Siedlungsgebiete Spitztal, Lenzhalde und Brunnenhalde verwachsen sind, und dem ca. 100 m höher gelegenen nordöstlichen Stadtteil Heide.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Oberkochen gehören der Stadtteil Heide und der Weiler Kreuzmühle sowie die abgegangenen Ortschaften Zwerenberg, Kreutzheim, Echmannsweiler, Tiefentalhäuschen, Schlackenwäsche, Schleifmühle und Ziegelhütte.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das auf den ersten Blick unscheinbare Oberkochen kann – neben dreitausend Jahre alten Funden aus der Spätbronzezeit sowie späteren Siedlungsspuren von Kelten, Römern und Alamannen – auf geschichtliche Ereignisse zurückblicken, die in dieser Ausprägung einzigartig sind.

  • Vom Spätmittelalter bis zur Zeit Napoleons war das Dorf rund fünfhundert Jahre lang herrschaftlich geteilt. Nach der Reformation wurde diese Teilung für rund zweihunderfünfzig Jahre durch eine konfessionelle Spaltung verschärft, die sogar vor dem obersten Gericht des Heiligen Römischen Reichs verhandelt wurde und in diesem Zusammenhang auch die Beachtung des damaligen Kaisers fand.
  • In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Oberkochen ein Zentrum für industrielle Bohrermacherei. Das bedeutendste Erbe aus dieser Zeit ist die Leitz GmbH & Co. KG, die sich zu einem der internationalen Marktführer für Holzbearbeitungswerkzeuge entwickelt hat.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte sich die Firma Carl Zeiss in Oberkochen an, die heute eines der wichtigsten deutschen High-Tech-Unternehmen und auf verschiedensten Gebieten der Photonik der weltweite Technologieführer ist. Die damit verbundene Vervierfachung der Einwohnerzahl innerhalb von zwanzig Jahren war ein wichtiger Grund für Oberkochens Erhebung zur Stadt im Jahre 1968.

Bronzezeit, Kelten, Römer und Alamannen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Spätphase der Bronzezeit in der Keltenstraße im Jahre 1956 deuten darauf hin, dass sich hier bereits um 1000 v. Chr. eine Siedlung befand. Funde aus der Latènezeit lassen eine spätere keltische Siedlung in der Zeit um Christi Geburt für möglich erscheinen. 1971 wurde ein römischer Keller ausgegraben, den man für den Teil einer Raststätte an der Römerstraße vom Kastell Aquileia im heutigen Heidenheim zum Reiterkastell Aalen am Limes aus der Zeit zwischen 150 und 200 n. Chr. hält. In einer Baugrube in der Frühlingsstraße wurde 1980 ein alamannisches Gräberfeld aus dem 7. Jahrhundert mit reichhaltigen Grabbeigaben entdeckt.[4]

Entwicklung des mittelalterlichen Dorfes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 wurden bei Grabungen zwischen der katholischen Kirche und der Stadtbibliothek beim „Bühl“, der höchsten und somit überschwemmungssicheren Stelle zwischen dem Katzenbach- und dem Gutenbachtal, Grubenhäuser aus dem 10./11. Jahrhundert entdeckt, die damals als Keller gedient haben. Von den zugehörigen Holzhäusern konnten zahlreiche Pfostenlöcher nachgewiesen werden, außerdem eine größere Feuerstelle, die auf ein dort ausgeübtes Handwerk hindeutet. Hierbei dürfte es sich um die Siedlung handeln, die man dort bereits auf Grund des rund dreihundert Meter westlich gelegenen alamannischen Gräberfeldes vermutet hatte.[5]

Der aus dem Hochmittelalter erhaltene untere Teil des Turms der heutigen katholischen Kirche St. Peter und Paul lässt darauf schließen, dass an dieser Stelle spätestens Anfang des 13. Jahrhunderts bereits ein größeres romanisches Gotteshaus stand.[6] Buckelquader, die in verschiedenen neuzeitlichen Mauern im Bereich der Kirche eingebaut sind und vermutlich aus der Stauferzeit stammen, sind möglicherweise Überreste eines profanen Steinbaus aus dem 12. oder 13. Jahrhundert.[7]

Herrschaftliche Teilung des Dorfes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1240 vermachte Graf Hartmann IV. von Dillingen, Herr des Brenzgaus und Grundherr von Kochen, einen Teil des heutigen Oberkochens an das Benediktinerkloster Ellwangen.[8]

Den anderen Teil vererbte er an seine Schwester, über deren Sohn Ulrich von Helfenstein er 1303 an König Albrecht I. gelangte. Der König stiftete im gleichen Jahr das Kloster Königsbronn. Bis 1358 hatten sich die Zisterzienser aus Königsbronn auf Basis der früheren Helfensteiner Gebiete und zugekaufter Güter in Ower-Kochen, die u. a. einem Ritter Otte von Kaltenburg gehörten, den nicht ellwangischen Teil Oberkochens einverleibt. Das Dorf hatte somit zwei Obrigkeiten: Rund zwei Drittel im Norden gehörten seit 1240 zum Kloster Ellwangen, das restliche Drittel im Süden zum Kloster Königsbronn.[8]

Ersterwähnung Oberkochens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste der zwei Urkunden vom 17. Januar 1335 im Ellwanger Lager­buch mit Ersterwähnung Oberkochens in der Mitte der sechsten Zeile. Quelle: Staatsarchiv Ludwigs­burg B 389 U 1682.

