HMS Hardy (H87)

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Hardy Royal Navy
HMS Hardy auf See
Technische Daten
Schiffstyp: Flottillenführer
Verdrängung: 1455 ts Standard
2053 ts maximal
Länge: 103,00 m
Breite: 10,36 m
Tiefgang: 3,89 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
38.000 PS (27.930 KW)
Treibstoffvorrat: 470 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5530 sm bei 15 kn
Besatzung: 175
Bewaffnung: 5 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (5 × 1)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2 × 4)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2 × 4)
45 Wasserbomben

HMS Hardy (H87) war der für die Zerstörer der H-Klasse der britischen Royal Navy gebaute Flottillenführer im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 7. April 1936 bei Cammell, Laird & Company in Birkenhead am River Mersey vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 11. Dezember 1936.

Der Zerstörerführer wurde zunächst gemeinsam mit der Mehrzahl der zugeordneten Schiffe seiner Klasse in der 2. Zerstörerflottille im Mittelmeer eingesetzt. Nach Kriegsbeginn wurde er im Zuge der Jagd auf deutsche Panzerschiffe zunächst in den Mittel- und später in den Südatlantik verlegt. Anfang 1940 wurde die Flottille in die Gewässer um die Britischen Inseln zurückbefohlen.

Nachdem deutsche Truppen im Rahmen des Unternehmens Weserübung von deutschen Zerstörern in Narvik gelandet worden waren, lief HMS Hardy zusammen mit einem Teil ihrer Flottille aus, um den Ofotfjord zu blockieren. An Bord befand sich der Flottillenchef Captain Bernard Warburton-Lee. Am 10. April 1940 nahm der Flottillenführer an dem Ersten Seegefecht bei Narvik teil. Auf dem Rückmarsch nach der Beschießung des Hafens wurde das Schiff von der Artillerie deutscher Zerstörer schwer getroffen. Captain Warburton-Lee wurde durch einen Treffer auf der Brücke tödlich verwundet: er erhielt postum als erster britischer Soldat im Zweiten Weltkrieg das Victoria-Kreuz verliehen.

Es gelang der Besatzung, HMS Hardy am Südufer des Fjordes auflaufen zu lassen, wodurch die Verluste unter den Besatzungsmitgliedern in Grenzen gehalten werden konnten. Nach weiteren Treffern durch die deutschen Zerstörer und einem Feuer an Bord unterblieb eine Bergung des Schiffes.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two, Arms and Armour Press, London 1988 ISBN 0-85368-910-5

Weblinks[Bearbeiten]