Die älteste nachgewiesene urkundliche Erwähnung von Oberkochen befindet sich eher beiläufig im Ellwanger Lagerbuch, einem handschriftlichen Verzeichnis der Besitzungen und der damit verbundenen Einkünfte des Ellwanger Klosters. In zwei auf den St. Antoniustag (= 17. Januar) 1335 datierten Urkunden aus Pergament mit noch erhaltenen Wachssiegeln geht es um den Verkauf von Acker- und Waldgrundstücken an den Ellwanger Abt.[9]

  • In der ersten Urkunde verkauft Ulrich von Ahelfingen, genannt von Ybach, mit Fritz, dem Sohn seines verstorbenen Bruders Konrad, verschiedene zur „Kochenburg“ (= Kocherburg in Unterkochen) gehörende Wälder und Felder, von denen einige „gen Oberkochen“ liegen, für 26 Pfund Heller an den Ellwanger Fürstabt Kuno von Gundelfingen.[10]
  • In der zweiten Urkunde verpflichtet sich Ulrich, den Söhnen seines Bruders deren Erbteil so lange nicht herauszugeben, bis sie gelobt haben, diesen Kaufvertrag über die unter anderem „gen Oberkochen“ liegenden Grundstücke anzuerkennen.[11]

Eisenverhüttung und Schlackenwäsche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1551 wurde am Ursprung des Schwarzen Kochers südlich von Oberkochen ein Hochofen zur Eisenverhüttung errichtet.[12] Der Hochofen wurde während des Dreißigjährigen Krieges vor allem auf Grund von Holzmangel aufgegeben, 1644 samt Läuterfeuer abgerissen und in Unterkochen neu aufgebaut.[13] 1646 wurde am Kocherursprung eine Schlackenwäsche eingerichtet, die bis Mitte des 18. Jahrhunderts betrieben wurde.[14]

Zusätzliche konfessionelle Teilung des Dorfes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Seite der Forst- und Polizei­ordnung für die Gemeinde Oberkochen von 1578

Die Herrschaft Heidenheim, zu der das Kloster Königsbronn gehörte, kam 1448 an die Grafschaft Württemberg, fiel 1450 an Bayern und wurde 1504 von Herzog Ulrich von Württemberg zurückgekauft. 1534 schloss sich Ulrich der Reformation an. Sein Sohn Herzog Christoph von Württemberg setzte 1553 in Königsbronn die Reformation durch und wandelte das Kloster in eine Schule um. Auch der zum ehemaligen Kloster Königsbronn gehörende Teil Oberkochens wurde lutherisch und die Einwohner mussten auf Grundlage des Augsburger Religionsfriedens von 1555 den Glauben ihres Herrschers annehmen.[15]

Das Kloster Ellwangen war 1460 in ein Chorherrenstift, die Fürstpropstei Ellwangen, umgewandelt worden. Diese blieb beim katholischen Glauben.[15]

Das geteilte Oberkochen war daher ab 1553 nicht nur zwei Landesherren unterstellt, dem Herzog von Württemberg und dem Fürstpropst von Ellwangen. Es war zusätzlich durch zwei Konfessionen gespalten. Es gab zwei Schultheißen, zwei Ratszimmer, zwei Gemeindekassen und ab 1581, als eine evangelische Kirche fertiggestellt wurde, zwei Kirchen. Die niedere Gerichtsbarkeit lag beim jeweiligen Landesherrn, die hohe Gerichtsbarkeit für den gesamten Ort beim Fürstpropst von Ellwangen. 1562 verständigten sich die beiden Landesherren auf eine gemeinsame Ordnung für Oberkochen, die 1578 durch eine gemeinsame Forst- und Polizeiordnung mit insgesamt 64 Artikeln ersetzt wurde.[15]

Oberkochen auf einer Karte des Heidenheimer Forstes von 1590 (Ausschnitt)

Auf einer Karte des Heidenheimer Forstes von 1590 sieht man Ober Kochen mit der rot punktierten Grenze, die damals durch den Ort verlief. Zu erkennen sind die katholische Kirche (links), die evangelische Kirche (rechts), der Langenhart (=Langert), der Kochensuhrsprung (=Kocherursprung) mit Eisenschmidt (=Eisenhüttenwerk) sowie der Eegerthof (=Seegartenhof), bei dem sich damals ein See befand.[16]

Den Regelungen des Augsburger Religionsfriedens zufolge war die Existenz von zwei Konfessionen in einem Ort nur in Freien und Reichsstädten zulässig. Ein Dorf wie Oberkochen mit ein paar hundert Einwohnern fiel nicht unter diese Regelung. Dieser Präzedenzfall wurde schließlich dem Reichskammergericht in Speyer vorgetragen. Anlass war die ohne Zustimmung des katholischen Ellwanger Fürstpropstes im Jahre 1581 fertiggestellte evangelische Kirche. Der Fürstpropst argumentierte zunächst damit, ein Teil der strittigen Kirche befinde sich im katholischen Teil und sei damit rechtswidrig. Da man sich über den genauen Grenzverlauf nicht einigen konnte, reichte der Fürstpropst Klage beim Reichskammergericht ein. Dies entschied im Jahre 1600, das Baugrundstück befinde sich vollkommen auf evangelischem Gebiet. Nun argumentierte der Fürstpropst damit, auf Grund der ihm zustehenden hohen Gerichtsbarkeit müsse der gesamte Ort katholisch sein. Dem widersprach die evangelische Seite, auf Grund der ihr zustehenden niederen Gerichtsbarkeit habe sie auch das Recht, in ihrem Herrschaftsbereich über die Religion zu entscheiden. 1618 äußerte sich sogar Kaiser Matthias zu diesem Rechtsfall und ermahnte beide Parteien zu Ruhe und Mäßigung. Die Richter in Speyer konnten sich nicht entscheiden und so verlief der jahrzehntelange Rechtsstreit im Sande, nachdem die Parteien im Laufe des Dreißigjährigen Kriegs anscheinend das Interesse verloren hatten.[15]

Oberkochen gehörte zu den von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges am härtesten betroffenen Gebieten und verlor über achtzig Prozent seiner Einwohner. Von mehr als sechshundert blieben nur noch etwa hundert Personen übrig.[17]

1731 traten in Aalen hochrangige Abordnungen des Herzogs von Württemberg und der Fürstpropstes von Ellwangen zusammen, um eine neue Regelung für das gemeinsame Dorf, in dem es immer wieder religiöse Zwistigkeiten gab, zu erarbeiten. Nach achtzehn Jahren unterzeichneten sie das Aalener Protokoll von 1749 mit zahlreichen Regelungen über das Zusammenleben und die Ausübung ihrer Religionen. Unter anderem wurde festgelegt, dass jeder Oberkochener seine Religion frei wählen und ausüben durfte.[18]

Ende der herrschaftlichen Teilung des Dorfes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberkochen 1847 von Osten aus gesehen auf dem Gemälde eines unbekannten Künstlers.

Unter Napoleon wurde auf Grundlage des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 die Fürstpropstei Ellwangen aufgelöst und fiel an das Herzogtum Württemberg. Damit ging die jahrhundertelange Doppelherrschaft in Oberkochen zu Ende.

Seit der Gründung des Königreichs Württemberg gehörte Oberkochen zum Oberamt Aalen und ab 1938 zum Landkreis Aalen, mit dem es durch die Kreisreform 1973 im neuen Ostalbkreis aufging.

Die älteste bekannte Ortsansicht aus dem Jahr 1847 zeigt im Hintergrund die Brunnenhalde (links), den Volkmarsberg (Mitte) und den Langert mit Langertstein (rechts). Die damalige evangelische Kirche, heute Stadtbibliothek, hatte einen Dachreiter und die katholische Kirche St. Peter und Paul den heute noch existierenden Turm. In der vorderen Gebäudezeile sind die Ottilienkapelle und die Scheerermühle zu erkennen. Der Ort ist mit einem Etterzaun umgeben. Im Vordergrund rechts die 1950 abgerissene Wiesenkapelle.

Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bohrermacherbrunnen von Karl Ulrich Nuss erinnert seit 1990 in der Ortsmitte an die Industrialisierung Ober­ko­chens im 19. Jahr­hundert

1860 gründete der Bohrermacher und Mechaniker Jakob Christoph Bäuerle eine Bohrermacherei, in deren Folge weitere Unternehmensgründer in Oberkochen die industrielle Produktion von Holzbohrern aufnahmen: Vier ehemalige Mitarbeiter von Bäuerle – Albert Leitz (1876), Jakob Schmid (1882), Wilhelm Grupp (1890) und August Oppold (1896) – sowie der frühere Leitz-Lehrling Karl Wannenwetsch (1903).

Während die Firma Bäuerle, die später auch Holzbearbeitungsmaschinen fertigte und zeitweilig über tausend Mitarbeiter beschäftigte, 1974 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten den Betrieb einstellen musste, ist aus der Gründung von Albert Leitz das auf Holzbearbeitungswerkzeuge spezialisierte Weltunternehmen Leitz GmbH & Co. KG entstanden. Die von Wilhelm Grupp gegründete Firma, später bekannt unter ihrem Markennamen WIGO, sowie die auf Karl Wannenwetsch zurückgehende KWO Werkzeuge GmbH wurden 1984 und 1994 in die Leitz GmbH & Co. KG eingegliedert. Die Jakob Schmid GmbH & Co. KG produziert heute in Neresheim-Elchingen und die von August Oppold gegründete Firma firmiert heute in Oberkochen als Oppold System International GmbH.[19]

Die Industrialisierung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde ab 1864 durch die über Oberkochen führende Brenzbahn, eine Eisenbahnlinie zwischen Aalen und Heidenheim, die 1876 von Heidenheim bis Ulm weitergeführt wurde, stark gefördert. Wie auch von der 1893 von Gottlieb Günther gegründeten „Genauzieherei und Wellenfabrik“, die 1929 von Bäuerle übernommenen wurde, wurde damals noch die Wasserkraft des Kochers zum Betrieb der Maschinen genutzt, aber auch bereits Dampfturbinen eingesetzt.[20]

Die Elektrifizierung begann 1906 und wurde 1916 von der Ueberlandwerk Jagstkreis AG (UJAG) übernommen.[21]

1939 zählte Oberkochen rund zweitausend Einwohner, hatte etwa tausend industrielle Arbeitsplätze und war bereits ein wichtiger Industrieort.[22]

Der entscheidendste Wachstumsimpuls für Oberkochen ging aber von der Firma Carl Zeiss aus. Diese spaltete sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf Veranlassung der amerikanischen Besatzungsmacht von der in Jena ansässigen Mutter, dem späteren VEB Carl Zeiss Jena, ab und ließ sich 1946 in Oberkochen, zunächst unter dem Namen Opton Optische Werke Oberkochen GmbH, nieder. Nach der Deutschen Wiedervereinigung kam das optische Kerngeschäft des VEB durch die Treuhandanstalt in die Carl Zeiss Jena GmbH, die von Carl Zeiss in Oberkochen übernommen wurde. Heute ist die Carl Zeiss AG mit Sitz in Oberkochen ein auf vielen Gebieten weltmarktführendes Photonikunternehmen.

Vom Dorf zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges vervierfachte sich die Einwohnerzahl Oberkochens von rund 2.000 auf beinahe 8.000 Einwohner im Jahre 1961, hauptsächlich verursacht durch die Ansiedlung der Firma Carl Zeiss. Ein großer Teil der Neubürger waren ehemalige Mitarbeiter des VEB Carl Zeiss Jena mit ihren Familien und überwiegend evangelischer Konfession. Im Jahre 1964 rechnete man mit einer nochmaligen Verdoppelung der Einwohnerzahl auf rund 16.500 Einwohner im Jahre 1974.[23]

Vor diesem Hintergrund wurde Oberkochen im Jahre 1968 zur Stadt erhoben. Gleichzeitig entstand ein neues Rathaus mit Rathaushotel, die neue evangelische Versöhnungskirche und ab 1970 das Neubaugebiet Heide, wo nach ursprünglicher Planung in verdichteter Bauweise Wohnraum für 5.500 Einwohner geschaffen werden sollte.

Nach Erreichen eines Maximums von 8.682 Einwohnern im Jahre 1969 ging die Einwohnerzahl Oberkochens jedoch wider Erwarten zurück. Nach entsprechender Anpassung der Bebauungspläne wurde das Neubaugebiet Heide mit knapp 1.500 Einwohnern vollständig und großteils mit Einfamilienhäusern besiedelt. Das 1975 fertiggestellte Heidehochhaus am Eingang des Stadtteils ist ein Wahrzeichen, das noch an die ursprünglich geplante verdichtete Bauweise erinnert.

Jahr 1600 1650 1854 1925 1939 1950 1961 1969 1980 1990 2000 2010 2017
Einwohnerzahl 600 100 1180 1524 2011 3753 7979 8682 8118 8446 8271 7799 7839
Quelle [17] [17] [24] [25] [25] [25] [26] [26] [26] [26] [26] [26] [26]

Grafische Darstellung der Einwohnerentwicklung (interpoliert)

Im Jahr 2000 wurden das interkommunale Gewerbegebiet Oberkochen-Königsbronn sowie das Gewerbegebiet Oberkochen-Süd I erschlossen, wo heute die Firmen Carl Zeiss SMT und Carl Zeiss Meditec angesiedelt sind. Im 2016 erschlossenen Gewerbegebiet Oberkochen Süd II, wo sich bereits die zur Nagel-Gruppe gehörende Firma OWEMA niedergelassen hat, wurde die restliche Fläche 2017 an die südkoreanische Firma YG-1 verkauft, die hier ein großes Werk für Metallbearbeitungswerkzeuge erstellen will (Stand Dezember 2018).

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberkochen war ab dem 14. Jahrhundert herrschaftlich geteilt: der größere Teil gehörte zum Kloster Ellwangen, der kleinere zum Kloster Königsbronn. In der Reformationszeit wurde der Königsbronner Teil des Ortes mit Württemberg evangelisch, während der Ellwanger Teil katholisch blieb. Die Teilung des Ortes führte in der Folge immer wieder zu rechtlichen Problemen und Streitigkeiten, die im Jahr 1749 im sogenannten Aalener Protokoll geklärt wurden, einem Vertrag zwischen Ellwangen und Württemberg.[27]

Eine eigene Pfarrei mit der Pfründe St. Peter ist ab 1345 belegt. Die heutige römisch-katholische St.-Peter-und-Paul-Kirche wurde am 25. Oktober 1900 geweiht. Der neoromanische Bau ersetzte eine im Kern romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die später im gotischen und im Barockstil umgebaut worden[28], dann aber zu klein und auch baufällig geworden war.[29]

Die erste evangelische Kirche wurde 1581 fertiggestellt und bekam 1583 einen Pfarrer. Im Jahr 1875 trat an ihre Stelle ein Neubau, der heute die Stadtbibliothek beherbergt. Als nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche evangelische Christen zuzogen, wurde auch diese Kirche zu klein. Die evangelische Kirchengemeinde Oberkochen erbaute deshalb die 1968 eingeweihte Versöhnungskirche in der Bürgermeister-Bosch-Straße.[30]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis:[31]

Partei / Liste Stimmenanteil G/V %p Sitze G/V
CDU 36,9 % – 0,2 7 ± 0
SPD 32,5 % – 0,9 6 ± 0
FBO 17,8 % + 1,1 3 ± 0
Grüne 12,8 % ± 0 2 ± 0

G/V = Gewinne oder Verluste im Vergleich mit der Wahl 2009

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oberkochen
Wappen von Unterkochen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau drei (2:1) goldene Rosen.“ Das Wappen wurde 1968 mit der Stadterhebung eingeführt.

Die 1136 erstmals erwähnten Herren von Kochen führten nachweislich ab 1380 bis zu ihrem Aussterben gegen Ende des 15. Jahrhunderts[32] drei Räder im Wappen, wie man sie auch im Wappen des benachbarten Unterkochens wiederfindet. Doch einer von ihnen, der Ritter Görig von Kochen, entwickelte für sich eine im Jahr 1404 belegte Sonderform mit drei Rosen. Diese waren die Vorlage für das neue Oberkochener Wappen.[33] Die Farben wurden willkürlich gewählt, weil keine historischen Farben bekannt waren.

Das ursprüngliche Oberkochener Wappen von 1927 war geteilt mit einer fünfzinkigen Hirschstange auf goldenem Untergrund im oberen Teil sowie einer Buche und zwei blauen Pflugscharen auf silbernem Grund im unteren Teil.[34]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberkochen liegt an der Bundesstraße 19, die 1959 zur kreuzungsfreien Umgehungsstraße ausgebaut wurde. Sie ist die natürliche Verkehrsachse des Kocher-Brenz-Durchbruchstales durch die Ostalb hindurch zwischen Aalen im Norden und Heidenheim an der Brenz im Süden. Die nächste Autobahnanschlussstelle Aalen-Oberkochen an der Bundesautobahn 7 (FlensburgFüssen) erreicht man nördlich und dann östlich über die B 19 und die L 1084 nach etwa 11 km Fahrt bei Ebnat.

Die Brenzbahn, eine eingleisige, nicht elektrifizierte Haupteisenbahnstrecke zwischen Aalen und Ulm, verläuft zwischen der Bundesstraße 19 und dem Ort. Am Haltepunkt beim früheren Bahnhof von Oberkochen halten sämtliche auf dieser Strecke verkehrenden Regional- und Interregio-Expresse.

Der Hohenlohe-Ostalb-Weg führt als Fernradweg von Rothenburg ob der Tauber durch Oberkochen über die Schwäbische Alb nach Ulm an die Donau.

Zudem wird es als Besonderheit wahrgenommen, dass Oberkochen über keine Verkehrsampeln verfügt.[36][37] Die Stadt bezeichnet sich daher als einzige Stadt Deutschlands ohne Verkehrsampeln, jedoch ohne darüber einen Nachweis zu führen.[38]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl Zeiss ist mit rund 4.000 Arbeitsplätzen größter Arbeitgeber der Stadt. Das Unternehmen fertigt in Oberkochen optische Komponenten für inzwischen ausschließlich zivile Zwecke. Die Wehrtechnik, zuletzt in der Carl Zeiss Optronics GmbH angesiedelt, wurde 2012 mehrheitlich von Cassidian, einer Division der EADS GmbH, übernommen und ging 2017 in die Hensoldt Gruppe auf. Im Optischen Museum in der Carl-Zeiss-Straße sind optische Geräte von mittelalterlichen Brillen bis zur Weltraumoptik zu sehen. Seit 2006 produziert Carl Zeiss SMT optische Systeme für die Halbleiterherstellung in einer neuen Fabrikanlage im Industriegebiet Oberkochen Süd I. Seit April 2013 ist dort auch Carl Zeiss Meditec angesiedelt.

Eine weitere Weltfirma mit Hauptsitz in Oberkochen ist der seit 1876 hier produzierende Holzbearbeitungswerkzeugspezialist Leitz.

C.D. Wälzholz produziert in Oberkochen kaltgewalzten, auf Rollen aufgewickelten Flachstahl und ist auf phosphatierten Bandstahl spezialisiert. 1907 unter dem Namen „Carl J. Walther Metallzieherei und Kaltwalzwerk“ gegründet, gehörte das Werk ab 1928 den Röchling’schen Eisen- und Stahlwerken, bis es 2007 von C.D. Wälzholz übernommen wurde.

Die 1993 gegründete 3E Datentechnik GmbH gehört zur jüngsten Unternehmensgeneration am Ort und hat sich zu einem führenden Anbieter von ERP-Software für die Fensterbauindustrie mit Niederlassungen in der Schweiz, Frankreich und in China entwickelt.

Oberkochen hat mehr Arbeitsplätze als arbeitsfähige Bewohner, ist also eine Einpendlerstadt.

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberkochen befindet sich eine Niederlassung der Güteprüfstelle der Bundeswehr.[39] Siehe auch: Liste der Bundeswehrstandorte in Deutschland.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreißentalschule, eine frühere Grund- und Hauptschule, ist seit 2012 eine Grund- und Gemeinschaftsschule, an der ein Mittlerer Schulabschluss abgelegt werden kann. Sie war ursprünglich in dem 1900 als katholisches Schulhaus erbauten Backsteingebäude untergebracht. Der Neubau aus dem Jahr 1951 wurde 1958 mit einem Anbau erweitert.[40] Seit 2016 sind die Dreißentalschule und die 1965 als zusätzliche Grundschule erbaute Tiersteinschule[40] organisatorisch zusammengeführt.

Auf dem Ernst-Abbe-Gymnasium, einem naturwissenschaftlich ausgerichteten Gymnasium, das auch Zentrumsschule für Molekularbiologie und MINT-EC-Schule ist, kann das Abitur abgelegt werden. Das Gebäude wurde 1962 mit Turn- und Schwimmhalle errichtet. Die Schwimmhalle gehört heute nicht mehr zur Schule und wurde zum städtischen Freizeitbad „aquafit“ umgebaut.

Seit 1970 gibt es die Sonnenbergschule,[40] eine Förderschule in dem 1939 als HJ-Heim erbauten Bergheim.

Die Musikschule Oberkochen/Königsbronn ist im früheren Altbau der Dreißentalschule (Backsteingebäude) untergebracht.

Für die Kinderbetreuung stehen vier Einrichtungen zur Verfügung: Katholische Kindertageseinrichtung St. Michael, Kinderhaus Gutenbach, Kinderhaus Wiesenweg und Kindergarten Heide.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freizeitbad „aquafit“
  • Carl-Zeiss-Stadion (zwei Rasenplätze sowie ein Kunstrasenplatz)
  • Drei Sporthallen und eine Turn- und Festhalle
  • Minigolfanlage (im Stadtteil Heide)
  • Tennisplätze
  • Skilift auf dem Volkmarsberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberkochen 1847 mit den Vorgängerbauten der evangelischen Kirche (mit Dachreiter), der katholischen Kirche (mit heute noch existierendem Turm), des Edith-Stein-Hauses (links daneben) und der Scheerermühle (unterhalb)
  • Schillerhaus
    Das Schillerhaus war zwischen 1860 und 1938 evangelisches Schulhaus und Lehrerwohngebäude. Benennung ohne historischen Bezug nach Friedrich Schiller, seit 1997 Heimatmuseum.
  • Ehemaliger Bahnhof
    1863 im neoklassizistischen Stil erbaut, 2007 von einem privaten Investor erworben und restauriert. Seitdem ohne Funktion als Bahnhof, Gaststätte im Erdgeschoss.
  • Scheerermühle
    Erstmals 1357 urkundlich erwähnt, 1877 vom Müller Caspar Scheerer neu errichtet, heute Schaumühle des Mühlenvereins Oberkochen. Gegenüber das ehemalige Wirtschaftsgebäude, heute Wirtshaus Scheerer-Mühle.
  • Stadtbibliothek
    Ehemalige evangelische Kirche aus dem Jahr 1875, die an Stelle einer Vorgängerkirche aus dem Jahr 1581 trat. Die Kirche, in der sich seit 1981 die Stadtbibliothek befindet, hatte ursprünglich einen Dachreiter, in dem drei Kirchenglocken hingen. Dieser wurde 1952 verstärkt, um eine vierte Glocke aufzunehmen. Da aber bei deren Inbetriebnahme das Kirchendach in gefährliche Schwingungen kam, wurde der Dachreiter entfernt und im Jahre 1953 der heutige Kirchturm errichtet, in dem die vier Glocken gefahrlos betrieben werden konnten.[41]
    Hier wurde im Jahre 1831 der Missionar und Afrikaforscher Christian Hornberger geboren. Er war der Sohn des evangelischen Pfarrers Johann Christian Hornberger, der mit seiner Familie in der Pfarrwohnung lebte, die sich direkt über dem Kirchenraum der damaligen Vorgängerkirche befand. Zwischen der Stadtbibliothek und der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul soll bis 2020 unter Einbeziehung des Kochers ein Neue Mitte genannter Platz entstehen.
  • Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul
    Der am 25. Oktober 1900 geweihte neoromanische Bau ersetzte eine spätestens Anfang des 13. Jahrhunderts errichtete und im Kern romanische Vorgängerkirche, die bis 1741 St. Peter hieß. Der Turmsockel stammt noch aus dieser Zeit und ist das mit Abstand älteste Bauwerk Oberkochens. Da diese Vorgängerkirche nach Osten ausgerichtet war, steht ihr damaliger Westturm in einem auf den ersten Blick unverständlichen 45-Grad-Winkel zur heutigen Kirche, die aus Platzgründen nach Südosten ausgerichtet wurde.[42] Die mittelalterliche Kirche wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaut und erweitert.[43] 1663 wurde der baufällig gewordene gotische Chor abgebrochen und im frühbarocken Stil neu errichtet. Später wurde der Turm mit einer Barockhaube ausgestattet[44] und die Barockisierung Anfang des 18. Jahrhunderts abgeschlossen.[45] Nachdem die Kirche Ende des 19. Jahrhunderts baufällig und auch zu klein geworden war, wurde sie abgerissen und am 11. September 1899 der Grundstein für das heutige Gotteshaus nach den Plänen der Stuttgarter Architekten Beisbarth & Früh gelegt.[46]
  • Fuchsbau
    Die heutige Musikschule Oberkochen Königsbronn befindet sich in einem roten Backsteinbau in der Dreißentalstraße, der auf Grund seiner Farbe „Fuchsbau“ genannt wird. Er wurde 1900 am damaligen westlichen Ortsrand von Oberkochen als neue katholische Schule errichtet. Daraus entstand die Dreißentalschule, die aber heute nur noch den benachbarten jüngeren Bau aus den Jahren 1951 und 1958 nutzt.
  • Evangelische Versöhnungskirche
    Die am 15. Dezember 1968 eingeweihte Versöhnungskirche hat einen Campanile und ist geprägt von den zeitgenössischen Baumaterialien Beton, Holz und Glas.
  • Rathaus
    1967 im Rahmen der bevorstehenden Stadterhebung am damals neu errichteten Eugen-Bolz-Platz erbaut, zwischen 2009 und 2011 umfassend restauriert. Daneben das Vilotel, ein Hotelneubau aus dem Jahr 2018 anstelle des früheren Rathaushotels von 1968.
  • Edith-Stein-Haus
    1755 neben der katholischen Kirche St. Peter und Paul als katholisches Schulhaus erbaut, Benennung ohne historischen Bezug nach Edith Stein, 1997 Neubau mit fast identischer Fassade, heute Katholisches Pfarramt.

Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lindenbrunnen
    Der 1922 zum Gedenken der Gefallenen im Ersten Weltkrieg errichtete Brunnen ist heute ein Mahnmal für die Kriegstoten beider Weltkriege. Er stand ursprünglich auf einer heute nicht mehr existierenden Verkehrsinsel an der Einmündung der Katzenbachstraße in die Aalener Straße/Heidenheimer Straße. Im Rahmen einer Innenstadtsanierung wurde er 1989 auf spektakuläre Weise mit einer hydraulischen Presse rund zehn Meter weit an den heutigen Standort verschoben.[47]
  • Bohrermacherbrunnen
    Der 1990 in der Innenstadt aufgestellte Brunnen von Karl Ulrich Nuss erinnert an die industriellen Grundlagen Oberkochens. Dargestellt ist ein Brunnenbohrer.[48] Laut Gravur in der runden Bodenplatte wurde er von der Firma Leitz gestiftet und bei Strassacker in Süßen gegossen.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Römerkeller
    Beim Wanderparkplatz nördlich von Oberkochen Welt-Icon gruben Schüler des örtlichen Gymnasiums 1971 unter fachlicher Anleitung die Grundmauern eines römischen Kellers aus. Was man damals für einen Teil einer Villa Rustica hielt, gilt inzwischen als Teil einer Raststätte an der Römerstraße vom Kastell Aquileia im heutigen Heidenheim zum Reiterkastell Aalen am Limes aus der Zeit zwischen 150 und 200 n. Chr.[50]
  • Bilzhaus
    Seit dem 14. Jahrhundert ist die Siedlung „Bilz“ ca. 2,5 km westlich von Oberkochen Welt-Icon belegt. Im 17. Jahrhundert wurde die Siedlung aufgegeben, das Haupthaus jedoch noch bis 1830 genutzt. Die Fundamente sind ab 1989 vom Heimatverein Oberkochen, Schülern und Mitgliedern der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) ausgegraben worden.

Natur- und Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volkmarsberg mit Aussichtsturm
    Mit einer Höhe von 743 m ist der Volkmarsberg der „Hausberg“ der Stadt Oberkochen. Inmitten einer Heidelandschaft thront der 1930 eingeweihte Volkmarsbergturm, ein Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins, von dem man bei guter Sicht die Alpenkette sehen kann. Die Bergkuppe, eine einstige Schafweide, die teilweise vom Wald zurückerobert wurde, ist ein Naturschutzgebiet.[51]
  • Tiefes Tal
    Oben in dem auch Tiefental genannten etwa 3 km langen Tal im Süden Oberkochens Welt-Icon liegt die Hubertusquelle. Am Ende des als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Tals[52] befindet sich eine Station des Karstquellenweges.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ursprung des Schwarzen Kochers
    Südlich der Stadt auf der Albuchseite des Urbrenztales liegt der Kocherursprung. Er besteht aus mehreren Quellen, die sich fortlaufend tiefer in den Berghang einschneiden. Mit einer mittleren Schüttung von 680 l/s ist dies die größte Karstquelle in Oberkochen. Von 1551 bis 1644 stand beim Kocherursprung ein Eisenhüttenwerk. Nach dessen Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde dort eine Schlackenwäsche betrieben. Dunkle Schlackenreste im Flussbett sollen der Grund sein, dass dieser Kocher-Hauptquellarm „Schwarzer Kocher“ heißt. Der schwächer schüttende Ursprung des Weißen Kochers liegt in Luftlinie etwa 7 km nordöstlich bei Unterkochen.
  • Rodstein
    Der auch Rotstein genannte[53] Berg liegt direkt östlich von Oberkochen auf der Härtsfeldseite. Auf 685 m ü. NHN befindet sich auf einer Felsformation ein Aussichtspunkt Welt-Icon mit einem Kruzifix mit vergoldeter Christusfigur, das laut Inschrift im Jahre 1880 aufgestellt wurde. Das Felsplateau, unterhalb dessen sich eine Mariengrotte befindet, liegt knapp zweihundert Meter über dem Tal und wird auch als Startplatz für Hängegleiter und Gleitschirme genutzt.
  • Wollenloch
    Das Wollenloch ist eine 54 Meter tiefe Doline, die sich auf dem Wollenberg etwa 3,5 km südwestlich von Oberkochen befindet. Es ist einer der tiefsten Naturschächte der Schwäbischen Alb. Mit Kontrastwasseruntersuchungen konnte eine direkte Verbindung mit der Ziegelbachquelle bei Königsbronn festgestellt werden.

Sonstige Natursehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Langertstein
    Dieser Felsen im Wolfertstal oberhalb des Langertbachs Welt-Icon bietet auf 610 m ü. NHN eine Aussicht ins Wolferts- und Kochertal. In der Westwand des Felsens befindet sich der Eingang der Langertsteinhöhle, deren Gang etwa zehn Meter weit in den Felsen führt.[54]
  • Karstquellenweg
    Der Karstquellenweg auf den Gemarkungen von Oberkochen und Königsbronn ist ein knapp dreißig Kilometer langer Naturlehrpfad, der an fünfzehn Stationen die wichtigsten Wasseraufbrüche des oberen Brenz- und Kochertales diesseits und jenseits der europäischen Wasserscheide verbindet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plakat der 1973 gegründeten Oberkochener Narrenzunft „Schlagga-Wäscher“ (2019)
  • Wochenmarkt jeden Samstag auf dem Schulhof der Dreißentalschule
  • Stadtfest mit kulturellen Veranstaltungen, Palio-Wagenrennen und Straßenfest
  • Maskenabstauben und Narrenbaumsetzen, Prunksitzungen, Rathaussturm und Fastnachtsumzug der Narrenzunft Oberkochenener (NZO) „Schlagga-Wäscher“[55]
  • Heidefest der Freiwilligen Feuerwehr Oberkochen[56]
  • Internationales Jazz-Festival Oberkochen der Jazz Lights GmbH[57]
  • Oberkochen dell´ Arte der Bürgerstiftung Oberkochen mit Konzerten, Kleinkunstveranstaltungen, Ausstellungen und Autorenlesungen[58]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Oberkochen[59]
  • Boxclub Oberkochen (BCO)[60]
  • ChorVision Oberkochen, ehemaliger Sängerbund[61]
  • Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Oberkochen[62]
  • Evangelischer Krankenpflege- und Diakonie-Förderverein[63]
  • Freiwillige Feuerwehr Oberkochen[56]
  • Gewerbe- und Handelsverein (GHV) Oberkochen[64]
  • Heimatverein Oberkochen (HVO)[65]
  • Katholischer Kirchenchor Oberkochen[66]
  • Katholischer Krankenpflegeverein Oberkochen[67]
  • Musikverein Stadtkapelle Oberkochen[68]
  • Naturfreunde Ortsgruppe Oberkochen[69]
  • Mühlenverein Oberkochen[70]
  • Narrenzunft Oberkochen (NZO) „Schlagga-Wäscher“[71]
  • Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Oberkochen[72]
  • TSV Oberkochen 1903[73]
  • Verein für Städtepartnerschaften Oberkochen[35]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Fröhner (1844–1898), Oberförster[74]
  • Franz Breitenbach (1819–1900), Pfarrer[75]
  • Emil Bucher (1870–1949), Pfarrer
  • Carl Weiger (1843–1911), Oberförster[76]
  • Josef Schmid (1887–1960), Fabrikant
  • Albert Bäuerle (1901–1979), Fabrikant
  • Gerhard Kühn (1902–1990), Mitglied des Vorstandes der Firma Carl Zeiss
  • Heinz Küppenbender (1901–1989), Mitglied des Vorstandes der Firma Carl Zeiss
  • Gustav Bosch (1914–1979), Bürgermeister[77]
  • Gert Littmann (* 1927), Mitglied des Vorstandes der Firma Carl Zeiss
  • Dieter Brucklacher (1939–2016), Unternehmer
  • Bruno Balle (* 1936), Kaufmann
  • Dietrich Bantel (1935–2018), Gymnasialprofessor[78]
  • Gerda Böttger (* 1947), Sekretärin
  • Georg Brunnhuber (* 1948), Politiker

In Oberkochen geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadt Oberkochen, Bürgermeister Harald Gentsch (Hrsg.): Oberkochen – Geschichte, Landschaft, Alltag. Oberkochen 1986, ISBN 3-9801376-1-9.
  • Stadt Oberkochen (Hrsg.): Oberkochen. Oberkochen 2018, ISBN 978-3-00-059479-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberkochen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberkochen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 769–770.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Oberkochen.
  4. Stadt Oberkochen (Hrsg.): Oberkochen. Oberkochen 2018, S. 18–23.
  5. Dietrich Bantel: Sensationelles unterm „Hirsch“. Alamannische hochmittelalterliche Grubenhäuser. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 6. Februar 2019.
  6. Oberkochen (2018) S. 218.
  7. Dietrich Bantel: Staufische Buckelquader in Oberkochen. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 28. Januar 2019.
  8. a b Oberkochen (2018) S. 24–27.
  9. Dietrich Bantel: Oberkochen ist 2 Jahre älter. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  10. Staatsarchiv Ludwigsburg, Urkunde B 389 U 1682 von 17. Januar 1335. Oberkochen wird dort in der Mitte der sechsten Zeile genannt.
  11. Staatsarchiv Ludwigsburg, Urkunde B 389 U 1683 von 17. Januar 1335. Oberkochen wird dort am Ende der fünften Zeile (Ober-) und am Anfang der sechsten Zeile (kochen) genannt.
  12. Manfred Thier: Geschichte der Schwäbischen Hüttenwerke. Ein Beitrag zur württembergischen Wirtschaftsgeschichte. 1365–1802. Aalen/Stuttgart 1965, S. 45.
  13. Thier S. 188–189.
  14. Königliches statistisch-topographisches Bureau (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Aalen. Stuttgart 1854, S. 92.
  15. a b c d Oberkochen (2018) S. 28–38.
  16. Heidenheimer Forst in: Chorographia Beschreibung des löblichen Fürstentums Württemberg auf leo-bw.de.
  17. a b c Christhard Schrenk: Alt-Oberkochen. Erzählungen und Berichte aus Oberkochens Vergangenheit. Oberkochen 1984, S. 81.
  18. Oberkochen (2018) S. 44–46.
  19. Oberkochen (2018) S. 64–65 u. 186–191.
  20. Oberkochen (2018) S. 182.
  21. Oberkochen (2018) S. 207.
  22. Schrenk (1984) S. 83.
  23. Oberkochen (2018) S. 132.
  24. Oberamt Aalen S. 291.
  25. a b c Einwohnerzahlen Oberkochen auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 6. Februar 2019.
  26. a b c d e f g Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Gemeindegebiet, Bevölkerung und Bevölkerungsdichte seit 1961 Stadt Oberkochen (Ostalbkreis).
  27. Christhard Schrenk: 400 Jahre 1583–1983 Evangelische Kirchengemeinde Oberkochen. Südd. Zeitungsdienst, Aalen 1983 (Herausgeber: Ev. Kirchengemeinde Oberkochen).
  28. Rudolf Heitele: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Oberkochen. In: Stadt Oberkochen, Bürgermeister Harald Gentsch (Hrsg.): Oberkochen – Geschichte, Landschaft, Alltag. Oberkochen 1986, S. 40–61, hier: S. 42−43 u. S. 49.
  29. Oberkochen (2018) S. 222–225.
  30. Oberkochen (2018) S. 239–241.
  31. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2014 mit Vergleichsangaben von 2009, Stadt Oberkochen
  32. Oberamt Aalen S. 295.
  33. Dietrich Bantel: Das Oberkochener Wappen. Neue Erkenntnisse. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  34. Abbildung des Oberkochener Wappens von 1927 auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  35. a b c d Website des Vereins für Städtepartnerschaften e. V. Oberkochen
  36. Manfred Moll: Die Stadt ohne Verkehrsampeln. Artikel auf schwaebische-post.de vom 20. August 2015.
  37. Oberkochen: Eine Stadt im Mittelpunkt. Weltgemeinde und Kleinstadtidyll, Go for more, Ausgabe 42 (April/Mai 2015), S. 22.
  38. Beispielsweise in der Imagebroschüre Oberkochen – Bei uns ist die Welt zuhause, Stadtverwaltung Oberkochen, 2014, S. 4. Abgerufen am 9. Januar 2019.
  39. Güteprüfstelle der Bundeswehr in Oberkochen auf meinestadt.de.
  40. a b c Volkmar Schrenk: Geschichte der Oberkochener Schulen. In: Stadt Oberkochen, Bürgermeister Harald Gentsch (Hrsg.): Oberkochen – Geschichte, Landschaft, Alltag. Oberkochen 1986, S. 84–107.
  41. Oberkochen (2018) S. 239.
  42. Dietrich Bantel: Geplanter Kirchenneubau vor 90 Jahren. auf heimatverein-oberkochen.de mit Zusammenzeichnung der Grundrisse der alten und der neuen Kirche. Abgerufen am 27. Januar 2019.
  43. Heitele S. 45.
  44. Abbildung vom Platz vor der Scheerermühle aus gesehen auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 27. Januar 2019.
  45. Heitele S. 49.
  46. Heitele S. 53–55.
  47. Oberkochen (2018), S. 79 u. 134.
  48. Karl Wannenwetsch: Der Bohrermacher. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  49. Mühlenverein Oberkochen – Scheerermühle. Abgerufen am 16. Januar 2016.
  50. Dietrich Bantel: Neues von den Römern in Oberkochen. Römerkeller nicht »Villa Rustica« sondern Straßenstation. Kocherursprung = römisches Quellheiligtum? auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  51. Steckbrief des Naturschutzgebietes Volkmarsberg der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW).
  52. Steckbrief des Landschaftsschutzgebietes Tiefes Tal der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW).
  53. Dietrich Bantel: »Rodstein« oder »Rotstein«? auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  54. Geotopsteckbrief (PDF, 359 KByte) auf: Mapserver des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) (Hinweise)
  55. Website der Narrenzunft Oberkochenener (NZO) „Schlagga-Wäscher“
  56. a b Website der Freiwilligen Feuerwehr Oberkochen
  57. Website der Jazz lights GmbH
  58. Website der Bürgerstiftung Oberkochen bzw. Oberkochen dell’ Arte
  59. Oberkochen (2018) S. 167.
  60. Oberkochen (2018) S. 213–214.
  61. Oberkochen (2018) S. 50–53.
  62. Oberkochen (2018) S. 165–166.
  63. Oberkochen (2018) S. 216–217.
  64. Oberkochen (2018) S. 53.
  65. Oberkochen (2018) S. 257-258.
  66. Oberkochen (2018) S. 48–50.
  67. Oberkochen (2018) S. 115–117.
  68. Oberkochen (2018) S. 164–165.
  69. Oberkochen (2018) S. 214–216.
  70. Oberkochen (2018) S. 258–259.
  71. Oberkochen (2018) S. 256–257.
  72. Oberkochen (2018) S. 110–112.
  73. Oberkochen (2018) S. 113–115.
  74. Volkmar Schrenk: Der erste Ehrenbürger Oberkochens, Oberförster Karl Fröhner. Teil 2 – Aus dem Leben von Karl Fröhner (1844–1898). auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  75. Dietrich Bantel: Oberkochens »vergessener« Ehrenbürger Pfarrer Franz Breitenbach (1819–1900). Pfarrer an der damals noch alten Kirche St. Peter und Paul zu Oberkochen von 1867 – 1897. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  76. Dietrich Bantel: Königlicher Oberförster Carl Weiger 11.5.1943 – 18.12.1911. Ein weiterer vergessener Ehrenbürger von Oberkochen. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  77. Dietrich Bantel: Bürgermeister Gustav Bosch. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  78. Lothar Schell: Dietrich („Didi“) Bantel ist Ehrenbürger von Oberkochen. auf heimatverein-oberkochen.de. Abgerufen am 13. Januar 2019.